Frage Kondom-Urinal anstatt Windelhosen
ich glaube du denkst in diesem Fall in die falsche Richtung. Stimmt schon, die Sachbearbeiter, die Kassen und die Politik haben nicht die Beschwerden und benötigen auch diese Hilfsmittel in der Regel nicht. Genau dies führt aber zu den unglaublichen Situationen von Erstattungsbeträgen unter 20 Euro im Monat, so wie es bei den aufsaugenden Hilfsmittel zumeist der Fall ist. Wären sie selbst Verwender dieser Produkte, hätten wir wahrscheinlich Gold am Ars....(sorry).
Im übrigen haben auch die qualitativ hochwertigen Produkte Hilfsmittelnummern, nur werden diese eben nicht mehr bezahlt. Die Qualitätsstandarts bzw. Anforderungen bestehen seit 1993! unverändert. Deshalb kann man heute minderwertigsten Mist als ausreichend und somit als medzinisch ausreichend einstufen.
Die 29,75 sind in dem Fall von Wertho eine individuell ausgehandelte Summe seiner Kasse. Dies ist von Kasse zu Kasse in der Summe unterschiedlich, teilweise liegt diese unter 20 Euro/ Monat. Für Kondomuirnle sind mir solch niedrige Pauschalen aber nicht bekannt.
Matti
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- Horsty
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deine Aussage:
Für Kondomuirnle sind mir solch niedrige Pauschalen aber nicht bekannt.
Dies ist genau der entscheidende Punkt, denn es gibt nach meinen persönlichen praktischen Erfahrungen für Kondom-Urinale keine Pauschale. Also kein Denken in die falsche Richtung.
Der entsprechende und aussagefähige Artikel eines leitendenden Mitarbeiters der Fa. Coloplast liegt mir leider nicht mehr vor (Festplatte ist ausgefallen).
Aber auch eine kürzlich geführte Rücksprache mit einer Mitarbeiterin aus dem Kundendienst von www.siewa-homecare.de bestätigte mir, dass für Kondom-Urinale zwar eindeutig Mengenbeschränkungen bestehen (z.B. 30 Stück Kondome plus max. 1 St. Reserve/Monat). Ebenso für die Urinbeutel und weitere Zubehörteile.
Da ich hier individuelle Lösungen anwende und dadurch u.a. deutlich weniger Urinbeutel verbrauche und keine Beingurte, werden nur die verbrauchten Mengen mit der KK verrechnet. Es gibt also für das System der Kondom-Urinale keine pauschalierten Preis-Vorgaben. Würde also die gesamte vorgegebene Menge nötig sein (wäre der Normalfall), wird diese Menge komplett mit der KK verrechnet.
Also für Wertho würde ich vorschlagen mit den Kundendienst von www.siewa-homecare.de Kontakt aufzunehmen und geeignete Testmuster anzufordern. Parallel auch Muster der anderen Hersteller, sowie erfahrene Mitarbeiter des Außendienstes einzuladen.
Sollten hier Probleme entstehen, gebe ich gerne weitergehende Tipps.
Es grüßt Horsty
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- Horsty
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weil mir der Name des Verfassers, Dennis Giesfeldt, von Coloplast wieder einkam, konnte ich mit Hilfe der nützlichen Suchfunktion unseres Forums einen ähnlichen Artikel finden.
Herr Giesfeldt schreibt u.a.:
Nachzulesen im folgenden Beitrag:Es muss deshalb dringend davor gewarnt werden, andere Bereiche, die eine heterogenere
Versorgungslandschaft vorweisen, wie z. B. die ableitende Inkontinenz, einer ähnlichen
einfachen Pauschalbetrachtung unterzuordnen sowie mit einen rein auf den Preis fokussierten Wettbewerb zu begleiten.
www.inkontinenz-selbsthilfe.com/forum/54...ersorgung.html#18081
Desweiteren hatte Herr Giesfeldt in einem späteren Artikel sinngemäß geäußert: Coloplast habe sich als Leistungserbringer für aufsaugende Hilfsmittel zurückgezogen, weil der Qualitätsanspruch mit den niedrigen Vergütungen nicht erfüllbar wären.
