Frage Blasenschließmuskel verhindert IKS
- Cusso
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2 Wochen 6 Tage her #53427 von Cusso
Blasenschließmuskel verhindert IKS wurde erstellt von Cusso
Hallo, ich bin 53 Jahre, männlich und praktiziere nach einer Rückenmarks-OP, in deren Folge ich meine Blase nicht mehr kontrollieren konnte, seit 15 Jahren Selbstkatheterismus, bis vor kurzem ohne größere Komplikationen.
Seit rund 6 Wochen laboriere ich mit einer Blasenentzündung herum und habe vor ca. 15 Tagen beim Einführen eines Katheters anscheinend meine Harnröhre oder den Schließmuskel verletzt, zumindest einen kurzen heftigen Schmerz ausgelöst.
Seitdem bin ich oft so verkrampft, dass der Schließmuskel sich nicht öffnet und der Katheter sich nicht einführen lässt.
Nach Vorstellung im Krankenhaus bekam ich kurzfristig einen Termin zur Blasenspiegelung, bis dahin wurde ein Dauerkatheter gelegt.
Vorherige Untersuchungen deuteten darauf hin, dass eine Verengung/Vernarbung der Harnröhre bestehen könnte und diese im Verlauf der Spiegelung geschlitzt werden sollte. Die Blasenspiegelung wurde deshalb unter Narkose durchgeführt, war aber letztlich ohne Befund.
Aufgewacht bin ich mit einer blutenden Harnröhre, sollte versuchen mich selbst zu katheterisieren, was aber erneut nicht klappen wollte. Infolgedessen hat mir eine Krankenschwester sehr rabiat einen Dauerkatheter gelegt und mich dabei erneut sehr schmerzhaft am Schließmuskel oder an der Harnröhre verletzt. In diesem Zustand wurde ich nach einer Nacht samt Dauerkatheter aus dem Krankenhaus entlassen, ohne jegliche weitere Behandlungsempfehlung.
Kennt jemand eine ähnliche Symptomatik und hat jemand einen Anhaltspunkt, wie man die Blockade, die vermutlich nur in meinem Kopf besteht, lösen könnte? Ich bin mittlerweile echt verzweifelt.
Darüber hinaus würde ich mich über Hinweise auf empfehlenswerte Urologische Zentren am Niederrhein oder im Ruhrgebiet freuen.
Seit rund 6 Wochen laboriere ich mit einer Blasenentzündung herum und habe vor ca. 15 Tagen beim Einführen eines Katheters anscheinend meine Harnröhre oder den Schließmuskel verletzt, zumindest einen kurzen heftigen Schmerz ausgelöst.
Seitdem bin ich oft so verkrampft, dass der Schließmuskel sich nicht öffnet und der Katheter sich nicht einführen lässt.
Nach Vorstellung im Krankenhaus bekam ich kurzfristig einen Termin zur Blasenspiegelung, bis dahin wurde ein Dauerkatheter gelegt.
Vorherige Untersuchungen deuteten darauf hin, dass eine Verengung/Vernarbung der Harnröhre bestehen könnte und diese im Verlauf der Spiegelung geschlitzt werden sollte. Die Blasenspiegelung wurde deshalb unter Narkose durchgeführt, war aber letztlich ohne Befund.
Aufgewacht bin ich mit einer blutenden Harnröhre, sollte versuchen mich selbst zu katheterisieren, was aber erneut nicht klappen wollte. Infolgedessen hat mir eine Krankenschwester sehr rabiat einen Dauerkatheter gelegt und mich dabei erneut sehr schmerzhaft am Schließmuskel oder an der Harnröhre verletzt. In diesem Zustand wurde ich nach einer Nacht samt Dauerkatheter aus dem Krankenhaus entlassen, ohne jegliche weitere Behandlungsempfehlung.
Kennt jemand eine ähnliche Symptomatik und hat jemand einen Anhaltspunkt, wie man die Blockade, die vermutlich nur in meinem Kopf besteht, lösen könnte? Ich bin mittlerweile echt verzweifelt.
