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77 Jahre , nach Guillain Barré Syndrom leichte Inkontinenz

08 Jan 2019 15:17 #1 von Basko
hallo,
momentan stolpere ich gerade durch euer Forum und finde "meine Ecke" nicht.
ich schreibe für meinen mann (77 jahre)
nach einer zeckenschutzipfung (2007) bekam mein mann GBS (Guillain Barré Syndrom)
das inzwischen chronisch ist. (CIDP)
bei der ganzkörperlähmung war es logisch, das er inkontinet war. mit katheter bekam mein mann Blasenentzündungen, die Urinale waren nie dicht.

mein mann musste nach 7 Monaten alles wieder lernen.
zurück blieb eine fussheberschwäche wodurch er oft hinfällt.
muss er schnell auf die Toilette schaffte er es manchmal nicht. (der Schwerbehindertenausweis mit "ag" wurde ihm genommen und bis heute nicht mehr gegeben. einspruch 3 x abgelehnt.
er muss jetzt weit vom geschäft parken und schaffte es nicht mehr .
liegt er eingenässt am boden, wird er noch als besoffenes schwein beschimpft.

im dezember fing es unkontrolliert zu laufen an. beim aufstehen, beim einkaufen...egal wo, ging der urin ab.
war er auf der Toilette konnte er nicht.

10 Minuten später war alles in der hose.

er schämte sich jedesmal in grund und boden.
er bekam schon länger vom Urologen Medikamente gegen die prostata-beschwerden.
mitte Dezember war er wieder beim Urologen.
der schlug eine beschneidung vor ???? WARUM ? kann mir das bitte jemand erklären.
inzwischen trägt meine mann eine riesenwindel mit 8 tropfen und legt manchmal noch eine lady-einlage innen rein.
laut einlagenversorger stehen ihm nur 5 einlagen am tag zu.
da es tag und nacht läuft, kommt er damit nicht hin.
ich habe jetzt selber die rieseneinlagen gekauft.
es muss doch was geben damit der urinfluß gestoppt wird.
die penisklemmen waren für die katz.
katheter und kondomurinale scheiden auch aus.
mein mann ist verzweifelt und traut sich kaum mehr raus....er hatte doch die größte Freude am einkaufen.
er spielt noch bei turnieren und kann aus scham, da nicht mehr hin.
oder er kommt mit einen beutel ersatz-einlagen.

kann mir bitte jemand von euch einen tipp geben ?
warum hilft eine Beschneidung ? das verstehe ich überhaupt nicht.
es muss doch was geben damit man den "Dauerlauf" stoppen kann.
zum Urologen muss er erst ende Januar.
was können wir bis dahin selber tun ?
danke,
liebe grüße
roswitha

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08 Jan 2019 15:39 #2 von Chico
Hallo roswitha,

Erstmal willkommen hier bei uns im Forum. Also was deine Frage zur Beschneidung angeht kann ich dir leider nicht weiter helfen, ich bin kein Arzt. Ich kann dir nur empfehlen eine zweite Meinung einzuholen. Wenn dein Mann Inkontinent ist, wird euch der Urologe oder der Hausarzt ein Rezept für Windeln aufschreiben. Das muss, wie jedes Hilfsmittel von der KK genehmigt werden.
Zu den Windeln: es gibt super Produkte welche dünn und dennoch saugfähig sind. Ich persönlich bevorzuge Windeln mit Folie, ich bin sehr jung und aktiv ubd diese sind für mich perfekt. Eine allgemeine Empfehlung gibt es nicht, jeder Po ist anders und man muss sich durch die verschiedenen Hersteller testen. Eine Einlage mit Windeln macht übukeinen sinn, davon gibt es nur ausschlag. Zu dem Ausweis kann ich nur sagen: geht zum Anwalt. Wenn er eine Einschränkung hat, steht im der Ausweis zu, sofern es chronisch ist.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen. Bei fragen: einfach melden!

Liebe Grüße

Chico
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08 Jan 2019 16:15 #3 von Basko
jetzt ist mein ganzer text verschwunden.
mist !

danke chico.

ich muss jetzt weg.
roswitha

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08 Jan 2019 17:56 #4 von matti
Hallo Roswita,

zunächst ein herzliches willkommen hier im Forenangebot der Inkontinenz Selbsthilfe e.V.

Wenn ich deinen Beitrag richtig verstanden habe, hat sich die Situation seit Dezember ja noch einmal verschlechtert. Hier wäre natürlich auch einmal der Grund zu hinterfragen.

