file Frage Rektozele, Analprolaps, Mastdarmvorfall - Benötige Hilfe

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9 Jahre 3 Monate her - 9 Jahre 3 Monate her #32928 von Matti
Hallo Varenia,

deine Worte sind für mich sehr verständlich. Bin erfreut mich nun auf dieser Ebene mit dir austauschen zu können.

Sicher ist deine Situation nicht einfach. Diese Phasen kenne ich auch aus persönlichem Erleben. Da kann man schon einmal auf purer Verzweiflung die Geduld verlieren oder gar keinen Lichtblick mehr sehen. Deine Lebensqualität wird sich aber ganz sicher bessern lassen. Es benötigt dafür "nur" etwas Zeit.

Ich kann deinen Wunsch nach mehr persönlichen Austausch sehr gut nachvollziehen. Ich schätze diesen neben dem Forum hier ebenfalls. Allerdings habe ich diesen hier auch.

So treffen sich beispielsweise einmal jährlich zahlreichen Vereinsmitglieder zur einer mehrtägigen Vereinsfreizeit. Ich telefoniere mit unzähligen Mitgliedern hier, versende Whatsapp, schreibe Mails oder treffe mich auch einmal persönlich mit dem ein oder anderen. Dies machen hier ganz Viele. Hier sind feste und sehr gute Freundschaften entstanden. Wir verbringen sogar private gemeinsame Urlaube miteinander.

Wie ist dies möglich? Dieser Personenkreis hat sich für eine Vereinsmitgliedschaft entschieden. Es gibt hier im Forum weitere interne Bereiche, die dem "normalen" Forenmitglied nicht angezeigt werden.

Dort treffen wir uns beispielsweise in Projektgruppen, arbeiten gemeinsam daran dieses Angebot zu erhalten, auszubauen und die Vereinsziele zu verwirklichen. Es gibt also ein sehr gutes Angebot für Ratsuchende und ein erweitertes Angebot für Vereinsmitglieder. Diese setzen Zeit und finanzielle Mittel ein, um dieses Angebot für alle zu ermöglichen.

Wir sind auch im allgemein öffentlich zugänglichen Forenbereich eine gute Gemeinschaft. Die "Extras" ermöglicht dann die Vereinsmitgliedschaft.

Ich schaffe es heute nicht mehr ausführlich auf die Hilfsmittelversorgung einzugehen. Folgt aber die nächsten Tage, versprochen.

Gruß

Matti
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9 Jahre 3 Monate her #32929 von Mariannchen2
Liebe Ina,

schön, dass du deine Erfahrungen hier miteinbringst.
Wie geht es dir?

LG

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9 Jahre 3 Monate her #32941 von Ina
Hallo Mariannchen,

Mir geht es imWesentlichen recht gut. Klar habe ich gute und schlechte Tage. Heute habe ich den Tag zu Hause verbringen müssen, weil ich starken Durchfall hatte.

Ich lese Deine Geschichte immer mit. Deine OP ist erst 3 Wochen her und da kann es noch nicht wieder perfekt sein. Der Darm ist eine Diva und möchte auch so behandelt werden.

Die Frage zu Beckenbodengymnastik . Mein Chirurg hatte mir damals verboten in den ersten 8 Wochen nach OP Beckenbodengymnastik und/ oder Sport zu machen.
So lange braucht es zur Heilung.
Der Druck, welcher bei Sport auf den Beckenboden lastet , ist für eine Heilung nach OP viel zu hoch.

Ich habe mich dran gehalten und erst 2 Monate später mit leichtem Sport wieder angefangen. Spazieren gehen geht aber jetzt schon. klar es darf kein Durchfall sein und man muss sich gut fühlen.

