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Hilfe - Botox in die Blase spritzen???

17 Apr 2008 18:13 #1 von skalarwolf
:( :?:
Hallo wer hat Erfahrung mit Botoxbehandlung, am Tage klappt es jetzt mit dem aufhalten bis zur Toilette also wenn ich bewusst darauf achte, nur in der Nacht nicht da läuft es immernoch.
Trotz starker Medikamente, jetzt sagt mein Urologe er will mir "Botox" in die Blase spritzen lassen ich denke das ist doch so eine Art Nervengift oder?
Also ich weiß nicht, hab mich erstmal richtig erschreckt; und wenn ich ehrlich sein soll möchte ich das in keinem Fall weiß ich wie sich das eventuell später einmal auswirkt....?

wenn hier also jemand etwas dazu sagen kann ...ich bin ganz Ohr oder Auge beim Lesen lach :?

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18 Apr 2008 04:27 #2 von skalarwolf
:oops: Ich hatte gestern zu wenig Zeit länger im Forum zu verweilen deshalb habe ich auch einen anderen Beitrag übersehen der den meinigen bereits beantwortet.
Nichts desto trotz wäre ich über weitere Meinungen dankbar.
mfg
skalarwolf

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20 Apr 2008 05:00 #3 von mehlbox2001
Hallo skalarwolf,

"Botox" ist ein Nervengift mit einem gewissen beabsichtigten Lähmungseffekt. Wenn der aus medizinischen Gründen erreicht werden soll, dann ist das gut so.

Wenn Botox fachgerecht angewendet wird, setzt die Wirkung erst nach ein bis zwei Wochen voll ein und verblasst nach drei bis sechs Monaten, und wäre dann, wenn OK, in Abständen zu wiederholen.

Was lernen wir daraus? Wenn 1. die Wirkung zu dürftig war, hast du zu wenig Erfolg, wenn sie 2. gerade richtig war, wird das Leben perfekt, und wenn sie 3. zu stark war, hast du unter Umständen mit ein paar Wochen Blasenlähmung, Harnverhalt und Katheter zu tun.

Da meist bei der ersten Botox-Gabe vorsichtig dosiert wird, endet das Ganze selten in Fall 3, sondern irgendwo zwischen 1 und 2. Trotzdem sollte man drüber Bescheid wissen und mit dem Arzt darüber sprechen.

Andreas

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21 Apr 2008 06:35 #4 von skalarwolf
:? tja erstmal vielen dank für deine Antwort mein problem besteht eher darin das mein Urologe seine Behandlungsmethoden so feststehend rüberkommen lässt nach dem Motto "so das machen wir jetzt" ohne mich zu fragen ob ich auch damit einverstanden bin.... da auch er wie viele Ärtzte sehr kurz angebunden ist bleibt einem kaum Gelegenheit sich dazu zu äußern.

Da gibt es allerdings etwas das ich noch erwähnen muss und zwar vor der Behandlung mit Botox will er es noch mit Eletrostimulation versuchen - da kommt jemand zu uns nach Haus und weißt mich in den Gebrauch des Gerätes ein.
Nächstes Problem ist das ich widersprüchliche Medikamente nehme einmal dieses Vesikur 10mg und dann wegen ständiger Muskelverspannungen im Nackenbereich; Katadolon S Long, welches eine Entkrampfung der Muskulatur bewirkt und schon läuft der Urin wieder in die Windel also darüber muss ich noch mit Hausartzt und Urologe sprechen das haut ja irgentwie nicht hin.
:cry:

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21 Apr 2008 12:37 #5 von Fernet
Hallo Skalarwolf,

da Dein Problem ja eigentlich die Wirbelsäule ist, weißt Du sicher auch, daß Du jederzeit vom Arzt eine Massage beim Physio-Therapeuten bekommen kannst. Auch eine Schmerztherapie (könnte dann auch Akkupunktur sein) wird nur von den Kassen gezahlt, bei Wirbelsäulenschäden. Trifft auch bei Dir zu.

Das wäre eine Möglichkeit die Medikamente (katadolon S long) vielleicht zu ersetzen - sprich weg zu lassen. In erster Linie ist Katadolon ein Schmerzmittel gegen Rheuma usw., wirkt aber auch zur Muskelentspannung.

Aus diesem Grund habe ich selbst einmal Mydocalm verordnet bekommen und habe es nach 3-4 Tagen abgesetzt wegen gleicher Nebenwirkungen wie bei Dir. Das war einige Wochen nach meiner Blasen-OP die eigentlich den gewünschten Erfolg hatte. Fast hätte ichs nicht gemerkt, den Erfolg, weil ich diese Tabletten nahm. Hätte ich nicht unmittelbar nach der OP den Erfolg - also total "trocken" zu sein - gewußt, hätte ich das 2-3 Wochen später mit der Tabletteneinnahme nicht in Verbindung gebracht.

