Frage Toilettentraining mit und ohne Inkontinenzhilfsmittel
- martinK
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2 Wochen 3 Tage her #54072 von martinK
martinK antwortete auf Toilettentraining mit und ohne Inkontinenzhilfsmittel
Hallo Mich
Ich denke, dieses Thema wurde hier schon mehrfach diskutiert. Wenn "nur" eine muskuläre Störung des Blasenschliessmuskels vorliegt, zum Beispiel nach einer Prostata-OP - so wie vermutlich bei Dir und bei Oliver, dann kann ein künstlicher Sphinkter indiziert und gar sehr hilfreich sein. In meinem Fall aber wäre dies aber nur dann eine Option, wenn man gleichzeitig die Blase stilllegen würde. Stand heute müsste ich Botox spritzen, einen suprapubischen Katheter tragen (weil ich mich nicht regelmässig katheterisieren kann) und mir einen künstlichen Schliessmuskel implantieren lassen. Das ist für mich "des Guten zu viel" und kommt nicht in Frage, so lange ich es nicht tun muss. Da ziehe ich meinen Ansatz, die Inkontinenz im Alltag so gut es geht zu managen, vor.
Es gibt da auch noch einen anderen Aspekt. Jede Operation hat seine Risiken. Wenn aus welchem Grund auch immer der künstliche Schliessmuskel entfernt werden muss, wird es keine natürliche Schliessfunktion mehr geben und die betroffene Person ist komplett oder zumindest sehr schwer harninkontinent. Man kann es dann immer gegebenenfalls mit einem neuen künstlichen Schliessmuskel oder einem Schlingensystem versuchen, aber die Konsequenzen sind "nicht ohne". Wie ich oben schrieb, laufe ich nicht dauernd aus, sondern habe zwischen regelmässigen Harnverlust meine Ruhe. Das sehe ich als Vorteil verglichen zur Situation, dass mehr oder weniger ständig Harn rauströpfelt. Das Risiko, nach einer Misslungenen OP oder einer fehlenden Akzeptanz der Situation mit künstlichem Schliessmuskel schlechter als jetzt dazustehen, möchte ich nicht eingehen.
Verstehe mich aber bitte nicht falsch. Dass Du mit dem künstlichen Schliessmuskel sehr gut zurecht kommst und hier darüber berichtest, finde ich super. Nur darf man nicht jede Form von Inkontinenz und jede persönlich Situation über denselben Kamm scheren.
Herzliche Grüsse
Martin
Ich denke, dieses Thema wurde hier schon mehrfach diskutiert. Wenn "nur" eine muskuläre Störung des Blasenschliessmuskels vorliegt, zum Beispiel nach einer Prostata-OP - so wie vermutlich bei Dir und bei Oliver, dann kann ein künstlicher Sphinkter indiziert und gar sehr hilfreich sein. In meinem Fall aber wäre dies aber nur dann eine Option, wenn man gleichzeitig die Blase stilllegen würde. Stand heute müsste ich Botox spritzen, einen suprapubischen Katheter tragen (weil ich mich nicht regelmässig katheterisieren kann) und mir einen künstlichen Schliessmuskel implantieren lassen. Das ist für mich "des Guten zu viel" und kommt nicht in Frage, so lange ich es nicht tun muss. Da ziehe ich meinen Ansatz, die Inkontinenz im Alltag so gut es geht zu managen, vor.
Es gibt da auch noch einen anderen Aspekt. Jede Operation hat seine Risiken. Wenn aus welchem Grund auch immer der künstliche Schliessmuskel entfernt werden muss, wird es keine natürliche Schliessfunktion mehr geben und die betroffene Person ist komplett oder zumindest sehr schwer harninkontinent. Man kann es dann immer gegebenenfalls mit einem neuen künstlichen Schliessmuskel oder einem Schlingensystem versuchen, aber die Konsequenzen sind "nicht ohne". Wie ich oben schrieb, laufe ich nicht dauernd aus, sondern habe zwischen regelmässigen Harnverlust meine Ruhe. Das sehe ich als Vorteil verglichen zur Situation, dass mehr oder weniger ständig Harn rauströpfelt. Das Risiko, nach einer Misslungenen OP oder einer fehlenden Akzeptanz der Situation mit künstlichem Schliessmuskel schlechter als jetzt dazustehen, möchte ich nicht eingehen.
