Frage Dranginkontinenz
- M.Musterfrau
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1 Monat 3 Wochen her #53615 von M.Musterfrau
M.Musterfrau antwortete auf Dranginkontinenz
Hallo!
@Martin
Mir wurde von der Physiotherapie gesagt, dass ich 3 Mal am Tag 2 Gläser trinken soll, auf einmal, immer zu den Mahlzeiten, also immer insgesamt 1,5 Liter.
Außerdem habe ich Schwierigkeiten das Essen runterzuschlucken wenn ich dazu nicht 2 Gläser trinke, jedenfalls morgens und nachmittags, weil ich da Brot esse. Wieviel trinkt Ihr denn am Tag? Durst habe ich wenn ich 1,5 Liter am Tag trinke in den Abständen, in denen ich das mache, eigentlich nie. Hast Du Durst bevor Du in kleinen Abständen etwas trinkst?
Ich empfinde es trotzdem als keinen Stress, wenn ich morgens unterwegs bin und mir keine Sorgen machen muss. Der einzige Nachteil, wenn ich nicht gerade Elektrostimulationstherapie mache, ist das ich nachmittags schlecht raus kann oder ich nur morgens etwas trinke und dann warte bis es lange genug her ist, und ich dann rausgehe.
Wie macht Ihr das denn, wenn Ihr mit Kontinenzhilfsmitteln unterwegs seit? Wie stark achtet Ihr dann darauf trotzdem rechtzeitig eine Toilette zu erreichen? Geht Ihr dann lieber vorsorglich auf Toilette wenn gerade eine Toilette in der Nähe ist?
Ich sollte ja nicht mehr vorsorglich auf Toilette gehen. Ganz darauf verlassen, sollte man sich ja jetzt auch wieder nicht, weil man dem Körper dann ja abgewöhnt bei Drang auf Toilette zu gehen.
Habt Ihr das Blasentraining denn zu Hause gemacht oder wart Ihr dazu tagsüber draußen?
Wenn ich jetzt anfange auf Kontinenzhilfsmittel zurückzugreifen, muss ich jedoch meine Methode mit dem nicht mehr vorsorglich auf Toilette gehen beenden, anstatt sie mit Geduld weiterzuführen.
Das mit dem Hausarzt finde ich eine gute Idee.
@Daniela
Du könntest recht haben, dass die Zeitspanne zwischen 18.30 und 11.30 Uhr zu lang ist und der Urin dann zu konzentriert ist.
Trinkst Du denn morgens gleich etwas? Bis wann trinkst Du abends etwas?
Wie stark achtet Ihr denn darauf die Trinkmenge den Zeiten an denen man unterwegs ist anzupassen? Ich habe trotzdem dann Schwierigkeiten Termine außer Haus wahrzunehmen und man möchte ja trotzdem dann nicht immer mit voller Windel rumlaufen.
Es geht mir darum, dass ich es nicht rechtzeitig zur Toilette schaffen könnte. Wieviel Toilettengänge ich gemacht habe ist mir nicht wichtig. Ich versuche halt nicht vorsorglich auf Toilette zu gehen, weil ich das ja nicht machen soll.
Es ist nicht nur die Angst, dass ich den Urin nicht halten könnte, ich kann ihn wenn ich etwas getrunken habe und ab einer gewissen Füllmenge der Blase, tatsächlich dann nicht mehr halten. Ich muss dann sehr überfallartig auf Toilette und so schnell kann ich dann auch keine Toilette erreichen.
Ich muss so zwischen 5 und 7 Mal am Tag auf Toilette, also in einem normalen Rahmen, ohne das ich spätestens um 18.30 Uhr das letzte Mal etwas getrunken habe, einmal nachts.
Das ich es einmal mit Hilfsmitteln versuchen sollte, finde ich eine gute Idee.
Viele Grüße
@Martin
Mir wurde von der Physiotherapie gesagt, dass ich 3 Mal am Tag 2 Gläser trinken soll, auf einmal, immer zu den Mahlzeiten, also immer insgesamt 1,5 Liter.
Außerdem habe ich Schwierigkeiten das Essen runterzuschlucken wenn ich dazu nicht 2 Gläser trinke, jedenfalls morgens und nachmittags, weil ich da Brot esse. Wieviel trinkt Ihr denn am Tag? Durst habe ich wenn ich 1,5 Liter am Tag trinke in den Abständen, in denen ich das mache, eigentlich nie. Hast Du Durst bevor Du in kleinen Abständen etwas trinkst?
Ich empfinde es trotzdem als keinen Stress, wenn ich morgens unterwegs bin und mir keine Sorgen machen muss. Der einzige Nachteil, wenn ich nicht gerade Elektrostimulationstherapie mache, ist das ich nachmittags schlecht raus kann oder ich nur morgens etwas trinke und dann warte bis es lange genug her ist, und ich dann rausgehe.
Wie macht Ihr das denn, wenn Ihr mit Kontinenzhilfsmitteln unterwegs seit? Wie stark achtet Ihr dann darauf trotzdem rechtzeitig eine Toilette zu erreichen? Geht Ihr dann lieber vorsorglich auf Toilette wenn gerade eine Toilette in der Nähe ist?
Ich sollte ja nicht mehr vorsorglich auf Toilette gehen. Ganz darauf verlassen, sollte man sich ja jetzt auch wieder nicht, weil man dem Körper dann ja abgewöhnt bei Drang auf Toilette zu gehen.