Also habe ich der Ärztin diese Auswirkung geschildert und habe o.g. Schmerztherapie und auch Massage bekommen. Aber auch das nur, weil meine Halswirbelsäule eine degenerative Veränderung aufweist sowie Gleitwirbel.

Also vielleicht solltest Du diese Möglichkeiten überdenken.

Alles Gute für Dich.

LG Fernet

PS. Nett wäre auch, wenn Du eine freundliche Anrede und ein ebensolches Verabschieden in Deinen Beiträgen nutzen würdest. Nicht böse sein, ob dieser Anmerkung, aber das macht den Umgang untereinander einfach freundlicher.

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22 Apr 2008 09:14 #6 von skalarwolf
Hallo Fernet danke für die Antwort jetzt bin ich schon ein ganzes Stück schlauer,
bislang war ich noch auf dem Wissensstand das solche Therapie NICHT von der AOK übernommen wird aber wenn sich das so verhält werde ich das mal versuchen ich danke für den Hinweis.

alles gute
skalarwolf

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20 Mai 2008 22:45 #7 von skalarwolf
:cry: OOOhhh man das muss man sich mal reintuhen ich hatte vergangenes Jahr im September nach meiner OP 5-6 HSW mehrmals Krankengymnastik verschrieben bekommen und jetzt über ein halbes jahr später kommt der Therapeut mit dem Rezept an; das die Kasse es nicht bezahlt hätte man diese lauferei wieder zum Hausartzt und hin und her das Nervt vielleicht.

Aber es gibt auch etwas positives zu vermelden, es bessert sich bei mir deutlich was den abgang am Tag betrifft habe vom Urologen Eletrotherapie verordnet bekommen (mit Sonde) und das hilft unglaublich aber wahr brauche Tagsüber jetzt nurnoch Windeln wenn ich für Stunden keine Toilette in Sicht habe was ja kaum vorkommt .
Tja nur in der Nacht hat sich leider nix gebessert das läuft es noch einfach so weg wie es scheint zumindest ist die Windel Morgens voll.

Aber das schaffe ich auch noch .

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10 Nov 2008 19:16 #8 von blume
also mir hat man jetzt schon 2x botox in die blase gespritzt und ich bin super zufrieden :)

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12 Nov 2008 07:27 #9 von skalarwolf
Danke für deinen Beitrag
:? Aha 2 mal schon; aber in welchen Zeitraum, wie äußerte sich dies, wie lang dauerte es bis Besserung eintritt?
Ich weiß auch nicht ob das bei mir helfen würde da es bei mir wohl doch eine Nervensache vom Rücken ist von den Bandscheibenvorfällen - ich warte schon seit vier Wochen auf den letzten Befund .
Mein Urologe hatte das auchmal in Erwägung gezogen - aber nun spricht er da garnicht mehr von - seit den letzten Untersuchungen ist auch er mehr und mehr davon überzeugt das es vom Rücken her kommt.
mfg
skalarwolf

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12 Nov 2008 15:29 #10 von Struppi
Hallo Skarlawolf,

gerade und insbesondere bei neurologisch bedingten Störungen kann (! kann, nicht muss) eine Behandlung mit Botox sehr vielversprechend sein - dann nämlich, wenn die Blase ein spastisches Verhalten aufweist, welches z.B. mit herkömmlichen Anticholinerika (Mittel gegen Spastiken der Blase) nicht in den Griff zu bekommen sind.

Wenn Deine Inkontinenz durch einen Bandscheibenschaden verursacht ist, dann ist sie eine neurogene Entleerungsstörung und Du würdest entsprechend ein "Kandidat" für dieses Verfahren sein - sprich Deinen Urologen ruhig noch einmal darauf an oder frag Dr. Schacht.

Botox verhindert zuverlässig ein Spasten der Blase, die "spastische Blase" wird zu einer "schlaffen Blase" und es erfolgt keine unwillkürliche Entleerung mehr, im günstigen Fall tritt eine Hyperkontinenz ein - Nachteil (wenn man denn von einem Nachteil sprechen möchte) ist, dass die Blase zumeist nur noch über den ISK (intermittierender Selbstkatheterismus) entleert werden kann.

In vielen Fällen ist nach der 1. Injektion von einer Wartezeit auszugehen, mitunter tritt eine Wirkung auch erst nach mehreren Wochen oder erst bei der 2. Behandlung ein.

Grüße

Hannes

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