Verstehe mich aber bitte nicht falsch. Dass Du mit dem künstlichen Schliessmuskel sehr gut zurecht kommst und hier darüber berichtest, finde ich super. Nur darf man nicht jede Form von Inkontinenz und jede persönlich Situation über denselben Kamm scheren.
Herzliche Grüsse
Martin
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- mich
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2 Wochen 2 Tage her #54076 von mich
mich antwortete auf Toilettentraining mit und ohne Inkontinenzhilfsmittel
Martin, da es ja um einen operativen Eingriff geht, kann das sowieso nur ein Arzt anordnen. Und ich bin der Meinung das der bestimmt nicht leichtsinnigerweise das befürworten wird.
Auch möchte ich noch dazu sagen das nach ca 4 Jahren mein erster künstlicher Schließmuskel defekt war und ich mir wieder einen neuen einsetzen habe lassen. Die OP, finde ich, ist ein Klacks, auch mir über 70. Freitag Mittag ins Krankenhaus Samstag früh gings wieder nach Hause.
Michael
Auch möchte ich noch dazu sagen das nach ca 4 Jahren mein erster künstlicher Schließmuskel defekt war und ich mir wieder einen neuen einsetzen habe lassen. Die OP, finde ich, ist ein Klacks, auch mir über 70. Freitag Mittag ins Krankenhaus Samstag früh gings wieder nach Hause.
Michael
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- martinK
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2 Wochen 2 Tage her - 2 Wochen 2 Tage her #54077 von martinK
martinK antwortete auf Toilettentraining mit und ohne Inkontinenzhilfsmittel
Hallo Michael
Ja genau, am Ende entscheiden die Ärzte, ob ein künstlicher Schliessmuskel indiziert ist. In Deinem Fall war es so (und super dass auch die zweite Operation klappte), in meinem Fall war meine Ärztin der klaren Meinung, dass ein künstlicher Schliessmuskel nur dann implantiert werden darf, wenn die Blase stillgelegt, und der Harn über einen Katheter abgeleitet wird. Die Risiken betreffen ja nicht nur die OP allein, der Patient muss ja nachher auch mit dem Schliessmuskel umgehen können. Wie ist es, wenn er keinen Harndrang spürt und nicht merkt, wann seine Blase voll ist? Oder wenn es danach zu Entzündungen oder zu viel Restharn kommt? Nicht jeder Fall von Inkontinenz kann gleich behandelt werden, das hatten wir hier ja schon x Mal diskutiert. Bitte schliesse nicht von Deinem Fall automatisch auf Andere.
Ich verstehe ebenfalls nicht, weshalb in einem Thread, in welchem es um etwas ganz anderes geht, Du das Thema des künstlichen Schliessmuskels anbringst.
Herzliche Grüsse
Martin
Ja genau, am Ende entscheiden die Ärzte, ob ein künstlicher Schliessmuskel indiziert ist. In Deinem Fall war es so (und super dass auch die zweite Operation klappte), in meinem Fall war meine Ärztin der klaren Meinung, dass ein künstlicher Schliessmuskel nur dann implantiert werden darf, wenn die Blase stillgelegt, und der Harn über einen Katheter abgeleitet wird. Die Risiken betreffen ja nicht nur die OP allein, der Patient muss ja nachher auch mit dem Schliessmuskel umgehen können. Wie ist es, wenn er keinen Harndrang spürt und nicht merkt, wann seine Blase voll ist? Oder wenn es danach zu Entzündungen oder zu viel Restharn kommt? Nicht jeder Fall von Inkontinenz kann gleich behandelt werden, das hatten wir hier ja schon x Mal diskutiert. Bitte schliesse nicht von Deinem Fall automatisch auf Andere.
