Frage Probleme durch SPK (Bauchdeckenkatheter)
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5 Jahre 1 Monat her #41299 von delta
Probleme durch SPK (Bauchdeckenkatheter) wurde erstellt von delta
Hallo Mitbetroffene,
bei mir wurde Ende 2018 ein PC (Gleason 9) ohne nachweisbare Metastasen festgestellt. Wegen weitgehendem Verschluss des Harnleiters (insb. nach der Biopsie) erst kurz Harnröhren-Katheter, dann Bauchdeckenkatheter.(anfang 19)
Der Tumor macht momentan keine Schwierigkeiten.
Dagegen macht der Katheter immer wieder (oft unterschwellig) Probleme.
Ich klebe ihn außerhalb des abdeckenden Pflasters fest, da bereits mehrmals (unbemerkt) der Balon entleert und der Katheter soweit rausgerutscht war, dass es zum Harnverhalt kam, den ich anfangs auf eine Verstopfung des Kath. zurückführte. Einmal konnte der Katheter nur nach nach Dehnung der Öffnung wieder eingesetzt werden.
Darüberhinaus führt der Schlauch des Silikonkatheters und der Pflaster auf der Haut immer wieder zu starken Reizungen, denen ich nur durch ständiges Umlagern des (äußeren) Schlauches begegnen kann.
Was mich aber am meisten beunruhigt: die Blase schrumpft immer weiter, sodaß derzeit etwa nur noch 100 ml gehalten werden können, bevor ein schmerzhafter Entleerungsreiz entsteht.
Wie geht das weiter?
Irgendwann wird man nicht mal mehr den Ballon des Kath. hineinbekommen. Auch eine evtl. später notwendig werdende erneute Anlage eines Katheters wird kaum durchzuführen sein.
Hat jemand damit Erfahrung?
Gibt es hier jemanden, der über Jahre einen solchen Katheter trägt und keine Blasenfüllungen erträgt?
Gibt es einen Ausweg nach dem suprapubischen Katheter?
Viele Dank im Voraus für Eure Hilfe
Delta
bei mir wurde Ende 2018 ein PC (Gleason 9) ohne nachweisbare Metastasen festgestellt. Wegen weitgehendem Verschluss des Harnleiters (insb. nach der Biopsie) erst kurz Harnröhren-Katheter, dann Bauchdeckenkatheter.(anfang 19)
Der Tumor macht momentan keine Schwierigkeiten.
Dagegen macht der Katheter immer wieder (oft unterschwellig) Probleme.
Ich klebe ihn außerhalb des abdeckenden Pflasters fest, da bereits mehrmals (unbemerkt) der Balon entleert und der Katheter soweit rausgerutscht war, dass es zum Harnverhalt kam, den ich anfangs auf eine Verstopfung des Kath. zurückführte. Einmal konnte der Katheter nur nach nach Dehnung der Öffnung wieder eingesetzt werden.
Darüberhinaus führt der Schlauch des Silikonkatheters und der Pflaster auf der Haut immer wieder zu starken Reizungen, denen ich nur durch ständiges Umlagern des (äußeren) Schlauches begegnen kann.
Was mich aber am meisten beunruhigt: die Blase schrumpft immer weiter, sodaß derzeit etwa nur noch 100 ml gehalten werden können, bevor ein schmerzhafter Entleerungsreiz entsteht.
Wie geht das weiter?
Irgendwann wird man nicht mal mehr den Ballon des Kath. hineinbekommen. Auch eine evtl. später notwendig werdende erneute Anlage eines Katheters wird kaum durchzuführen sein.
Hat jemand damit Erfahrung?
Gibt es hier jemanden, der über Jahre einen solchen Katheter trägt und keine Blasenfüllungen erträgt?
Gibt es einen Ausweg nach dem suprapubischen Katheter?
Viele Dank im Voraus für Eure Hilfe
Delta
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- Jens Schriever ✝
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5 Jahre 1 Monat her #41301 von Jens Schriever ✝
Jens Schriever ✝ antwortete auf Probleme durch SPK (Bauchdeckenkatheter)
Hallo Delta
Sei recht herzlich Willkommen hier im Forum vom Inkontinenz Selbsthilfe e.V.