Habt Ihr das Blasentraining denn zu Hause gemacht oder wart Ihr dazu tagsüber draußen?
Wenn ich jetzt anfange auf Kontinenzhilfsmittel zurückzugreifen, muss ich jedoch meine Methode mit dem nicht mehr vorsorglich auf Toilette gehen beenden, anstatt sie mit Geduld weiterzuführen.
Das mit dem Hausarzt finde ich eine gute Idee.
@Daniela
Du könntest recht haben, dass die Zeitspanne zwischen 18.30 und 11.30 Uhr zu lang ist und der Urin dann zu konzentriert ist.
Trinkst Du denn morgens gleich etwas? Bis wann trinkst Du abends etwas?
Wie stark achtet Ihr denn darauf die Trinkmenge den Zeiten an denen man unterwegs ist anzupassen? Ich habe trotzdem dann Schwierigkeiten Termine außer Haus wahrzunehmen und man möchte ja trotzdem dann nicht immer mit voller Windel rumlaufen.
Es geht mir darum, dass ich es nicht rechtzeitig zur Toilette schaffen könnte. Wieviel Toilettengänge ich gemacht habe ist mir nicht wichtig. Ich versuche halt nicht vorsorglich auf Toilette zu gehen, weil ich das ja nicht machen soll.
Es ist nicht nur die Angst, dass ich den Urin nicht halten könnte, ich kann ihn wenn ich etwas getrunken habe und ab einer gewissen Füllmenge der Blase, tatsächlich dann nicht mehr halten. Ich muss dann sehr überfallartig auf Toilette und so schnell kann ich dann auch keine Toilette erreichen.
Ich muss so zwischen 5 und 7 Mal am Tag auf Toilette, also in einem normalen Rahmen, ohne das ich spätestens um 18.30 Uhr das letzte Mal etwas getrunken habe, einmal nachts.
Das ich es einmal mit Hilfsmitteln versuchen sollte, finde ich eine gute Idee.
Viele Grüße
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- martinK
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1 Monat 2 Wochen her #53617 von martinK
martinK antwortete auf Dranginkontinenz
Hallo Musterfrau
Ich trinke auch zu jeder Mahlzeit, aber auch dazwischen, je nach Gefühl und Durst. Der Wasserbedarf ist ja nicht jeden Tag derselbe, mal schwitzt man mehr, mal weniger, zudem hat es auch in Nahrungsmitteln wie Früchten oder Gemüse auch viel Flüssigkeit. Im Normalfall komme ich auf 2-3 Liter pro Tag, ich bewege mich aber auch gerne und viel. Wenn Du Dich mit dem Trinkverhalten aber wohl fühlst, gibt es nicht notwendigerweise Handlungsbedarf; ich hatte Deine Beitrag wohl falsch interpretiert.
Ich bin schwer harninkontinent, d.h. ich komme nicht ohne Harnverlust durch den Tag und oft verliere ich ohne Vorwarnung Harn. Ich versuche aber, regelmässig auf der Toilette zu entleeren, meistens wenn ich mein Hilfsmittel wechsle oder wenn ich Harndrang spüre und eine Toilette in der Nähe ist. Vor dem Schlafengehen versuche ich immer zu entleeren, ich denke, das ist normal. Leider klappt es bei mir oft nicht.
Ich denke, die Inkontinenzhilfsmittel können Dir etwas Sicherheit geben und den Stress reduzieren. Natürlich macht es in Deiner Situation Sinn, wenn immer möglich versuchen, die Kontinenz zu bewahren. Aber wie Du schreibst, ermöglichen Sie Dir, unterwegs zu sein, ohne dauernd an die Toilette zu denken, und auch Vertrauen in Deine Blase zu gewinnen. Vielleicht kannst Du länger den Drang zurückhalten, als Du vermutest. Zudem ist es ein Teufelskreis, wenn Du Dich wegen der Angst, Harn zu verlieren einschränkst. Du brauchst auch Ablenkung von Deinem Problem, raus gehen, sich mit Leuten treffen oder ach nur die Sonne geniessen.
Wenn Du grösstenteils die Blase unter Kontrolle hast, musst Du ja vermutlich auch nicht gleich Windeln tragen. Es gibt zum Beispiel Pants, die sich wie normale Unterhosen anfühlen und nicht auffallen. Die heutigen Produkte können recht viel Harn aufnehmen ohne rückzunässen. Wenn ich Harn verliere, muss ich nicht gleich zur nächsten Toilette rennen und das Hilfsmittel wechseln, sondern kann meiner Tätigkeit nachgehen und den Wechsel bei Gelegenheit erledigen. Die Hersteller und Anbieter von Inkontinenzhilfsmitteln, bieten in der Regel eine Beratung und Gratismuster an.
Ich versuchte es zu Beginn meiner Inkontinenz mit Blasentraining, aber in meinem Fall war das eine hoffnungslose Angelegenheit. Einerseits bin ich jeden Tag unterwegs, stehe vor Leuten, habe Meetings und muss zur Arbeit reisen. Da war es schwierig, noch ein Blasentraining einzuplanen. Andererseits hatte ich schon damals wenig Kontrolle über den Blasenschliessmuskel. Manchmal verlor ich Harn kurz nachdem ich 10 Minuten oder länger auf der Toilette gesessen war und dort keinen Tropfen Harn lassen konnte.