LG Ina
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9 Jahre 3 Monate her - 9 Jahre 3 Monate her #32944 von Varenia3
Hallo Ina,

habe mir Deinen Kommentar vom 20.12. nochmal durchgelesen.
Interessant, daß eine vorhandene Inkontinenz sich erst nach 3-4 Monaten bessert, falls der Schließmuskel noch ok ist.
Da bei mir noch ein Restprolaps vorhanden ist, kann ich davon ja nicht ausgehen, sondern muß wohl die OP ggfls. wiederholen. :(

Ich weiß nicht, ob ich das nochmal machen will über den Bauch (Rektopexie mit Netz, da müßte man ja das alte Netz erstmal rausreißen!) oder Rehn-Delorme (über den After), obwohl die Rückfallquote hoch ist und man wohl Verstopfung nach der OP bekommen kann. Ich bin derzeit ratlos und mein Operateur sagte ja, alles supi. Ist es aber nicht. Ich habe ständig einen Propf auf dem After und so kann der Stuhl nicht raus oder nur mit total viel Geduld und es kommt nur wenig und in Portionen. Wohl der Restprolaps bzw. die Schleimhaut. Das ist echt nervig mittlerweile, war heute Morgen richtig wütend, daß wieder nix ging. Die ganzen Qualen der OP hinter mir und immer noch fast dieselben Beschwerden (z.T. noch schlimmer was die Verstopfung und den Propf angehen). Ich brauche einen neue Lösung.

Wie gehst Du denn jetzt mit der Stuhlinkontinenz um? Was sind Deine Hilfsmittel?
Hattest Du denn auch einen Prolaps (zu deinen anderen Erkrankungen)?


LG

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9 Jahre 3 Monate her #32947 von Mariannchen2
Hallo liebe Ina,
ich werde mich daran halten, erst einmal keinen Sport zu machen.
Op ist erst 3 Wochen her, das dauert noch alles.
Ich muß Geduld haben, es nützt sonst nix.
Mein Arzt hat leider nix gesagt, deshalb ist der Hinweis sehr gut.

LG

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  • Ina
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9 Jahre 3 Monate her #32948 von Ina
Hallo ,

Das Hauptwort nach OP ist Geduld. Außerdem muss man sein Leben neu sortieren. Es wird nicht gleich alles besser - schön wäre es ja.

Ja, auch noch hatte einen Prolaps. Dann eine Resektionsrektopexie und noch eine Delorme- OP.

Ich benutze Einlagen, welche ich zum Teil selbst kaufe oder auch von meiner Kasse bezahlt bekomme. Ich wende die anale Irrigation an - nicht täglich sondern alle 2 Tage.

Ich achte besonders auf weichen Stuhl, da ja kein Druck ausgeübt werden soll. Ich komme mit Movicol( halber Beutel ) gut zurecht. Wenn ich das Haus verlassen will esse ich vorher weniger und sehr eiweißlastig.
Das weglassen von Kohlenhydrate hilft mir und ich habe weniger Durchfälle am Tag. Das erlaubt mir dann auch zum Rehasport zu gehen.

Alles , aber auch Alles muss geplant werden. Deshalb bin ich auch vorzeitig in EU Rente gegangen.

Ja Varenia, wenn der Prolaps weiterbestehen sollte müsste unter Umständen erneut operiert werden. Hast Du denn einen weiteren Termin bei Deinem operieren dem Arzt?

Vielleicht solltest Du Dir auch eine Zweitmeinung einholen.

Außerdem werde ich psychisch betreut von meiner Psychiaterin aber auch von einem Therapeuten. Ich habe dadurch Geldern meine Erkrankung nicht zu lieben aber doch besserzu akzeptieren.
Es gibt natürlich trotzdem Tage wo meine Depression voll zuschlägt.

LG Ina
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9 Jahre 3 Monate her - 9 Jahre 3 Monate her #32949 von Varenia3
Hallo Ina,
danke, daß Du hier Deine Erfahrungen schilderst, das ist sehr hilfreich.

Wann war Deine Resektionsrektopexie und wie lang war der Prolaps? Hast Du ihn gesehen oder nur gespürt?
Diese Op wollte man bei mir auch erst machen (Sigma Entfernung), aber man sagte mir, daß die Rektopexie mit Mesh die OP quasi ablöst und damit gute Erfolge erzielt worden sind. Die Gefahr ist halt nur eine Netzinfektion. Bei der OP wird ja auch die Scheide mit angehoben.

