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SBK: Beinbeutel / Nachtbeutel Wechsel

17 Sep 2015 00:50 #21 von Sophie
Hallo Jens, schön, von Dir zu hören!

Da hattest Du gleich ein nettes Katheter-Abenteuer!
Aber offensichtlich hast Du es "kopftechnisch" gut überstanden - das ist doch klasse! Da brauchst Du dann ja vor einem normalen Katheterwechsel keine Sorgen mehr haben.
Wieso war er denn rausgerutscht? War der Faden, mit dem er befestigt war, ausgerissen? Und hast Du jetzt einen mit Ballon bekommen?
Also ein Löchlein habe ich noch nie drin gehabt. Was meintest Du denn mit der Schere - dass Du das Pflaster mit der Schere aufschneiden musst, um es vom Katheter zu lösen (weil es so stark klebt)?

Ich benutze ja selten Pflaster, weil ich eine Pflasterallergie habe. Aber wenn, dann das sog. "Papierpflaster" (Leukopor). Das klebt super (sofern der Katheter und die Haut nicht mehr vom Desinfektionsmittel feucht waren) und läßt sich recht gut wieder entfernen. Man kann sogar hinterher noch mal Desinfektion aufsprühen, ohne dass es sich ablöst.

Dass das Entleeren duch das Ventil so lange dauert, ist komisch. Eigentlich kann man die so weit öffnen, dass die Öffnung eher weiter ist, als die des Katheters. Vielleicht ist ja auch der neue Katheter dünner als der erste. In der Regel steht auf dem Anschlußstück, da wo Du den Beutel anschließt, die Größe drauf. Eine Zahl und dann dahinter CH. Das steht für Charrière und gibt indirekt den Durchmesser an. 3 CH (Außenumfang) entsprechen 1mm Durchmesser. Ich hatte zuerst einen 12er Katheter und habe dann irgendwann auf einen 14er gewechselt. Auch früher beim Einmalkathetern hatte ich Erfahrung mit beiden Größen. Das ist schon ein echter Unterschied in der Fließgeschwindigkeit. Und als ich einmal einen 10er nehmen musste, war das auch eher wie ein kleines Rinnsal.
Oder hakt der Öffnungsmechanismus des Ventils vielleicht? (Oder hast Du den Katheter vielleicht zu weit nach oben gehalten, dass die Blase zuviel Druck hätte aufbringen müssen?) 15 Minuten im Toilettenhäuchen geht auch wirklich nicht :-) !!!
Was für ein Ventil ist es denn? Kannst Du es beschreiben? Welches Fabrikat? Kann es dran bleiben, wenn Du den Beutel wieder anschließt? Sorry, das klingt jetzt fast wei ein Verhör, so ist es natürlich nicht gemeint :-)

Mein Computerproblem ist tatsächlich noch aktuell. Aber so etwas wie Privat- oder Direktnachrichten gibt es hier nicht. Ich weiß ja nicht, ob es Dir recht wäre, und ob es "forumstechnisch" erlaubt wäre (Matti? Du liest doch bestimmt mit - vielleicht könntest Du was dazu sagen?) - in der Plauderecke darf man ja alles schreiben, was nicht verboten ist. Wenn ich mit der Computer-Frage dort einen extra Thread aufmache...? Ich könnte mir vorstellen, dass gerade diese Frage auch den einen oder anderen interessieren würde.

So, jetzt ist es spät - oder früh - geworden und ich muss schnell ins Bettchen. :sleep:
Schlaft allesamt gut und bis bald,
LG Sophie
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17 Sep 2015 17:05 #22 von geleb
Hallo Sophie,

Wieso war er denn rausgerutscht? War der Faden, mit dem er befestigt war, ausgerissen? Und hast Du jetzt einen mit Ballon bekommen?


