file Frage Toilettentraining mit und ohne Inkontinenzhilfsmittel

  • martinK
  • martinKs Avatar Autor
  • Vereinsmitglied
  • Vereinsmitglied
    Registered
Mehr
2 Wochen 5 Tage her #54056 von martinK
Hallo zusammen

Meine Frage richtet sich an jene von Euch, die bei Harninkontinenz Erfahrung mit Toilettentraining haben bzw. teils Kontrolle über die Blase haben, aber auch den ganzen Blaseninhalt verlieren können.

Nachdem ich nun über zehn Jahre lang mehr oder weniger komplett harninkontinent war, hat sich innerhalb vom letzten Jahr meine neurologische Situation soweit verbessert, dass ich wieder vermehrt Harndrang spüre und auf der Toilette entleeren kann. Ich versuche nun mehr und mehr kontrolliert zu entleeren und mache dabei die folgenden Beobachtungen:
  • Wenn ich Hilfsmittel trage, geht es mit der Harnkontrolle weniger gut, als wenn ich ohne Hilfsmittel unterwegs bin. Offensichtlich hab ich mich an die Hilfsmittel gewöhnt, und mein Körper gibt intuitiv schneller nach, wenn ich ein Hilfsmittel trage.
  • Wenn ich kein Hilfsmittel trage, kann ich den Harndrang länger unterdrücken. Allerdings hatte ich in letzter Zeit zwei Situationen, in welchen ich es nicht mehr aushielt und mit nassen Hosen dastand.

Derzeit mache ich das Toilettentraining ohne Hilfsmittel nur, wenn ich zu Hause bin oder nur mal schnell um die Ecke etwas erledigen möchte. Mein Ziel ist einerseits, von Windeln auf Pants wechseln und andererseits mir so viel Zeit wie möglich ohne Hilfsmittel zu gönnen. Ich gehe nun wenn immer möglich alle zwei Stunden auf die Toilette und meistens kommt auch etwas raus. Allerdings habe ich immer dazwischen Harndrang mit und ohne Verlust. Wenn ich beschäftigt bin oder Stress habe, geht die Kontrolle dazwischen gar nicht und ich riskiere es nicht, ohne Inkontinenzhilfsmittel unterwegs zu sein.

Wie macht Ihr das und was sind Eure Erfahrungen dazu?

Liebe Grüsse
Martin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • reviloilover12
  • reviloilover12s Avatar
  • Aktives Forenmitglied
  • Aktives Forenmitglied
    Registered
Mehr
2 Wochen 5 Tage her #54057 von reviloilover12
Hallo Martin

Ich bin zwar erst seit einem Jahr nach einer TURP stark Harn Inkontinent, aber deine Erfahrung ähnelt sich meiner.
Mein Schließmuskel funktioniert, wenn ich ihn extrem anspanne, so kann ich versuchen ihn zu trainieren, damit das vielleicht irgendwann doch noch mal besser wird, evtl. auch mit einer OP und eingepflanztem Hilfsmittel.

Wenn ich aber die bequemen Urinalkondome mit Beutel trage, geht gar nichts mit der Harnkontrolle und dem Training.
Deshalb trage ich auch keine Windeln, weil es damit ähnlich ist.
Mit Einlagen, zugegeben sehr saugfähige, gelingt mir es mir eher einen Druck zu spüren.
Deshalb nutze ich Einlagen, mit 8 Stück am Tag sehr viele, aber nur damit gehe ich noch regelmäßig auf die Toilette, wenn auch das meiste vorher in die Einlagen geht.

Ganz ohne hab ich es auch schon probiert um noch mehr Druck in meinen Gedanken zu erzeugen aufzupassen und zurück halten,
aber das geht gar nicht bei mir, zu schnell wird alles nass. Selbst mit FKK im eigenen Schrebergarten geht das nicht, schon nach kurzer Zeit würde es mir ans Bein tröpfeln.