Wenn Du 5-7 Mal pro Tag entleerst, ist das ja eigentlich sehr gut. Ich vermute, dass Deine Blase wegen Deines Entleerungsverhaltens nicht geschrumpft ist. Hast Du mal ein Blasentagebuch geführt, in welchem Du die Trink- und Miktionsmenge notiert hast?
Herzliche Grüsse
Martin
Ich trinke auch zu jeder Mahlzeit, aber auch dazwischen, je nach Gefühl und Durst. Der Wasserbedarf ist ja nicht jeden Tag derselbe, mal schwitzt man mehr, mal weniger, zudem hat es auch in Nahrungsmitteln wie Früchten oder Gemüse auch viel Flüssigkeit. Im Normalfall komme ich auf 2-3 Liter pro Tag, ich bewege mich aber auch gerne und viel. Wenn Du Dich mit dem Trinkverhalten aber wohl fühlst, gibt es nicht notwendigerweise Handlungsbedarf; ich hatte Deine Beitrag wohl falsch interpretiert.
Ich bin schwer harninkontinent, d.h. ich komme nicht ohne Harnverlust durch den Tag und oft verliere ich ohne Vorwarnung Harn. Ich versuche aber, regelmässig auf der Toilette zu entleeren, meistens wenn ich mein Hilfsmittel wechsle oder wenn ich Harndrang spüre und eine Toilette in der Nähe ist. Vor dem Schlafengehen versuche ich immer zu entleeren, ich denke, das ist normal. Leider klappt es bei mir oft nicht.
Ich denke, die Inkontinenzhilfsmittel können Dir etwas Sicherheit geben und den Stress reduzieren. Natürlich macht es in Deiner Situation Sinn, wenn immer möglich versuchen, die Kontinenz zu bewahren. Aber wie Du schreibst, ermöglichen Sie Dir, unterwegs zu sein, ohne dauernd an die Toilette zu denken, und auch Vertrauen in Deine Blase zu gewinnen. Vielleicht kannst Du länger den Drang zurückhalten, als Du vermutest. Zudem ist es ein Teufelskreis, wenn Du Dich wegen der Angst, Harn zu verlieren einschränkst. Du brauchst auch Ablenkung von Deinem Problem, raus gehen, sich mit Leuten treffen oder ach nur die Sonne geniessen.
Wenn Du grösstenteils die Blase unter Kontrolle hast, musst Du ja vermutlich auch nicht gleich Windeln tragen. Es gibt zum Beispiel Pants, die sich wie normale Unterhosen anfühlen und nicht auffallen. Die heutigen Produkte können recht viel Harn aufnehmen ohne rückzunässen. Wenn ich Harn verliere, muss ich nicht gleich zur nächsten Toilette rennen und das Hilfsmittel wechseln, sondern kann meiner Tätigkeit nachgehen und den Wechsel bei Gelegenheit erledigen. Die Hersteller und Anbieter von Inkontinenzhilfsmitteln, bieten in der Regel eine Beratung und Gratismuster an.
Ich versuchte es zu Beginn meiner Inkontinenz mit Blasentraining, aber in meinem Fall war das eine hoffnungslose Angelegenheit. Einerseits bin ich jeden Tag unterwegs, stehe vor Leuten, habe Meetings und muss zur Arbeit reisen. Da war es schwierig, noch ein Blasentraining einzuplanen. Andererseits hatte ich schon damals wenig Kontrolle über den Blasenschliessmuskel. Manchmal verlor ich Harn kurz nachdem ich 10 Minuten oder länger auf der Toilette gesessen war und dort keinen Tropfen Harn lassen konnte.
Wenn Du 5-7 Mal pro Tag entleerst, ist das ja eigentlich sehr gut. Ich vermute, dass Deine Blase wegen Deines Entleerungsverhaltens nicht geschrumpft ist. Hast Du mal ein Blasentagebuch geführt, in welchem Du die Trink- und Miktionsmenge notiert hast?
Herzliche Grüsse
Martin
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- Fliegenfänger
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1 Monat 2 Wochen her #53623 von Fliegenfänger
Fliegenfänger antwortete auf Dranginkontinenz
Hallo Musterfrau
Vieles wurde hier schon geschrieben und dir von Daniela, Martin und Matti Infos und gute Tips gegeben, da brauche ich mich nicht zu wiederholen.
Ich lebe schon seit vielen Jahren mit einer Dranginkontinenz und kann Urin in einer Drangphase, wenn überhaupt, nur kurze Zeit halten, oder es geht meist schon ein Teil des Blaseninhalts verloren, bevor ich die Toilette erreiche. Ich habe lange Zeit Beckenbodentraining gemacht, hat bei mir leider nicht viel gebracht. Mein Beckenboden ist in Ordnung. Toilettentraining im klassischen Sinn wurde mir vom Urologen bei meiner Symptomatik nicht empfohlen, wäre auch eher schwierig gewesen, dieses durchzuführen. Vorsorglich auf Toilette gehen, funktioniert bei mir selten und auch nach einer Drangphase, wenn ich dann die Toilette erreicht habe, kommt oft einfach nichts, auch wenn ich mich noch so bemühe, Wasser zu lassen. Und ein paar Minuten später verliere ich dann plötzlich Urin, weil der Drang so heftig ist…
Zu den Einflussfaktoren. Bei meiner Dranginkontinenz habe ich «gute Zeiten», wie auch «schlechte Zeiten». In den guten Zeiten habe ich manchmal mehrere Stunden keinen Harndrang. Und wenn ich zu Hause bin, kann ich gut die Toilette erreichen, ohne viel zu verlieren. In den schlechten Zeiten trifft es mich manchmal alle 20 Minuten. Ein auslösender Faktor für eine schlechte Phase ist bei mir oft Stress, aber auch mein Kaffekonsum (ich liebe Kaffee), die Witterung (feucht und kalt), oder mich triggernde Situationen, zum Beispiel der berühmte laufende Wasserhahn, aber auch andere. Oft weiss ich aber auch nicht so genau, was bei mir in eine schlechten Phase führt.