Und wann trat dann erneut ein Prolaps auf? Ich überlege auch, eine Delorme-OP machen zu lassen, aber man hört, daß es danach mehr Verstopfung gibt. Hast Du seit der Delorme-OP jetzt Ruhe betr. Prolaps? War die OP schmerzhaft?

Im Thread hier habe ich geschrieben, wie das erste Gespräch mit meinem Operateur nach meiner OP jetzt verlief. Er sagt, es wäre alles supi. Wohl "nur" Schleimhaut, die rauskäme. After sähe gut aus. Konnte (wie immer) den Prolaps beim Pressen nicht zeigen (auch vor der OP nicht, schätzte ihn auf 8 cm, was, wie ich jetzt weiß, richtig war). Er ging nach dem Stuhlgang wieder in den After zurück, später die letzten 2-3 cm nicht mehr so, die klemmten im After ein manchmal.

Fazit ist ja, der ganze Prolaps wurde bei der OP nicht entfernt. Ca. 4 cm ja, ca. 3-4 cm nein (was ich fühlen kann beim Stuhlgang, da kommt er raus oder auch beim Nachdrücken nach dem Stuhlgang, weil ich denke, da ist noch was drin, ist aber der Prolaps).
Man hätte einfach 8 cm hochziehen müssen bei der OP und gut wäre es gewesen.
Ich müßte eine Zweitmeinung woanders einholen, die sich aber mit dieser Netz-OP auskennen (sind nicht soviele).
Blöd ist nur das Thema mit der Überweisung. Wenn was wäre mit dem Netz jetzt oder auch sonst was, müßte ich zum alten Operateur/Krankenhaus zurück mit der Überweisung. Eine zweite Überweisung erhalte ich nicht für eine Zweitmeinung in einem anderen Krankenhaus.
Versteht ihr, was ich meine?

Ina, kann das gut verstehen mit der Depression. Geht mir jetzt schon so. War ja schon vorher psychisch angeknackst, aber das mit dem Prolaps und der Stuhlinkontinenz verstärkt alles noch.

Wann hat denn Deine Stuhlinkontinenz angefangen - zeitgleich mit dem ersten Prolaps?

Ich weiß nicht, ob die anale Irrigation was für mich ist, bin sehr herz- und kreislaufsensibel und würde mich davor etwas fürchten.

LG

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9 Jahre 3 Monate her #32950 von Ina
Hallo Varenia,

Die erste OP ist nun 7 Jahre her. Seither habe ich immer wieder OP. Da ja auch ständig Darmspiegelungen durchgeführt worden sind , habe ich auch OP mit Darm Entfernung wegen Krebs.

Durch die häufigen Kontrollen bin ich bis jetzt um Chemo u.s.w. drumrumgekommen.

Zur Nachkontrolle musst Du zu Deinem Operateur aber eine Zweitmeinung kannst Du ohne sein Wissen in einem anderen Zentrum einholen.Nach Diagnose wird ja entschieden ob und wenn was gemacht werden kann. Die KK zahlt bis zu 2 Extrameinungen dann wird sie ein wenig kontraproduktiv.

Die Verstopfung oder der Durchfal haben nichts mit der OP schlechthin zu tun. Der Darm reagiert individuell aber eben meistens nicht so , wie wir wollen. Er ist eine Diva und will auch so behandelt werden.
Nach jeder OP hatte ich andere Probleme, kaum war eines gelöst kam ein Neues.
Jedes Beckenbodenzentrum kennt sich mit Netzen aus - so wurde mir gesagt. Meist wird es ja durch die Gynäkologen gelegt. Bei Dir war das anders.
Ein einmal gelegtes Netz zu entfernen bringt große Gefahren bezüglich von Vernarbungn im Bauch.

Also, wenn es halbwegs liegt sollte es liegen bleiben.

Für eine Zweitmeinung er hältst Du auf jeden Fall eine Überweisung. Du must Dich informieren, welche anderen Zentren es in Deiner Nähe gibt.

Meine Stuhlinkontinenz hat mit dem Erscheinen des Prolapses begonnen und ist nach den OP nicht ganz weggegangen.