Solange ich also noch Hoffnung hab es könnte besser werden durch Trainig, will ich es mir nicht zu einfach machen.
Dass du jetzt nach 10 Jahren eine Besserung erfährst, macht mir Hoffnung.
Folgende Benutzer bedankten sich: martinK

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • martinK
  • martinKs Avatar Autor
  • Vereinsmitglied
  • Vereinsmitglied
    Registered
Mehr
2 Wochen 4 Tage her #54058 von martinK
Hallo reviloilover12

Danke für Deinen Erfahrungsbericht, ich bin beruhigt, dass es auch anderen so geht. Der Unterschied zwischen mit und ohne Hilfsmittel kann bei mir auch durch die Situation bedingt sein. Wenn ich zu Hause nichts mache oder mich mich nicht auf eine Arbeit oder Tätigkeit konzentrieren muss, merke ich den Harndrang eher und es ist einfacher sich darauf einzustellen, als wenn ich beschäftigt bin.

Ich werde mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit nie mehr normal entleeren können. Insgesamt habe ich mich neurologisch sehr gut von den Schäden meiner Autoimmunkrankheit erholt, nur die Blase scheint da nicht mitzumachen. Im Unterschied zu Dir kann ich den Blasenschliessmuskel nicht bewusst anspannen. Wenn ich Harndrang spüre, muss es schnell gehen, sonst riskiere ich Harnverlust. Möglicherweise habe ich aber in den vielen Jahren mit Inkontinenz das Gefühl für die richtige Blasenentleerung verloren. Eine Zeit war's ganz schlimm, da kann auf der Toilette rein gar nichts. Nun versuche ich, zumindest diesen Punkt zu verbessern und die Anzahl Verluste zu verringern, indem ich gezielt zwischendurch entleere.

Herzliche Grüsse
Martin

P.S.: Was ist eigentlich Reviloi, hat Dein Benutzername eine Bedeutung?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Ciajaeg
  • Ciajaegs Avatar
  • Vereinsmitglied
  • Vereinsmitglied
    Registered
Mehr
2 Wochen 4 Tage her - 2 Wochen 4 Tage her #54059 von Ciajaeg
Hallo Martin,

ich kann dir versichern, der Effekt ist echt. ;)

Mit IKM: Es folgt beinahe immer eine Reflexentleerung bei mir, Blasenkrampf ohne Vorwarnung bei max. Füllung > Beckenbodenkrampf (DSD grad III) > der Beckenboden löst nach ein paar Sekunden etwas > der Rest ist unkontrollierbar.
Ohne IKM (nur zu Hause): Kompletter Harnverhalt > Lösen mit ISK, aber dafür Schmerzen je länger das dauert.

Ich habe mal die Ki dazu gefragt, die fand das wenig überraschend, zur Info: Die hat alle meine medizinischen Unterlagen und persönlichen Protokolle von mir bekommen, hat mir bei Zusammenhängen übrigens sehr geholfen.

KI Zusammenfassung zu diesem Punkt:

"Der reale Ablauf (Mit vs. Ohne IKM)
Ohne das schützende Hilfsmittel blockiert Ihr Kopf die Entleerung, was die DSD (Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination) und den Blutdruck krisenhaft anfeuern muss:
  • Der Zustand OHNE IKM (Die Panik-Blockade): Wenn die Blase im adrenergen Sturm massiv krampft und Sie kein IKM tragen, signalisiert das Gehirn sofort: „Bloß nicht laufen lassen, sonst kommt es zu einer extrem unangenehmen Situation (nasse Kleidung/Bett).“ Dieser unbewusste soziale Kontrollzwang zwingt den Schließmuskel, noch massiver gegen den Blasenmuskel zuzukrampfen. Die Drücke steigen ins Unermessliche, der Harnverhalt droht, und der Blutdruck explodiert (wie bei den 194 mmHg).
  • Der Zustand MIT IKM (Die gelernte Entlastung): Das Tragen des Hilfsmittels nimmt den sozialen und psychischen Stress komplett aus dem System. Ihr Gehirn registriert die sensorische Sicherheit („Es kann nichts passieren“). Erst durch diesen Wegfall der Panik gelingt es Ihnen – unterstützt durch das in der Physiotherapie gelernte Biofeedback –, die unwillkürliche Muskelspannung des Schließmuskels zumindest bedingt zu lösen. Das Ventil öffnet sich, der Urin fließt ab, und der Blutdruck stürzt sofort ab."

Auch wenn unsere Situation nicht identisch sind, das Muster ist bestimmt ähnlich.

Alles Gute.

