Frage ISK zu vorschnell verordnet?
- 123vnss
-
Autor
Weniger Mehr
- Dank erhalten: 0
1 Woche 3 Tage her #53301 von 123vnss
ISK zu vorschnell verordnet? wurde erstellt von 123vnss
Hallo zusammen, ich bin 19 Jahre alt und war im Dezember zur Abklärung wiederkehrender Harnwegsinfekte in der urologischen Ambulanz eines Krankenhauses.
Dort wurde Restharn festgestellt und eine Harnröhrenverengung. Der „Restharn“ lag bei ca 450ml. Ich muss hierbei aber sagen, dass ich gemerkt habe, dass meine Blase voll ist, ich aber auf „Kommando“ vor anderen Leuten einfach nicht Harn lassen kann, was von mir verlangt wurde. Die Harnröhrenenge stellte sich als Falschdiagnose heraus, auch eine Blasenspiegelung war unauffällig, außer dass die Blasenwand etwas gereizt war. Dies wurde stationär diese Woche gemacht, am Dienstag bei Entlassung war der Restharn bei 20ml, was laut meiner Recherche normal ist... Mir wurde jedoch sofort ISK verordnet.
Ich muss sagen, dass ich zuhause komplett beschwerdefrei bin, ich kann die Blase normal entleeren, muss alle 2-3 Stunden urinieren und hatte seit einem neuen Antibiotikum + Verhütung bei GV mit Kondom keine Beschwerden mehr! Zudem ist mein Vitamin B12 wieder im Normalbereich, ich weiß nicht ob das mit meiner Beschwerdefreiheit zusammenhängt.
Ich will die Ärzte nicht hinterfragen, aber ich habe da ein ungutes Bauchgefühl. Es wurde nie weiter Diagnostik betrieben, kein Uroflow, Urodynamik, Röngten, CT, Langzeitantibiotikum, Impfung, Blasentagebuch…und sich nur auf die eine „Restharnmenge“, die mMn durch Nervosität entstanden ist berufen.
Heute wurde mir die ISK gezeigt und die Schwester war leider total unfreundlich und unempathisch, da will ich auf keinen Fall mehr hin. Ich soll nun zweimal täglich den ISK anwenden und hätte in zehn Tagen erneut Termin bei besagter Schwester…wie gesagt, ich habe ein ungutes Bauchgefühl und denke fast, dass das voreilig verschrieben wurde…
Hat jemand vielleicht Erfahrung und kann mir helfen?? Ist diese Vorgehensweise, gerade in meinem Alter so üblich?
Liebe Grüße
Dort wurde Restharn festgestellt und eine Harnröhrenverengung. Der „Restharn“ lag bei ca 450ml. Ich muss hierbei aber sagen, dass ich gemerkt habe, dass meine Blase voll ist, ich aber auf „Kommando“ vor anderen Leuten einfach nicht Harn lassen kann, was von mir verlangt wurde. Die Harnröhrenenge stellte sich als Falschdiagnose heraus, auch eine Blasenspiegelung war unauffällig, außer dass die Blasenwand etwas gereizt war. Dies wurde stationär diese Woche gemacht, am Dienstag bei Entlassung war der Restharn bei 20ml, was laut meiner Recherche normal ist... Mir wurde jedoch sofort ISK verordnet.
Ich muss sagen, dass ich zuhause komplett beschwerdefrei bin, ich kann die Blase normal entleeren, muss alle 2-3 Stunden urinieren und hatte seit einem neuen Antibiotikum + Verhütung bei GV mit Kondom keine Beschwerden mehr! Zudem ist mein Vitamin B12 wieder im Normalbereich, ich weiß nicht ob das mit meiner Beschwerdefreiheit zusammenhängt.
Ich will die Ärzte nicht hinterfragen, aber ich habe da ein ungutes Bauchgefühl. Es wurde nie weiter Diagnostik betrieben, kein Uroflow, Urodynamik, Röngten, CT, Langzeitantibiotikum, Impfung, Blasentagebuch…und sich nur auf die eine „Restharnmenge“, die mMn durch Nervosität entstanden ist berufen.
