file Frage Dranginkontinenz

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1 Tag 47 Minuten her #53590 von M.Musterfrau
Dranginkontinenz wurde erstellt von M.Musterfrau
Hallo!
Ich habe Dranginkontinenz und habe eine Frage dazu.
Ich war bei 2 Physiotherapeutinnen, die mir beide gesagt haben, ich soll nicht mehr vorsorglich auf Toilette gehen.
Und außerdem den Drang mit Aufschubstrategien wie wippen oder Ablenkung hinauszögern.
Auch der Urologe, bei dem ich war, meinte ich hätte mir die Dranginkontinenz antrainiert.
Ich glaube, ich habe die Dranginkontinenz tatsächlich bekommen weil ich zu oft vorsorglich auf Toilette gegangen bin.
Ich gehe jetzt seit 4 Monaten nur noch ca. 2 Mal in der Woche ein Mal am Tag vorsorglich auf Toilette, den Rest der Woche gar nicht, und es hat sich nichts gebessert.
Ist das wirklich ein erlerntes Verhaltensmuster, welches man auch in die andere Richtung wieder korrigieren kann oder ist das nicht der Grund?
Wenn ich jetzt mit Toilettentraining anfange, ist das ja widersprüchlich zu meiner jetzigen Methode.
Man geht da ja in festen Abständen auf Toilette egal, ob man muss oder nicht, also geht man ja vorsorglich auf Toilette.
Ich mache gerade seit 2 Monaten Elektrostimulationstherapie mit einer Sonde. Es hat leider nicht so viel gebracht.
Ob ich Tabletten nehmen will, muss ich mir noch überlegen.

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6 Stunden 12 Minuten her #53593 von MichaelDah
MichaelDah antwortete auf Dranginkontinenz
Hallo Musterfrau,

leider verstehe ich deine Frage nicht so ganz. Was bedeutet du gehst zwei mal in der Woche einmal am Tag vorsorglich auf die Toilette?  Was ist denn während der restliche Tage - funktioniert es da? Und wieso möchtest du jetzt mit zeitgesteuerten Toilettengängen anfangen - ich denke nicht, das es das ist was deine Physiotherapeuten gemeint haben...

Was meint denn der Urologe dazu?

viele Grüße
Michael

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5 Stunden 8 Minuten her #53594 von Dasch
Dasch antwortete auf Dranginkontinenz
Hallo Musterfrau,

Ich bin zwar nicht direkt betroffen, versuche aber mal meine Erfahrung zu schreiben.
Das mit dem „antrainiert“ wird aus meiner Sicht oft etwas zu einfach gesagt. Klar, Gewohnheiten spielen eine Rolle und ich denke jeder kennt es, dass man bevor man aus dem Haus geht auf die Toilette geht, bzw. die Kinder auf die Toilette schickt. Ich denke nicht, dass alleine daraus eine richtige Dranginkontinenz entsteht, da steckt vermutlich mehr dahinter (Blasenmuskeln, Nerven, Reizverarbeitung, evtl.. Stress usw.), auch wenn das nach außen nicht immer sichtbar ist.

Zu dem, was dir gesagt wurde mit „nicht vorsorglich gehen“ und gleichzeitig „Toilettentraining“: Das wirkt erstmal wirklich widersprüchlich. Der Unterschied ist aber im Grunde der Ansatz: Beim Toilettentraining geht es nicht darum, ständig „vorsorglich“ zu gehen, sondern eher darum, die Abstände wieder bewusst zu strukturieren und langsam zu verlängern. Also eher ein geplanter Aufbau statt reines Reagieren auf Sicherheit oder Unsicherheit. 
Dass du nach 4 Monaten noch keine große Veränderung merkst, kann ganz normal sein, manchmal dauert es einfach länger, und manchmal reichen Verhaltensänderungen alleine nicht aus. Dann sind Dinge wie Medikamente oder andere Therapien eher eine zusätzliche Unterstützung als ein „Entweder-oder“. Was hat der Urologe dazu gesagt? Hat er außer der Draginkontinenz etwas festgestellt? Warst du auch beim Gynäkologen (gibt es evtl. Organsenkungen...?)
Vielleicht ist es auch wichtig zu überlegen, hast du das Gefühl, dass dein aktueller Plan wirklich individuell auf dich abgestimmt ist, oder eher nach Schema F läuft?, Hast du das Gefühl bei deinen Ärzten und Physiotherapeuten gesehen zu werden?
Was ich aus meiner Sicht noch wichtig finde: Diese Selbstvorwürfe („ich habe mir das selbst antrainiert“) bringen einen meistens nicht wirklich weiter. Auch wenn Gewohnheiten eine Rolle spielen können, heißt das nicht, dass man sich das einfach selbst „gemacht“ hat, das man Schuld ist und das man alles komplett allein wieder geradebiegen kann.

Herzliche Grüße Daniela

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3 Stunden 34 Minuten her #53596 von Matti
Matti antwortete auf Dranginkontinenz
Hallo Musterfrau,

aus meiner Sicht ist es durchaus plausibel, dass häufiges vorsorgliches Wasserlassen dazu führen kann, dass sich die Blase an kleinere Füllmengen gewöhnt. Das bedeutet zwar nicht unbedingt, dass das Blasenvolumen tatsächlich schrumpft, aber das funktionell genutzte Fassungsvermögen wird kleiner, und der Harndrang setzt früher ein.

