Frage Schließmuskelschwäche
- Emma
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Ich denke, ich werde nicht drum herum kommen, mich im Fitnesscenter bei uns mal beraten zu lassen, die haben einen Beckenbodenbereich, ein mal als Kurse und aber auch mit speziellen Geräten. Hoffentlich mache ich dann aber auch das richtige, nicht das sich alles noch mehr verschärft.
Das kann ich gut nachvollziehen, ich meine wegen der sakralen Neurostimulation, bei manchen hilft es, bei anderen wiederum nicht.
Darf ich fragen, wie lange bei dir Corona zurück liegt, ich kenne mittlerweile einige, denen es nach Corona nicht gut geht, das heißt mit anhaltenden Beschwerden.
Liebe Grüße, Emma
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- stephanw
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Emma schrieb: Darf ich fragen, wie lange bei dir Corona zurück liegt, ich kenne mittlerweile einige, denen es nach Corona nicht gut geht, das heißt mit anhaltenden Beschwerden.
Ich hatte im Mai 2022 meine Corona Infektion, war davor dreifach mit Biontech geimpft und gehofft, dass ich die Infektion locker wegstecke, falls ich mich anstecke. Die Infektion selbst lief auch relativ komplikationslos, Fieber & Kopfschmerzen & Reizhusten, das übliche Programm, nach ein paar Tagen war das vorbei. Allerdings hat sich bei mir kurz nach der Infektion heftiger Durchfall eingestellt, der für ein paar Tage/1-2 Wochen anhielt. Zudem hatte ich relativ bald nach der Infektion kein Gefühl mehr im Bereich des Schließmuskels, die Kontraktionsfähigkeit des Schließmuskel ist verschlechtert und ich kann nicht mehr gut spüren, ob Kot im Enddarm war, da die Darminnenwand ziemlich gefühllos ist (z.B. spüre ich auch nicht sehr gut, wenn manuell durch den Arzt getastet wird). Es ging in der Zeit alles mehrmals täglich unkontrolliert in die Hose und das war psychisch eine extrem belastende Zeit, ich hab mich da schon als Frührentner ausgemacht. Der Durchfall hat sich mittlerweile zum Glück wieder deutlich gebessert, aber die Empfindungsstörung ist nicht viel besser geworden. Es kam bei der Diagnostik raus, dass ich bzgl. Laktoseintoleranz eine Art Grenzfall bin (Glucose-Anstieg 19,7mg/dl nach 30 Minuten, ab 20 spricht man von einer Laktoseintoleranz). Bei der Magen-/Darmspiegelung wurden damals noch ein paar Polypen entfernt und ich habe Hämorrhoiden 2. Grades sowie eine geringe Divertikulitis, das ist aber laut dem Arzt damals nicht der Grund für den Durchfall. Also war das klar infektionsbedingt. Ich achte mittlerweile darauf, laktosefreie Produkte zu konsumieren, um keinen Durchfall zu provozieren. Festen Stuhl kann ich noch relativ gut wahrnehmen wenn ich auf meine Körpersignale achte und zu 99% "erfolgreich" der Toilette absetzen, sobald das Richtung breiiger Stuhl/Durchfall geht, bin ich verloren und es geht in die Windel. Das passiert aktuell 1-2x im Monat, also zum Glück nicht zu häufig, und meistens zu Hause, wo ich mit der Darmirrigation etwas nachlässiger bin.
Die Darmirrigation gibt mir aber die notwendige Sicherheit, überhaupt noch arbeiten gehen zu können, wobei ich max 1-2 Tage / Woche ins Büro fahre. Die meiste Zeit kann ich zum Glück von zu Hause arbeiten, sehr hilfreich auch wenn der Darm wieder mal mit Durchfall rumzickt. Bin froh, dass ich noch arbeiten kann. Das wäre das völlige Desaster geworden.
LG
Stephan
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- Emma
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Eine Milchzuckerunverträglichkeit kam bei mir auch mal heraus, aber das kann ich gut meiden, es gibt zudem ja auch Lactrasetabletten.