So wie du schreibst und ich dich verstehe, könnte bei dir durchaus Stress eine Rolle spielen. Aber auch die trinkfreie Zeit könnte bei dir Ursache sein und die Blase reizen. Vielleicht solltest du versuchen, die ganze Sache gelassener, weniger nach Plan und weniger verkrampft anzugehen. Versuche, dir weniger Druck zu machen. Fünf bis sieben Mal täglich auf die Toilette zu gehen ist ja eigentlich noch gut, aber es ist schon so, wenn der Drang auftritt, auch nach längerer Zeit ohne, ist dieser nicht weniger heftig … Die Therapie, die Drangphase zu überbrücken, bzw. «trocken» zu bleiben, bis eine Toilette erreichbar ist, braucht viel Zeit und Geduld.
Ich selber richte mein Leben schon eine Weile nicht mehr nach den Toiletten. Mit dieser Einstellung geht es mir heute besser und um einiges stressfreier. Wenn eine in der Nähe ist, oder es die Situation erlaubt, benutze ich sie. Für die anderen Fälle trage ich ein Hilfsmittel. Dafür ist es da.
Lieb Grüsse
Markus
Vieles wurde hier schon geschrieben und dir von Daniela, Martin und Matti Infos und gute Tips gegeben, da brauche ich mich nicht zu wiederholen.
Ich lebe schon seit vielen Jahren mit einer Dranginkontinenz und kann Urin in einer Drangphase, wenn überhaupt, nur kurze Zeit halten, oder es geht meist schon ein Teil des Blaseninhalts verloren, bevor ich die Toilette erreiche. Ich habe lange Zeit Beckenbodentraining gemacht, hat bei mir leider nicht viel gebracht. Mein Beckenboden ist in Ordnung. Toilettentraining im klassischen Sinn wurde mir vom Urologen bei meiner Symptomatik nicht empfohlen, wäre auch eher schwierig gewesen, dieses durchzuführen. Vorsorglich auf Toilette gehen, funktioniert bei mir selten und auch nach einer Drangphase, wenn ich dann die Toilette erreicht habe, kommt oft einfach nichts, auch wenn ich mich noch so bemühe, Wasser zu lassen. Und ein paar Minuten später verliere ich dann plötzlich Urin, weil der Drang so heftig ist…
Zu den Einflussfaktoren. Bei meiner Dranginkontinenz habe ich «gute Zeiten», wie auch «schlechte Zeiten». In den guten Zeiten habe ich manchmal mehrere Stunden keinen Harndrang. Und wenn ich zu Hause bin, kann ich gut die Toilette erreichen, ohne viel zu verlieren. In den schlechten Zeiten trifft es mich manchmal alle 20 Minuten. Ein auslösender Faktor für eine schlechte Phase ist bei mir oft Stress, aber auch mein Kaffekonsum (ich liebe Kaffee), die Witterung (feucht und kalt), oder mich triggernde Situationen, zum Beispiel der berühmte laufende Wasserhahn, aber auch andere. Oft weiss ich aber auch nicht so genau, was bei mir in eine schlechten Phase führt.
So wie du schreibst und ich dich verstehe, könnte bei dir durchaus Stress eine Rolle spielen. Aber auch die trinkfreie Zeit könnte bei dir Ursache sein und die Blase reizen. Vielleicht solltest du versuchen, die ganze Sache gelassener, weniger nach Plan und weniger verkrampft anzugehen. Versuche, dir weniger Druck zu machen. Fünf bis sieben Mal täglich auf die Toilette zu gehen ist ja eigentlich noch gut, aber es ist schon so, wenn der Drang auftritt, auch nach längerer Zeit ohne, ist dieser nicht weniger heftig … Die Therapie, die Drangphase zu überbrücken, bzw. «trocken» zu bleiben, bis eine Toilette erreichbar ist, braucht viel Zeit und Geduld.
Ich selber richte mein Leben schon eine Weile nicht mehr nach den Toiletten. Mit dieser Einstellung geht es mir heute besser und um einiges stressfreier. Wenn eine in der Nähe ist, oder es die Situation erlaubt, benutze ich sie. Für die anderen Fälle trage ich ein Hilfsmittel. Dafür ist es da.
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1 Monat 2 Wochen her #53625 von M.Musterfrau
M.Musterfrau antwortete auf Dranginkontinenz
Hallo Martin!
Meine Blase unter Kontrolle habe ich nicht, nur wenn ich nichts getrunken habe. Ich muss überfallartig auf Toilette und
dann auch ca. 250 ml. ich denke, dass ich mit Pants deswegen nicht sehr weit komme.
Wie ist denn der zeitliche Abstand wenn Du regelmäßig auf Toilette gehst?
Sind die Inkontinenzhilfsmittel aus der Drogerie zu empfehlen?
Ein Blasentagebuch habe ich schon einmal geführt, es ist aber etwas veraltet.
Du schreibst ja, dass Du dich viel bewegst, ist es schwierig mit Inkontinenzhilfsmitteln Sport zu treiben?
