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Sakralneuromodulation - Erfahrung nach Implantation -

19 Mai 2016 22:04 #1 von Elkide
Seit zwei Jahren habe ich eine Blasenlähmung mit Dranginkontinenz und muss täglich zwischen 10 -15 mal katheterisieren. Durch Botox wurde die Frequenz auf 5 - 7 mal pro Tag reduziert. Seit Herbst 2015 kam dann noch eine Stuhlinkontinenz dazu und man bot mir die Sakralneuromodulation an. Während der Testphase verbesserte sich die Stuhlinkontinenz um 80 o/o und die Harnfrequenz um 11 o/o. Daraufhin wurde die Implantation vorgenommen. Auf dem Steuergerät war nur ein Programm installiert, welches überhaupt keine Wirkung zeigte. Die Stuhl- und Harninkontinenz war schlimmer wie vor der Testphase. Letzten Freitag kam dann ein Techniker der Firma Medtronic und hat alle 8 Elektroden einzeln durchgemessen. Sieben Elektroden funktionierten einwandfrei. Die beiden Elektroden, auf die ich am besten ansprach, hat er dann programmiert. Die Amplitudenstärke musste mit 3,5 und 3,7 ziemlich hoch eingestellt werden, was aber nur auf die Lebensdauer der Batterien in den Steuergeräten Einfluß hat. Seit diesem Tag ist die Stuhlinkontinenz um 100 o/o zurückgegangen. Ihr könnt euch vorstellen, wie happy ich bin. Die Stuhlinkontinenz war das Belastendste.
Auf die Blase hat es keinen Einfluß gehabt, aber mit dem häufigen kathetern kann ich mich abfinden.
Sicherlich ist es bei jedem Patienten anders, aber für mich hat sich die Implantation gelohnt!
Alles Liebe
Elke

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19 Mai 2016 22:44 #2 von Jens Schriever
Hallo Elke

Es freut mich sehr, auch mal was Positives hier zu lesen, kommt ja nicht all zu oft vor. Ich hoffe das der jetzige Zustand lange anhält, und das die Harninko sich auch noch verbessert.


Gruß Jens
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19 Mai 2016 23:25 #3 von matti
Hallo Elke,

dies freut mich auserordentlich für dich.

Irgendwie habe ich dir gefühlt, aber wahrscheinlich nicht praktisch, schon 10-mal die Frage gestellt, was einen Katheterisierungsintervall von 10-15 Mal nötig macht. Entschuldige, ich habe dies immer nicht nicht verstanden.

Gruß

Matti

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20 Mai 2016 14:45 #4 von Nata
Liebe Elke .
Ich freue mich sehr für dich das deine SNS wirkt und die Stuhlinkontinenz um 100 % zurückgegangen ist.Ich wünsche dir das deine Dranginkontinenz wird besser.
Ich habe selber Interstim und bin sehr zufrieden, was meine Blase betrifft.Und was ich dir sagen will,das dieser Resultat welches ich im Moment erreicht habe war nicht ab sofort erreicht.Mein Restharn nach Interstim OP war auch ca 300 ml,6 Monate später dann ca 150-200 ml und heute 16 Monate nach OP ist 50-80ml. .
Für mich hat diese OP grosses Erfolg gebracht,so das ich im Momene nur 2 mal pro Woche ISK machen muss(als Kontrolle) und ich habe nie mehr Harnverhalt,auch mene re Niere ist nicht mehr gestaut.
Alles Liebe und schönen Tag
Natalja

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20 Mai 2016 16:56 #5 von Elkide
Danke Nata für deine liebe Antwort. Muss sicherlich noch etwas Geduld haben, aber bin jetzt mit der Situation schon voll zufrieden.
Dir ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße
Elke

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20 Mai 2016 21:44 - 20 Mai 2016 21:48 #6 von Ano
Moin liebe Elke!

Ich freu mich für Dich, dass Du jetzt offensichtlich das richtige Programm aufgespielt bekommen hast.
Vielleicht reduzieren sich auch die Katheterisierungen noch mit der Zeit.
Wie schrieb Johannes so schön? "Die Blase ist wie eine Diva - mal zickig, mal freundlich" ... oder so ähnlich.
Vielleicht musst Du Deiner Diva noch etwas Zeit geben. Vermutlich will sie sich durch die elektrischen Impulse des SNS nicht "fremdbestimmen" lassen und ziert sich ein wenig.
;)

Dicker Drücker,
Ano
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21 Mai 2016 09:19 #7 von Elkide
Hallo Ano, du bist wirklich lieb. Vielen Dank. Ich weiß deine Antwort sehr zu schätzen, da du ja nun im Moment wirklich anderes zu tun hast. Schade, dass man dir dabei nicht helfen kann. Aber wenn man dann alles geschafft hat, ist es eine Befreiung. Ein Neuanfang ist immer spannend und man ist die Belastungen, die ein großes Haus nun mal mit sich bringen, los. Hoffe, dass du dich bald in deinem neuen Zuhause richtig wohlfühlst.
Alles Liebe
Elke

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21 Mai 2016 09:34 #8 von Günti
Hallo Elke,

das sind ja mal gute Nachrichten von Dir. Freue mich sehr für Dich und hoffe,
dass sich auch Deine Blase noch weiter zum Positiven entwickelt. Aber alleine schon
das Problem Stuhlinkontinenz im Griff zu haben ist doch einfach wunderbar!

Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Petra
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21 Mai 2016 12:51 #9 von Elkide
Hallo liebe Petra, danke für deine lieben Worte. Ich bin auch voll zufrieden und genieße es, ohne Angst wieder in die Stadt zu gehen.
Wünsche auch dir ein richtig schönes, sonniges Wochenende.
Liebe Grüße
Elke

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21 Mai 2016 13:25 #10 von Elkide
Hallo lieber Matti, hier mein letzter Versuch, auf deine gefühlte zehnmalige Frage zu antworten. Mein Computer zeigt mir bei der Webseite des Forums ein Zertifikatfehler an und warnt vor der Benutzung. Eine Mail an deine Mailadresse ist auch zurück gekommen.

Bezüglich deiner Frage an mich wegen der Häufigkeit der Katheterisierung, kann ich dir leider keine Antwort geben. Ich begreife es ja auch nicht, und habe auch noch niemanden gefunden, der es mir verständlich erklären kann. Ich glaube aber, wenn es einer kann, bist du das. Ich schreibe hier mal das Untersuchungsergebnis der letzten Urodynamik vom 12.02.2016 auf:

1. Messung: Max. Füllungsvolumen: 70 ml. Empfinden 42 ml. 1. Harndrang 54 ml. Starker Harndrang 69 ml. Während der Füllung kein unwillkürlicher Urinverlust. Der Detrusor bleibt stabil. Eine Miktion ist nicht möglich.

2. Messung: Füllungsvolumen 54 ml, 1. Empfinden 21 ml. 1. Harndrang 38 ml. Starker Harndrang 52 ml. Während der Füllung kein unwillkürlicher Urinverlust. Der Detrusor bleibt stabil. Eine Miktion ist nicht möglich.
Inoperativ zeigte sich eine Blasenkapazität von ca. 650 ml bedingt durch die viermalige Botoxgabe. Vorher hatte ich eine extrem kleinkapazitäre Blase.

Nach der Messung hat mir der Oberarzt gesagt: Sie wissen ja sicherlich, dass ihre Blase gelähmt ist. Auf dem Arztbrief steht: Blasenentleerungsstörung mit Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination und Urge-Symptomatik bei funktionell hypersensibler Blase. Durchführung ISK, chronisches Schmerzsyndrom der LWS, Zustand nach Hysterektomie, Stuhlinkontinenz Grad II.

Bei der Messung davom am 30.07.2015 steht: Erster Harndrang bei 84 ml. Normaler Harndrang bei 202 ml. Dein Detrusordruck zur Blasenentleerung. Die Blasenentleerung erfolgt ausschließlich über eine abdominale Druckerhöhung. Wir empfahlen der Patientin die Blase durch ISK zu entleeren, da eine Miktion nicht möglich war.

Das ganze fing an im April 2015 mit einer intravenösen und infiltrativen Schmerztherapie bei BSV L 3 - 5. Dabei wurde eine PDA L 3 u. 4 gesetzt und dann tags darauf eine CI-PRT. Bei der PDA merkte ich sofort, dass etwas nicht stimmte. Ich hatte wahnsinnige Schmerzen. Das Gefühl in den Beinen sollte nach einer halben Stunde zurückkehren. Bei mir hat das zwei Tage gedauert. Schon während der PDA merkte ich, dass ich das Wasser nicht mehr halten konnte. Kurz darauf fingen die Probleme beim Wasserlassen an. Musste mich fürchterlich anstrengen und bekam die Blase trotzdem nicht leer. Im linken Bein hatte ich keine Kraft mehr und die Fußhebung geht gar nicht mehr. Laufen nur noch mit eingebauter Orthese. Der behandelnde Arzt war direkt nach meiner Behandlung für mehrere Wochen im Urlaub. Natürlich hatte ich die Risiken unterschrieben.

Trotzdem erklärt das alles nicht,, warum ich andauernd das blöde Dranggefühl habe. Mache auch eine Verhaltenstherapie, da ich denke, dass das ganze inzwischen eine Kopfsache ist. Da die Entfernung der Gebärmutter ein sehr traumatisches Erlebnis mit Nahtoderfahrung, mehreren Bluttransfusionen, eine Woche Intensivstation war, haben wir das in der tiefenpsychologischen Verhaltenstherapie mit Trauma- und Lichttherapie usw. behandelt. Ich kann da auch ohne Schrecken dran denken. Bloß an meiner Drangsymptomatik ändert sich leider nichts.

Vielleicht hast du eine Erklärung bzw. Rat.

Liebe Grüße
Elke

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