Ich verstehe ebenfalls nicht, weshalb in einem Thread, in welchem es um etwas ganz anderes geht, Du das Thema des künstlichen Schliessmuskels anbringst.
Herzliche Grüsse
Martin
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- reviloilover12
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2 Wochen 2 Tage her - 2 Wochen 2 Tage her #54078 von reviloilover12
reviloilover12 antwortete auf Toilettentraining mit und ohne Inkontinenzhilfsmittel
Das Risiko etwas falsches zu machen ist meine große Sorge.
Die Physio meinte bei mir sei es so schlimm, da kann man nichts mehr antrainieren und sagt ein künstlicher Schließmuskel.
Der Urologe meinte eine Unterstüzung mit einer Schlinge würde reichen, weil man in der Blasenspiegelung gut gesehen hat, dass mein Schließmuskel funktioniert.
Kommenden Montag hab ich einen Termin zur Zweitmeinung in einer Klinik Urologischen Abteilung, bin gespannt was die dann sagen.
Zu Hause würfel ich dann was ich mache.
Die Physio meinte bei mir sei es so schlimm, da kann man nichts mehr antrainieren und sagt ein künstlicher Schließmuskel.
Der Urologe meinte eine Unterstüzung mit einer Schlinge würde reichen, weil man in der Blasenspiegelung gut gesehen hat, dass mein Schließmuskel funktioniert.
Kommenden Montag hab ich einen Termin zur Zweitmeinung in einer Klinik Urologischen Abteilung, bin gespannt was die dann sagen.
Zu Hause würfel ich dann was ich mache.
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- MichaelDah
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2 Wochen 2 Tage her #54079 von MichaelDah
MichaelDah antwortete auf Toilettentraining mit und ohne Inkontinenzhilfsmittel
Hallo Martin,
also so ganz verstehe ich das Thema noch nicht. Ich finde es toll, dass du nach zehn Jahren inzwischen wieder ein Gefühl für deine Blase bekommst, das macht mir Mut, dass es vielleicht bei mir auch irgendwann mal wieder kommt.
Bei deiner Frage komme ich aber nicht ganz mit. Du schreibst, dass du trotzdem immer wieder Harndrang mit und ohne Verlust hast - wieso willst du dann auf ein Hilfsmittel verzichten und eine nasse Hose riskieren? Soll das die „hard-core“-Methode werden, um sich zum Einhalten zu zwingen?
Du schreibst, dass du eine spastische Blase hast - ich meine OK - der Druck bei deiner UD war jetzt nicht so super hoch und es war, wenn ich mich recht erinnere, kein Reflux zu sehen, aber ich weiß nicht, ob das wirklich der richtige Weg ist. Die gute Nachricht ist ja, dass du inzwischen was merkst und auf der Toilette auch was raus bekommst. Damit kannst du jetzt doch arbeiten. Meine Empfehlung wäre noch mal mit der Urologin zu reden, denn in dieser Situation kann man das wahrscheinlich gut medikamentös unterstützen, damit du in den Momenten, wo die Blase krampft, es besser halten kannst.
Ich selbst versuche es auch mit regelmäßigen Toilettengängen und das spart wenn es läuft am Tag vielleicht ein HiMi ein - was ja auch schon gut ist. Ich habe halt das Problem, dass ich oft nichts raus bekomme und wenn dann oft auch nicht alles. Ich würde aber nie auf die Idee kommen es ohne HiMi zu versuchen, denn selbst wenn ich mit aller kraft versuche es einzuhalten läuft es trotzdem - zwar nicht so viel wie ohne den Versuch aber genug um danach die Keidung wechseln zu müssen - vor allem geht das dann ein paar Minuten später wieder los.
Wenn du das inzwischen besser kontrollieren kannst, dann kannst du es doch mit einer Vorlage versuchen. Es ist ja super das du da nach so langer Zeit endlich weiter kommst - aber warum dabei „russisches Roulette“ spielen?
Viele Grüße
Michael
P.S.