Der erste war festgenäht und hatte auch schon einen Ballon. Allerdings waren lt. Arzt nur noch 50ml in diesem Ballon und der Faden hat dann auch nichts mehr genützt. Naja, letztlich kann ich das Risiko, dass er erneut rausrutsch gar nicht einschätzen. Aber lt. Urologin soll ich mich nicht einschränken lassen beim Sport und sonstigen Aktivitäten, also gehe ich mal davon aus, dass das eine Ausnahme war. Zu dem Zeitpunkt lag der Katheter auch schon sechs Wochen, also vielleicht wars eine "Alterserscheinung" :blink: :)

Also ein Löchlein habe ich noch nie drin gehabt. Was meintest Du denn mit der Schere - dass Du das Pflaster mit der Schere aufschneiden musst, um es vom Katheter zu lösen (weil es so stark klebt)?


Ja genau. Ich, bzw. meine Freundin, hantierte da immer mit einer Schere in Schlauchnähe. Vielleicht ist dabei mal aus Versehen was passiert. Aber dass du das noch nie hattest, beruhigt mich erstmal. Ich hatte Sorge, dass das immer mal wieder auftreten kann.

Dass das Entleeren duch das Ventil so lange dauert, ist komisch.


Vielen Dank für deine Ausführungen. Ich habe gleich nachgeschaut auf dem Katheter und siehe da: Dort steht 10 CH. Ich habe also einen Mini-Schlauch und damit ist auch klar, warum das Entleeren so lange dauert. Da kann ich wohl erstmal nichts machen, außer mir beim nächsten Wechsel einen größeren Schlauch einsetzen zu lassen.

Was für ein Ventil ist es denn? Kannst Du es beschreiben? Welches Fabrikat? Kann es dran bleiben, wenn Du den Beutel wieder anschließt? Sorry, das klingt jetzt fast wei ein Verhör, so ist es natürlich nicht gemeint


Gar kein problem :)
Nachdem Horsty neulich schon so nett war und gleich Photos mitgeliefert hat, habe ich das auch mal gemacht. :P

Mein Ventil heisst CareVent KV170.




Wenn ich den orangenen Knopf nach hinten schiebe, ist das Ventil offen und es läuft heraus. Wenn ich den Knopf los lasse, geht er automatisch in die "Zu"-Stellung. Ich kann ihn aber durch drehen des grünen Ringes fixieren, so dass er dauerhaft offen ist. Aktuell hängt mein Beinbeutel dran und des nächtens auch noch ein Nachtbeutel. Zum Verbinden ist übrigens noch ein Silikonröhrchen dabei, das seht ihr auf dem ersten Bild.

Bzgl. des Ventils bin ich gerade hin- und hergerissen: Am Samstag gehe ich auf ein relativ großes, deutsches Volksfest :woohoo: Darauf freue ich mich schon sehr. Die Frage ist nun, ob ich da ohne Beutel hingehe, d.h. nur mit Ventil und dann halt alle 60-120 Minuten die Blase entleere, oder ob ich mit einem Oberschenkel-Beutel hingehe. Wenn der voll ist, muss ich natürlich auch auf Toilette, aber die Entleerung des Beutels geht halt deutlich schneller als wenn ich über das Ventil entleere (ich stoppe nachher mal, aber es sind sicher über 5 Minuten bei voller Blase). Die sanitären Anlagen auf diesem Fest sind halt nicht so besonders, man wird lange warten müssen.
Vielleicht hat ja jemand eine Meinung dazu, was besser ist in dieser Situation.

Sophie, bzgl. deiner PC-Probleme: Mach doch gerne einen Thread auf in der Plauderecke. Dann können wir das erörtern und wenn ich helfen kann, tu ich das sehr gerne :) Vielen Dank auch wieder mal für deine Unterstützung!

Liebe Grüße!
Anhang:
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20 Sep 2015 17:02 #23 von Sophie
Hallo Jens,

drei Mal darfst Du raten, warum ich mich erst jetzt melde.... Richtig: Computer im Streik! Werde also tatsächlich gleich in der Plauderecke den Thread aufmachen :-)

Aber jetzt erst Mal zu Dir: Wie war denn Dein Fest, konntest Du es denn genießen?

