Frage DK: Abflussprobleme
- Mohnblume
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1 Monat 2 Wochen her #53856 von Mohnblume
DK: Abflussprobleme wurde erstellt von Mohnblume
Hallo zusammen,
meine Mutter hat aktuell wiederkehrende Probleme mit einem transurethralen Dauerkatheter (DK).
Es kommt regelmäßig vor, dass der Urin nicht vollständig abläuft und in der Blase bzw. im System zurückbleibt. In solchen Situationen musste bereits mehrfach der medizinische Notdienst kontaktiert werden, damit der Abfluss wieder hergestellt werden konnte.
Meine Fragen:
Woran kann es liegen, dass der Urin beim DK nicht zuverlässig abläuft (z. B. Lage, Knicke, Verstopfung, Blasenkrämpfe)?
Welche praktischen Maßnahmen helfen aus eurer Erfahrung, um den Abfluss zu verbessern oder solche Situationen zu vermeiden?
Wäre ein suprapubischer Katheter (SPK) in solchen Fällen eine sinnvolle Alternative? Der Urologe hatte damals davon abgeraten, die Gründe sind mir aber nicht mehr bekannt.
Wir freuen uns über eure Erfahrungen und Hinweise.
Vielen Dank im Voraus!
meine Mutter hat aktuell wiederkehrende Probleme mit einem transurethralen Dauerkatheter (DK).
Es kommt regelmäßig vor, dass der Urin nicht vollständig abläuft und in der Blase bzw. im System zurückbleibt. In solchen Situationen musste bereits mehrfach der medizinische Notdienst kontaktiert werden, damit der Abfluss wieder hergestellt werden konnte.
Meine Fragen:
Woran kann es liegen, dass der Urin beim DK nicht zuverlässig abläuft (z. B. Lage, Knicke, Verstopfung, Blasenkrämpfe)?
Welche praktischen Maßnahmen helfen aus eurer Erfahrung, um den Abfluss zu verbessern oder solche Situationen zu vermeiden?
Wäre ein suprapubischer Katheter (SPK) in solchen Fällen eine sinnvolle Alternative? Der Urologe hatte damals davon abgeraten, die Gründe sind mir aber nicht mehr bekannt.
Wir freuen uns über eure Erfahrungen und Hinweise.
Vielen Dank im Voraus!
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- MichaelDah
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1 Monat 1 Woche her #53866 von MichaelDah
MichaelDah antwortete auf DK: Abflussprobleme
Hallo Mohnblume,
Es kann durchaus passieren das sich der Katheter mal zusetzt. Was möglicherweise hilft ist ihn öfter zu wechseln oder eine größere Kathetergröße zu benutzen. Da müsstet ihr mal mit dem Urologe oder Hausarzt drüber sprechen. Wenn der Urologe vom SBK abgeraten hat wird er Gründe dafür haben - die könnte man bei der Gelegenheit sicher noch mal nachfragen.
viele Grüße
Michael
Es kann durchaus passieren das sich der Katheter mal zusetzt. Was möglicherweise hilft ist ihn öfter zu wechseln oder eine größere Kathetergröße zu benutzen. Da müsstet ihr mal mit dem Urologe oder Hausarzt drüber sprechen. Wenn der Urologe vom SBK abgeraten hat wird er Gründe dafür haben - die könnte man bei der Gelegenheit sicher noch mal nachfragen.
viele Grüße
Michael
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1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche her #53870 von Matti
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Matti antwortete auf DK: Abflussprobleme
Hallo,
wenn der Urin bei einem transurethralen Dauerkatheter (DK) nicht zuverlässig abläuft, kann das verschiedene Ursachen haben. Besonders häufig sind ganz praktische Gründe wie Knicke oder Abknickungen im Katheter oder Ableitungsschlauch, die den Urinfluss behindern. Deshalb sollte man immer zuerst überprüfen, ob der Schlauch frei liegt und nirgends abgeknickt oder abgedrückt wird. Auch die Position des Urinbeutels spielt eine wichtige Rolle: Der Beutel muss stets unterhalb des Blasen- bzw. Hüftniveaus befestigt sein, damit der Urin durch die Schwerkraft problemlos abfließen kann. Hängt der Beutel zu hoch oder sogar auf Höhe der Blase, kann das den Abfluss stark behindern.
Eine weitere mögliche Ursache ist die Verstopfung des Katheters durch Blut, Schleim, Fibrin (das ist ein Eiweiß, das bei Entzündungen oder Verletzungen entsteht und wie ein „Klebstoff“ verklumpen kann) oder Kristalle (feste Ablagerungen, meist aus Salzen, die sich im Urin bilden).