@ Oliver: Hier haben viele mit ATOMS gute Erfahrungen gemacht - schau dir mal den Thread an - der Vorteil ist, das man das Kissen im Gegensatz zur Schlinge einfacher justieren kann und es sich - wenn es nicht funktioniert auch einfacher wieder raus nehmen lässt. Das wäre vielleicht bei der Zweitmeinung eine Frage Wert.
also so ganz verstehe ich das Thema noch nicht. Ich finde es toll, dass du nach zehn Jahren inzwischen wieder ein Gefühl für deine Blase bekommst, das macht mir Mut, dass es vielleicht bei mir auch irgendwann mal wieder kommt.
Bei deiner Frage komme ich aber nicht ganz mit. Du schreibst, dass du trotzdem immer wieder Harndrang mit und ohne Verlust hast - wieso willst du dann auf ein Hilfsmittel verzichten und eine nasse Hose riskieren? Soll das die „hard-core“-Methode werden, um sich zum Einhalten zu zwingen?
Du schreibst, dass du eine spastische Blase hast - ich meine OK - der Druck bei deiner UD war jetzt nicht so super hoch und es war, wenn ich mich recht erinnere, kein Reflux zu sehen, aber ich weiß nicht, ob das wirklich der richtige Weg ist. Die gute Nachricht ist ja, dass du inzwischen was merkst und auf der Toilette auch was raus bekommst. Damit kannst du jetzt doch arbeiten. Meine Empfehlung wäre noch mal mit der Urologin zu reden, denn in dieser Situation kann man das wahrscheinlich gut medikamentös unterstützen, damit du in den Momenten, wo die Blase krampft, es besser halten kannst.
Ich selbst versuche es auch mit regelmäßigen Toilettengängen und das spart wenn es läuft am Tag vielleicht ein HiMi ein - was ja auch schon gut ist. Ich habe halt das Problem, dass ich oft nichts raus bekomme und wenn dann oft auch nicht alles. Ich würde aber nie auf die Idee kommen es ohne HiMi zu versuchen, denn selbst wenn ich mit aller kraft versuche es einzuhalten läuft es trotzdem - zwar nicht so viel wie ohne den Versuch aber genug um danach die Keidung wechseln zu müssen - vor allem geht das dann ein paar Minuten später wieder los.
Wenn du das inzwischen besser kontrollieren kannst, dann kannst du es doch mit einer Vorlage versuchen. Es ist ja super das du da nach so langer Zeit endlich weiter kommst - aber warum dabei „russisches Roulette“ spielen?
Viele Grüße
Michael
P.S.
@ Oliver: Hier haben viele mit ATOMS gute Erfahrungen gemacht - schau dir mal den Thread an - der Vorteil ist, das man das Kissen im Gegensatz zur Schlinge einfacher justieren kann und es sich - wenn es nicht funktioniert auch einfacher wieder raus nehmen lässt. Das wäre vielleicht bei der Zweitmeinung eine Frage Wert.
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2 Wochen 1 Tag her - 2 Wochen 1 Tag her #54080 von mich
mich antwortete auf Toilettentraining mit und ohne Inkontinenzhilfsmittel
Hallo Martin
Warum muss die Blase stillgelegt werden? Ich bin der Meinung die Blase muss doch melden bei einem künstlichen Schließmuskel, wenn sie voll ist. Sonst staut sich doch der Urin und schädigt die Niere. Das ist bei mir so. Wenn ich den Druck spüre, kann ich den Urin ablassen.
Zu Michael
Bei mir ist das Band, das bei mir nichts gebracht hat, drin geblieben. Der Arzt hat gemeint, es stört nicht.
Warum muss die Blase stillgelegt werden? Ich bin der Meinung die Blase muss doch melden bei einem künstlichen Schließmuskel, wenn sie voll ist. Sonst staut sich doch der Urin und schädigt die Niere. Das ist bei mir so. Wenn ich den Druck spüre, kann ich den Urin ablassen.
Zu Michael
Bei mir ist das Band, das bei mir nichts gebracht hat, drin geblieben. Der Arzt hat gemeint, es stört nicht.