Ist sehr frustrierend, meine wegen dem Schließmuskel, wenn einem niemand so wirklich erklären kann, wie das entstanden ist bzw. was man tun kann, damit es besser wird.
Ich fühlte mich bisher mit dem gesamten auch recht alleine gelassen, auch in Sachen Hilfsmittel, ich hatte mal wegen speziellen Schutzsalben und analen Tampons angefragt, wäre beides nicht verordnungsfähig.
Ähnliche Erfahrungen beim Thema Ursachensuche.
Ein einziger Arzt nahm sich mal sehr viel Zeit, ist leider weg, haben nur telef., bin am nachdenken, da vielleicht mal hinzufahren, rechnet aber leider nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen ab, mal schauen.
Ich weiß nicht, was du an Diagnostik schon gemacht hast, beispielsweise hatte ich mal den Pudendusnerv beim Nervenfacharzt checken lassen, vielleicht wäre das auch noch eine Idee bei dir!?
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- stephanw
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Emma schrieb: HIst sehr frustrierend, meine wegen dem Schließmuskel, wenn einem niemand so wirklich erklären kann, wie das entstanden ist bzw. was man tun kann, damit es besser wird.
Ja, definitiv, wobei ich die Stuhlinkontinenz jetzt ja zum Glück halbwegs im Griff habe, auch wenn die Grundproblematik weiter besteht... Die Harninko ist eigentlich sehr gut zu handlen, da hatte ich nur am Anfang Probleme, bis ich die richtigen Hilfsmittel hatte.
Emma schrieb: Ich fühlte mich bisher mit dem gesamten auch recht alleine gelassen, auch in Sachen Hilfsmittel, ich hatte mal wegen speziellen Schutzsalben und analen Tampons angefragt, wäre beides nicht verordnungsfähig.
Durch meine Harninkontinenz, die mich schon ein paar Jahre begleitet, bin ich da recht gut aufgestellt. Ich komme mit meinem Material eigentlich ganz gut zurecht. Ein Hinweis dazu, Analtampons sind sehr wohl verschreibungsfähig, wenn eine Stuhlentleerungsstörung vorliegt. Ich habe auch zeitweilig Analtampons benutzt, die haben allerdings nicht bei sehr flüssigem Durchfall geholfen. Die Irrigation funktioniert da sehr viel besser! Wegen Verschreibungsfähigkeit von Schutzsalben bin ich überfragt, ich benutze Calendula Pflegeöl und Calendula Wundschutzcreme (wenn es mal wirklich schmerzt) von Weleda, die kaufe ich mir so. Das Öl trage ich hin- und wieder nach dem Duschen auf, die Wundschutzcreme bei akutem Bedarf (Rötung, Jucken). Wenn allerdings bereits z.B. eine Hauterkrankung entstanden sein sollte, müssten Salben eigentlich auch verschreibungsfähig sein (solange sie eine PZN haben)
Emma schrieb: Ähnliche Erfahrungen beim Thema Ursachensuche.
Ein einziger Arzt nahm sich mal sehr viel Zeit, ist leider weg, haben nur telef., bin am nachdenken, da vielleicht mal hinzufahren, rechnet aber leider nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen ab, mal schauen.
Ich weiß nicht, was du an Diagnostik schon gemacht hast, beispielsweise hatte ich mal den Pudendusnerv beim Nervenfacharzt checken lassen, vielleicht wäre das auch noch eine Idee bei dir!?
Ich habe schon soviel Diagnostik hinter mir, dass ich mittlerweile die Nase voll habe und mich mit dem Zustand abfinden bzw. nett ausgedrückt, anfreunden muss. Ich war bei allen möglichen Ärzten vorstellig: Urologe, Gastroenterologe, Proktologe, Neurologe, Orthopäde und war auch schon auf Reha. Es gibt für alles Erklärungsansätze, warum die Problematik besteht, allerdings haben keine der Therapiemöglichkeit angeschlagen.
