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ISK: Eine kleine Erfolgsgeschichte (evtl. Mutmacher)

08 Jun 2024 19:05 #1 von goimerle
Liebe Mitbetroffene,

habe mich ja schon öfter gemeldet bzgl. des ISK. Seit der Botoxbehandlung mit 300 Einheiten ist meine Blase ruhig gestellt. Fast keine Spastik mehr und durch mein Tagebuch endlich den Zusammenhang "Wann trinke ich wieviel und wann muss ich dann kathetern". Bin im inkompletten Qurschnitt.

Da Botox eine Selbstentleerung unmöglich macht benötige ich ca. 7 ISK am Tag. Vorher waren es weniger. Durch die Häufigkeit und meiner im Querschnittszentrum Ulm erlernten Desinfektionsroutine hat meine Schleimhaut an der Eichel sehr gelitten.

Gelernt habe ich die 4 Tupfer Technik. Fest einsprüchen/tränken (Octenisept) und in jede Richtung weg von der Öffnung wischen.
Habe dies nach 2018 selbst vereinfacht indem ich nur noch einen Tupfer verwende. Aber eben mit viel Octenisept.

Nun gehe ich seit längerer Zeit so vor: Mit feuchtem Tuch die Öffnung abwischen (Babytücher). Und dann 2-3 Sprüher Octenisept auf die Öffnung. Die Schleimhaut hat sich komplett erholt. Auch keine einzige HWi (TOI TOI TOI).

Bei meinem letzten Besuch beim Urologen hat dieser das Vorgehen befürwortet. Er sagte mir auch "unter uns...." dass er die übertriebene Hygiene- und Desinfektionsroutine nicht gut findet. Es gäbe verschiedene Studien usw.

Denke am Ende muss jeder mit seinem Arzt abklären was das beste ist. Aber nach 6 Jahren ISK bin ich bei meiner Routine angekommen. Und die Botoxbehandlung werde ich, sobald es nachlässt, auf jeden Fall wiederholen.

Lieben Gruß!
Michi

- carpe diem -
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11 Jun 2024 21:34 #2 von martinK
Hallo Michi

Danke für den ermunternden Bericht, das ist sehr wertvoll!

Ich würde so gerne ISK machen können so wie Du....und verstehe immer noch nicht, weshalb ich mich damit so schwer tue. Mechanisch habe ich überhaupt keine Mühe und mit der Hygiene auch nicht. Ich habe jahrelang im Labor mit gefährlichen Chemikalien wie Flusssäure oder Chrom-VI-Oxid gearbeitet und musste extrem auf Sauberkeit und genaue feinmechanische Handhabung achten. Aber bei der vergleichbar einfachen ISK-Anwendung kriege ich spätestens nach 3 Tagen einen Infekt. Dreimal habe ich die Prozedur schon von einer Fachperson überprüfen lassen, scheinbar mache ich alles richtig und doch vermutlich irgendetwas falsch. Ich frage mich, ob ich mich einfach mal eine Zeit lang durch die Infekte durchkämpfen sollte, möglicherweise müsste ich dann lange Antibiotika nehmen, aber vielleicht würde sich mein Körper an die Prozedur gewöhnen. Andererseits habe ich ein geschwächtes Immunsystem und weiss nicht, wieviel dieses verträgt. Aber für mich ist das ISK nicht nur eine Möglichkeit meinen Restharn bei Bedarf im Griff zu haben, es ist auch der Türöffner zur Botoxbehandlung...

Alles Gute und herzliche Grüsse
Martin

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13 Jun 2024 12:03 #3 von goimerle
Hallo Martin,

das tut mir leid. Gibt es da keine Lösung um diese HWI in den Griff zu bekommen?
Botox hat mir wirklich den Alltag erleichtert. Aber bei Botox ist bei mir ISK Pflicht.
Hoffe dass Dir da geholfen werden kann!!!

Lieben Gruß,
Michi

- carpe diem -

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13 Jun 2024 17:05 - 13 Jun 2024 17:13 #4 von martinK
Hallo Michi

Danke für die Wünsche!

Ich habe versucht, mit Uro-Vaxom mein Immunsystem gegen Harnwegentzündungen zu trimmen. Dies war ganz ohne Erfolg genauso wie Mannose oder viel trinken. Vielleicht gibt es noch andere Methoden, dauernd Antibiotoka schlucken möchte ich eigentlich nicht. Meine Ärztin meint zwar, dass die Infekte mit der überaktiven Blase zusammenhängen, und dass nach der Botoxeinnahmen das ISK gut klappen würde, aber so ganz leuchtet mir das nicht ein, und eine Garantie abgeben dafür abgeben kann sie nicht, was ich auch verstehe. Mein Eindruck ist, dass ich starke Gefühlsstörungen in der Harnröhre habe und gar nicht merke, wenn ich mir beim Einführen eine Verletzung zuführe. Es ist auch so, dass ich den Katheter ohne jegliche Schmerzen einführen kann, auch wenn ich im Beckenboden völlig verspannt bin. Der klassische Verlauf eines Infekts bei mir ist, dass ich zuerst nur Mühe beim Wasserlassen habe und Brennen in der Harnröhre spüre. Sende ich dann eine Urinprobe zur chemischen Analyse ein, so kann noch kein Bakterienwachstum nachgewiesen werden. Erst ein paar Tage später haben sich die Bakterien so vermehrt, dass ich Fieber und Schüttelfrost kriege. Das geht dann jeweils sehr schnell. Fühle ich mich z.B. am Morgen noch o.k. mit etwas Brennen im Harntrakt und dünnen Harnstrahl, so bin ich am Nachmittag bereits fix und fertig und habe 39°C oder mehr Fieber. Am schlimmsten war es, als ich versuchte, die Blase nach dem Kathetern zu spülen.

Ich habe es mit Luxuskathetern versucht (Speedy Cath Flex und verschiedene VaPro Modelle), verschiedene Katheterdurchmesser getestet, die Desinfektion mit Kompressen oder mit Sprühen ausprobiert oder versucht, den Harnweg nach dem ISK mit sterilem Wasser zu spülen. Es gab Unterschiede, aber nichts funktionierte wirklich so, dass ich mich öfter als 1-2 Mal pro Woche katheterisieren konnte. Aus diesem Grund bin ich auch so zögerlich, nochmals einen Versuch zu starten. Inzwischen habe ich für zwei Antibiotika Resistenzen entwickelt und das Risiko, mehrere Tage lang mit hohem Fieber im Bett zu liegen, mag ich nicht mehr eingehen. Aber ja, wenn jemand mit einer stichfesten Strategie kommt, wie ich ISK ohne Harnweginfekte und Antibiotika machen kann, bin ich sofort dabei.

Ich hänge nun in der Luft, kann mit der Inkontinenz leben, insbesondere falls sich mein Nervensystem wieder so erholt, dass ich den Zustand von vor einigen Monaten erreiche. Aber es wäre schon schön ohne unkontrollierte Entleerungen mein gewohntes Leben führen zu können. Dies würde vermutlich nur mit Botox gehen.

Herzliche Grüsse
Martin

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