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23 Nov 2017 11:30 #1 von Bayernfee
Hallo,

durch eine Suchmaschine bin ich auf diese Seite aufmerksam geworden....

Mein Name ist Karin, ich bin 49 Jahre alt und mir wurde vor 9 Jahren die Gebärmutter durch einen Bauchschnitt entfernt. Beruflich bin ich als Krankenschwester tätig.
Bereits ein paar Monate nach der OP bemerkte ich, dass sich eine Blasenschwäche anbahnte...erst war es nur beim Husten oder Niesen, alsbald dann auch beim Treppensteigen z.B. Reichte am Anfang noch eine Slipeinlage, brauchte ich dann alsbald eine dickere Einlage....Mein damaliger Gynäkologe war der Ansicht, dass ich nur mein Gewicht zu reduzieren brauche, damit sich das wieder "normalisieren" würde...
Irgendwann war der Leidensdruck so groß, dass ich zu einem Urologen ging, der bei mir verschiedene Untersuchungen durchführte, und meinte, dass ich eine gute Kandidatin für ein TVT-Band wäre. Ein paar Wochen später erfolgte schon die OP, die zu Beginn auch sehr vielsprechend war....ich hatte den Eindruck, dass ich den Urin besser "halten konnte" und es nur noch selten zu "Unfällen" kam....Ich wurde darauf hingewiesen, dass ich mit dem Heben aufpassen solle, was als Krankenschwester einfach nicht machbar ist....aber ein Jobwechsel innerhalt des Krankenhauses war/ist nicht möglich, und zu kündigen auch nicht....nach ca einem Jahr hatte ich dann eine ziemliche Erkältung mit starkem Husten, und es ging wieder von vorne los....ich konnte wieder nur mit dicker Einlage aus dem Haus, auf Arbeit habe ich schon mein "Care-Paket mit Einlagen und Feuchttüchern" dabei, damit man ja nichts riecht....
Ich bin ehrlich gesagt ratlos, wie das weitergehen soll...ich bin noch viel zu jung, um mich damit abzufinden, da diese Innkontinenz mich auch im privaten Bereich sehr sehr einschränkt....mein Mann kann ein Lied davon singen, da ich es überhaupt nicht mehr ertragen kann, wenn mir jemand "zu nah" kommt....

Ich erhoffe mir hier einen Austausch mit Betroffenen und vielleicht neue Ansätze, was ich noch versuchen könnte, um wieder ein einigermaßen "normales" Leben führen zu können.....

Viele Grüße
Karin

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23 Nov 2017 12:50 #2 von Elkide
Hallo liebe,Karin,

herzlich willkommen in unserem Forum.

Zu der TVT Operation kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Auf jeden Fall gibt es noch weitere Optionen, die dir bei deinem Problem helfen könnten.

Die erste Option wäre meines Erachtens, dass du dir einen Termin in einem Kontinenzzentrum geben lässt. Dort arbeiten Ärzte verschiedener Fachrichtungen - meistens Gynäkologen, Urologen, Neurologen evtl. auch ein Psychologe - miteinander.

Ich habe eine Stuhl- und Blaseninkontinenz, die nur noch ganz selten zu "Unglücken" führt. Geholfen haben mir die Botoxspritzen und die Implantation von 2 Schrittmachern (SNS = Sakrale Neuromodulation). Wenn du diese Stichwörter in die Suchfunktion eingibst wirst du viele Informationen finden. Auch auf der Homepage findest du ausführliche Beiträge. Ob das für dich eine Möglichkeit wäre, kann nur dein Arzt entscheiden.

Liebe Grüße
Elke
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23 Nov 2017 15:17 #3 von Jens Schriever
Hallo Karin

Ein herzliches Willkommen hier im Forum des Inkontinenz - Selbsthilfe e.V.

So wie du das hier beschreibst könnte sich dein TVT-Band gelockert oder verschoben haben. Hast du schon mit einen Urologen über die erneute Inkontinenz gesprochen? Das sollte das erste sein vielleicht ist eine erneute OP möglich. Wenn keine erneute OP möglich ist könnte dir auch noch die Implacement-Therapie helfen.Die Implacement-Therapie ist ein einfaches minimalinvasives Verfahren zur Behandlung der Belastungsinkontinenz bei Frauen. Es wird eine Unterfütterung des Gewebes und somit die Linderung oder Beseitigung der Inkontinenz bewirkt.

Die Haltbarkeit des Implantats beträgt ungefähr vier Jahre. Das Implacement besteht aus reiner Hyaluronsäure.

oder kurz NASHA. Das Rohmaterial für NASHA wird biosynthetisch hergestellt und zeichnet sich somit durch eine hohe Reinheit und hervorragende Verträglichkeit aus. Durch die Stabilisierung der Hyaluronsäure entsteht eine dreidimensionale Struktur - ein Gel - das in jede beliebige Form gebracht werden kann. Wie sieht es mit Beckenbodentraining bei dir aus? hast du es nach der OP gemacht oder machst du das jetzt? Gerade bei der Belastungsinkontinenz lässt sich mit Beckenbodentraining vielleicht auch in Verbindung mit Biofeedbacktraining recht gute Erfolge erzielen. Beckenbodentraining kann dir dein Urologe verschreiben. Hier ein Link zum Beckenbodentraining Klick
Eine weitere Möglichkeit währe der Pessar. Hier ein Link zur Pessartherapie Klick
Ich hoffe dir ein wenig geholfen zu haben.