Das Ventil sieht ja nicht so aus, als wenn es eine besondere Engstelle hätte. Ich glaube, es ist wirklich nur der 10 CH-Katheter schuld. In welchem Intervall sollst Du ihn denn wechseln? Wenn es nur 4 Wochen sind, hast Du ja schon ein bißchen geschafft.

Ich denke, das mit dem Löchlein im Katheter und dem gleichzeitigen Rausrutschen war kein Zufall, sondern gehört zusammen. Ich hatte ja schon mal erklärt, dass der Ballon in der Blase mit einer Flüssigkeit aufgefüllt (geblockt) wird. Die spritzt der Urologe am äußeren Ende durch den Extra-Eingang in den Katheter. Im Katheter ist quasi nochmal ein kleiner Schlauch innen drin, durch den die Flüssigkeit in den Ballon gelangt.
Wenn jetzt das Löchlein genau an solcher Stelle war, hat es auch diesen Innenschlauch kaputt gemacht, so dass die Blockungsflüssigkeit rausgelaufen ist. Dadurch wurde der Ballon schlapper oder ganz leer - und schon war der Katheter auf dem Weg in die Freiheit... B)

Für Deinen Besprechungstermin demnächst drücke ich Dir die Daumen! Ich finde es übrigens klasse, dass Du Dir Gedanken um Deine Zeugungsfähigkeit machst, obwohl jetzt noch kein Kinderwunsch besteht. Gerade deswegen!

LG Sophie
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28 Sep 2015 12:48 #24 von geleb
Liebe Sophie,

danke, ich war jetzt schon ein paar Mal und eigentlich klappt es recht gut. Ich nutze am liebsten den Dreikammerbeutel, der trägt nicht so dick auf und ich habe ihn am Oberschenkel fixiert. Diese Beutel haben auch einen recht sicheren Verschluss im Gegensatz zu meinen sonstigen Unterschenkel-Beuteln, bei denen mir schon drei Mal der Verschluss aus Versehen aufgegangen ist.

Natürlich denke ich immer wieder daran, dass ich das Ding habe und ich muss auch teilweise alle 60 Minuten zum Ausleeren. Aber insgesamt ist es mit Beutel, glaube ich, besser als wenn ich nur mit Ventil gehe.

Ich glaube, es ist wirklich nur der 10 CH-Katheter schuld. In welchem Intervall sollst Du ihn denn wechseln? Wenn es nur 4 Wochen sind, hast Du ja schon ein bißchen geschafft.


Ja, die Urologin meinte auch, dass es mit dem dünnen Schlauch so lange dauert. Der nächste Wechsel ist Mitte Oktober angesagt, dann sind wieder vier Wochen rum. Kann man denn dann auf einen dickeren Schlauch umsteigen?

Ich denke, das mit dem Löchlein im Katheter und dem gleichzeitigen Rausrutschen war kein Zufall, sondern gehört zusammen. ...
Wenn jetzt das Löchlein genau an solcher Stelle war, hat es auch diesen Innenschlauch kaputt gemacht, so dass die Blockungsflüssigkeit rausgelaufen ist. Dadurch wurde der Ballon schlapper oder ganz leer - und schon war der Katheter auf dem Weg in die Freiheit... B)


Danke für die Erläuterung, das klingt einleuchtend. Die Flüssigkeit, die ich plötzlich am T-Shirt bemerkt hatte, war auch kein Urin, daher bin ich mir nach deiner Erklärung jetzt recht sicher, dass das die aus dem Ballon war. Ingesamt beruhigt mich das, so dass ich weniger Angst davor habe, dass das wieder passiert.

Den neuen Katheter spür ich auch im Gegensatz zum ersten, z.B. bei größeren Bewegungen, wenn ich nach Sprüngen wieder am Boden aufkomme o.ä. Es ist dann ein unangenehmes Gefühl in der Blase. Naja, da kann man wohl nichts machen.