Dafür werden grundsätzlich alle ableitende Artikel nebst Zubebör angeboten.
Es grüßt Horsty
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- Wertho
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Eine Mengenbeschränkung kann ich ja noch nachvollziehen, klar dass man nicht für 30 Tage eine Menge von 90 Kondomen genehmigt bekommt. Schwieriger wird es da schon mit der Preisdeckelung. Ich bin jetzt zwar noch wahrlich kein Experte bei Kondomurinalen und Beuteln. Aber was ich so quer Beet gesehen habe muss man für ein gutes Kondomurinal schon knapp 3 Euro rechnen - verbessert mich wenn ich mich hierbei irre.
Und wenn ich bei den Beuteln sehe, dass gute und geräuscharme Beutel (Coloplast Rapid fällt mir da gerade ein) auch um die 8-10 Euro kosten, dann sind für eine Monatsversorgung schnell mal 140 bis 180 Euro fällig. Im Vergleich zu meiner derzeitigen "genehmigten Summe" von 29,75 Euro das 5-6-fache. Das wird allemal interessant diese Diskussionen zu führen bei der KK und Stress sehe ich da vorprogrammiert. Aufgeben kommt natürlich nicht als Option in Frage.
Ob eine Versorgung via www.siewa-homecare.de möglich sein wird hängt doch vermutlich von den Verträgen der KK ab oder täusche ich mich? Denn wenn ich Horsty so lese scheint www.siewa-homecare.de eine sehr gute Adresse zu sein.
Ich werde Euch in jedem Fall teilhaben lassen was die Diskussionen mit der KK so mit sich bringen. Ihr als erfahrene Mitgieder könnt sicher schneller erkennen, wenn die KK mir ein A für ein U verkaufen will ich alles abwiegelt.
Schon traurig, dass man um eine gute und passende Versorgung so kämpfen muss. Schließlich hat sich niemand diese Einschränkung freiwillig ausgesucht und vom "grünen Tisch" aus lässt es sich gut reden.
Schöne Grüße... ich stöbere noch ein bisschen im Forum was es noch alles Wissenswertes gibt - gerade im Hinblick auf die Frage welches Kondom und welcher Beutel.....
Wertho
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ich glaube du machst dich in diesem Punkt viel zu verrückt.
Kassen rechnen nicht so, wie dies ein normal Denkender tun würde. Die versorgen dich mit minderwertigsten Mist bei den aufsaugenden Hilfsmittel um kosten zu sparen. "Gerne" zahlen sie dann wochenlang den Wundexperten oder Dekubitusspezialisten, genehmigen Antidekubitusmatratzen und wenn es gar nicht mehr geht auch auch die stationäre Heimunterbringung.
Der Kostenplan hatte aber gesagt: "Du musst beim aufsaugenden Hilfsmittel sparen"! Folgekosten: irrelevant!
So ist dies auch bei den Kondomurinalen. Nicht einmal 30 Euro bei aufsaugenden Hilfsmittel, aber bei einem Versorgungswechsel spielt dies nur noch eine untergeordnete Rolle. Diese Zahl sollte dir nicht ständig im Kopf rumgeistern. Sie ist eine Pauschale für aufsaugende Hilfsmittel und nicht für alle evtl. sonstigen Versorgungsmöglichkeiten.
Frag doch jetzt einfach einmal bei deiner Kasse nach, dann sparst du dir die ganzen Sorgen.
Matti
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- Jens Schriever ✝
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Mir ist nicht bekannt, dass es bei Kondomurinale eine Pauschale gibt. Auch bei Katheter gibt es sie nicht, wahren aber schon mal im Gespräch.
Sollte ich mich irren, bitte ich um Korrektur.
Gruß Jens
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- Wertho
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hast ja Recht...!