Gruß Jens
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23 Nov 2017 15:44 - 23 Nov 2017 15:45 #4 von matti
Hallo Bayernfee,

auch ich begrüße dich ganz herzlich im Forum der Inkontinenz Selbsthilfe e.V.

Was du beschreibst, ist nicht selten. Häufig wird die TVT Operation als Lösung der Kontinenz Probleme empfohlen. Dabei wird aber häufig vergessen, dass eine solche Operation ausschließlich die Folgen behandelt. Die Ursachen bzw. auslösenden Faktoren treten in den Hintergrund. Genau dies verursacht aber bei vielen Frauen nach Monaten oder Jahren erneute Probleme.

Auch wenn man nicht gerne darüber spricht, stellt Übergewicht gerade für die weibliche Anatomie eine erheblich Belastung dar. Deshalb ist es sinnvoll, nach einer solchen Operation sein Gewicht zu reduzieren. Ich weiß im Übrigen wovon ich spreche, mein Bodymaßindex liegt über 40.

Ergänzendes Beckenbodentraining ist absolut empfehlenswert. Auch der Hormonspiegel sollte bei entferneter Gebärmutter einmal in die Überlegung einbezogen werden.

Sicher ist der Beruf der Krankenschwester eine körperlich herausfordernde Aufgabe. Ich erlebe es allerdings auch fast täglich bei meiner Pflege, dass aus Zeitgründen gute und schonende Praktiken nicht angwendet werden. Hier ist schon das Hauruckverfahren häufig anzutreffen. Hier solltest du dich vielleicht einmal selbst hinterfragen, ob dies nicht auch schonender möglich ist.

Ansonsten sind dir bereits weitere Therapiemöglichkeiten aufgeführt worden. Ergänzend möchte ich noch die Elektrostimulation nennen. Mit Hilfe eines Trainingsgerätes kann die Beckenbodenmuskulatur gestärkt werden, um so ungewolltem Harnverlust entgegenzuwirken.

Gruß

Matti
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23 Nov 2017 16:09 #5 von Bayernfee
Danke für Deine Worte!

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23 Nov 2017 16:15 #6 von Bayernfee
Ich danke Euch für Eure Antworten!

Mein größtes "Problem" ist wohl, dass mein der Urologe bei der Kontrolluntersuchung gaaanz deutlich gesagt hat, dass das Band nur funktionieren wird, wenn ich abnehme...."dank" meiner zweiten Baustelle Lip/Lymphödem ist das allerdings nicht so einfach möglich, und so habe ich die letzten 5 Jahre mein Gewicht nicht sehr stark reduzieren können....
Ich glaube, das ist auch der Grund, wieso ich nie wieder bei einem Urologen war seitdem und mich "eigentlich" mit dem Problem abgefunden habe...
Allerdings merke ich, dass mich diese Inkontinenz in letzter Zeit wieder verstärkt beschäftigt, da meine Tochter Zwillinge bekommen hat und ich dadurch viel stärker noch gefordert bin.....

Zumindest weiß ich jetzt schon, dass es Zentren gibt, und ich nicht wieder zu diesem einen Urologen gehen muss ;)
Hier in Niederbayern sind Fachärzte leider rar gesät....ich habe gesehen, dass in Straubing ein Zentrum ist - allerdings braucht man da einen Ü-Schein vom Urologen.... :huh:

Hat jemand mit dem Zentrum in Deggendorf Erfahrung?

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23 Nov 2017 16:25 - 23 Nov 2017 16:26 #7 von matti
Hallo,

ich bin mir ziemlich sicher, dass auch der Hausarzt einen Überweisungsschein austellen kann und darf. Habe letztens einen für einen Orthäden bekommen. Wo sollte der Unterschied liegen?

Gruß

Matti

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23 Nov 2017 16:27 #8 von Bayernfee
Ich habe auf der Seite nachgesehen....Infos für Patienten, dort ist es nochmal explizit aufgeführt!

www.klinikum-straubing.de/Sprechstunden.n75.html

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24 Nov 2017 09:20 - 24 Nov 2017 09:26 #9 von Elkide
Hallo Bayernfee,

bin öfter auf unterschiedlichen Stationen der Uniklinik behandelt worden und die meisten Abteilungen z.B. Neurochirugie, Neurophysiologie usw. behandeln auch nur auf Überweisungen vom Facharzt, dagegen habe ich das Glück, dass die Urologie mit den Überweisungen meiner Hausärztin zufrieden ist.

Warum das so ist konnte mir bislang auch niemand erklären. Musste mir deshalb extra einen Orthopäden und einen niedergelassenen Neurologen suchen. Da beide der Meinung waren, dass es Sinn macht bei meinem Krankheitsbild die ambulante Behandlung auch in den Ambulanzen der Uniklinik weiterzuführen, bekomme ich die Überweisungen bei Bedarf zugeschickt. Muss aber dem Orthopäden und dem Neurologen eine Überweisung meiner Hausärztin vorher zukommen lassen.

Warum sollte was einfach sein, wenn es auch umständlich geht?

Liebe Grüße
Elke

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24 Nov 2017 10:32 #10 von Bayernfee
Hallo Elke,

um nochmal ganz sicher zu gehen, habe ich in der Klinik angerufen, ob eine Überweisung meines Hausarztes (der zugleich Facharzt Internist ist) ausreichen würde....die Antwort war nein, ich brauch die Überweisung eines Urologen...
Habe jetzt einen Termin bei einem Urologen ausgemacht!

Lg
Karin

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