Heute wurde mir die ISK gezeigt und die Schwester war leider total unfreundlich und unempathisch, da will ich auf keinen Fall mehr hin. Ich soll nun zweimal täglich den ISK anwenden und hätte in zehn Tagen erneut Termin bei besagter Schwester…wie gesagt, ich habe ein ungutes Bauchgefühl und denke fast, dass das voreilig verschrieben wurde…
Hat jemand vielleicht Erfahrung und kann mir helfen?? Ist diese Vorgehensweise, gerade in meinem Alter so üblich?
Liebe Grüße
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Petra 69
-
- Vereinsmitglied
Weniger Mehr
- Dank erhalten: 4
1 Woche 3 Tage her #53302 von Petra 69
Petra 69 antwortete auf ISK zu vorschnell verordnet?
Hallo 123vnss!
Aus medizinischer Sicht kann ich dir zu dem Hauptteil deiner Frage leider keine Antwort geben. Das müssen schon die Urologen machen. Hol dir doch diesbezüglich bitte noch einmal eine Zweitmeinung ein.
Aber was mir richtig leid tut, ist, dass du gleich beim ersten Anlernen des ISK auf eine Person gestoßen bist, die offensichtlich ihren Job nicht richtig verstanden hat.
Es gibt viele Homecare Unternehmen, die wirklich gutes Personal haben. Ich habe eine fantastische Mitarbeiterin von Coloplast, die unendlich geduldig und respektvoll war und mich super intensiv betreut hat und immer noch, bei Fragen, sofort telefonisch erreichbar ist und sich auch mal schnell ins Auto setzt, um von Hamburg hoch ins nördliche Schleswig-Holstein zu cruisen, wenn ich wichtige Dinge "live" erklärt haben möchte.
Auch Wellspect HealthCare hat äußerst nettes Personal am Telefon. Wie die Mitarbeiterinnen vor Ort sind, kann ich nicht sagen, weil ich mich vor fünf Monaten dann ja für Coloplast entschieden habe.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du schnellstmöglich alle deine Fragen genauestens beantwortet bekommst.
Liebe Grüße
Petra
Aus medizinischer Sicht kann ich dir zu dem Hauptteil deiner Frage leider keine Antwort geben. Das müssen schon die Urologen machen. Hol dir doch diesbezüglich bitte noch einmal eine Zweitmeinung ein.
Aber was mir richtig leid tut, ist, dass du gleich beim ersten Anlernen des ISK auf eine Person gestoßen bist, die offensichtlich ihren Job nicht richtig verstanden hat.
Es gibt viele Homecare Unternehmen, die wirklich gutes Personal haben. Ich habe eine fantastische Mitarbeiterin von Coloplast, die unendlich geduldig und respektvoll war und mich super intensiv betreut hat und immer noch, bei Fragen, sofort telefonisch erreichbar ist und sich auch mal schnell ins Auto setzt, um von Hamburg hoch ins nördliche Schleswig-Holstein zu cruisen, wenn ich wichtige Dinge "live" erklärt haben möchte.
Auch Wellspect HealthCare hat äußerst nettes Personal am Telefon. Wie die Mitarbeiterinnen vor Ort sind, kann ich nicht sagen, weil ich mich vor fünf Monaten dann ja für Coloplast entschieden habe.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du schnellstmöglich alle deine Fragen genauestens beantwortet bekommst.
Liebe Grüße
Petra
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- MichaelDah
-
- Vereinsmitglied
Weniger Mehr
- Beiträge: 922
- Dank erhalten: 193
1 Woche 3 Tage her #53304 von MichaelDah
MichaelDah antwortete auf ISK zu vorschnell verordnet?
Hallo 123vnss,
Vielleicht nur zur Ergänzung von Petra und ohne Gewähr: Eigentlich ist die Sache relativ einfach. Wenn du _nach_ dem Toilettengang mit ISK noch größere Harnmengen herausholst, dann macht ISK Sinn.
Wenn das nicht der Fall ist und du regelmäßig Restharnfrei entleeren kannst, sehe ich da ehrlich gesagt keine Notwendigkeit für die Fortführung des ISK - aber wie gesagt: Klär das mit dem Urologen.
Viele Grüße
Michael
Vielleicht nur zur Ergänzung von Petra und ohne Gewähr: Eigentlich ist die Sache relativ einfach. Wenn du _nach_ dem Toilettengang mit ISK noch größere Harnmengen herausholst, dann macht ISK Sinn.
Wenn das nicht der Fall ist und du regelmäßig Restharnfrei entleeren kannst, sehe ich da ehrlich gesagt keine Notwendigkeit für die Fortführung des ISK - aber wie gesagt: Klär das mit dem Urologen.
