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Extreme Inkontinenz

06 Mär 2019 17:21 - 06 Mär 2019 17:23 #1 von Tomdb
Hallo an alle Foristen, Gruß an das Schwarmwissen.
Ich bin verzweifelt, seid Jahren sehe ich dabei zu, wie meine ehren werte Mutter (88) ihr Lebensgefühl verliert.
Es hat schon lange Zeit gedauert, bis -mediziner- herausfanden, das es kein organisches Problem gibt. Es soll neurologisch bedingt sein.

Und jetzt? Es gibt keine Pampers, die meiner Mutter helfen können, die Waschmaschine läuft zwei Mal am Tag. Sie möchte so nicht mehr weiter leben. Ich will nicht mehr länger dabei zuschauen - habe keine Ahnung, wie ich ihr helfen kann.
Ob sie viel trinkt oder nicht, es ist egal - das Wasser kommt völlig unkontrolliert. Sie geht nicht mehr aus dem haus, ist ständig damit beschäftigt, die Wäsche zuwechseln.
Bitte könnt ihr mir Bzw meiner Mutter helfen?
LG
Tom

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06 Mär 2019 18:20 #2 von Elkide
Hallo lieber Tom,

das hört sich ja wirklich traurig an. Wenn ich es richtig verstehe, war deine Mutter auch schon deshalb in ärztlicher Behandlung. Wurde sie denn schon in einer Neurourologie behandelt? Es macht ja so den Eindruck, dass deine Mutter sich schon ein wenig aufgegeben hat.

ES gibt auf jeden Fall Möglichkeiten deiner Mutter zu helfen. Wenn sie keine Windeln verträgt, könnte man zum Beispiel einen Katheter durch die Bauchdecke legen, den sie bei Bedarf entleeren kann. Sie wäre damit auf jeden Fall nicht dauernd feucht und könnte auch das Haus damit wieder verlassen. AM Wichtigsten ist auf jeden Fall, dass du deine Mutter dazu bewegen musst, sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Habt ihr einen Hausarzt, dem deine Mutter vertraut?

Wünsche dir, dass du hier im Forum noch einen regen Austausch erhältst mit vielen guten Ideen. Finde es ganz toll, dass du dich so für deine Mutter einsetzt.

Liebe Grüße
Elke

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06 Mär 2019 18:22 #3 von Wolfgang50
Hallo,
Tomdb lies meinen Eintrag zum Künstlichen Schließmuskel vielleicht hilft es Dir Gibt es auch für Frauen.
Lieben Gruß

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06 Mär 2019 19:39 #4 von Tomdb
Huch, meine Antwort ist weg
Also nochmal.
Ja es ist ein Trauerspiel und bin froh, von euch unterstützt zu werden. Danke.
Meine mam ist komplett lädiert, sie verträgt die Pampers, nur das selbst die größten nicht sicher funktionieren.
...ich bin gespannt, was Wolfgang zu berichten hat, so ein künstlicher Verschluss wäre vielleicht eine Möglichkeit - auch wenn mam null Bock aufs Krankenhaus haus - sie war Krankenschwester
OK erstmal schon lieben Dank für eure Zeit

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06 Mär 2019 21:12 #5 von hippo80
Hallo.
Ohne Arzt wird es nicht gehen. Zunächst wäre eine genaue Diagnose wichtig, um zu schauen welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Neurologisch ist ja keine Diagnose. Auch wird kein Arzt einfach so einen künstlichen Schließmuskel operieren. Dazu müsste ja erstmal geklärt sein, ob es überhaupt an einem defekten Schließmuskel liegt.
Was die Windeln anbelangt muss man ausprobieren. Dann ist die richtige Anlegetechnik wichtig. Und dann muss das Wechselintervall dem Urinverlust angepasst werden.

Viel Kraft fürs Überzeugen zum Arztbesuch und dann dort alles sagen. Ich wünsche euch, dass ihr baldmöglichst eine Lösung findet.