Viele Grüße
Meine Blase unter Kontrolle habe ich nicht, nur wenn ich nichts getrunken habe. Ich muss überfallartig auf Toilette und
dann auch ca. 250 ml. ich denke, dass ich mit Pants deswegen nicht sehr weit komme.
Wie ist denn der zeitliche Abstand wenn Du regelmäßig auf Toilette gehst?
Sind die Inkontinenzhilfsmittel aus der Drogerie zu empfehlen?
Ein Blasentagebuch habe ich schon einmal geführt, es ist aber etwas veraltet.
Du schreibst ja, dass Du dich viel bewegst, ist es schwierig mit Inkontinenzhilfsmitteln Sport zu treiben?
Viele Grüße
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1 Monat 2 Wochen her #53628 von martinK
martinK antwortete auf Dranginkontinenz
Hallo Musterfrau
Es gibt Pants, die 250 ml locker aufnehmen können. Ich trage zum Sport und manchmal zu Hause die Tena Pants Maxi, die bei auf einmal geschätzt 300 ml absorbieren und bis zu ca 500 ml Urin speichern können. Natürlich gibt es auch Windelslips mit Hüftgürtel oder seitlichen Klettverschlüssen, die mehr aufnehmen und speichern können, aber es stellt sich dur Frage, ob so etwas in Deinem Fall zielführend ist, so lange Du mehrheitlich kontinent bist. Am Ende wirst Du das für Dich herausfinden und entscheiden müssen. Ich entleere geschätzt 10 bis 20 Mal pro Tag, davon den Grossteil unkontrolliert. Wenn ich arbeite oder länger unterwegs bin, reicht für mich eine Pant nicht.
Ich kenne mich mit den Inkontinenzhilfsmitteln, die in der Drogerie verkauft werden nicht gut aus. Es gibt sehr viele Produkte auf dem Markt, leider sind nicht alle zuverlässig. Ebenfalls spielt beben dem Inkontinenzgrad und dem Entleerungsverhalten die Anatomie eine signifikante Rolle bei der Wahl des Hilfsmittels. Daniela kann ein Lied davon singen… Meine Empfehlung ist, verschiedene Produkte zu testen (Pants, Einlagen, evtl Windelslips) und mich dabei vorerst an die bekannten Hersteller (spontan fallen mir da Tena, Attends, Harmann/Molicare, Abena, Seni ein). Übrigens, wenn eine Inkontinenz mit mittlerem oder Schweren Schweregrad diagnostiziert wurde, hast Du Anspruch auf Inkontinenzhilfsmittel, die von der Krankenkasse bezahlt oder zumindest mitfinanziert werden.
Ich versuche immer am am Morgen, am Abend und bei den meisten Hilfsmittelwechseln zu entleere (d.h. alle 4 Stunden. Es klappt abet bei weitem nicht jedesmal, dass etwas kommt. Dazwischen entleere ich meist in das Hilfsmittel, aber wenn ich Harndrang spüre und das Gefühl habe, eine Toilette erreichen zu können, versuche ich es auch dann.
Zum Sport trage ich immer die Tena Pants Maxi. Das funktioniert sehr gut. Sie fühlen sich wie normale Unterhosen an, sind diskret und bieten mir den nötigen Schutz.
Herzliche Grüsse
Martin
Es gibt Pants, die 250 ml locker aufnehmen können. Ich trage zum Sport und manchmal zu Hause die Tena Pants Maxi, die bei auf einmal geschätzt 300 ml absorbieren und bis zu ca 500 ml Urin speichern können. Natürlich gibt es auch Windelslips mit Hüftgürtel oder seitlichen Klettverschlüssen, die mehr aufnehmen und speichern können, aber es stellt sich dur Frage, ob so etwas in Deinem Fall zielführend ist, so lange Du mehrheitlich kontinent bist. Am Ende wirst Du das für Dich herausfinden und entscheiden müssen. Ich entleere geschätzt 10 bis 20 Mal pro Tag, davon den Grossteil unkontrolliert. Wenn ich arbeite oder länger unterwegs bin, reicht für mich eine Pant nicht.
Ich kenne mich mit den Inkontinenzhilfsmitteln, die in der Drogerie verkauft werden nicht gut aus. Es gibt sehr viele Produkte auf dem Markt, leider sind nicht alle zuverlässig. Ebenfalls spielt beben dem Inkontinenzgrad und dem Entleerungsverhalten die Anatomie eine signifikante Rolle bei der Wahl des Hilfsmittels. Daniela kann ein Lied davon singen… Meine Empfehlung ist, verschiedene Produkte zu testen (Pants, Einlagen, evtl Windelslips) und mich dabei vorerst an die bekannten Hersteller (spontan fallen mir da Tena, Attends, Harmann/Molicare, Abena, Seni ein). Übrigens, wenn eine Inkontinenz mit mittlerem oder Schweren Schweregrad diagnostiziert wurde, hast Du Anspruch auf Inkontinenzhilfsmittel, die von der Krankenkasse bezahlt oder zumindest mitfinanziert werden.
Ich versuche immer am am Morgen, am Abend und bei den meisten Hilfsmittelwechseln zu entleere (d.h. alle 4 Stunden. Es klappt abet bei weitem nicht jedesmal, dass etwas kommt. Dazwischen entleere ich meist in das Hilfsmittel, aber wenn ich Harndrang spüre und das Gefühl habe, eine Toilette erreichen zu können, versuche ich es auch dann.
