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Internationaler Inkontinenztag

26 Jun 2016 12:50 - 26 Jun 2016 20:16 #1 von Waldemar69
Am 30. Juni ist der Internationale Inkontinenztag. - So werden in vielen Urologie-Zentren und Krankenhäusern auch wieder auf dieses Tabuthema # Blasenschwäche Symposien und Patientenvorträgen aufmerksam gemacht.

Obwohl in Deutschland mehr als neun Millionen Menschen an Blasenschwäche leiden, isolieren sich Betroffene jeden Alters immer noch. Sie behalten ihr Problem für sich, weil sie sich schämen und allein gelassen fühlen. 

Kinder wollen nicht mehr bei Freunden übernachten. Erwachsene, die bei Bewegung Urin verlieren, verzichten auf Sport, ältere Menschen verlassen ihre Wohnung selten. Und Angehörige fühlen sich bei Familienmitgliedern mit Inkontinenz oftmals mit der Betreuung überfordert – die Einweisung in ein Heim droht. - Kaum jemand möchte sich im Grunde damit beschäftigen oder das andere sich damit beschäftigen sollten.

Dabei ist keiner vor Inkontinenz gefeit.

So haben auch wir von Selbsthilfe Männergesundheit regelmäßig dieses Problem für Männer nach Prostatakrebs und Totaloperation. - Obgleich sich das bei den heutigen minimalinvasiven schonenden Operationen selten wie bei mir um die Verletzung des Sphinkter nach Totaloperation (Prostata und Schließmuskelverletzung) mehr handelt. Und viele Männer nach der Operation nach einiger Zeit wieder trocken sind. Die Scham darüber bleibt bestehen geschweige dem darüber zu reden.

In unserer Selbsthilfegruppe laden wir regelmäßig Fachleute der Inkontinenz-Hilfsmittelversorung zu uns ein. Oder wir halten aus eigener Erfahrung, Lichtbild-Vorträge. - Für Urologen selbst ist das auch heute noch kaum ein Thema, mit dem sie sich länger aufhalten können. Das bleibt auch nicht selten, nur auf die akute medizinische Versorgung beschränkt. Was bleibt ist Aufklärung zu betreiben, so wie hier im Forum oder reale Treffen in meiner Selbsthilfegruppe und zuhören, darüber zu sprechen.

Die Schamgrenze und Verunsicherung bei Inkontinenz ist gerade bei Männern nach wie vor groß. Insbesondere das Schweigen darüber. Männer leiden nicht nur wegen des Verlust ihrer eigenen Männlichkeit nach der Totalentfernung ihrer Prostata, sondern zudem still danach, wenn sie Harninkontinenz betroffen sind.

Wie ich hier im Forum lese, gibt es jedoch eine Vielfalt von Versorgungs- und Hilfsmöglichkeiten diesem anhaltenden Problem der Blasenschwäche den Harn zu halten und/oder durch unterschiedlichsten Formen bei Inkontinenz sich Hilfe und Linderung zu verschaffen.

Wissen sollte man aber auch, dass bei aller „Alltags-Routine“ mit dem Problem über Jahre, sich im „24-Stunden Versorgungsmodus“ befindet. Jeder der es kennt, weiß auch, dass im Kopf zumindest immer präsent ist. Außenstehende „Nicht!“ - Betroffene vermuten es nicht einmal.

„Gut versorgt zu sein“ ist es ja auch rein äußerlich nicht unbedingt für Außenstehende sichtbar.

So konnte ich mir auch vor meiner Behinderung kaum vorstellen, wie es einem „Rollifahrer“ ergeht der unterwegs ist und wie er da „versorgt“ ist. Auch wie jetzt im Urlaub unterwegs zu sein, ist da auch immer ein vorausschauendes logisches Denken für sich selbst angesagt, dass dein Weg zur Toilette möglichst „Barrierefrei“ erreichbar sein muss. - Auch als Person mit aufrechten Gang, kann es dir passieren, dass dich das Toilettenpersonal schon einmal anspricht, wenn du die „Behindertentoilette“ mit deinem „speziellen Toilettenschlüssel“ aufsuchst.