Darüber hinaus würde ich mich über Hinweise auf empfehlenswerte Urologische Zentren am Niederrhein oder im Ruhrgebiet freuen.
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2 Wochen 5 Tage her #53437 von martinK
martinK antwortete auf Blasenschließmuskel verhindert IKS
Hallo Cusso
Bei mir kam es auch schon vor, dass der Blasenschliessmuskel verkrampft war, als ich den Katheter einführen wollte. Geholfen hat jeweils ein sanfter Druck mit der Spitze und Warten. Dann löste sich die Anspannung innert nützlicher Frist. Ich habe im Beckenboden eine senso-motorische Neuropathie und deshalb keine Kontrolle über den Blasenschliessmuskel. Ich kann aber entleeren, wenn auch unkontrolliert und mit mehr oder weniger Restharn. Entspannungsübungen im Beckenboden helfen mir gegen die Verspannung.
Herzliche Grüsse
Martin
Bei mir kam es auch schon vor, dass der Blasenschliessmuskel verkrampft war, als ich den Katheter einführen wollte. Geholfen hat jeweils ein sanfter Druck mit der Spitze und Warten. Dann löste sich die Anspannung innert nützlicher Frist. Ich habe im Beckenboden eine senso-motorische Neuropathie und deshalb keine Kontrolle über den Blasenschliessmuskel. Ich kann aber entleeren, wenn auch unkontrolliert und mit mehr oder weniger Restharn. Entspannungsübungen im Beckenboden helfen mir gegen die Verspannung.
Herzliche Grüsse
Martin
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- Cusso
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2 Wochen 5 Tage her #53439 von Cusso
Cusso antwortete auf Blasenschließmuskel verhindert IKS
Vielen Dank für deine Antwort, Martin!
Mit sanftem Druck, Warten, tiefes Durchatmen, Husten, Lachen und Bewegung auf der Stelle habe ich es natürlich auch versucht. Teilweise mit Erfolg, aber häufig entspannt sich der Muskel dabei nicht.
Nach Entspannungsübungen für den Beckenboden habe ich im Netz geschaut und einige vor der Katheterisierung angewendet. Einen positiven kurzfristigen Effekt hatte ich leider nicht.
Für Tipps zu Entspannungsübungen wäre ich aber trotzdem sehr, sehr dankbar.
Mit sanftem Druck, Warten, tiefes Durchatmen, Husten, Lachen und Bewegung auf der Stelle habe ich es natürlich auch versucht. Teilweise mit Erfolg, aber häufig entspannt sich der Muskel dabei nicht.
Nach Entspannungsübungen für den Beckenboden habe ich im Netz geschaut und einige vor der Katheterisierung angewendet. Einen positiven kurzfristigen Effekt hatte ich leider nicht.
Für Tipps zu Entspannungsübungen wäre ich aber trotzdem sehr, sehr dankbar.
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2 Wochen 5 Tage her #53441 von martinK
martinK antwortete auf Blasenschließmuskel verhindert IKS
Hallo Cusso
Mein Eindruck ist, dass man regelmässig (am besten täglich) üben muss, um die Grundanspannung des Beckenbodens zu senken. Wenn es mir schlecht geht, merke ich, dass der Anusschliessmuskel so verspannt ist, dass ich ihn kaum mehr weiter anspannen kann. Dann bin ich auch anfällig auf höhere Restharnmengen oder gar Harnverhalt.
Hier ist ein Zitat aus einem anderen Beitrag von mir; vielleicht hilft es Dir:
" Zu den Übungen: Das sind keine klassischen Beckenbodenübungen, bei welchen es um die Stärkung der Muskulatur geht. Im Vordergrund steht das Ziel, den Grundtonus des Beckenbodens zu reduzieren. Die Übung, welche an sich simpel ist, habe ich in der Physiotherapie gelernt. Wichtig ist vor allem, dass man sich für die Übung Ruhe und Zeit nimmt und sie wenn möglich jeden Tag macht. Ich benötige dafür je nach Zustand ca 10-20 Minuten.