Eigentlich arbeitet ihr ja gerade an zwei Baustellen. Die Eine ist sicherlich das momentane Problem mangels eines adäquaten Hilfsmittels den Urinverlust in den Griff zu bekommen. Die Andere wird aber ja sicher auch darin bestehen, ob man die Inkontinenz nicht lindern kann.

Du schreibst, dass die Versorgung mittels Kondomurinal nie geklappt hätte und es immer wieder zu Undichtigkeiten gekommen wäre. Nun, dies liegt aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht an dem Hilfsmittel an sich, sondern an einer fehlerhaften Produktwahl (Größe, Länge, Befestigungsart) oder nicht korrekter Anwendung. Hier können viele unbeabsichtigte „Fehler“ gemacht werden.
Viele Sanitätshäuser bieten, ebenso wie überregionale Dienstleister, im Rahmen einer Homecare Versorgung hier intensive Beratung und Schulung.
Gebe einmal Homecare in die Suchmaschine ein.

Grundsätzlich wäre nämlich die Versorgung mittels Kondomurinal ganz sicher eine gute Versorgungsform.

Es gibt zum klassischen Kondomurinal auch noch eine Versorgungsalternative. Diese stellen wir auf unserer Homepage hier vor:
www.inkontinenz-selbsthilfe.com/harnable...ssystem-fuer-maenner

Welche Art von Katheter sorgte für die von dir beschriebenen Entzündungen und Infektionen? Durch die Harnröhre oder durch die Bauchdecke?

Eine zusätzliche Vorlage in einem aufsaugenden Hilfsmittel erzeugt in der Regel genau das Gegenteil von dem was man eigentlich erreichen möchte. Die eingelegte kleine Vorlage kommt schnell an ihre Aufnahmekapazität, verhindert dann aber die direkte Harnaufnahme des Weiteren Hilfsmittels. Bildlich gesprochen: Die kleine Einlage nimmt Harn bis zur Kapazitätsgrenze auf und läuft dann an den Rändern aus (über). Da aufsaugende Hilfsmittel aber nicht konzipiert werden, um Urin ausschließlich über das äußere Rändern des Hilfsmittels aufzunehmen, kann das eigentliche Aufnahmevolumen und die Bindung des Urins nicht genutzt werden. Ihr stellt euch damit selbst ein Bein. Richtiger wäre, die passende Aufnahmekapazität des Hilfsmittels von Anfang an auf den Harnverlust auszurichten.
Es gibt keine Mengenbeschränkung, auch wenn dies flächendeckend behauptet wird. Es gibt Richtwerte, nicht mehr nicht weniger. Ratschläge bei unzureichender Hilfsmittelversorgung inkl. Muster zum Widerspruchsverfahren bei nicht passender Versorgung findest du auf unserer Homepage unter:
www.inkontinenz-selbsthilfe.com/recht

Dort erfährst du auch etwas über die rechtlichen Hintergründe.

Die schon angesprochene zweite Baustelle liegt ja in der Therapie bzw. Linderung des Harnverlustes.
Neben konservativen Therapieoptionen, die ich nach deiner Schilderung aber nur sehr eingeschränkt für erfolgsversprechend ansehe, stehen eine ganze Reihe operativer Möglichkeiten zur Verfügung.

Eine sehr gute Übersicht bietet die Information des BVMed. Diese findest du hier:
www.bvmed.de/de/versorgung/krankenhaus/i...blasenschliessmuskel

Zur Beschneidung kann ich dir auch nichts sagen. Dies scheint mir aber eher eine Nebendiagnose und nicht im direkten Zusammenhang mit der Harninkontinenz zu stehen. Sollte dir aber letztlich der behandelnde Arzt erklären können.

Soweit erst einmal von meiner Seite.

Liebe Grüße
Matti
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08 Jan 2019 23:14 #5 von herirein
Hallo Roswita,

auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum der Inkontinenz Selbsthilfe e. V.

Zu den verschiedenen Formen der Harninkontinenz-Hilfsmittel hat Matti ausführlich Möglichkeiten aufgezählt.

Eine Beschneidung wird beim älteren, erwachsenen Mann oft dann nötig, wenn sich durch die anhaltende Feuchtigkeit bei Harninkontinenz ständig unter der Vorhaut Entzündungen bilden. (Balanitis) Nicht selten entsteht beim Älter werden eine Autoimmunerkrankung (Lichen sclerosus) , die die Verengung der Vorhaut mit Verklebungen an der Glans Penis verursacht.
Ergänzen möchte ich noch, welche Einschränkungen durch die Beschneidung (Circum cision) entstehen können. - Die nun offen liegende, sehr empfindliche Haut der Glans Penis wird nach einer im höheren Alter erfolgten Beschneidung einem Kondomurinal nicht stand halten.
Bei intakter Vorhaut wäre das Kondomurinal eine sehr gute Möglichkeit der sicheren Harnableitung.

