file Frage Dranginkontinenz

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15 Stunden 57 Minuten her #53615 von M.Musterfrau
M.Musterfrau antwortete auf Dranginkontinenz
Hallo!
@Martin
Mir wurde von der Physiotherapie gesagt, dass ich 3 Mal am Tag 2 Gläser trinken soll, auf einmal, immer zu den Mahlzeiten, also immer insgesamt 1,5 Liter.
Außerdem habe ich Schwierigkeiten das Essen runterzuschlucken wenn ich dazu nicht 2 Gläser trinke, jedenfalls morgens und nachmittags, weil ich da Brot esse. Wieviel trinkt Ihr denn am Tag? Durst habe ich wenn ich 1,5 Liter am Tag trinke in den Abständen, in denen ich das mache, eigentlich nie. Hast Du Durst bevor Du in kleinen Abständen etwas trinkst?
Ich empfinde es trotzdem als keinen Stress, wenn ich morgens unterwegs bin und mir keine Sorgen machen muss. Der einzige Nachteil, wenn ich nicht gerade Elektrostimulationstherapie mache, ist das ich nachmittags schlecht raus kann oder ich nur morgens etwas trinke und dann warte bis es lange genug her ist, und ich dann rausgehe. 
Wie macht Ihr das denn, wenn Ihr mit Kontinenzhilfsmitteln unterwegs seit? Wie stark achtet Ihr dann darauf trotzdem rechtzeitig eine Toilette zu erreichen? Geht Ihr dann lieber vorsorglich auf Toilette wenn gerade eine Toilette in der Nähe ist?
Ich sollte ja nicht mehr vorsorglich auf Toilette gehen. Ganz darauf verlassen, sollte man sich ja jetzt auch wieder nicht, weil man dem Körper dann ja abgewöhnt bei Drang auf Toilette zu gehen.
Habt Ihr das Blasentraining denn zu Hause gemacht oder wart Ihr dazu tagsüber draußen?
Wenn ich jetzt anfange auf Kontinenzhilfsmittel zurückzugreifen, muss ich jedoch meine Methode mit dem nicht mehr vorsorglich auf Toilette gehen beenden, anstatt sie mit Geduld weiterzuführen.
Das mit dem Hausarzt finde ich eine gute Idee.

@Daniela
Du könntest recht haben, dass die Zeitspanne zwischen 18.30 und 11.30 Uhr zu lang ist und der Urin dann zu konzentriert ist.
Trinkst Du denn morgens gleich etwas? Bis wann trinkst Du abends etwas?
Wie stark  achtet Ihr denn darauf die Trinkmenge den Zeiten an denen man unterwegs ist anzupassen? Ich habe trotzdem dann Schwierigkeiten Termine außer Haus wahrzunehmen und man möchte ja trotzdem dann nicht immer mit voller Windel rumlaufen.
Es geht mir darum, dass ich es nicht rechtzeitig zur Toilette schaffen könnte. Wieviel Toilettengänge ich gemacht habe ist mir nicht wichtig. Ich versuche halt nicht vorsorglich auf Toilette zu gehen, weil ich das ja nicht machen soll.
Es ist nicht nur die Angst, dass ich den Urin nicht halten könnte, ich kann ihn wenn ich etwas getrunken habe und ab einer gewissen Füllmenge der Blase, tatsächlich dann nicht mehr halten. Ich muss dann sehr überfallartig auf Toilette und so schnell kann ich dann auch keine Toilette erreichen.
Ich muss so zwischen 5 und 7 Mal am Tag auf Toilette, also in einem normalen Rahmen, ohne das ich spätestens um 18.30 Uhr das letzte Mal etwas getrunken habe, einmal nachts. 
Das ich es einmal mit Hilfsmitteln versuchen sollte, finde ich eine gute Idee.
 
Viele Grüße

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9 Stunden 42 Minuten her #53617 von martinK
martinK antwortete auf Dranginkontinenz
Hallo Musterfrau

Ich trinke auch zu jeder Mahlzeit, aber auch dazwischen, je nach Gefühl und Durst. Der Wasserbedarf ist ja nicht jeden Tag derselbe, mal schwitzt man mehr, mal weniger, zudem hat es auch in Nahrungsmitteln wie Früchten oder Gemüse auch viel Flüssigkeit. Im Normalfall komme ich auf 2-3 Liter pro Tag, ich bewege mich aber auch gerne und viel. Wenn Du Dich mit dem Trinkverhalten aber wohl fühlst, gibt es nicht notwendigerweise Handlungsbedarf; ich hatte Deine Beitrag wohl falsch interpretiert.

Ich bin schwer harninkontinent, d.h. ich komme nicht ohne Harnverlust durch den Tag und oft verliere ich ohne Vorwarnung Harn. Ich versuche aber, regelmässig auf der Toilette zu entleeren, meistens wenn ich mein Hilfsmittel wechsle oder wenn ich Harndrang spüre und eine Toilette in der Nähe ist. Vor dem Schlafengehen versuche ich immer zu entleeren, ich denke, das ist normal. Leider klappt es bei mir oft nicht.

Ich denke, die Inkontinenzhilfsmittel können Dir etwas Sicherheit geben und den Stress reduzieren. Natürlich macht es in Deiner Situation Sinn, wenn immer möglich versuchen, die Kontinenz zu bewahren. Aber wie Du schreibst, ermöglichen Sie Dir, unterwegs zu sein, ohne dauernd an die Toilette zu denken, und auch Vertrauen in Deine Blase zu gewinnen. Vielleicht kannst Du länger den Drang zurückhalten, als Du vermutest. Zudem ist es ein Teufelskreis, wenn Du Dich wegen der Angst, Harn zu verlieren einschränkst. Du brauchst auch Ablenkung von Deinem Problem, raus gehen, sich mit Leuten treffen oder ach nur die Sonne geniessen. 

Wenn Du grösstenteils die Blase unter Kontrolle hast, musst Du ja vermutlich auch nicht gleich Windeln tragen. Es gibt zum Beispiel Pants, die sich wie normale Unterhosen anfühlen und nicht auffallen. Die heutigen Produkte können recht viel Harn aufnehmen ohne rückzunässen. Wenn ich Harn verliere, muss ich nicht gleich zur nächsten Toilette rennen und das Hilfsmittel wechseln, sondern kann meiner Tätigkeit nachgehen und den Wechsel bei Gelegenheit erledigen. Die Hersteller und Anbieter von Inkontinenzhilfsmitteln, bieten in der Regel eine Beratung und Gratismuster an.

Ich versuchte es zu Beginn meiner Inkontinenz mit Blasentraining, aber in meinem Fall war das eine hoffnungslose Angelegenheit. Einerseits bin ich jeden Tag unterwegs, stehe vor Leuten, habe Meetings und muss zur Arbeit reisen. Da war es schwierig, noch ein Blasentraining einzuplanen. Andererseits hatte ich schon damals wenig Kontrolle über den Blasenschliessmuskel. Manchmal verlor ich Harn kurz nachdem ich 10 Minuten oder länger auf der Toilette gesessen war und dort keinen Tropfen Harn lassen konnte.

Wenn Du 5-7 Mal pro Tag entleerst, ist das ja eigentlich sehr gut. Ich vermute, dass Deine Blase wegen Deines Entleerungsverhaltens nicht geschrumpft ist. Hast Du mal ein Blasentagebuch geführt, in welchem Du die Trink- und Miktionsmenge notiert hast?

Herzliche Grüsse
Martin

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