Ich selber trage einen Bauchdeckenkatheter schon viele Jahre und komme gut damit zurecht. Das der Ballon schon öfter entleert war ist nicht normal und die Ursache sollte vom Urologen geklärt werden. Mir ist dieses Problem mit dem Katheter auch vor 2 Jahren passiert. Grund war ein großer Blasenstein der den Ballon beschädigte so dass der Ballon seine Blockung verlor. Blasensteine können sich bei einen liegenden Katheter immer bilden vor allen wenn auch die Trinkmenge zu wenig ist. Hier sollte durch eine Blasenspiegelung oder Röntgen nach den Ursachen gesucht werden.
Ein schrumpfen der Blase ist bei offen Katheter normal, denn die Blase ist ein Muskel und wie jeder Muskel der nicht gefordert wird schrumpft. Hier hilft ein Blasentraining. Ich hatte auch die ersten 2 Jahre meinen Katheter offen bis sich Probleme einstellten. Das ging so weit dass ich den Katheter nicht mehr offen tragen konnte. Ich habe den Katheter geblockt und ein Blasentraining begonnen. Anfangs alle Std. den Katheter geöffnet und den Urin abgelassen und danach wieder geblockt. Zur Sicherheit trage ich Inkontinenz Slips. Mittlerweile wird der Katheter nur zum normalen Urinieren geöffnet und dann wieder geblockt. Zur Sicherheit trage ich weiter die Slips. Auch kann ich wieder den Katheter länger offen lassen ohne Schmerzen. Um die Speicherkapazität der Blase zu erhöhen ist viel Geduld erforderlich.
Gruß Jens
Sei recht herzlich Willkommen hier im Forum vom Inkontinenz Selbsthilfe e.V.
Ich selber trage einen Bauchdeckenkatheter schon viele Jahre und komme gut damit zurecht. Das der Ballon schon öfter entleert war ist nicht normal und die Ursache sollte vom Urologen geklärt werden. Mir ist dieses Problem mit dem Katheter auch vor 2 Jahren passiert. Grund war ein großer Blasenstein der den Ballon beschädigte so dass der Ballon seine Blockung verlor. Blasensteine können sich bei einen liegenden Katheter immer bilden vor allen wenn auch die Trinkmenge zu wenig ist. Hier sollte durch eine Blasenspiegelung oder Röntgen nach den Ursachen gesucht werden.
Ein schrumpfen der Blase ist bei offen Katheter normal, denn die Blase ist ein Muskel und wie jeder Muskel der nicht gefordert wird schrumpft. Hier hilft ein Blasentraining. Ich hatte auch die ersten 2 Jahre meinen Katheter offen bis sich Probleme einstellten. Das ging so weit dass ich den Katheter nicht mehr offen tragen konnte. Ich habe den Katheter geblockt und ein Blasentraining begonnen. Anfangs alle Std. den Katheter geöffnet und den Urin abgelassen und danach wieder geblockt. Zur Sicherheit trage ich Inkontinenz Slips. Mittlerweile wird der Katheter nur zum normalen Urinieren geöffnet und dann wieder geblockt. Zur Sicherheit trage ich weiter die Slips. Auch kann ich wieder den Katheter länger offen lassen ohne Schmerzen. Um die Speicherkapazität der Blase zu erhöhen ist viel Geduld erforderlich.
Gruß Jens
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- delta
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5 Jahre 1 Monat her #41302 von delta
delta antwortete auf Probleme durch SPK (Bauchdeckenkatheter)
Hallo Jens,
danke für Deine Antwort.
Das wäre natürlich gut, wenn die Blase mit Training auch wieder größer werden könnte; mein Urologe meint, die Blase könne
zwar kleiner, aber nicht mehr größer werden.
Darüberhinaus ist meine Blase ja auch noch (mit-)bestrahlt worden, was ja wahrscheinlich auch nicht gerade hilfreich ist.
So lauert am Ende mögl. doch ein "Ileum-conduit" .
Grüße
Reinhard
danke für Deine Antwort.