„Wieso benutzen sie die für Rollifahrer vorgesehene Behindertentoilette? - Das Männerklo ist dort bitte!“ - Da ist auch weiterhin viel Aufklärung und auch mehr gesellschaftliche Sensibilität und Annahme für Behinderte angesagt und weniger „was ich nicht kenne, dass gibt es auch nicht ...“ An der Inklusion muss da auch weiterhin ständig weiter gearbeitet werden. - Denn wenn keine Behindertentoilette weit und breit, wohin dann mit deiner Vorlage?

In öffentlichen „normalen“ Männertoiletten jedenfalls existieren nach wie vor keine Hygieneeimer neben dem Waschbecken, sondern nur Abfalleimer für benutzte Papierhandtücher nach dem Händewaschen. Für Frauentoiletten schon. Männer haben aber auch keine Tage. Somit brauchen Sie auch keine Hygienebeutel für ihre benutze Vorlage. Da ist noch sehr viel zu tun.

Tage wie Welt - Inkontinenztag: Hilfe bei # Blasenschwäche und World Continence Weeks sind da sehr wichtig für uns Betroffene.

Gruß Waldemar
Folgende Benutzer bedankten sich: Jens Schriever, Johannes1956

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26 Jun 2016 20:23 #2 von Jens Schriever
Hallo Waldemar

Ich fand dein Beitrag so gut, dass es schade währe wenn er so unter gehen würde, weil die Veranstaltungen gelaufen sind.
Ich habe daher extra ein neues Thema dafür aufgemacht.


Gruß Jens

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27 Jun 2016 08:46 #3 von Waldemar69
Hallo Jens,

vielen Dank. - Für uns „Selbstaktive“ in der Selbsthilfe dürfte dieses Thema nie ein Ende haben, denn es erscheint „notwendigerweise!“ immer in Wiedervorlage. Bei uns am bayerischen Untermain hat das Aschaffenburger Klinikum am 30.06. eine Patientensymposium über die Inkontinenz. Den Link findest du auf unserer Gruppen-Homepage.

Internationaler Inkontinenztag

Ich werde hingehen, da mir bei allem Virtuellen „das persönliche Gespräch“ (Mensch zu Mensch) nach wie als Wichtigstes ist. Wir betreiben wie ihr auch intensive Selbsthilfearbeit am Betroffenen seit Jahrzehnten und unsere Devise lautet seit Anbeginn: „Immer beim Menschen bleiben, nie aufgeben.“ - Ich würde gern einmal nach Pohlheim kommen, um euch kennen zu lernen.

Lieben Gruß

Waldemar

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27 Jun 2016 11:53 #4 von Jens Schriever
Hallo Waldemar

Auch ich finde das persönliche Gespräch sehr Wichtig, und würde auch hingehen, wenn es nicht so weit weg ist. Danke für den Link, vielleicht finden ja welche von hier dort hin.
Du möchtest uns mal kennen lernen? In Pohlheim ist nur unsere Geschäftsstelle, die durch Matti vertreten ist. Wir sind alle in ganz Deutschland und in Österreich verteilt. Ich komme aus Uelzen in Niedersachsen. Wir sind aber zum großen Teil, vom 31.08.2016 -04.09.2016 in Berlin. Dort findet , in Rahmen unserer Vereinsfreizeit am 02.09.2016 die JHV statt. Es währe schön dich dort zu treffen. Wir sind dort im Gästehaus Reichwein.
Hier ist der Link zum Gästehaus: www.spastikerhilfe.de/haus-rosemarie-reichwein/index.html
Die Einladung zur JHV in Berlin findest du in Mitgliederbereich, unter Vereinsfreizeit Berlin 2016

Gruß Jens

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01 Jul 2016 17:54 #5 von Waldemar69
Patientensymposium über Inkontinenz

Für unsere Männerselbsthilfegruppe gehört es zu ihren Aufgaben die Fühler auszustrecken, welche medizinische Neuerungen und Verbesserungen im Moment Gesprächsstoff in urologischen Patienteneinladungen sind, als Vorträge von Medizinern, wenn es um das Thema „Blasenschwäche“ oder Harninkontinenz, nicht nur allein beim Mann geht.