Morgen habe ich meinen Termin beim Oberarzt - Zeit wirds! :) Ich hoffe, dass das Gespräch gut wird und ich danach beruhigt eine Entscheidung treffen kann, für oder gegen die erneute OP. Ich gebe dann ein Update in meinem "Blasen-Thread" ;)

Viele liebe Grüße, Jens

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06 Jan 2016 15:05 #25 von icebear

Günti schrieb: Hallo Jens,


Leider haben wir trotzdem immer Infekte, teils mit resistenten Keimen, und daher werden wir jetzt auf Urinalkondome umstellen.
Hier befinden wir uns noch in der Übungsphase :( .

Den Tipp von Sophie, Beinbeutel von den einzelnen Herstellern als Muster anzufordern, kann ich auch nur empfehlen. Es gibt viele unterschiedliche und so kannst Du dir die raussuchen, die dir am besten gefallen.

Lieben Gruß

Petra


moinsen Petra,

Beinbeutel ohne Tropfkammer am Bauchdeckenkatheter? Dann wundern mich die Infekte nicht.

Das ist doch wie an einer Burg die Zugbrücke unten lassen und wundern, daß der Feind reinkommt.

lg

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06 Jan 2016 15:59 #26 von Günti
Hallo Icebear,

wir haben die Beinbeutel verwendet, die im Krankenhaus nach Anlegen des SPK benutzt wurden und die uns dann der Urologe
weiter verordnet hat. Es waren sterile Beutel mit Rücklaufventil, aber kein geschlossenes System.

Uns wurde vom Urologen aber auch gesagt, dass bei SPK es immer wieder mal zu Infekten kommt, beim Einen mehr,
beim Anderen weniger. Ganz keimfrei wäre der Urin wohl nie.

Die ganze Sache hat sich für uns aber jetzt sowieso erledigt. Habe den SPK ziehen lassen und nutzen jetzt nur Urinalkondome.
Da müssen es noch nicht einmal sterile Beutel sein. Supersache, keine Schmerzen mehr und keine Infekte.

Lieben Gruß
Petra

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06 Jan 2016 16:37 #27 von icebear
moinsen nochmal :)

da drück ich euch die Daumen. Ich habe vor den SPK auch Urinalkondome und aufgrund ständigen hohen Restharns

viele Infekte. Jetzt, durch "trockenlegen" per SPK scheint Ruhe einzukehren.

Natürlich ist kein Mensch keimfrei, aber ohne Tropfkammer können bereits ausgespülte Keime wieder zurückmarschieren,
daß verhindert die Rückflußsperre nicht.

So jedenfalls die Auskunft meines Urologen.

lg

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06 Jan 2016 17:00 #28 von Günti
Ja, so muss eben jeder für sich ( und ich für meinen Mann) entscheiden, wie er am Besten
zurecht kommt. Drücke Dir die Daumen, dass es so anhält mit den nicht mehr vorhandenen Infekten.
Zu den Urologen glaube ich, da hat auch jeder seine festeingefahrene Meinung, die er vertritt.
Unser hat auf den SPK geschworen und wie toll damit alles ist. Nichts davon hat geklappt. Beim Wechsel
hatte mein Mann starke Schmerzen, immer wieder Blut im Urin durch Reizung der Blasenwände durch den SPK
und die ständigen Infekte. Dazu Blasenkrämpfe die mit 3x15mg Spasmex behandelt wurden.
Urinalkondome gehen gar nicht war seine Meinung. Habe ihn jetzt davon überzeugt, dass es zur Zeit für uns die
Beste Lösung ist. Spasmex konnte auch ganz abgesetzt werden. Hoffe es bleibt so, wenn nicht, werden wir nach
einer neuen Lösung suchen, wobei der SPK sicher die letzte Lösung bei uns sein wird.

LG Petra

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