Mir wurden einige OP vorgeschlagen, welche den .Schließmuskel verbessern sollten. Aber immer wenn ich soweit war eine Entscheidung zu treffen kam ein anderes Ereignis dazwischen.
Im Moment weigern sich die Ärzte über haupt etwas Neues zu probieren.

VG Ina
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9 Jahre 3 Monate her - 9 Jahre 3 Monate her #32951 von Varenia3
Hallo Ina,

du hast ja auch schon viel mitgemacht. Bei meiner ersten Darmspiegelung gab es gleich Probleme. Hatte danach hohes Fieber, Übelkeit. Blieb im Krankenhaus.
Mit der Überweisung für ein Quartal (von meiner Hausärztin) kann ich entweder nur zum alten Operateur ins Krankenhaus oder zu jemand neuem in ein anderes Krankenhaus. Ohne eine Überweisung läuft da leider gar nix. Gehe ich damit zum neuen Krankenhaus, hätte ich keine mehr, wenn mit dem Netz was ist beim alten Krankenhaus.
Leider hört man oft, daß nach Beckenboden-OPs oder Prolaps-OPs neue Probleme auftauchen. Frage mich gerade, wie das sein kann. Ein Arzt meinte: Lassen sie es sein (Prolaps-OP) und machen sie Einläufe, er würde ungern operieren, er hätte schon zuviel gesehen (Folgen).

Ich bin so traurig und auch wütend darüber, daß das mit der OP jetzt nicht korrekt abgelaufen ist. Vielleicht hätte ich jetzt für immer Ruhe gehabt und wäre stuhlkontinent geworden. Es fällt mir schwer, daß jetzt erstmal zu akzeptieren.

Mein Operateur meinte, man könne die Netz-OP jederzeit wiederholen. Wie das mit den Verwachsungen ist, hat er nicht gesagt. Es gibt Fälle, so sagte er, da kommt das Netz am After plötzlich raus.
Ich glaube aber, wenn das Netz mal fest eingewachsen ist, die Gefahr eines neues Prolapses eigentlich geringer ausfallen müßte. Man sagte mir, daß selbst Pressen (nur hin und wieder) keine so starke negativen Folgen haben wird. Nur während der ersten 6 Wochen dürfte man auf keinen Fall pressen. Habe aber im Netz gelesen, daß auch hier im Laufe der Zeit (5-10 Jahren) wieder mehr Rezidive auftreten. Langzeitstudien gibt es zu meiner OP-Methode noch nicht. Netz lösen und ein neues einsetzen stelle ich mir gruselig vor. Man hätte bei mir vielleicht das Netz direkt wieder neu machen müssen (bevor es einwächst).

In unserer heutigen Zeit müßte es doch was Gutes geben für Menschen mit Stuhlinkontinenz (OPs etc.).
Meine Stuhlinkontinenz hat auch mit dem Prolaps angefangen (oder etwas davor).
Kannst Du denn die Rehn-Delorme-OP empfehlen, hattest Du seitdem einen Rückfall? Diese OP eignet sich für eher kleine Prolapse, weil sonst zuviel Schleimhaut rechts und links vom After geparkt werden muß, was den Durchmesser des Afters kleiner macht (Verstopfungen).

Mein Operateur will erstmal gar nichts machen. Es sei denn, er sieht den Prolaps mit seinen eigenen Augen beim Pressen oder ich bringe ihm ein klares Foto oder Video mit, was mir bisher leider nie gelang.

Respekt Ina, wie tapfer Du Dich durch alles bisher gekämpft hast!
Ich weiß nicht, ob ich die Kraft dazu haben werde.

LG

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  • Matti
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9 Jahre 3 Monate her #32955 von Matti
Hallo,

die Firma Coloplast, stellt ein sehr informatives und kostenfreies Infopaket zum Thema anale Irrigation zur Verfügung. Darin enthalten ist eine Informationsbroschüre und ein Video auf CD.





Dieses kann man kostenfrei unter:
www.coloplast.de/de-DE/Ueber_uns/Landing...eristeen-Broschuere/

anfordern.

Grüße

Matti
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Moderatoren: MichaelDah
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