Gesternabend fand ein 2,5 stündiger Ärztevortrag im Klinikum Aschaffenburg zum Welt - Inkontinenztag: „Hilfe bei Blasenschwäche“ statt. - Das Inkontinenzthema fand ein überdurchschnittliches gutes Echo der Besucher. - So konnten einige Gruppenmitglieder von uns feststellen, dass sich zu den vorangegangenen Jahren, gerade im gesellschaftlichen Bewusstsein zu dem Tabuthema „Inkontinenz“ einiges zum Besseren zu wenden scheint. Alle Themen von Blasenschwäche, Blasensenkung der Frau bis zur Stuhlinkontinenz hatte das urologische Ärzteteam im Klinikum zum Vortrag gebracht, welche von den Besucher positiv mit Beifall bedacht wurde.

Auch das die Inkontinenz bei Frauen deutlich häufiger vorkommt als bei Männern, ...wenn diese nicht ausreichend behandelt wird. Der Frauenbesucheranteil war deshalb dementsprechend.

Gezeigt wurden Behandlung und therapeutische Maßnahmen bei Stressinkontinenz, wie Dranginkontinenz, Reflexinkontinenz, Überlaufinkontinenz, Extraurethrale Inkontinenz, ‎Stressinkontinenz, ‎Dranginkontinenz, ‎Reflexinkontinenz, ‎Überlaufinkontinenz wurden im Vortrag vorangestellt und danach ausführlich erörtert.

Begonnen wurde der Ärztevortrag mit Blasenschwäche der Frau, mit unterschiedlichen Therapieansätzen bei Belastungs- und Harninkontinenz und konservativer bis operativer Behandlung und Anwendungen. Der unwillkürliche, unfreiwillige Urinabgang ist eine häufige Erkrankung, die ca. 50 % aller über 50-jährigen Frauen betrifft. Sowie Blasensenkung und verschiedene Operationsmöglichkeiten. Komplikationen bei der Verwendung von Netzen bei Beckenbodensenkung. Zur Stützung und Wiederherstellung von überdehntem oder auch gerissenem Bindegewebe werden Operationen als „Hängemattenprinzip“, kleine Netze zwischen Blase und Scheide und/oder Enddarm und Scheide eingebracht und im Becken fixiert, oder die Blase durch Bänder angehoben. Zum operativen Ansatz kommen u.a. spannungsfreie Bänder als minimal-invasive Technik zur Behandlung der weiblichen Belastungsinkontinenz oder im Umkehrschluss auch den Blasenschrittmacher zur Verbesserung der Blasenkontrolle .

Das Prostatathema für uns Männer durfte auch nicht fehlen. - Auch da wurden neben konservativen Behandlungsmethoden, Windel-, Kondom-, Katheder und Beinbeutel vorgestellt. Danach die Schließmuskeloperationen mit künstlichen Sphincter. Das Implantat, auch bekannt als „künstlicher Blasenschließmuskel", wird komplett in den Körper eingesetzt, um eine einfache, diskrete Kontrolle über das Wasser lassen zu bieten. Ähnlich als künstlicher Darmschließmuskel wird auch bei Stuhlinkontinenz angewendet. - Oder Darmschrittmacher bei Verstopfung. Alle Verfahren haben ihre Vor- wie auch nachteile.

Die Vielzahl der operativen Methodiken würden jedoch diesen Beitrag überspannen.

Grundlegend versprachen die Ärzte in ihrem Vortrag, sich mehr Zeit für urologisch erkrankte PatientInnen zu nehmen, da jeder einzelne Fall von Blasen- oder Stuhlinkontinenz einen individuellen therapeutischen Ansatz voraussieht und nicht pauschal behandelt werden kann.

Wir werden sicher bei nächsten Gruppentreffen im September in einem eigenen Vortrag bei uns darüber berichten.

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