Diese Ablagerungen können sowohl plötzlich als auch langsam entstehen und führen dazu, dass der Urin nicht mehr oder nur noch teilweise abläuft. In solchen Fällen hilft meist nur ein Katheterwechsel durch medizinisches Personal.
Auch Blasenkrämpfe, sogenannte Spasmen (das sind unwillkürliche, oft schmerzhafte Muskelkontraktionen der Blase), können auftreten und den Urinfluss beeinträchtigen oder sogar zu Rückfluss führen. Die Lage des Katheters in der Blase selbst sollte immer ärztlich beurteilt werden. Ein zu weit vorgeschobener oder zurückgezogener Katheter kann die Blasenwand reizen oder den Abfluss blockieren.
Darüber hinaus gibt es seltenere Ursachen wie eine falsche Kathetergröße oder anatomische Besonderheiten (besondere körperliche Gegebenheiten), die ebenfalls zu Problemen führen können.
Um solche Situationen zu vermeiden oder den Abfluss zu verbessern, empfiehlt es sich, den Verlauf von Katheter und Schlauch täglich zu kontrollieren und darauf zu achten, dass keine Knicke oder Abklemmungen entstehen – besonders beim Umlagern, An- und Ausziehen oder beim Sitzen und Gehen. Der Katheter sollte immer frei beweglich sein, und der Urinbeutel muss korrekt unterhalb des Blasen- oder Hüftniveaus befestigt werden.
Regelmäßige Hygiene an der Katheteraustrittsstelle und an den Anschlussstellen ist wichtig, um Infektionen und Verstopfungen vorzubeugen. Außerdem sollte – sofern medizinisch erlaubt – auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, damit der Urinfluss gefördert wird und sich weniger Ablagerungen bilden.
Wenn trotz aller Maßnahmen der Urinfluss stockt, sollte man nicht selbst versuchen, zu spülen oder zu manipulieren, sondern immer medizinisches Fachpersonal hinzuziehen.
Ob ein suprapubischer Katheter (SPK) eine sinnvolle Alternative zum transurethralen DK ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein SPK hat den Vorteil, dass das Risiko für Harnröhrenverletzungen und Infektionen bei längerer Anwendung oft geringer ist und viele Anwender ihn als angenehmer empfinden. Allerdings ist für die Anlage eines SPK ein kleiner operativer Eingriff nötig, und er ist nicht für alle Menschen geeignet, beispielsweise bei bestimmten Voroperationen, Tumoren oder Blutgerinnungsstörungen (könnte ein Grund sein). Warum der Urologe in eurem Fall damals abgeraten hat, kann viele Gründe haben – etwa individuelle Risiken oder Besonderheiten, die nur im persönlichen Gespräch geklärt werden können. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, diese Frage noch einmal gezielt beim behandelnden Arzt anzusprechen.
Abschließend ist wichtig zu wissen: Bei reiner Inkontinenz (Unfähigkeit, den Urin zu halten, ohne dass eine Abflussstörung vorliegt) ist ein Katheter meist kontraindiziert, da die Risiken und Komplikationen überwiegen.
Im Alltag sind es jedoch tatsächlich oft die kleinen, kontrollierbaren Faktoren wie Knicke, Lage und Hygiene, auf die man selbst achten kann, um Komplikationen zu vermeiden. Bei Unsicherheiten oder wiederkehrenden Problemen sollte aber immer ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ein Aspekt, der im Zusammenhang mit wiederkehrenden Problemen ebenfalls bedacht werden sollte, ist das Wechselintervall des Katheters. Wird der Katheter zu selten gewechselt, steigt das Risiko für Ablagerungen, Verstopfungen und Infektionen deutlich an. Daher lohnt es sich, das aktuelle Wechselintervall kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls gemeinsam mit dem behandelnden Arzt oder Pflegepersonal anzupassen – insbesondere, wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen immer wieder Störungen im Urinabfluss auftreten. Ein individuell abgestimmter Wechselrhythmus kann helfen, Komplikationen vorzubeugen und die Lebensqualität zu verbessern.
Gruß
Matti
wenn der Urin bei einem transurethralen Dauerkatheter (DK) nicht zuverlässig abläuft, kann das verschiedene Ursachen haben. Besonders häufig sind ganz praktische Gründe wie Knicke oder Abknickungen im Katheter oder Ableitungsschlauch, die den Urinfluss behindern. Deshalb sollte man immer zuerst überprüfen, ob der Schlauch frei liegt und nirgends abgeknickt oder abgedrückt wird. Auch die Position des Urinbeutels spielt eine wichtige Rolle: Der Beutel muss stets unterhalb des Blasen- bzw. Hüftniveaus befestigt sein, damit der Urin durch die Schwerkraft problemlos abfließen kann. Hängt der Beutel zu hoch oder sogar auf Höhe der Blase, kann das den Abfluss stark behindern.