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- martinK
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2 Wochen 1 Tag her #54081 von martinK
martinK antwortete auf Toilettentraining mit und ohne Inkontinenzhilfsmittel
Hallo Michael (MichaelDah)
Ja, mir macht das auch Mut, nachdem ich vor einigen Jahren überhaupt nicht in der Lage war, gewollt eine Miktion einzuleiten; entweder kam nichts, oder falls ich entleerte, war es immer unkontrolliert. Ich denke, dass die Besserung vor allen auf die Immunglobulintherapie zurückzuführen ist. Es ist erstaunlich wie gut mein Nervensystem auf diese Therapie anspricht. Daneben spielt die tägliche feine Bewegung des Beckenbodesn sicher eine Rolle. Ich versuche, meinen Beckenboden, wo die neurologische Schädigung am grössten ist, oft zu bewegen, zu spären und vor allem zu entspannen. Mittlerweile merke ich auf der Toilette, wenn ich der Beckenboden entspannt und dadurch die Miktion eingeleitet wird. Manchmal muss ich einige Minuten lang warten, aber immerhin tut sich was da. In der Blasenspiegelungsuntersuchung reagierte der Blasenschliessmuskel zwar nicht, aber irgendetwas positives geschieht, wenn ich mich auf die Schüssel setze.
Ich gönne mir schon seit Jahren immer wieder Zeiten, in welchen ich kein Hilfsmittel trage. Natürlich geht das nur beschränkt, aber für mich gehört dies zur Lebensqualität. Da ich nicht permanent auslaufe und mein Entleerungsverhalten einigermassen kenne und spüre, wann ich es mir eher leisten kann, ohne Hilfsmittel unterwegs zu sein, geht das in der Regel eigentlich ganz gut. Der Grund, weshalb ich das zu Hause in letzter Zeit etwas forciert habe, ist mein Gefühl, dass ich mit etwas Training und Verhaltensangewöhnung Unfälle vermeiden kann. Ich schrieb in anderen Beiträgen bereits, dass ich vermutlich nie mehr die volle Kontrolle über die Blase erlangen werde, es aber mein Ziel ist, unabhängiger von Hilfsmitteln zu werden, vor allem von Windelslips. Diese ermöglichen mir derzeit einen sorgenfreien Alltag, ich muss mich nicht um die überaktive Blase kümmern, sondern kann normal arbeiten und mich meinen Hobbies und Freuden im Leben widmen. Wenn sich die Blase entleeren möchte, kann sie das in Ruhe tun, ich weiss ja, dass ich geschützt bin und muss mich von ihr nicht stressen lassen, insbesondere wenn sie sich ohne Vorwarnung entleert. Das ist eigentlich super, nur merke ich, dass ich im Alltag meist nur dann die Toilette benutze, wenn ich das Hilfsmittel wechsle. Das hat sicher damit zu tun, dass ich früher wie Du oft mit Harndrang auf die Toilette ging und dann nichts oder nur wenig kam, und ich dann kurz nach dem Toilettenbesuch unkontrolliert entleerte. Ebenfalls hat sich vermutlich eine gewisse Gewöhnung an das Hilfsmittel und Bequemlichkeit eingeschlichen, die mir eigentlich nicht passt. kurz gesagt, ich erhoffe mir von diesem - wie Du schreibst - "russischen Roulette", dass mein Körper sich wieder mehr daran gewöhnt, mit Harndrang umzugehen, indem er dazu "gezwungen" wird. Das Roulette wird übrigens nur mit Platzpatronen durchgeführt, ich verzichte nur dann auf Hilfsmittel, wenn ich es mir leisten kann, dass auch mal etwas in die Hose geht, und ich mich einfach und zeitnah umziehen kann.
Mein Ziel ist, vollständig auf Pants zu wechseln; ich finde sie bequemer und sicherer als Vorlagen. Zu Hause und zum Sport trage ich schon länger vorwiegend Pants. Nur traue ich mir derzeit nicht zu, zum Beispiel bei Arbeit Pants zu tragen, da mein Alltag sehr unstrukturiert ist.