Guido

Diagnosen: Neurogene Dysfunktion (NLUTD) suprapontin, Terminale Detrusor-Überaktivität - Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination - Polydipsie/Polyurie-Syndrom - Posturales-Orthostatisches-Tachykardie-Syndrom (POTS) -
Myalgische Enzephalomyelitis (ME-CFS) - Dysautonomie - Polyneuropathy (SFN)
Folgende Benutzer bedankten sich: martinK

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • martinK
  • martinKs Avatar Autor
  • Vereinsmitglied
  • Vereinsmitglied
    Registered
Mehr
2 Wochen 4 Tage her #54060 von martinK
Hallo Guido

Danke die Info, was KI so alles weiss :-)!

Vor einigen Jahren hatte ich das Problem, dass ich in den kompletten Harnverhalt fiel, wenn ich versuchte, den Harnverlust zu verhindern. Mittlerweile habe ich das nicht mehr, kann aber die Blasenentleerung bewusst nur sehr bedingt aufhalten. Auch die DSD und die phasisch hohen Blasendrücke laufen bei mir unbemerkt ab. Bei der Langzeiturodynamik wurde ein Druck von 92 cmH20 (!) registriert, davon merkte ich gar nichts. Mein Blutdruck ist ganz o.k., möglicherweise ist er bedingt durch meine Autoimmunkrankheit etwas grösseren Schwankungen unterworfen. Aber ja, ich habe auch den Eindruck auch, dass mein Körper sich intuitiv mehr gegen die Entleerung wehrt, wenn ich kein Hilfsmittel trage. Ich wohne 5 Gehminuten vom See entfernt und gehe oft schwimmen, das geht, ohne dass ich mich für den Weg dorthin schütze. Ich habe in den letzten Jahre nicht ein einziges Mal Harn auf dem Weg hin oder zurück verloren (beim Schwimmen im See ist es etwas anderes...).

Mit Pants zu Hause geht es aber auch ganz gut. Heute habe ich Homeoffice und der Harnverlust hält sich sehr in Grenzen. Wenn ich diesem Zustand permanent erreichen könnte, wäre das schon ein grosser Fortschritt.

Herzliche Grüsse
Martin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Ciajaeg
  • Ciajaegs Avatar
  • Vereinsmitglied
  • Vereinsmitglied
    Registered
Mehr
2 Wochen 4 Tage her #54063 von Ciajaeg
Hallo Martin, der Druck ist aber arg hoch bei dir. Bei mir scheint es so zu sein, dass die (unbemerkt) volle Blase mein HyperPOTS triggert, das werde ich dann final bei der nächsten UDM sehen. Das wiederum raubt mit den Tiefschlaf, was wiederum PEM triggert. Ein Teufelskreis.

Die Ki ist sich dessen aber recht sicher, ich habe in meinen Tagebüchern genug Vorfälle protokolliert. Bin mir noch nicht sicher, wie ich damit umgehe, wenn der Druck sich als problematisch herausstellen solle. Aktuell mache ich eine Kombi aus IKM, ISK und DK.
An guten Tagen, wie heute, komme ich zu Hause ohne IKM klar, leider sind die nicht ganz so häufig. Aktuell muss ich nach der Uhr gehen, die Sensorik ist halt überwiegend futsch.

Bei dir hört es sich zumindest besser werdend an, ich hoffe für dich, dass das weiter anhält. Wie geht denn eine Langzeit-UDM?

Alles Gute! Bin jetzt erstmal eine Zeitlang weg.

Bis denn

Guido

Diagnosen: Neurogene Dysfunktion (NLUTD) suprapontin, Terminale Detrusor-Überaktivität - Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination - Polydipsie/Polyurie-Syndrom - Posturales-Orthostatisches-Tachykardie-Syndrom (POTS) -
Myalgische Enzephalomyelitis (ME-CFS) - Dysautonomie - Polyneuropathy (SFN)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • martinK
  • martinKs Avatar Autor
  • Vereinsmitglied
  • Vereinsmitglied
    Registered
Mehr
2 Wochen 4 Tage her #54066 von martinK
Hallo Guido