Das wäre natürlich gut, wenn die Blase mit Training auch wieder größer werden könnte; mein Urologe meint, die Blase könne
zwar kleiner, aber nicht mehr größer werden.
Darüberhinaus ist meine Blase ja auch noch (mit-)bestrahlt worden, was ja wahrscheinlich auch nicht gerade hilfreich ist.
So lauert am Ende mögl. doch ein "Ileum-conduit" .
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Reinhard
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- Jens Schriever ✝
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5 Jahre 1 Monat her #41304 von Jens Schriever ✝
Jens Schriever ✝ antwortete auf Probleme durch SPK (Bauchdeckenkatheter)
Hallo Reinhard
Doch das geht ist nur sehr langwierig. Auch ich hatte Prostatakrebs mit Bestrahlung.
Ich wünsche Dir weiterhin viel Glück und eine schnelle Besserung.
Gruß Jens
Doch das geht ist nur sehr langwierig. Auch ich hatte Prostatakrebs mit Bestrahlung.
Ich wünsche Dir weiterhin viel Glück und eine schnelle Besserung.
Gruß Jens
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5 Jahre 1 Monat her #41308 von delta
delta antwortete auf Probleme durch SPK (Bauchdeckenkatheter)
Hallo Jens,
Danke! Das Gleiche wünsche ich Dir !!
Reinhard
Danke! Das Gleiche wünsche ich Dir !!
Reinhard
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4 Jahre 9 Monate her - 4 Jahre 9 Monate her #42020 von Matti
Matti antwortete auf Probleme durch SPK (Bauchdeckenkatheter)
Hallo Reinhard,
obwohl ich wirklich jeden Beitrag hier lese, ist mir deiner irgendwie ein wenig durch gegangen.
Die Harnblase ist ein dehnbares, muskuläres Hohlorgan. Deshalb wundere ich mich, dass dein Arzt einen Volumenaufbau ausschließt. Unter Dauerableitung schrumpft die Blase und ein Volumentraining ist nicht möglich. Will man ein Volumen erhalten oder aufbauen, dann geht dies ausschließlich, wenn man die Blase sich füllen lässt. Bei liegenden Katheter wäre dies durch stundenweises Blocken zu ereichen.
Ich kenne keine grafische Darstellung der Harnblase, die korrekt darstellt. Immer wird die Blase als "kürbisartig" dargestellt. Dies ist aber ausschließlich dann der Fall, wenn die Blase voll ist. Nach der Miktion, oder in deinem Fall bei dauerhafter Ableitung, ist die Harnblase kein hohler Ballon, der in seiner Anatomie einfach so "stehn" bleibt. Nach der Entleerung sieht die Blase eher wie eine verschrumpelte Rosine aus.
Bei Dauerableitung ist die "verschrumpelte Rosine" der Normzustand der Harnblase. Die Vorstellung der Katheterballon "schwimme" im Urin der Harnblase ist falsch. Gerade dieses dauerhafte Anliegen an der Blaseninnenwand und deren Schleimhäuten verursacht ja nicht selten (gefürchtete) Komplikationen.
Es gibt Indikationen, die eine Anlage unumgänglich machen. Letztlich sollen und müssen die Mediziner (nach gründlicher Abwägung) beurteilen. Hinterfragen kann aber nicht falsch sein.
Die Vorstellung, es käme der Tag wo der Katheter nicht mehr in die Blase eingeführt werden können, scheint mir falsch. Der Ballon wird erst nach dem Einlegen geblockt. Folglich muss es kein Volumen (Hohlraum) zuvor geben. Der gefüllte Ballon dehnt die Blase.
Gruß
Matti
Auch wenn die Grafik die weibliche Anatomie zeigt, verdeutlicht sie als eine der wenigen Grafiken, wie die Blase in etwa aussieht:
obwohl ich wirklich jeden Beitrag hier lese, ist mir deiner irgendwie ein wenig durch gegangen.