Wenn dann noch ein schwacher Beckenboden oder eine Schließmuskelschwäche dazukommt, kann daraus eine Mischform aus Drang- und Belastungsinkontinenz entstehen. Das passt auch zu vielen Erfahrungsberichten, die ich kenne.

Die Empfehlung, nicht mehr vorsorglich zu gehen und den Drang möglichst hinauszuzögern, soll helfen, das Fassungsvermögen der Blase wieder zu erhöhen. Das ist aber ein Prozess, der länger dauern kann, teilweise mehrere Monate. Manchmal bringt es nicht den gewünschten Erfolg, wenn noch andere Ursachen im Spiel sind, die medizinisch abgeklärt werden sollten.

Das klassische Toilettentraining – also zu festen Zeiten auf die Toilette gehen, unabhängig vom Drang – ist tatsächlich ein therapeutischer Zwischenschritt. Es unterscheidet sich vom „vorsorglichen“ Gehen dadurch, dass die Intervalle gezielt verlängert werden sollen, um die Blase zu trainieren und nicht, um einen möglichen Harndrang zu vermeiden.

Elektrostimulation kann helfen, wenn der Beckenboden sehr schwach ist oder die Nervenleitung gestört ist, wirkt aber nicht bei jedem gleich gut. Medikamente sind eine weitere Option, haben aber mögliche Nebenwirkungen und sollten individuell abgewogen werden.

Es gibt viele Einflussfaktoren, und manchmal braucht es Geduld und verschiedene Ansätze, bis sich eine Besserung zeigt. Eine genaue medizinische Abklärung ist auf jeden Fall sinnvoll, um andere Ursachen auszuschließen.

Gruß
Matti

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3 Stunden 4 Minuten her #53597 von M.Musterfrau
M.Musterfrau antwortete auf Dranginkontinenz
Hallo!
Vielen Dank für die Antworten!
@Michael
Ich meinte damit, dass ich nur auf Toilette gehe, wenn ich wirklich muss und nicht vorsorglich, wenn ich nicht wirklich muss, z.B. wenn ich verhindern will, dass ich nachts nochmal auf Toilette gehe und deswegen vor dem zu Bett gehen noch mal auf Toilette gehe. An den restlichen Tagen schaffe ich es nur auf Toilette zu gehen, wenn ich wirklich muss.
Ich überlege das abzubrechen, weil keine Besserung eingetreten ist und das Ganze doch recht krampfig ist.
Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich so gemacht wird weil ich in den Kommentaren nichts davon gelesen habe.
Ich glaube aber, dass die Krankengymnastinnen das schon vielen so vermitteln. Außerdem ist die eine Krankengymnastik auch noch recht bekannt. Es müsste also noch mehr Leute geben die das so versuchen, um die Dranginkontinenz in den Griff zu bekommen. Habt Ihr denn davon noch nie etwas gehört?
Ich wollte dann, wenn ich das abgebrochen habe, einen neuen Ansatz versuchen und mit dem Toilettentraining anfangen.

@Daniela
Ich hatte 20 Jahre Schizophrenie. Ich habe zeitweilig den ganzen Tag nichts getrunken und bin alle Stunde vorsorglich auf Toilette gegangen. Mir wurde gesagt, dass dann ein Verhaltensmuster entsteht und der Körper dann schon bei geringen Füllmengen der Blase Alarm schlägt.
Mir wurde zu dem Toilettentraining nichts  gesagt. Nur das ich nicht vorsorglich auf Toilette gehen soll.
Ich war noch bei einer anderen Urologin. Sie hat festgestellt, dass ich keine Organsenkung habe.
Außerdem wurde mein Urin untersucht. Ich soll Elektrostimulation machen und wenn das nicht hilft soll ich Tabletten bekommen.

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51 Minuten her #53601 von M.Musterfrau
M.Musterfrau antwortete auf Dranginkontinenz
Hallo Matti!

Vielen Dank für Deine Antwort!
Du bist also der Meinung, dass es so etwas durchaus geben kann, dass es ein erlerntes Verhaltensmuster ist, dass der Körper lernt zu früh Alarm zu schlagen, wenn man zu oft vorsorglich auf Toilette geht?
Ich mache das  trotzdem schon seit 4 Monaten, dass ich höchstens ein Mal am Tag vorläufig auf Toilette gehe, und es ist ziemlich krampfig das durchzuziehen.
Ich mache Elektrostimulation für die Dranginkontinenz nicht für dem Muskelaufbau. Durch die Elektrostimulation soll das vorzeitige Alarmschlagen in normale Bahnen gelenkt werden.
Die Elektrostimulation für den Muskelaufbau soll danach noch ein Mal stattfinden.
Ich kann den Beckenboden nicht bewusst anspannen. Deswegen hilft bei mir Beckenbodengymnastik nicht.
Belastungsinkontinenz habe ich aber nicht. Wenn ich beispielsweise huste, nässe ich nicht ein. Bist Du trotzdem der Meinung, dass ich den Beckenboden kräftigen sollte? Ich mache zur Zeit Kräftigung für den gesamten Beckenbereich, die Muschel und Kickback.

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