Nachdem ich mehrere Urodynamikuntersuchungen mit sehr schwankenden Ergebnissen hatte, schlug meine Ärztin eine Langzeiturodynamik vor, bei welcher mit der natürlichen Blasenfüllung über mehrere Stunden gemessen wird. Man bewegt sich normal und muss nicht auf diesem Stuhl sitzen, auf dem ich mich manchmal völlig verkrampfte und dann gar nicht entleeren konnte, was den falschen Eindruck einer schlaffen Blase vermittelte. Bei der Langzeiturodynamik war es dann fast umgekehrt. Ich musste noch viel öfter pinkeln als sonst, die Blase war durch die Messung vermutlich gereizt und spielte wohl etwas verrückt. Insofern sind die hohen Blasendruckwerte vermutlich mit Vorsicht zu interpretieren. Aber ja ich muss das im Auge behalten.

Es geht mir in der Tat besser, aber ich habe auch den Eindruck, dass ich medizinisch bei der Blase nicht viel weiterkomme. Daneben, dass ich meinen Zustand regelmässig überprüfen lassen möchte, konzentriere ich mich auf das Inkontinenzmanagement im Alltag. Kann ich durch Training etwas erreichen? Die Entspannungsübungen helfen mir bereits, dass ich zwischendurch gezielt die Blase kontrolliert etwas entleeren kann. Wenn ich mich auch ohne Harndrang auf die Toilette setze, entspannt sich der Blasenschliessmuskel nun von allein und ich muss nur warten, bis der Detrusor aktiv wird. Das klappt mittlerweile recht oft, manchmal kommt zwar nur sehr wenig, und selten gar nichts. An guten Tagen geht über den Tag summiert ca die Hälfte der Blasenentleerung ins Klo und die andere Hälfte ins Hilfsmittel. Nun möchte ich, dass diese "guten Tage" häufiger vorkommen.

Herzliche Grüsse und eine gute Zeit
Martin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • reviloilover12
  • reviloilover12s Avatar
  • Aktives Forenmitglied
  • Aktives Forenmitglied
    Registered
Mehr
2 Wochen 3 Tage her #54067 von reviloilover12
Hallo Martin


ich bin (noch) nicht Firm mit den speziellen Behandlungen und Implantate, schon das Lesen mit den ganzen Abkürzungen HyperPOTS, UDM, IKM, ISK, DSD und DK überfordert mich.

Das Halten oder Entleerung verhält sich bei mir wohl auch etwas anders.
Im Liegen und Schlafen hab ich weniger Probleme, ich vermute als Rückenschläfer hilft mir die Schwerkraft den Harn in der Blase zu halten.
Auch im Sitzen weniger Probleme, da vermutlich liegt es an der etwas eingeklemmten Position, die der äußere Harnschließmuskel einnimmt und dabei wohl nicht ganz so viel raus lässt.
Beim Stehen oder Gehen ist es bei mir dafür aber extrem schlimm.
Da tröpfelt alles direkt raus was in die Niere geht. Ich könnte wohl tagelang spazieren gehen, ohne dass jemals ein Drang zur Entleerung aufkommt weil alles vorher in die Einlage geht.

Ich erkläre mir es so, dass wohl kein Tropfen in der Blase bleibt, sondern den direkten Weg aus dem offenen Schließmuskel findet.
Bei einer Blasenspiegelung konnte ich am Monitor gut beobachten, wie sich mein Schließmuskel verhält. 
Er ist einfach immer offen, wenn ich ihn nicht mit voller Kraft schließe.
Aus den ganzen Erfahrungen hoffe ich noch, dass es sich mit einem Schlingenimplantat bessert.

Aber eines ist glaub schon ähnlich wie bei euch.
Das Unterbewusstsein hat großen Einfluss und steuert den Harnfluss und Drang mit.

PS:
ReviLoiLover, entsprang einem Namenspiel aus Oliver, weil der als Benutzername nicht mehr zur Verfügung stand.

Grüße Oliver

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • martinK
  • martinKs Avatar Autor
  • Vereinsmitglied
  • Vereinsmitglied
    Registered
Mehr
2 Wochen 3 Tage her #54068 von martinK
Hallo Oliver

Danke für die Klärung :-).