Liebe Grüße

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07 Mär 2019 09:37 #6 von Wolfgang50
Hallo Tomdb,
erst einmal hat hippo80 recht ohne Ärztliche Untersuchungen und Gespräche geht es nicht. Habe ich alles durch seit 2015 habe ich mit Therapien und
mehrmals MRT sowie Medikamenten versucht aber alles half nichts. Wie ich schon berichtet hatte bekam ich Juni 2018 radikal OP (Prostata) aber die
Harninkontinenz wurde immer schlimmer. 15 Vorlagen am Tag bis ich mich im Oktober 2018 einen Termin bei Professor Hein in Magdeburg geben ließ. Dort wurde ich, bin 68 Jahre
gründlich untersucht und man kam zu dem Ergebnis unreparierbarer Schließmuskel. Mit Ängstlichen Gefühlen ließ ich mich am 11.Februar 2019 einen künstlichen Schließmuskel durch eine OP einsetzen. Alles verlief super. Nun hoffe ich, dass es vorbei ist. Muss am 19 März nochmal kurz in die Klinik
um den Muskel zu aktivieren.
Nun zu Deiner Mutter es tut mir leid aber erkundige Dich es gibt genügend Möglichkeiten habe mich lange damit beschäftigt.
Hier mal eine Internet Adresse zur Information schau mal rein und recherchier weiter.
LG
www.bvmed.de/de/versorgung/krankenhaus/i...harninkontinenz-frau

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08 Mär 2019 14:41 #7 von Tomdb
Hallo. Danke euch beiden.
Meine Mutter ist schon vor Jahren zum Arzt gegangen und erst nach Ewigem hin und her wurde herausgefunden, das es wohl nervlich bedingt ist: auch scheint der Halswirbel schlecht zu funktionieren, sehr wahrscheinlich sind ein paar Signalleitungen betroffen, sag ich Mal.
Ich muss auch sagen, das mam sehr schlecht laufen kann, einen Kilometer mit Rollator (einkaufen gehen zb) ist für sie sehr sehr anstrengend. So sind Arztbesuche idR ein Drama, weil Treppen steigen garnicht funktioniert.
Die Pflegestufe 1 ist zum vierten Mal abgelehnt worden, nun ist ein Gericht involviert.
Es koxxx mich an, wo leb ich eigtl?
Schlimm ist, das die alte Dame nur noch wenig Lebenswillen hat, von Lebensfreude ganz zu schweigen. Darüber freut sich einzig und allein die Rentenkasse .
...sie wohnt noch in ihrer alten Wohnung, was eigtl auch ihr Wille ist. Ohne Pflegestufe bleibt auch keine Wahl, weil sie im betreuten wohnen nur mit selbiger aufgenommen wird.
Es ist zum Haare raufen. Wieso werden unsere (alten) Leute so verarscht? Die Generation meiner mam hat Deutschland wieder aufgebaut, Steine gekloppt sozusagen - ist zeitlebens arbeiten gegangen, sehr geachtet und respektiert vom Umfeld/Kollegen.
...ich bin ziemlich wütend und traurig.
Inzwischen ernährt sich mam fast nur noch aus Tiefkühlkost, aus Zeitmangel (Wäsche) und langen wegen zur Frischkost.
In den nächsten Tagen gehe ich zum medizinischen Dienst und werde Schreibtische rücken, um eine Pflegestufe zu erreichen.
Alles sehr komplex und sry, das ich mich hier so gebe - hoffe euch nicht zu sehr die Zeit zu stehlen.
Lg

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08 Mär 2019 17:45 #8 von hippo80
Hallo.
Ich hab mir jetzt etwas Zeit gelassen um zu antworten.
Ich kann verstehen, dass du sauer und wahrscheinlichverzweifelt bist. Auch ich hab schlechte Erfahrungen mit dem MDK gemacht und es ist sicher richtig wegen Pflegegrad (es gibt schon mehr als 2 Jahre keine Pflegestufen mehr), sofern sie berechtigt ist. Warst du denn bei den Gutachten dabei? Leider neigen gerade ältere Menschen bei diesen Terminen dazu ihre Probleme zu bagatellisieren. Und dann ist eine Einschätzung schwierig. Es wird auch nichts bringen zum MDK zu fahren, außer vielleicht noch Probleme für dich. Wartet das Urteil ab! Aber das alles nur am Rande.