Betreffend meines Blasendrucks bin ich mir selber nicht sicher, was die Werte konkret für meine Gesundheit bedeuten. Einerseits waren meine Ärztin (zumindest zu Beginn der Behandlung) und auch die Ärzte, welche die Langzeiturodynamik betreuten, der Meinung, dass da Handlungsbedarf vorliegt. Andererseits wurde, wie Du richtig schreibst - bei mir in der Videourodynamikmessung kein Reflux beobachtet und meine Nieren funktionieren auch 10 Jahre nach der ersten Beobachtung des erhöhtem Blasendrucks sehr gut. Letzteres ist mit ein Grund, weshalb auf die Empfehlung, Botox zu spritzen, derzeit verzichte und zuwarte, wie sich die Situation weiter entwickelt.
Betreffend ATOMS: Meine Ärztin sprach übrigens auch vom Implantieren eines Kissens, um die Leckage am Blasenschliessmuskel im Fall einer Stilllegung der Blase anzugehen, und nicht von einem künstlichen Schliessmuskel. Dies nur als Bemerkung, weil mein Beitrag oben an Michael (mich) etwas anderes suggeriert. Aber ein künstlicher Schliessmuskel würde dann vermutlich auch gehen.
Herzliche Grüsse
Martin
Ja, mir macht das auch Mut, nachdem ich vor einigen Jahren überhaupt nicht in der Lage war, gewollt eine Miktion einzuleiten; entweder kam nichts, oder falls ich entleerte, war es immer unkontrolliert. Ich denke, dass die Besserung vor allen auf die Immunglobulintherapie zurückzuführen ist. Es ist erstaunlich wie gut mein Nervensystem auf diese Therapie anspricht. Daneben spielt die tägliche feine Bewegung des Beckenbodesn sicher eine Rolle. Ich versuche, meinen Beckenboden, wo die neurologische Schädigung am grössten ist, oft zu bewegen, zu spären und vor allem zu entspannen. Mittlerweile merke ich auf der Toilette, wenn ich der Beckenboden entspannt und dadurch die Miktion eingeleitet wird. Manchmal muss ich einige Minuten lang warten, aber immerhin tut sich was da. In der Blasenspiegelungsuntersuchung reagierte der Blasenschliessmuskel zwar nicht, aber irgendetwas positives geschieht, wenn ich mich auf die Schüssel setze.
Ich gönne mir schon seit Jahren immer wieder Zeiten, in welchen ich kein Hilfsmittel trage. Natürlich geht das nur beschränkt, aber für mich gehört dies zur Lebensqualität. Da ich nicht permanent auslaufe und mein Entleerungsverhalten einigermassen kenne und spüre, wann ich es mir eher leisten kann, ohne Hilfsmittel unterwegs zu sein, geht das in der Regel eigentlich ganz gut. Der Grund, weshalb ich das zu Hause in letzter Zeit etwas forciert habe, ist mein Gefühl, dass ich mit etwas Training und Verhaltensangewöhnung Unfälle vermeiden kann. Ich schrieb in anderen Beiträgen bereits, dass ich vermutlich nie mehr die volle Kontrolle über die Blase erlangen werde, es aber mein Ziel ist, unabhängiger von Hilfsmitteln zu werden, vor allem von Windelslips. Diese ermöglichen mir derzeit einen sorgenfreien Alltag, ich muss mich nicht um die überaktive Blase kümmern, sondern kann normal arbeiten und mich meinen Hobbies und Freuden im Leben widmen. Wenn sich die Blase entleeren möchte, kann sie das in Ruhe tun, ich weiss ja, dass ich geschützt bin und muss mich von ihr nicht stressen lassen, insbesondere wenn sie sich ohne Vorwarnung entleert. Das ist eigentlich super, nur merke ich, dass ich im Alltag meist nur dann die Toilette benutze, wenn ich das Hilfsmittel wechsle. Das hat sicher damit zu tun, dass ich früher wie Du oft mit Harndrang auf die Toilette ging und dann nichts oder nur wenig kam, und ich dann kurz nach dem Toilettenbesuch unkontrolliert entleerte. Ebenfalls hat sich vermutlich eine gewisse Gewöhnung an das Hilfsmittel und Bequemlichkeit eingeschlichen, die mir eigentlich nicht passt. kurz gesagt, ich erhoffe mir von diesem - wie Du schreibst - "russischen Roulette", dass mein Körper sich wieder mehr daran gewöhnt, mit Harndrang umzugehen, indem er dazu "gezwungen" wird. Das Roulette wird übrigens nur mit Platzpatronen durchgeführt, ich verzichte nur dann auf Hilfsmittel, wenn ich es mir leisten kann, dass auch mal etwas in die Hose geht, und ich mich einfach und zeitnah umziehen kann.