Die Abkürzungen stammen vor allem von Guido, einige davon sind mir aber vertraut, weil wir beide unter einer neurogenen Blasenentleerungsstörung leiden und deshalb mit ähnlichen Ausdrücken konfrontiert sind. Ich persönlich versuche hier zu Abkürzungen zu vermeiden, schaffe es aber doch nicht ganz. Hier ein Versuch, etwas Klärung zu bringen: 

HyperPOTS ( hyperadrenerges posturales Tachykardiesyndrom) beschreibt ein Ungleichgewicht des autonomen Nervensystems: Der "aktive/anregende" Teil des Nervensystems (Sympathikus) ist verglichen zum "beruhigenden/entspannenden" Teil (Parasymphatikus) dominant, was zum Beispiel zu Störungen des Kreislaufsystems oder des Schweissaparats führen kann. Bei Guido ist die wohl sehr ausgeprägt. Bei mir wurde auch ein Ungleichgewicht diagnostiziert, welches im Alltag aber nicht merke. Allenfalls könnte die Überaktivität meiner Blase damit zusammenhängen weil für die ordentliche Funktionsfähigkeit der Blase die Abstimmung zwischen Sympathikus und Parasympathikus wichtig ist.

UDM hat Guido als Abkürzung für die Urodynamikmessung verwendet ( www.inkontinenz-selbsthilfe.com/urodynamische-untersuchung ). Möglichweise wurde so etwas bei Dir schon durchgeführt. 

IKM bedeutet Inkontinenzhilfsmittel.

ISK ist die Abkürzung für Intermittierenden Selbstkathterismus. Wenn man nicht mehr in der Lage ist, spontan richtig zu entleeren, ist es eine Möglichkeit, dass man sich selbst kathteterisiert.

DSD bedeutet Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie. Liegt bei einer neurogenen Blasenstörung eine DSD vor, so fehlt die Abstimmung zwischen dem Blasenmuskel (Detrusor) und dem Blasenschliessmuskel (Sphinkter). Dies kann zu erhöhtem Restharn, Inkontinenz und zu hohen Blasendrücken führen.

DK: Dauerkatheter

Wenn Du im Gehen und Stehen dauernd komplett ausläufst, liegt dann ein muskuläres Problem vor? Kannst Du denn Deinen Blasenschliessmuskel ansteuern, und wie sieht es mit Physiotherapie aus? Lässt sich damit die Situation nicht verbessern? Auf alle Fälle wünsche ich Dir, dass es mit der OP klappt und Du danach Ruhe haben wirst. Wir haben in einem anderen Thread diskutiert, wie es sein würde, wenn man dauernd auslaufen würde. Verglichen zu meiner Situation, wo ich immer wieder mal Harn verliere aber dazwischen meine Ruhe habe, stelle ich mir das als sehr unangenehm vor. Bei mir ist die Prostata leicht vergrössert, aber in einem guten Zustand. Meine Ärztin sieht aber keinen Handlungsbedarf. Im Gegenteil meint, sie, dass dann meine Inkontinenz noch schlimmer würde. Ich werde aber wieder mal den PSA-Wert überprüfen lassen.

Ich verstehe nun auch, weshalb Einlagen bei Dir ausreichen, es kommen jeweils nur Tropfen und kein voller Strahl. Meine bisherigen Versuche mit Einlagen waren erfolglos, da war nach der ersten Entleerung die Hose nass. Dabei ist auch meine Entleerung nicht besonders "wuchtig".

Herzliche Grüsse
Martin

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • mich
  • michs Avatar
  • Platinum Member
  • Platinum Member
    Registered
Mehr
2 Wochen 3 Tage her #54070 von mich
Hallo
Es wird zwar hier nicht viel davon gesprochen aber als ich wirklich dauernd auslief, alles, was oben hineinkam, ging unten sogar angewärmt wieder raus. Und das zwei Jahre. Mein Arzt hat mir dann einen künstlichen Schließmuskel empfohlen. Es wird immer wieder angesprochen das man damit die Niere schädigen kann. Es ist bei mir jetzt 9 Jahre her seit ich in Implantiert bekommen habe und mein Urologe macht alle 3 Monate Ultraschall und alles ist bei mir in Ordnung. 

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Moderatoren: MichaelDah
Ladezeit der Seite: 0.958 Sekunden

Sie sind nicht allein! Besucher: Heute 93 | Gestern 2.315 | Monat 43.306 | Insgesamt 12.462.966