Was bei mir zusätzlich ganz schön nagt ist die Psyche, da bin ich seit einigen Jahren beim Psychiater (und medikamentös eingestellt) sowie in psychotherapeutischer Behandlung. Die Medikamente helfen relativ gut, habe zwar immer mal wieder extreme Tiefs, wenn es z.B. einen Unfall in der Öffentlichkeit gab, ansonsten komme ich soweit durch den Alltag. Kann ich allen mit ähnlich gelagerter Problematik definitiv empfehlen!
LG
Stephan
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- Emma
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Aber es gibt auch Tage, da verzweifele ich ein wenig, vielleicht aber auch nur deshalb, weil ich noch so viele andere Baustellen habe.
Das freut mich, dass dir die Gesprächstherapie und Medikamente gut tun, ich selbst war relativ lange in Therapie, war damals froh, dass mich jemand im Leben begleitet.
Das glaube ich dir, wenn du auch schon so viel Diagnostik hinter dich gebracht hast und auch vieles versucht hast, irgendwann will man auch einfach mal Abstand zu allem, kann ich sehr gut nachempfinden.
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- Emma
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Habe gerade gesehen, dass es ja auch Pepsinwein zum einnehmen gibt, um besser zu verdauen.
Am schwierigsten ist bei mir das Eiweiß zu spalten, mein gesamt Eiweißwert ist auch seit mehreren Jahren erniedrigt.
Schwierig ist, dass ich mir alles selbst kaufen muss, da die Krankenkasse vieles nicht erstattet.
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- Emma
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Ich verstehe manchmal meine Ärzte nicht, denn auf die Idee, das es das ja auch gibt, brachte mich bisher niemand, aber genau das wäre doch vielleicht viel effektiver, als mehrmals abzuduschen, einzucremen und eine Einlage zwischen der Pofalte den gesamten Tag auszuhalten, die auch andauernd verrutscht.
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- Emma
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Ich habe heute erfahren, dass damals nicht der Pudendusnerv gemessen wurde, aber irgendein anderer Nerv direkt am Aftereingang.
Weiß vielleicht jemand, durch welche Nerven der Musculus iliococcygeus verbunden ist, dieser Arzt kann den Pudendusnerv leider nicht messen, dann frage ich mich nur, wer dann und hilft mir das weiter, ich werde den Arzt ansprechen.
Hintergrund für diese Idee ist, da ich mal aufs Becken bzw. Beckenlendenwirbelbereich links gefallen bin, was aber von alleine ausheilte (nach 14 Tagen) und ich meine, das war der Zeitraum, als meine Beschwerden dann auch angefangen haben, kann Zufall sein.
Eingefallen ist mir auch, dass es manchmal so ist, dass wie aus heiterem Himmel für eine Sekunde ein ganz heftiger Schmerz auftritt, in dem Sinne, dass ich mich dann irgendwo festhalten muss, ein einschießender Schmerz, der dann aber auch direkt wieder weg geht, vielleicht würde das zu einer Pudendusneuralgie passen, ich tendiere aber auch allgemein zu unterschiedlichen Nervenschmerzen, auch an anderen Stellen.
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- Emma
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hat jemand eine Idee, wie ich einen sehr guten Spezialisten finden kann!? Der sich Zeit nimmt und versucht die Zusammenhänge zu verstehen.
Ich habe unter anderem den Verdacht auf einen defekten Schließmuskel, im MRT Bericht steht defekter Musculus iliococcygeus beidseitig.
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es der Schließmuskel, den ich nicht willentlich ansteuern kann und ich würde gerne mit jemanden sprechen, der sich damit auskennt und hinterfragt, weshalb er defekt ist ect.
Leider komme ich zurzeit mit den analen Tampons noch nicht gut zurecht, sie drücken zu sehr, dichten aber an sich gut ab.
Ich bin zurzeit sehr verzweifelt, weil ich nicht weiß, wie es weiter geht.
Emma
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