Man ist eben massiv "vorgeschädigt" wegen der ganzen sinnlosen Diskussionen. Ich diskutiere gerne und mit jedem, nur es sollte erkennbar sein, dass es auch nur ansatzweise einen Sinn macht. Undd as war bislang nicht der Fall. Bürohengste eben!
Gruß
Wertho
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kann ich sehr gut nachvollziehen, weil selbst bereits unzählige Male diesen ganzen Amtsschimmel bekämpft.
Matti
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- Horsty
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Matti hat Recht, denn bei den KK geht man oft nach dem Prinzip: „Wir sparen, egal was es auch kostet“.
Wenn jedoch dein Wohlbefinden, die Teilnahme am allgemeinen Leben und vor allem deine Gesundheit direkt gefährdet sind, musst du aktiv werden.
Wie sagte es der Bauer Blühschön so treffend:
"Wenn alle Klugen nachgeben, wird die Welt von Dummen regiert..."
Das es sich lohnt zäh zu ringen, beweisen etliche Beiträge (z.B. Hippo/Dani und Struppi) im Forum.
Seit 1996 war ich auf aufsaugende Hilfsmittel angewiesen und die Schwierigkeiten nahmen stetig zu, die für mich notwendigen Artikel ohne hohe Zuzahlungen zu erhalten.
Erst als ich auf Kondom-Urinale umstieg, erreichte ich eine zufriedenstellende Lösung und kann in der Regel ohne größere Hindernisse meine alltäglichen Aufgaben erledigen.
Die heutigen Tagespflichten haben widererwartet länger Zeit beansprucht, sodass ich erst jetzt antworten konnte.
Zumindest konnte ich aber zwischenzeitlich mit siewa-homecare telefonisch Kontakt aufnehmen. Es ist also definitiv so, dass die einzelnen KK unterschiedliche Vorgaben zum Verbrauch der Kondom-Urinale und Zubehör festlegen.
Für dich, Wertho, bedeutet es, dass du zunächst mit siewa-homecare (kostenfreies Service Telefon: 0800 5167004 / Mo. bis Fr. von 08.00 bis 17.00 Uhr) in Verbindung trittst. Dort wird man dir konkret mitteilen welche Vorgaben von deiner KK festgelegt sind.
Sind diese zu gering, solltest du mit deinen zuständigen Mitarbeiter der KK sprechen. Findest du dort kein Verständnis, ist ein Gespräch mit den Vorgesetzten angeraten. Wenn auch dann keine zufriedenstellende Lösung angeboten wird, solltest du dich schriftlich an die Zentrale deiner KK wenden.
Sollte dir aber dieser Weg zu nervig sein, ist auch der Wechsel in eine andere Kasse ein akzeptabler Weg. Nach einer 18monatigen Mitgliedschaft in deiner jetzigen KK reicht ein formloser unterschriebener Brief für die Kündigung aus. Du kündigst zum nächstmöglichen Zeitpunkt und bittest um eine Kündigungsbestätigung. Die Betreffzeile sollte deine Krankenversicherungsnummer enthalten.
Es grüßt Horsty
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- Christiane50
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Das dachte ich auch, weil es so logisch klingt. Von Euch hatte ich diesen Tipp hier im Forum bekommen und versucht, im Pflegeheim durchzusetzen. (Mein Schützling Pierre hatte monatelang einen Katheter und ich empfand das nach mehreren Infektionen bis hin zu einer beginnenden Urosepsis als unerträglich.) Jedoch haben mir mehrere Pfleger/Innen abgeraten mit 2 Begründungen. 1.) Der Penis wäre zu sehr geschrumpft (O-Ton), so dass das Kondomurinal nicht sitzen würde. 2.) Ein Kondomurinal würde oft aus ihren Erfahrungen heraus zu gravierenden Entzündungen führen. Da ich beides nicht widerlegen konnte, habe ich der Versorgung mit Windeln zugestimmt.
Also: ich glaube, nicht immer ist ein Kondomurinal der Windelhose vor zu ziehen --- oder?
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