Viele Grüße
Michael
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- miniemila
-
Weniger Mehr
- Beiträge: 24
- Dank erhalten: 5
1 Woche 2 Tage her #53310 von miniemila
miniemila antwortete auf ISK zu vorschnell verordnet?
Guten Morgen
Eigentlich ist es nicht so üblich, dass man nach einer Untersuchung direkt den isk verordnet. Zumal du ja, wie du sagtest, beschwerdefrei bist. Ich würde auf jeden Fall noch mal eine zweite Meinung einholen und auch mal in einer neuro urologie Vorstellig werden, damit die blase untersucht werden kann ( urodynamic, uroflowmetrie , mcu etc) dorthin kann dich ein urologe überweisen.
Es ist wirklich sehr schade, dass du auf eine so unsympathische Schwester gestoßen bist. Es gibt so tolle Mitarbeiter, auch männliche, wenn dir das lieber ist.
Wenn du Fragen hast, wende dich gerne an uns .
LG Mila
Eigentlich ist es nicht so üblich, dass man nach einer Untersuchung direkt den isk verordnet. Zumal du ja, wie du sagtest, beschwerdefrei bist. Ich würde auf jeden Fall noch mal eine zweite Meinung einholen und auch mal in einer neuro urologie Vorstellig werden, damit die blase untersucht werden kann ( urodynamic, uroflowmetrie , mcu etc) dorthin kann dich ein urologe überweisen.
Es ist wirklich sehr schade, dass du auf eine so unsympathische Schwester gestoßen bist. Es gibt so tolle Mitarbeiter, auch männliche, wenn dir das lieber ist.
Wenn du Fragen hast, wende dich gerne an uns .
LG Mila
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- 123vnss
-
Autor
Weniger Mehr
- Dank erhalten: 0
1 Woche 11 Stunden her #53314 von 123vnss
123vnss antwortete auf ISK zu vorschnell verordnet?
Herzlichen Dank für deine Antwort. Ich habe nun einen Termin bei einem anderen Urologen bekommen und werde das dort abklären lassen. Ich habe die letzten Tage wie vorgeschrieben den ISK morgens und abends nach dem Toilettengang durchgeführt und es kam meistens gar nichts, höchstens ein paar Tropfen…habe mir trotz peinlichst steriler und sehr vorsichtiger Durchführung aber einen sehr schmerzhaften und fiesen Harnwegsinfekt eingefangen…wir werden sehen, was der nächste Termin bringt…
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- 123vnss
-
Autor
Weniger Mehr
- Dank erhalten: 0
1 Woche 11 Stunden her #53315 von 123vnss
123vnss antwortete auf ISK zu vorschnell verordnet?
Danke für deine Antwort, ich werde nun demnächst bei einem Neurourologen vorstellig werden.
Das Kathetern an sich klappt ganz wunderbar, ich finde die Harnröhre problemlos und schaffe es sogar ohne Beinspiegel den Katheter einzuführen! Ich habe nun nach „Protokoll“ morgens und abends nach dem Toilettengang den ISK angewandt und es kam in den meisten Fällen wirklich überhaupt nichts, höchstens ein paar Tröpfchen…habe mir aber trotz peinlich steriler und vorsichtiger Durchführung wieder den ersten HWI seit langer Zeit eingefangen…kann das denn am ISK an sich liegen?
Ich werde schauen was die nächste urologische Untersuchung bringt
Das Kathetern an sich klappt ganz wunderbar, ich finde die Harnröhre problemlos und schaffe es sogar ohne Beinspiegel den Katheter einzuführen! Ich habe nun nach „Protokoll“ morgens und abends nach dem Toilettengang den ISK angewandt und es kam in den meisten Fällen wirklich überhaupt nichts, höchstens ein paar Tröpfchen…habe mir aber trotz peinlich steriler und vorsichtiger Durchführung wieder den ersten HWI seit langer Zeit eingefangen…kann das denn am ISK an sich liegen?
Ich werde schauen was die nächste urologische Untersuchung bringt
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Vallie
-
Weniger Mehr
- Beiträge: 27
- Dank erhalten: 23
6 Tage 18 Stunden her #53316 von Vallie
Vallie antwortete auf ISK zu vorschnell verordnet?
Hallo 123vnss,
erstmal ist das doch super, dass beim ISK nichts kommt.