Herzliche Grüsse
Martin
Mein Eindruck ist, dass man regelmässig (am besten täglich) üben muss, um die Grundanspannung des Beckenbodens zu senken. Wenn es mir schlecht geht, merke ich, dass der Anusschliessmuskel so verspannt ist, dass ich ihn kaum mehr weiter anspannen kann. Dann bin ich auch anfällig auf höhere Restharnmengen oder gar Harnverhalt.
Hier ist ein Zitat aus einem anderen Beitrag von mir; vielleicht hilft es Dir:
" Zu den Übungen: Das sind keine klassischen Beckenbodenübungen, bei welchen es um die Stärkung der Muskulatur geht. Im Vordergrund steht das Ziel, den Grundtonus des Beckenbodens zu reduzieren. Die Übung, welche an sich simpel ist, habe ich in der Physiotherapie gelernt. Wichtig ist vor allem, dass man sich für die Übung Ruhe und Zeit nimmt und sie wenn möglich jeden Tag macht. Ich benötige dafür je nach Zustand ca 10-20 Minuten.
- Du legst Dich auf den Rücken und winkelst die Knie an, so dass Du eine bequeme Position einnimmst. An besten geht es auf einer Yogamatte, aber im Bett oder auf dem Teppich geht es auch. Trage bequeme Kleider ohne Gurt.
- Achte auf die Auflagepunkte des Körpers. Bei mir sind dies Kopf, die beiden Schulterblätter, Darmbein (hinterer Knochen des Beckenbodens am Rücken), Füsse sowie Finger und Ballen der Hände, welche ich entspannt seitlich neben mich lege. Allenfalls kannst Du ein Kopfkissen verwenden, wenn das für Dich bequemer ist.
- Entspanne den ganzen Köper, so dass Du nur doch die Auflagepunkte wahrnimmst (meine Physiotherapeutin meinte, ich solle den Körper dem Boden übergeben, das fand ich ein schönes Bild). Atme dabei langsam und tief und achte auf einen entspannten Kiefer. Das braucht unter Umständen etwas Zeit, ist aber wichtig, damit Du die Bewegungen im Beckenboden möglichst gut spürst. Ich denke dabei an etwas schönes nicht alltägliches.
- Wenn Du den tiefenentspannten Zustand erreicht hast, spanne den Beckenbodenmuskel langsam an und entspanne ihn dann wieder langsam. Atme dabei beim Anspannen aus und beim Entspannen ein. Wiederum sollte die Atmung aus dem Zwerchfell heraus erfolgen. Wichtig ist, dass die Bewegungen ohne Anstrengung erfolgen. Wenn Du spürst, dass sie Dich anstrengen, mache ein Pause und suche wieder den tiefenentspannten Zustand, oder brich die Übung ab. Ich übe in der Regel ca 10 Atemzüge und mache danach 10-50 Atemzüge lang Pause. Das wiederhole ich je nach nach Lust und Laune 5-10 Mal.
- Ich beobachte die Länge der An- und Entspannungsbewegungen. Wenn mein Beckenboden entspannt ist, kann ich ohne Anstrengung so lange Bewegungen wie meine Atmung durchführen. Bin ich verspannt oder spüre ich nach einem neurologischen "Schub" sensorische Defizite, so kriege ich nur kurze Bewegungen hin und manchmal reagiert mein Beckenboden auch spastisch auf die Übung und ich muss sie abbrechen."
Herzliche Grüsse
Martin
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- Cusso
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2 Wochen 4 Tage her #53449 von Cusso
Cusso antwortete auf Blasenschließmuskel verhindert IKS
Besten Dank für den Beitrag. Ich werde diese Übung zu meinen alltäglichen hinzufügen.
Zudem habe ich mich heute bei einer AG GGUP Therapeutin angemeldet. Den ersten Termin habe ich leider erst in einem Monat. Das bringt mich sogleich natürlich nicht weiter.
Zudem habe ich mich heute bei einer AG GGUP Therapeutin angemeldet. Den ersten Termin habe ich leider erst in einem Monat. Das bringt mich sogleich natürlich nicht weiter.
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