Frage Verzögerte Wundheilung nach TURP Operation
- georgrob
-
Autor - Forenstarter
-

Registered
Weniger Mehr
- Beiträge: 1
- Dank erhalten: 0
3 Wochen 3 Tage her #54074 von georgrob
Verzögerte Wundheilung nach TURP Operation wurde erstellt von georgrob
Hallo zusammen
Vor einem Jahr hatte ich eine Operation nach der Rezum Methode an der Prostata.
Da sich nach anfänglicher Besserung nach wenigen Monaten wieder vermehrter Harndrang durch nachwachsendes Gewebe einstellte hatte ich dann vor 3 Monaten eine TURP Operation.
Mir wurde vor der Operation gesagt, dass der Heilungsprozess sechs bis acht Wochen dauert.
Ich habe seit der OP die jetzt 3 Monate zurück liegt beim gehen immer noch ein leichtes Ziehen und Wundgefühl im Unterleib. Wegen der gereizten Blase die ich seit der OP habe bekomme ich mictonorm uno 30mg tgl.
Nach einer Blasenspiegelung vor einer Woche wurde mir von meiner Urologin gesagt das alles im normalen Bereich ist.
Die Reizblase tritt auch jetzt nach 3 Monaten immer wieder in Wellen auf. An manchen Tagen gehe ich ganz normal 8 bis 9 mal täglich und einmal Nachts zur Toilette. An anderen Tagen kommen dann einzelne Phasen wo ich innerhalb von 2 bis 3 Stunden alle 20 Minuten zur Toilette muss. Meine Urologin meint ein neuer Kontrolltermin in drei Monaten würde völlig ausreichen.
Einen anderen Urologen zu finden erweist sich als schwierig, da alle die mir empfohlen wurden keine neuen Patienten mehr aufnehmen.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen und wie sind eurer Meinung nach die Aussichten auf Besserung.
Danke für eure Antworten.
Georg
Vor einem Jahr hatte ich eine Operation nach der Rezum Methode an der Prostata.
Da sich nach anfänglicher Besserung nach wenigen Monaten wieder vermehrter Harndrang durch nachwachsendes Gewebe einstellte hatte ich dann vor 3 Monaten eine TURP Operation.
Mir wurde vor der Operation gesagt, dass der Heilungsprozess sechs bis acht Wochen dauert.
Ich habe seit der OP die jetzt 3 Monate zurück liegt beim gehen immer noch ein leichtes Ziehen und Wundgefühl im Unterleib. Wegen der gereizten Blase die ich seit der OP habe bekomme ich mictonorm uno 30mg tgl.
Nach einer Blasenspiegelung vor einer Woche wurde mir von meiner Urologin gesagt das alles im normalen Bereich ist.
Die Reizblase tritt auch jetzt nach 3 Monaten immer wieder in Wellen auf. An manchen Tagen gehe ich ganz normal 8 bis 9 mal täglich und einmal Nachts zur Toilette. An anderen Tagen kommen dann einzelne Phasen wo ich innerhalb von 2 bis 3 Stunden alle 20 Minuten zur Toilette muss. Meine Urologin meint ein neuer Kontrolltermin in drei Monaten würde völlig ausreichen.
Einen anderen Urologen zu finden erweist sich als schwierig, da alle die mir empfohlen wurden keine neuen Patienten mehr aufnehmen.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen und wie sind eurer Meinung nach die Aussichten auf Besserung.
Danke für eure Antworten.
Georg
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- MichaelDah
-
- Moderator
-

Registered
Weniger Mehr
- Beiträge: 976
- Dank erhalten: 206
2 Tage 7 Stunden her #54154 von MichaelDah
Online-Veranstaltung: Darmentleerungsstörungen & Darmmanagement
Mittwoch, 16.09.2026 | 18:00–19:00 Uhr
Weitere Informationen und Anmeldung
Teilnahme kostenfrei
MichaelDah antwortete auf Verzögerte Wundheilung nach TURP Operation
Hallo Georg,
Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der hier aus erster Hand berichten kann, aber da noch keiner weiter geantwortet hat, versuche ich mal, ein paar Sachen dazu zu sagen.
Prinzipiell kann ein Grund für den Harndrang und häufige Toilettengänge bei Prostatabeschwerden Restharn sein, der in der Blase verbleibt. In diesem Fall tritt das Problem allerdings regelmäßig auf, da es einfach physiologisch bedingt ist. Wenn „das Rohr“ verstopft ist, kann die Blase irgendwann einfach nicht mehr alles auf einmal raus befördern. In der Folge gibt es in der Blase nicht mehr so viel Platz wie früher (da jetzt ja der Restharn drin geblieben ist) und in der Folge muss man öfter auf die Toilette. Dieses Problem wurde ja bei dir inzwischen durch die OP‘s beseitigt. Dass die OP erfolgreich war, merkst du daran, dass es jetzt ja streckenweise wieder funktioniert.