Zum Sport trage ich immer die Tena Pants Maxi. Das funktioniert sehr gut. Sie fühlen sich wie normale Unterhosen an, sind diskret und bieten mir den nötigen Schutz.
Herzliche Grüsse
Martin
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1 Monat 2 Wochen her #53639 von Dasch
Dasch antwortete auf Dranginkontinenz
Liebe Musterfrau,
ich trinke tatsächlich sehr viel – möglicherweise sogar zu viel, da ich durch meine Medikamente ständig einen sehr trockenen Mund habe. Ich trinke direkt nach dem Aufstehen, über den ganzen Tag verteilt und auch abends. Außerdem merke ich deutliche Unterschiede, je nachdem, ob ich Kaffee, Cola oder Alkohol trinke.
Ohne Hilfsmittel kann ich inzwischen nicht mehr aus dem Haus gehen. Ein passendes Hilfsmittel zu empfehlen, ist sehr schwierig. Jeder hat ein anderes Entleerungsverhalten – kontinuierlich, tröpfchenweise, in mehreren kleineren Schüben oder mit vollständiger Blasenentleerung – und auch die Anatomie ist individuell unterschiedlich.
Und Martin hat recht, ich habe eine Odysee hinter mir, ich gehöre wohl nicht zu den Personen der passenden Anatomie für Hilfsmittel.
Ich habe zunächst mit Inkontinenz-Pants aus der Drogerie angefangen; die Eigenmarke von DM fand ich damals ganz gut. Später bin ich auf Inkontinenzslips umgestiegen, da sich Pants unterwegs, besonders im Winter, nur schwer wechseln lassen. Für eine neue Pants muss man praktisch die komplette Kleidung ausziehen. Die Inkontinenzslips aus der Drogerie beginnen außerdem meist erst bei Größe M, was mir damals viel zu groß war und weit über den Bauchnabel reichte.
Anschließend habe ich bei bekannten Herstellern wie Hartmann, Tena, Attends, Abena oder Seni Proben bestellt beziehungsweise kleine Packungsgrößen gekauft. Hilfreich für meine Entscheidung waren die Tipps hier im Forum sowie das Hilfsmittelverzeichnis (das kannst du hier auf der Seite unter Downloadbereich finden). Für mich war und ist die Suche nach dem passenden Hilfsmittel sehr schwierig, da ich vermutlich keine Standardproportionen habe. Inzwischen habe ich etwas gefunden, mit dem ich gut zurechtkomme, dennoch kommt es immer wieder vor, dass ein Hilfsmittel ausläuft.
Natürlich ist das nicht mit dem Leben vor der Inkontinenz zu vergleichen, aber ich kann inzwischen eigentlich alles machen, ohne mich stark einzuschränken oder bewusst auf Trinken verzichten zu müssen.
Je nach Trinkverhalten gehe ich etwa alle drei bis vier Stunden auf die Toilette – nach dem Frühstück und Kaffee oft schon nach zwei Stunden. Da ich keinen Harndrang spüre und nicht merke, wie voll meine Blase ist, gehe ich zusätzlich vorsorglich zur Toilette, zum Beispiel vor dem Schwimmen oder Sport, bevor ich das Haus verlasse und vor dem Schlafengehen. Aufgrund großer Restharnmengen muss ich mich zusätzlich katheterisieren.
Ich nutze verschiedene Hilfsmittel: tagsüber meist Attends Flex, nachts Windelslips und im Freibad oder am Strand schwarze Pants unter einem Rock.
Ich würde dir empfehlen, zunächst ein Hilfsmittel auszuprobieren, regelmäßig zu trinken und parallel noch einmal mit einem Arzt über deine Beschwerden zu sprechen.
Herzliche Grüße
Daniela
ich trinke tatsächlich sehr viel – möglicherweise sogar zu viel, da ich durch meine Medikamente ständig einen sehr trockenen Mund habe. Ich trinke direkt nach dem Aufstehen, über den ganzen Tag verteilt und auch abends. Außerdem merke ich deutliche Unterschiede, je nachdem, ob ich Kaffee, Cola oder Alkohol trinke.
Ohne Hilfsmittel kann ich inzwischen nicht mehr aus dem Haus gehen. Ein passendes Hilfsmittel zu empfehlen, ist sehr schwierig. Jeder hat ein anderes Entleerungsverhalten – kontinuierlich, tröpfchenweise, in mehreren kleineren Schüben oder mit vollständiger Blasenentleerung – und auch die Anatomie ist individuell unterschiedlich.
Und Martin hat recht, ich habe eine Odysee hinter mir, ich gehöre wohl nicht zu den Personen der passenden Anatomie für Hilfsmittel.
Ich habe zunächst mit Inkontinenz-Pants aus der Drogerie angefangen; die Eigenmarke von DM fand ich damals ganz gut. Später bin ich auf Inkontinenzslips umgestiegen, da sich Pants unterwegs, besonders im Winter, nur schwer wechseln lassen. Für eine neue Pants muss man praktisch die komplette Kleidung ausziehen. Die Inkontinenzslips aus der Drogerie beginnen außerdem meist erst bei Größe M, was mir damals viel zu groß war und weit über den Bauchnabel reichte.
