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Häufigkeit der ISK ...was ist Eure Meinung ?

24 Apr 2017 14:54 #1 von jf
Hallo Miteinander....dies jetzt fragend, weiß ich, dass es vielleicht darauf keine definitiv klärende, medizinisch zweifelsfreie, nicht anfechtbare Antwort gibt...wie auch immer, vielleicht bringt es ja wenigstens einen neuen Denkanstoß : Die Meinungen zweier von mir befragten Urologen stehen sich diametral gegenüber :

Der eine sagt, die ISK so selten wie möglich, nur wenn notwendig ( ich habe zuviel Resturin in der Blase ), da jede ISK die Gefahr einer Infektion mit sich bringt.
Der andere sagt : ISK so oft wie möglich, da jeder Resturin in der Blase stark infektionsanfällig ist.

Was meint Ihr...wohin geht Eure Dentenz ?
Danke für Antworten ...und freundlich Grüße !
jf

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24 Apr 2017 16:00 #2 von Jens Schriever
Hallo jf

Ganz einfach so wenig wie möglich aber so oft wie nötig.In der Regel ist der ISK richtig angewandt recht Risiko arm. Wie hoch die Frequenz des kathetern sein soll muss du mit deinen Urologen besprechen. Nur er kann und soll das beurteilen. Dieses hängt auch mit der Menge des Restharns zusammen. Restharn von 50-80 ML sind unbedenklich. Ist der Restharngehalt gerade etwas über 100 ML würde 2-3 mal reichen. Ist der Restharngehalt sehr hoch muss man öfter kathetern. Der hohe Restharngehalt kann unter Umstände in die Niere zurück laufen. Auch schädigen zu hohe Drücke die Blase.
Lass von deinen Urologen deinen Restharngehalt bestimmen und bespreche das dann mit ihn.

Gruß Jens

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25 Apr 2017 08:05 #3 von Sebald
Hi,

wie Jens schon schrieb, ist der Blasendruck ein wichtiger Faktor. Eine urodynamische Untersuchung sollte also Grundlage der Häufigkeitsempfehlung sein.

Wobei: Die Aussage 'So wenig wie möglich, aber so oft wie nötig' hört man ja auch bei der Hilfsmittelversorgung oft, wenn es um die Größe der Vorlage(n) geht. - Ich kann da, ehrlich gesagt, wenig mit anfangen, weil man in der Regel ja einen Alltag mit unterschiedlichen Anforderungen hat. Sprich: Wenn ich ins Kino (bspw.) gehe, dann katheterisiere ich zur Sicherheit vorher. Also - eben! - "zur Sicherheit"; ob das jetzt aber wirklich 'nötig' war... schwer zu sagen.

Richtig aber ist: Korrekt angwendet, kann der ISK die Blase kaum schädigen. Keim kommen zwar rein. Sicher. Einer Blasenentzündung lässt sich aber, etwa mit Methionin, vorbeugen.

Beste Grüße,
Sebald

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25 Apr 2017 17:12 #4 von Elkide
Hallo ihr Lieben,

glaube nicht, dass man die Frage von jf pauschal beantworten kann. Die Frequenz ist doch ganz individuell von vielen persönlichen Faktoren abhängig.

Unter der Wirkung von Botox komme ich mit 6 - 8 Katheter am Tag aus. Lässt die Wirkung nach, kann sich die Kathetersequenz auf 12 - 15 mal pro Tag erhöhen.

Benutze jetzt seit drei Jahren die Katheter und habe bislang nur eine behandlungsbedürftige Entzündung gehabt.

Letztenendes muss das jeder mit seinem Urologen besprechen und dann selbst entscheiden, wie oft er oder sie es braucht.


Liebe Grüße
Elke

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27 Apr 2017 08:12 #5 von Johannes1956
Guten Morgen,

Es hängt von vielen Faktoren ab, wie häufig ISK angewendet werden soll. Ich kann spontan urinieren und habe ein Restharnvolumen von 150 bis 200 ml. Mein Urologe sagte, wenn ich weniger als die Hälfte des Gesamtvolumens Restharn habe, ist dreimal täglich ISK richtig. Wenn es mehr Restharn ist als Spontanurin, dann soll ich ein viertes mal kathetern, uns schauen, ob ich wieder auf die unter 50% komme.