Die Harnblase ist ein dehnbares, muskuläres Hohlorgan. Deshalb wundere ich mich, dass dein Arzt einen Volumenaufbau ausschließt. Unter Dauerableitung schrumpft die Blase und ein Volumentraining ist nicht möglich. Will man ein Volumen erhalten oder aufbauen, dann geht dies ausschließlich, wenn man die Blase sich füllen lässt. Bei liegenden Katheter wäre dies durch stundenweises Blocken zu ereichen.
Ich kenne keine grafische Darstellung der Harnblase, die korrekt darstellt. Immer wird die Blase als "kürbisartig" dargestellt. Dies ist aber ausschließlich dann der Fall, wenn die Blase voll ist. Nach der Miktion, oder in deinem Fall bei dauerhafter Ableitung, ist die Harnblase kein hohler Ballon, der in seiner Anatomie einfach so "stehn" bleibt. Nach der Entleerung sieht die Blase eher wie eine verschrumpelte Rosine aus.
Bei Dauerableitung ist die "verschrumpelte Rosine" der Normzustand der Harnblase. Die Vorstellung der Katheterballon "schwimme" im Urin der Harnblase ist falsch. Gerade dieses dauerhafte Anliegen an der Blaseninnenwand und deren Schleimhäuten verursacht ja nicht selten (gefürchtete) Komplikationen.
Es gibt Indikationen, die eine Anlage unumgänglich machen. Letztlich sollen und müssen die Mediziner (nach gründlicher Abwägung) beurteilen. Hinterfragen kann aber nicht falsch sein.
Die Vorstellung, es käme der Tag wo der Katheter nicht mehr in die Blase eingeführt werden können, scheint mir falsch. Der Ballon wird erst nach dem Einlegen geblockt. Folglich muss es kein Volumen (Hohlraum) zuvor geben. Der gefüllte Ballon dehnt die Blase.
Gruß
Matti
Auch wenn die Grafik die weibliche Anatomie zeigt, verdeutlicht sie als eine der wenigen Grafiken, wie die Blase in etwa aussieht:
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4 Jahre 9 Monate her #42022 von delta
delta antwortete auf Probleme durch SPK (Bauchdeckenkatheter)
Hallo Matti,
danke für Deine Ausführungen.
Mir ist schon bewußt, daß bei Dauerentleerung der Ballon nicht schwimmt, sondern in einer vollständig kontrahierten Blase eingeengt wird.
Die Blase, die zur Zeit der Dtrahlentherapie noch etwa 250ml fassen konnte, läßt jetzt 100 ml Inhalt kaum ertragbar erscheinen; das heißt, sie ist kontinuierlich geschrumpft.
Grund ist möglicherweise auch die Bestrahlung der unteren Abschnitte, die sich kaum vermeiden läßt.
Gruß
Reinhard
danke für Deine Ausführungen.
Mir ist schon bewußt, daß bei Dauerentleerung der Ballon nicht schwimmt, sondern in einer vollständig kontrahierten Blase eingeengt wird.
Die Blase, die zur Zeit der Dtrahlentherapie noch etwa 250ml fassen konnte, läßt jetzt 100 ml Inhalt kaum ertragbar erscheinen; das heißt, sie ist kontinuierlich geschrumpft.
Grund ist möglicherweise auch die Bestrahlung der unteren Abschnitte, die sich kaum vermeiden läßt.
Gruß
Reinhard
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4 Jahre 9 Monate her #42023 von delta
delta antwortete auf Probleme durch SPK (Bauchdeckenkatheter)
Hallo Marco,
danke für Deine Hinweise!
Darf ich fragen, warum bei Dir der SPK gelegt wurde?
Wofür ist das Botox gut?
Nichtsdestotrotz werde ich jetzt mal öfter versuchen, den Katheter länger abzuklemmen.
Vielleicht verzögert das ja etwas die Schrumpfung.
Gruß
Reinhard
danke für Deine Hinweise!
Darf ich fragen, warum bei Dir der SPK gelegt wurde?
Wofür ist das Botox gut?
Nichtsdestotrotz werde ich jetzt mal öfter versuchen, den Katheter länger abzuklemmen.
Vielleicht verzögert das ja etwas die Schrumpfung.
Gruß
Reinhard
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