Anschließend habe ich bei bekannten Herstellern wie Hartmann, Tena, Attends, Abena oder Seni Proben bestellt beziehungsweise kleine Packungsgrößen gekauft. Hilfreich für meine Entscheidung waren die Tipps hier im Forum sowie das Hilfsmittelverzeichnis (das kannst du hier auf der Seite unter Downloadbereich finden). Für mich war und ist die Suche nach dem passenden Hilfsmittel sehr schwierig, da ich vermutlich keine Standardproportionen habe. Inzwischen habe ich etwas gefunden, mit dem ich gut zurechtkomme, dennoch kommt es immer wieder vor, dass ein Hilfsmittel ausläuft.
Natürlich ist das nicht mit dem Leben vor der Inkontinenz zu vergleichen, aber ich kann inzwischen eigentlich alles machen, ohne mich stark einzuschränken oder bewusst auf Trinken verzichten zu müssen.
Je nach Trinkverhalten gehe ich etwa alle drei bis vier Stunden auf die Toilette – nach dem Frühstück und Kaffee oft schon nach zwei Stunden. Da ich keinen Harndrang spüre und nicht merke, wie voll meine Blase ist, gehe ich zusätzlich vorsorglich zur Toilette, zum Beispiel vor dem Schwimmen oder Sport, bevor ich das Haus verlasse und vor dem Schlafengehen. Aufgrund großer Restharnmengen muss ich mich zusätzlich katheterisieren.
Ich nutze verschiedene Hilfsmittel: tagsüber meist Attends Flex, nachts Windelslips und im Freibad oder am Strand schwarze Pants unter einem Rock.
Ich würde dir empfehlen, zunächst ein Hilfsmittel auszuprobieren, regelmäßig zu trinken und parallel noch einmal mit einem Arzt über deine Beschwerden zu sprechen.
Herzliche Grüße
Daniela
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1 Monat 2 Wochen her #53646 von Helmut 60
Helmut 60 antwortete auf Dranginkontinenz
Hallo Musterfrau,
ich kann mich im Großen und Ganzen nur Martin und Daniela anschließen.
Ich (M, 65J) lebe seit nunmehr fast 4 Jahren mit einer kombinierten Tröpfel- und Dranginkontinenz. Harndrang habe ich im Schnitt 10-15 mal am Tag, 5 mal in der Nacht - ziemlich unabhängig vom Füllstand der Blase, ob mit oder ohne Anlass und dann sehr dringend und mit sehr geringem Zeitrahmen bis es ggf. zu einem schmerzhaften Krampf kommt, bei dem nichts mehr aufzuhalten ist. Entleerungsstörung habe ich nicht, die Blase läuft auch oft genug komplett leer.
Auch ich kann nicht ohne Schutz ein vernünftiges Leben führen. OK, wenn ein Drang kommt und ich bin nahe an einer Toilette, nutze ich sie auch (für's große Geschäft sowieso - hier habe ich keinerlei Probleme). Wenn nicht, benutze ich einfach mein Hilfsmittel.
Tagsüber verwende ich in der Regel Attends Flex Hüftgurtwindeln, es reichen normalerweise zwei Stück über den Tag. Nachts nehme ich einen Tena Proskin Slip Maxi, der nimmt zuverlässig alles ohne Leckage bis zum Aufstehen auf. Auch tagsüber sind Undichtigkeiten meiner Windel äußerst selten - ich kenne die Produkte gut und kann gut einschätzen, wann es Zeit zum Wechsel ist und zudem sind meine Miktionsmengen nicht so riesengroß, das können Windeln sehr gut verkraften. Für sportliche Aktivitäten oder wenn ich einfach mal "leicht" rumlaufen möchte, nehme ich eine Tena Men Premium Pant; die sind hauptsächlich vorne und nicht zwischen den Beinen gepolstert und fühlen sich eher an (und sehen aus) wie eine Unterhose; reicht mir für bis zu 4 Stunden.
Trinken tue ich ganz normal, also so 1,5 - 2 l (hauptsächlich Wasser) verteilt am Tag. Natürlich morgens und nach dem Essen Espresso, am Abend auch ab und an etwas Wein - wenn man schon da wohnt, wo so ein hervorragender Tropfen wächst und gekeltert wird, muss man das auch nutzen!
Ich habe mir schon relativ früh abgewöhnt, mich wegen meiner Blase zu stressen. Ich wollte schon seit Beginn meiner Inkontinenz keinesfalls mein Leben von ihr diktieren lassen und mich bzw. meine Aktivitäten nicht um das stete Vorhandensein von erreichbaren Toiletten richten zu wollen. Ich habe Hilfsmittel gesucht (und gefunden), die mir komfortabel und diskret sitzen, sich auch nach mehrmaliger Benutzung noch größtenteils trocken und angenehm anfühlen und mit ausreichender Aufnahmefähigkeit, um mein gewohntes Leben mit allen Aktivitäten, die ich auch vorher hatte, nahezu ohne Einschränkung weiterführen zu können. Und das geht und funktioniert einwandfrei für mich!
Ich kann dir nur raten, dich nicht zu sehr zu stressen, normal zu trinken, dir Hilfsmittel zu suchen und erst einmal zur Ruhe zu kommen. Fang einfach erst einmal an, "normal" zu leben - die Verbesserung deiner Blasenfunktion kann vielleicht schon alleine dadurch eintreten - und wenn nicht, kannst du auch dann jederzeit wieder mit Übungen anfangen oder weitermachen!
Viele Grüße
Helmut
ich kann mich im Großen und Ganzen nur Martin und Daniela anschließen.