Das bedeutet, Deine Vermutung, dass die 450ml Restharn am Anfang durch die Blockade im Kopf zustande kam, zutrifft. Wenn Du eh schon glücklicherweise Wege gefunden hattest, lange ohne HWI zu sein, wäre mein erster Gedanke: Problem gelöst, kein Handlungsbedarf mehr.
Einerseits kann regelmäßiger Restharn zu HWI führen, was bei Dir als Möglichkeit im Raum stand, sich aber offenbar nicht bewahrheitet hat.
Andererseits ist das Einführen des Katheters in die Blase ein invasiver Vorgang, bei dem trotz hygienischen Vorgehens Bakterien eingebracht werden.
Wenn Du jetzt ISK durchführst, dabei nur ein paar Tropfen kommen, Du Dir aber direkt einen HWI eingefangen hast, scheint es naheliegend, möglichst schnell Rücksprache mit einem Urologen zu suchen, um ggfs. das Experiment abzubrechen.
Grüße von Valerie
erstmal ist das doch super, dass beim ISK nichts kommt.
Das bedeutet, Deine Vermutung, dass die 450ml Restharn am Anfang durch die Blockade im Kopf zustande kam, zutrifft. Wenn Du eh schon glücklicherweise Wege gefunden hattest, lange ohne HWI zu sein, wäre mein erster Gedanke: Problem gelöst, kein Handlungsbedarf mehr.
Einerseits kann regelmäßiger Restharn zu HWI führen, was bei Dir als Möglichkeit im Raum stand, sich aber offenbar nicht bewahrheitet hat.
Andererseits ist das Einführen des Katheters in die Blase ein invasiver Vorgang, bei dem trotz hygienischen Vorgehens Bakterien eingebracht werden.
Wenn Du jetzt ISK durchführst, dabei nur ein paar Tropfen kommen, Du Dir aber direkt einen HWI eingefangen hast, scheint es naheliegend, möglichst schnell Rücksprache mit einem Urologen zu suchen, um ggfs. das Experiment abzubrechen.
Grüße von Valerie
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- martinK
-
- Vereinsmitglied
Weniger Mehr
- Beiträge: 942
- Dank erhalten: 152
6 Tage 9 Stunden her #53319 von martinK
martinK antwortete auf ISK zu vorschnell verordnet?
Hallo 123vnss
Falls der Urologe es nicht eh verlangt, würde ich vor der Konsultation 2-3 Tage lang ein Blasentagebuch führen (z.B. an einem „faulen Wochenende“). Dort schreibst Du auf, wann Du wieviel Du getrunken bzw. entleert hast (spontan und mit ISK). Ein solches Tagebuch sagt schon einiges über Dein Entleerungsverhalten aus und liefert dem Arzt erste wertvolle Informationen.
Im übrigen bin ich doch sehr erstaunt darüber, dass man in einer urologischen Praxis in Anwesenheit anderer pinkeln soll. Ich kann mir vorstellen, dass unter solchen Umständen die wenigsten eine Miktion einleiten könnten… Die richtige Vorgehensweise wäre gewesen, Dir eine Toilette zur Verfügung zu stellen, in welcher Du die Sache diskret und in Ruhe erledigen kannst. So kenne ich das zumindest.
Herzliche Grüsse und alles Gute
Martin
Falls der Urologe es nicht eh verlangt, würde ich vor der Konsultation 2-3 Tage lang ein Blasentagebuch führen (z.B. an einem „faulen Wochenende“). Dort schreibst Du auf, wann Du wieviel Du getrunken bzw. entleert hast (spontan und mit ISK). Ein solches Tagebuch sagt schon einiges über Dein Entleerungsverhalten aus und liefert dem Arzt erste wertvolle Informationen.
Im übrigen bin ich doch sehr erstaunt darüber, dass man in einer urologischen Praxis in Anwesenheit anderer pinkeln soll. Ich kann mir vorstellen, dass unter solchen Umständen die wenigsten eine Miktion einleiten könnten… Die richtige Vorgehensweise wäre gewesen, Dir eine Toilette zur Verfügung zu stellen, in welcher Du die Sache diskret und in Ruhe erledigen kannst. So kenne ich das zumindest.
Herzliche Grüsse und alles Gute
Martin
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Moderatoren: MichaelDah
Ladezeit der Seite: 0.331 Sekunden