Eine weitere mögliche Ursache ist die Verstopfung des Katheters durch Blut, Schleim, Fibrin (das ist ein Eiweiß, das bei Entzündungen oder Verletzungen entsteht und wie ein „Klebstoff“ verklumpen kann) oder Kristalle (feste Ablagerungen, meist aus Salzen, die sich im Urin bilden).
Diese Ablagerungen können sowohl plötzlich als auch langsam entstehen und führen dazu, dass der Urin nicht mehr oder nur noch teilweise abläuft. In solchen Fällen hilft meist nur ein Katheterwechsel durch medizinisches Personal.
Auch Blasenkrämpfe, sogenannte Spasmen (das sind unwillkürliche, oft schmerzhafte Muskelkontraktionen der Blase), können auftreten und den Urinfluss beeinträchtigen oder sogar zu Rückfluss führen. Die Lage des Katheters in der Blase selbst sollte immer ärztlich beurteilt werden. Ein zu weit vorgeschobener oder zurückgezogener Katheter kann die Blasenwand reizen oder den Abfluss blockieren.
Darüber hinaus gibt es seltenere Ursachen wie eine falsche Kathetergröße oder anatomische Besonderheiten (besondere körperliche Gegebenheiten), die ebenfalls zu Problemen führen können.
Um solche Situationen zu vermeiden oder den Abfluss zu verbessern, empfiehlt es sich, den Verlauf von Katheter und Schlauch täglich zu kontrollieren und darauf zu achten, dass keine Knicke oder Abklemmungen entstehen – besonders beim Umlagern, An- und Ausziehen oder beim Sitzen und Gehen. Der Katheter sollte immer frei beweglich sein, und der Urinbeutel muss korrekt unterhalb des Blasen- oder Hüftniveaus befestigt werden.
Regelmäßige Hygiene an der Katheteraustrittsstelle und an den Anschlussstellen ist wichtig, um Infektionen und Verstopfungen vorzubeugen. Außerdem sollte – sofern medizinisch erlaubt – auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, damit der Urinfluss gefördert wird und sich weniger Ablagerungen bilden.
Wenn trotz aller Maßnahmen der Urinfluss stockt, sollte man nicht selbst versuchen, zu spülen oder zu manipulieren, sondern immer medizinisches Fachpersonal hinzuziehen.
Ob ein suprapubischer Katheter (SPK) eine sinnvolle Alternative zum transurethralen DK ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein SPK hat den Vorteil, dass das Risiko für Harnröhrenverletzungen und Infektionen bei längerer Anwendung oft geringer ist und viele Anwender ihn als angenehmer empfinden. Allerdings ist für die Anlage eines SPK ein kleiner operativer Eingriff nötig, und er ist nicht für alle Menschen geeignet, beispielsweise bei bestimmten Voroperationen, Tumoren oder Blutgerinnungsstörungen (könnte ein Grund sein). Warum der Urologe in eurem Fall damals abgeraten hat, kann viele Gründe haben – etwa individuelle Risiken oder Besonderheiten, die nur im persönlichen Gespräch geklärt werden können. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, diese Frage noch einmal gezielt beim behandelnden Arzt anzusprechen.
Abschließend ist wichtig zu wissen: Bei reiner Inkontinenz (Unfähigkeit, den Urin zu halten, ohne dass eine Abflussstörung vorliegt) ist ein Katheter meist kontraindiziert, da die Risiken und Komplikationen überwiegen.
Im Alltag sind es jedoch tatsächlich oft die kleinen, kontrollierbaren Faktoren wie Knicke, Lage und Hygiene, auf die man selbst achten kann, um Komplikationen zu vermeiden. Bei Unsicherheiten oder wiederkehrenden Problemen sollte aber immer ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ein Aspekt, der im Zusammenhang mit wiederkehrenden Problemen ebenfalls bedacht werden sollte, ist das Wechselintervall des Katheters. Wird der Katheter zu selten gewechselt, steigt das Risiko für Ablagerungen, Verstopfungen und Infektionen deutlich an. Daher lohnt es sich, das aktuelle Wechselintervall kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls gemeinsam mit dem behandelnden Arzt oder Pflegepersonal anzupassen – insbesondere, wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen immer wieder Störungen im Urinabfluss auftreten. Ein individuell abgestimmter Wechselrhythmus kann helfen, Komplikationen vorzubeugen und die Lebensqualität zu verbessern.
Gruß
Matti
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