Ich (M, 65J) lebe seit nunmehr fast 4 Jahren mit einer kombinierten Tröpfel- und Dranginkontinenz. Harndrang habe ich im Schnitt 10-15 mal am Tag, 5 mal in der Nacht - ziemlich unabhängig vom Füllstand der Blase, ob mit oder ohne Anlass und dann sehr dringend und mit sehr geringem Zeitrahmen bis es ggf. zu einem schmerzhaften Krampf kommt, bei dem nichts mehr aufzuhalten ist. Entleerungsstörung habe ich nicht, die Blase läuft auch oft genug komplett leer.
Auch ich kann nicht ohne Schutz ein vernünftiges Leben führen. OK, wenn ein Drang kommt und ich bin nahe an einer Toilette, nutze ich sie auch (für's große Geschäft sowieso - hier habe ich keinerlei Probleme). Wenn nicht, benutze ich einfach mein Hilfsmittel.
Tagsüber verwende ich in der Regel Attends Flex Hüftgurtwindeln, es reichen normalerweise zwei Stück über den Tag. Nachts nehme ich einen Tena Proskin Slip Maxi, der nimmt zuverlässig alles ohne Leckage bis zum Aufstehen auf. Auch tagsüber sind Undichtigkeiten meiner Windel äußerst selten - ich kenne die Produkte gut und kann gut einschätzen, wann es Zeit zum Wechsel ist und zudem sind meine Miktionsmengen nicht so riesengroß, das können Windeln sehr gut verkraften. Für sportliche Aktivitäten oder wenn ich einfach mal "leicht" rumlaufen möchte, nehme ich eine Tena Men Premium Pant; die sind hauptsächlich vorne und nicht zwischen den Beinen gepolstert und fühlen sich eher an (und sehen aus) wie eine Unterhose; reicht mir für bis zu 4 Stunden.
Trinken tue ich ganz normal, also so 1,5 - 2 l (hauptsächlich Wasser) verteilt am Tag. Natürlich morgens und nach dem Essen Espresso, am Abend auch ab und an etwas Wein - wenn man schon da wohnt, wo so ein hervorragender Tropfen wächst und gekeltert wird, muss man das auch nutzen!
Ich habe mir schon relativ früh abgewöhnt, mich wegen meiner Blase zu stressen. Ich wollte schon seit Beginn meiner Inkontinenz keinesfalls mein Leben von ihr diktieren lassen und mich bzw. meine Aktivitäten nicht um das stete Vorhandensein von erreichbaren Toiletten richten zu wollen. Ich habe Hilfsmittel gesucht (und gefunden), die mir komfortabel und diskret sitzen, sich auch nach mehrmaliger Benutzung noch größtenteils trocken und angenehm anfühlen und mit ausreichender Aufnahmefähigkeit, um mein gewohntes Leben mit allen Aktivitäten, die ich auch vorher hatte, nahezu ohne Einschränkung weiterführen zu können. Und das geht und funktioniert einwandfrei für mich!
Ich kann dir nur raten, dich nicht zu sehr zu stressen, normal zu trinken, dir Hilfsmittel zu suchen und erst einmal zur Ruhe zu kommen. Fang einfach erst einmal an, "normal" zu leben - die Verbesserung deiner Blasenfunktion kann vielleicht schon alleine dadurch eintreten - und wenn nicht, kannst du auch dann jederzeit wieder mit Übungen anfangen oder weitermachen!
Viele Grüße
Helmut
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1 Monat 2 Wochen her #53649 von Vallie
Vallie antwortete auf Dranginkontinenz
Hallo Musterfrau,
eine kleine Ergänzung zu Deiner Nachfrage nach Pants aus dem Drogeriemarkt. Ich komme mit denen der Eigenmarke von Rossmann gut zu recht, sie gibt es auch in S, diese benutze ich.
250ml ist da kein Problem, zu mindestens bei mir nicht.
Bei größeren Größe ist die Aufnahmemenge entsprechend höher, ab M gibt es sie seit kurzem sogar in zwei Stärken.
Ansonsten hat Daniela bereits darauf hingewiesen, daß Dir Inkontinenzhilfsmittel bei entsprechender Diagnose über die Krankenkasse zustehen.
Grüße von Valerie
eine kleine Ergänzung zu Deiner Nachfrage nach Pants aus dem Drogeriemarkt. Ich komme mit denen der Eigenmarke von Rossmann gut zu recht, sie gibt es auch in S, diese benutze ich.
250ml ist da kein Problem, zu mindestens bei mir nicht.
Bei größeren Größe ist die Aufnahmemenge entsprechend höher, ab M gibt es sie seit kurzem sogar in zwei Stärken.
Ansonsten hat Daniela bereits darauf hingewiesen, daß Dir Inkontinenzhilfsmittel bei entsprechender Diagnose über die Krankenkasse zustehen.
Grüße von Valerie
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1 Monat 2 Wochen her #53650 von Vallie
Vallie antwortete auf Dranginkontinenz
P.S. da habe ich mich getäuscht, Daniela (liebe Grüße!) hat auf das Hilfsmittelverzeichnis verwiesen, Du findest aber auch zu Rezept und allem weitere ausführliche Infos auf dieser Seite
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- M.Musterfrau
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1 Monat 2 Wochen her #53652 von M.Musterfrau
M.Musterfrau antwortete auf Dranginkontinenz
Vielen Dank für Eure Antworten!
Ich freue mich da sehr drüber!
Viele Grüße
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Viele Grüße
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