Also, spontan 250 ml, Restharn 200 ml, gesamt 450 ml passt für dreimal täglich, morgens, mittags und abends. Am Morgen kathetere ich nicht gleich nach dem Aufstehen und ersten mal Urinieren, sondern erst nach dem Frühstück, bevor ich das Haus verlasse.

Natürlich messe ich heute nicht mehr regelmäßig die Volumina, ich kann das gut abschätzen und mache es nach Gefühl.

Wenn ich mal Stress habe und das Restharnvolumen ist höher, dann katheter ich zwischendurch ein viertes Mal. Und so, wie Sebald schreibt, wenn ich z.B. ins Theater gehe noch davor (dann muss nur meine Frau in der Pause aufs Klo), aber prinzipiell immer abends vor dem Schlafengehen.

Ich mache ISK nun seit drei Jahren und hatte nie eine Infektion.

Alles Gute

Johannes

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02 Mai 2017 08:49 #6 von jf
Guten Morgen ...und DANKE Euch Allen, die geschrieben haben !

Ja...das alles ist mir bewußt und das alles ist auch meine persönliche Erfahrung, ich kathederisiere nun vier Jahre nach der Diagnose einer " Neurogenen Blase mit Restharnbildung" ( über 100 ml...)... und eigentlich habe ich damit absolut keine Probleme ( sogar bei regelmäßigen längeren Flugreisen über 11 Stunden -Tokyo !)...es geht mir wahrscheinlich so wie Johannes, es ist eine "Behinderung" wie andere ihre Kontaktlinsen am Tag ab und zu mal reinigen müssen.

Ich war nur nach einem Gespräch mit einem anderen Urologen irritiert, der empfahl, unabhängig von dem empfundenen Harndruck und der möglichen, geschätzten Restharnmenge, regelmäßig aller 3-4 Stunden, wie nach einem Uhrwerk, zu kathederisierem, um ständig die Restharnmenge so minimal wie möglich, gegen Null tendierend, zu halten.

Meine "Hausurologin" meint, um eine gelegentliche Infektion werde ich nicht herumkommen, auch bei größter Hygiene nicht...ja, auch das ist meine persönliche Erfahrung, auch mit den unterschiedlichsten Kathedern und der sorgfältigsten Anwendung hatte ich bisher 1-2 behandlungsbedürftige Nebenhodenentzündungen pro Jahr ...Methionin nehme ich auch.

Danke noch einmal ...und alle guten guten Wünsche !
Jürgen (jf)

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23 Aug 2017 19:56 #7 von Marie2
Hallo,

ich denke auch das die Menge des ISK ganz individuell gehandhabt werden muss.

Zu hoher Restharn ist schlecht, zu häufiges Kathetern an sich auch. Doch woher soll man wissen was für einen das richtige ist? Gute Frage....

Ich denke das muss immer mit dem Urologen (Neurourologen) besprochen werden.

In meinem Fall ist es so, das ich absolutes Verbot habe zu versuchen "spontan" auf die Toilette zu gehen. Ich habe Restharnmengen von 350/400ml... und bekomme spontan nur minimal was raus durch den spastischen Schließmuskel u.a... und nur wenn ich mit Druck der Hände auf dem Bauch und des versuches einer extremen Bauchpresse ausübe...dadurch steigt der Druck jedoch zu sehr an und ich schädige meine Nieren.
Somit bin ich komplett ans kathetern gebunden...doch ich habe nicht immer die richtige Empfindung wann es Zeit ist...Ich kathetere durch Empfinden kombiniert mit Uhrwerk.
Meine häufigkeit liegt bei 6x tgl. und 1x nachts. So beführwortete es auch mein Urologe.

Es gibt jedoch ja so viele unterschiedliche Blasenentleerungsstörungen und ich denke das auch die Handhabung des ISK ganz unterschiedlich und individuell gehandhabt wird.

Da du jedoch wissen wolltest, wie es bei anderen ist, schrieb ich dir mein Fallbeispiel.

Ich selbst bin nun jedoch am überlegen ob ich nicht doch für einen suprapubischen Katheter zustimme. Bin aber sooooo hin und hergerissen.

LG

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