Die Frage wäre also, warum es manchmal nicht klappt - und da ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die OP dran schuld. Wenn das ein Wundheilungs- oder Obstruktions (Verengung der Harnröhre) Problem wäre, dann hättest du die Beschwerden regelmäßig. Die Ursache für dein Problem können leider sehr vielfältig sein und du wirst sie vermutlich nur zusammen mit deinem Urologen herausfinden können - allerdings gibt es eine Reihe von Dingen, die man schon mal im Vorfeld überlegen und ggf. ausschließen kann.
1. Die Trinkmenge. Klingt paradox - ist aber so: Wenn du zu wenig trinkst, musst du meist öfter auf das Klo. Das liegt daran, dass konzentrierter Harn die Blase reizt. Wenn es also mal wieder so eine Welle gibt, würde ich als Erstes darauf achten, genug zu trinken.
2. Getränke und Lebensmittel, die die Blase reizen. Das sind insbesondere Kohlensäurehaltige Getränke, verschiedene Zitrusfrüchte, scharfe Speisen, ggf. Kaffee u.s.w. Die sollte man also besser weglassen.
3. Der Beckenboden. Das, was die Prostata vorher durch Verdickung geschafft hat, bekommt der Beckenboden im schlimmsten Fall auch hin… Wenn du Stress hast, kann es sein, dass sich dein Beckenboden verspannt. Das kann schon allein dadurch passieren, dass man manchmal Sorge hat, es nicht mehr auf die Toilette zu schaffen. In der Folge gibt es wieder Restharn und du musst öfter auf das Klo. In so einem Fall ist es wichtig zu lernen, den Beckenboden zu entspannen. Hierfür gibt es eine Reihe von Übungen, die dir ein hierfür ausgebildeter Physiotherapeut zeigen kann. Wenn also das Problem mal wieder akut ist, einfach mal versuchen, kurzfristig einen Termin bei Urologen zu bekommen - der kann das ertasten und dir ggf. PT verschreiben.
Viele Grüße
Michael
Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der hier aus erster Hand berichten kann, aber da noch keiner weiter geantwortet hat, versuche ich mal, ein paar Sachen dazu zu sagen.
Prinzipiell kann ein Grund für den Harndrang und häufige Toilettengänge bei Prostatabeschwerden Restharn sein, der in der Blase verbleibt. In diesem Fall tritt das Problem allerdings regelmäßig auf, da es einfach physiologisch bedingt ist. Wenn „das Rohr“ verstopft ist, kann die Blase irgendwann einfach nicht mehr alles auf einmal raus befördern. In der Folge gibt es in der Blase nicht mehr so viel Platz wie früher (da jetzt ja der Restharn drin geblieben ist) und in der Folge muss man öfter auf die Toilette. Dieses Problem wurde ja bei dir inzwischen durch die OP‘s beseitigt. Dass die OP erfolgreich war, merkst du daran, dass es jetzt ja streckenweise wieder funktioniert.
Die Frage wäre also, warum es manchmal nicht klappt - und da ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die OP dran schuld. Wenn das ein Wundheilungs- oder Obstruktions (Verengung der Harnröhre) Problem wäre, dann hättest du die Beschwerden regelmäßig. Die Ursache für dein Problem können leider sehr vielfältig sein und du wirst sie vermutlich nur zusammen mit deinem Urologen herausfinden können - allerdings gibt es eine Reihe von Dingen, die man schon mal im Vorfeld überlegen und ggf. ausschließen kann.
1. Die Trinkmenge. Klingt paradox - ist aber so: Wenn du zu wenig trinkst, musst du meist öfter auf das Klo. Das liegt daran, dass konzentrierter Harn die Blase reizt. Wenn es also mal wieder so eine Welle gibt, würde ich als Erstes darauf achten, genug zu trinken.
2. Getränke und Lebensmittel, die die Blase reizen. Das sind insbesondere Kohlensäurehaltige Getränke, verschiedene Zitrusfrüchte, scharfe Speisen, ggf. Kaffee u.s.w. Die sollte man also besser weglassen.
3. Der Beckenboden. Das, was die Prostata vorher durch Verdickung geschafft hat, bekommt der Beckenboden im schlimmsten Fall auch hin… Wenn du Stress hast, kann es sein, dass sich dein Beckenboden verspannt. Das kann schon allein dadurch passieren, dass man manchmal Sorge hat, es nicht mehr auf die Toilette zu schaffen. In der Folge gibt es wieder Restharn und du musst öfter auf das Klo. In so einem Fall ist es wichtig zu lernen, den Beckenboden zu entspannen. Hierfür gibt es eine Reihe von Übungen, die dir ein hierfür ausgebildeter Physiotherapeut zeigen kann. Wenn also das Problem mal wieder akut ist, einfach mal versuchen, kurzfristig einen Termin bei Urologen zu bekommen - der kann das ertasten und dir ggf. PT verschreiben.
Viele Grüße
Michael
Online-Veranstaltung: Darmentleerungsstörungen & Darmmanagement
Mittwoch, 16.09.2026 | 18:00–19:00 Uhr
Weitere Informationen und Anmeldung
Teilnahme kostenfrei
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Moderatoren: MichaelDah
Ladezeit der Seite: 0.499 Sekunden