Zu dem eigentlichen Thema. Sofern bei euch bei niedergelassenenÄrztenkeine Barrierefreiheit gegeben ist, gibt es an den meisten Unikliniken urologische Ambulanten. Kliniken MÜSSEN barrierefrei sein. Dann geht bitte dorthin. Denn wenn ich lese 'wohl nervlich bedingt ist...' und '...sehr wahrscheinlich Signalleitungen betroffen..'. Sorry, aber das ist keine Diagnose und damit sollte man sich auch nicht zufrieden geben. Ältere Leute machen das oft, aber dann solltest du ihr Stütze sein und ihr helfen, dass genauer geschaut wird. Insofern da bereits ein Verdacht besteht, ist der Tipp von Elkide genau richtig, sich an eine Neurourologie zu wenden. Ich persönlich hab auch eine neurologische Erkrankung und hätte das Glück, dass die Urologin in der Uni da von sich aus Zusammenhängen gesehen hat (Ich sitze allerdings im Rollstuhl, was dann eventuell doch offensichtlich ist). Darüber hinaus besteht eventuell auch die Möglichkeit, das der Hausarzt einen Transportschein schreibt. Da sie aber keinen Pflegegrad und sicher auch nicht Merkzeichen aG oder H im Schwerbehindertenausweis hat, muss dies sehr gut begründet werden. Aber es ist nicht unmöglich.

Was die IKM betrifft, sollte der Hausarzt eine Verordnung dafür ausstellen. Dann lasstihr euch Bemustern. Es gibt sicher etwas, das euch Erleichterung verschafft. Geht deiner Mutter überhaupt noch auf Toilette? Auch wenn man das Gefühl hat, es läuft immer und sofort, fänd ich das Wichtig. Habt ihr mal beobachtet, ob es dauerhaft läuft oder eher schwallartig? Wenn es dauerhaft abgeht, wäre ein kurzes Wechselintervall wichtig. Denn gerade dann wird die Wäsche oft nass, weil die Aufnahmefähigkeit erschöpft ist. Sollte es schwallartig abgehen, sollte ihr vielleicht nochmal andere IKM testen. Viele der Billigprodukte sind damit überfordert. Dann könnte man aber auch beobachten, wie oft dies passiert und entsprechend Toilettengänge versuchen. Z.B. deine Mutter stellt fest, dass ca alle 30min ein großer Schwall abgeht. Dann wäre es sinnvoll vorerst nach 22-25min auf die Toilette zu gehen. Dann würde der Großteil des Urins normal ausgeschieden und vielleicht wird dann auch die Wäsche nicht so oft verschmutzt. Das nützt zwar bei Außenaktivitäten erstmal nicht viel, gäbe aber eventuell ein Stück Lebensqualität zurück

Mehr fällt mir erstmal nicht ein.

Liebe Grüße.

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09 Mär 2019 07:26 #9 von Maulwurf
Hallo Tom,

Ich schließe mich den anderen an: unbedingt in die Neurourologie.
Es gibt Medikamente (anticholinergika) oder Operationen oder Medikamente in die blase (Botox)...
Was wurde hiervon schon probiert?
Ein inkontinenzberater im Krankenhaus oder Sanitätshaus kann außerdem helfen die richtigen Materialien zu finden.
Das alles hat aber wenig damit zu tun dass unsere alten Leute verar*** werden. Ohne Eigeninitiative funktioniert es nur nicht.
Zur pflegestufe/grad ist es schwer was zu sagen ohne die genauen Hintergründe zu kennen.
Gruß Maulwurf

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17 Mär 2019 14:53 #10 von Tomdb
Hallo,
Einige Tage sind vergangen sry, hatte viel zu tun.
Es ist so, das meine Mama wie gesagt, 88jahre alt ist und jegliche Operation ist uU folgenschwer.
Wohl ist erwiesen, das der Halswirbelkanal Nervenstränge beeinträchtigt, abklemmt. Das wird von der Neurologie als Ursache der Inkontinenz angesehen.

Nachdem die Pflegestufe 1 zum vierten Male abgelehnt wurde, ist dies beim Gericht nun vorgelegt. Diese Stufe ist Voraussetzung für betreutes wohnen. Man kann sehr! schlecht laufen, ist zu 98% mit dem Rollator unterwegs.

Soviel zu Eigeninitiative bzw vom System verarscht werden.

Es ist und bleibt ein Problem.
LG

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