Mein Ziel ist, vollständig auf Pants zu wechseln; ich finde sie bequemer und sicherer als Vorlagen. Zu Hause und zum Sport trage ich schon länger vorwiegend Pants. Nur traue ich mir derzeit nicht zu, zum Beispiel bei Arbeit Pants zu tragen, da mein Alltag sehr unstrukturiert ist.
Betreffend meines Blasendrucks bin ich mir selber nicht sicher, was die Werte konkret für meine Gesundheit bedeuten. Einerseits waren meine Ärztin (zumindest zu Beginn der Behandlung) und auch die Ärzte, welche die Langzeiturodynamik betreuten, der Meinung, dass da Handlungsbedarf vorliegt. Andererseits wurde, wie Du richtig schreibst - bei mir in der Videourodynamikmessung kein Reflux beobachtet und meine Nieren funktionieren auch 10 Jahre nach der ersten Beobachtung des erhöhtem Blasendrucks sehr gut. Letzteres ist mit ein Grund, weshalb auf die Empfehlung, Botox zu spritzen, derzeit verzichte und zuwarte, wie sich die Situation weiter entwickelt.
Betreffend ATOMS: Meine Ärztin sprach übrigens auch vom Implantieren eines Kissens, um die Leckage am Blasenschliessmuskel im Fall einer Stilllegung der Blase anzugehen, und nicht von einem künstlichen Schliessmuskel. Dies nur als Bemerkung, weil mein Beitrag oben an Michael (mich) etwas anderes suggeriert. Aber ein künstlicher Schliessmuskel würde dann vermutlich auch gehen.
Herzliche Grüsse
Martin
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2 Wochen 1 Tag her #54082 von martinK
martinK antwortete auf Toilettentraining mit und ohne Inkontinenzhilfsmittel
Hallo Michael (mich)
Genau, aber weil die Blase bei mir überaktiv ist, und ich oft gar nicht mitkriege, dass sie sich entleeren möchte, wäre ein künstlicher Schliessmuskel vermutlich kontraproduktiv. Dies meinte ich damit, dass es auch nach der OP Risiken gibt. Ich bin kein Arzt, vermute aber, dass die intakte Wahrnehmung der Blase Voraussetzung dafür ist, dass ein künstlicher Schliessmuskel einfach so eingesetzt werden kann. Andernfalls muss man die Aktivität der Blase vorher unter Kontrolle bringen und dann allenfalls über einen Katheter entleeren.
Herzliche Grüsse
Martin
Genau, aber weil die Blase bei mir überaktiv ist, und ich oft gar nicht mitkriege, dass sie sich entleeren möchte, wäre ein künstlicher Schliessmuskel vermutlich kontraproduktiv. Dies meinte ich damit, dass es auch nach der OP Risiken gibt. Ich bin kein Arzt, vermute aber, dass die intakte Wahrnehmung der Blase Voraussetzung dafür ist, dass ein künstlicher Schliessmuskel einfach so eingesetzt werden kann. Andernfalls muss man die Aktivität der Blase vorher unter Kontrolle bringen und dann allenfalls über einen Katheter entleeren.
Herzliche Grüsse
Martin
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