Deshalb halte ich stark aufsaugende mit Durchlaufschutz versehene Vorlagen für die einfachste und relativ sichere Lösung. Natürlich abgesehen von der Harnableitung durch Katheter.

Herzliche Grüße
Heribert

Menschen sind wie Engel mit nur einem Flügel,
um fliegen zu können müssen wir uns umarmen
(Luciano de Crescenzo)

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09 Jan 2019 00:51 #6 von Basko
danke herirein und matti.
warum bin ich nicht früher auf die ideee gekommen nach einen forum zu suchen?
@chico....heute nachmittag hat mein mann bei einen anderen prof einen termin. den habe ich gemacht.
das hauptproblem sind die nassen hosen...mein mann kommt damit nicht klar.
das ist momentan HAUPTTHEMA:

als er monate im koma lag, hatte er peniskatheter die entzündungen auslösten.
warum die kondome immer abgesprungen sind, kann ich nicht sagen.
in 11 jahren hat sich wahrscheinlich viel getan.
darf ich dich heribert in den arm nehmen ?
ersten wegen dem gedicht und die erklärung warum eine beschneidung richtig ist.
ja, mein mann hat in letzter zeit immer entzündungen aber auf die feuchtigkeit bin ich nicht gekommen.

danke das ihr mit mir so offen darüber redet.

mein mann und ich haben bald goldene hochzeit ...es ist normal das man sich als ehefrau sorgen macht.
danke euch.
ich erzähle euch was der neue urologe gesagt hat.
Roswitha

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09 Jan 2019 13:04 #7 von Basko
na toll, seit heute nacht, meldet sich die blasenentzündung wieder.
am 27.12 hat mein mann die letzte antibiotikatablette genommen.
warum meckert die blase immer wieder ?

die "baustellen" mehren sich.
die hüfte sollte auch gemacht werden....mit der amis-methode ist das ideal für meinen mann.
er kann gleich wieder gehen ...mit krücken läge er in jeder ecke.

das gehört zwar nicht hier rein aber dieses problem werden doch auch mehrere haben.
mein neffe wurde vor weihnachten beide hüftgelenke mit amis erneuert und gestern ging er wieder zur arbeit.
ohne krücke !
l.g.
roswitha

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09 Jan 2019 14:41 - 09 Jan 2019 14:43 #8 von herirein
Liebe Roswitha,

wer hat denn die Blasenentzündung festgestellt? - Der Hausarzt verwendet in aller Regel nur Teststreifen, die evtl. Blut, Eiweiß und Nitrat nachweist. Nitritpositive Bakterien (sog. Nitritbildende Bakterien) sind nicht unbedingt Krankmacher und können oft durch Erhöhung der tägliche Trinkmenge ausgeschieden werden, ohne eine Entzündung der Harnwege zu verursachen. Die Betroffenen, die sich Einnässen neigen dazu, die Trinkmenge zu reduzieren um wenigstens ab und zu ein trockenes Gefühl in der Hose zu haben. Das fördert allerdings das Wachstum von Bakterien!

Eine erforderliche TEP mit der AMIS-Methode durchzuführen hat den Vorteil, das keine oder kaum Muskel durch den Eingriff geschädigt werden. Allerdings setze ich hierbei voraus, dass der Operateur bereits 100 solcher Eingriffe erfolgreich durchgeführt hat.

Amis-Methode

Viel Glück bei der Entscheidung
Liebe Grüße
Heribert

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09 Jan 2019 15:19 - 09 Jan 2019 16:20 #9 von Basko
hallo heribert,
er merkte es am brennen der harnröhre.
ich nötige ihm, viel zu trinken...was er sich auch gefallen lässt.
wir wohnen in münchen und da ist auch prof. gollwitzer ein spezialist von amis
ich kenne auch die klinik, die ich nur empfehlen kann.
sollte mein mann operiert werden müssen, geht er auch in die chirurgische bogenhausen.
www.chkmb.de .
liebe grüße,
roswitha

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10 Jan 2019 08:57 #10 von Basko
leider spielte die blase gestern nicht mit.
nach 2 stunden gab sie noch keinen urin her.
der doc will einen urin haben der nicht ältrer ist als 1 stunde.
vorerst AB und dann weiter suchen.
der doc meinte , es sei seltsam was da mit der blase passiert.
:ohmy:
ich wünsche euch einen schönen tag.
roswitha

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