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Vorstellung / Bisher keine Diagnose

04 Jul 2023 09:13 #1 von MA78
Hallo Zusammen,
ich bin neu hier und suche Hilfe bei meiner Blasenentleerungsstörung. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.
Ich bin m 44 Jahre alt, aus der Nähe von Stuttgart und seit letztem Jahr fingen meine Probleme an, dass ich etwas schwieriger Wasser lassen konnte. Nachdem es nicht besser wurde bin ich zum Hausarzt und dann zum Urologen (Nov.) weiter. Bis dahin war noch alles soweit mit Einschränkung möglich. Beim Urologen wurde dann ein Blasendivertikel 200ml festgestellt und Restharn mit 400ml. Zudem noch eine vergrößerte Prostata.
Ich habe dann für 3 Monate Alpha Blocker (ich glaube Tamsulosin) bekommen, was leider die Situation nicht verbesserte. Danach wurde ich zur Urodynamik geschickt (weitere 3 Monate später). Hier wurde meine Blase dann mit knapp insgesamt 1500ml (ca. 250ml selber und 1250 Katether) entleert. Leider warte ich auch wieder seit mehr als 1 Monat auf mein Ergebnis. Auf Grund des Volumens muss ich mich nun selbst Katethern (6-8x tägl.). Auch hier habe ich mir meine erste Blasenentzündung eingefangen (hatte sowas vorher noch nie gehabt). Bei der ISK habe ich gelegentlich auch mal 900ml, im Normalfall ca. 200 bis 300ml.
Vor ein paar Wochen war ich auch beim Neurologen, der mit dem Thema überhaupt nichts anfangen konnte. Es wurden die normalen Reflexe abgeklopft, alles in Ordnung. Vom Urologen wurde das Ergebnis einfach übernommen, dass bei den Nerven alles in Ordnung ist.
Das aktuelle Ergebnis ist, das ich nun leider überhaupt selber kein Wasser mehr lassen kann, sondern nur noch per ISK.

Nun meine Fragen.
• Was wurde bei euch für Untersuchungen durchgeführt?
• Wie war bei euch die zeitliche Reise?
• Macht es Sinn beim Katether Menge und auch die Trinkmenge zu dokumentieren?
• Hat jemand Tipps?

Ich bin zwischenzeitlich vollkommen durch den Wind, da überhaupt nichts als Diagnose vorwärts geht und keiner weis was gemacht werden soll…

Viele Grüße
Markus

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04 Jul 2023 13:08 #2 von Frankfurter
Hallo Markus

aus der Ferne, und noch als NICHT-Arzt ist es schwer eine Diagnose zu beurteilen.

In ähnlichen Fällen hatte ich mich an meine KK ( BEK ) gewendet, die mir dann einen Arzt
vorgeschlagen hatten. Vielleicht mal da Hilfeerbitten.


Gruss

Frankfurter

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04 Jul 2023 13:51 - 04 Jul 2023 13:52 #3 von matti
Hallo Markus,

es tut mir sehr leid zu hören, dass du momentan so verunsichert bist und keine klare Diagnose hast. Ich kann gut verstehen, wie belastend das sein muss.

In Bezug auf deine Fragen: bei mir wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, unter anderem eine Blasenspiegelung und eine MRT-Untersuchung des Rückenmarks. Die zeitliche Reise war bei mir auch sehr langwierig und es hat einige Zeit gedauert, bis die richtige Diagnose gestellt wurde.

Ich denke auf jeden Fall, dass es sinnvoll ist, die Menge des Katheterisierungs-Urins sowie die Trinkmenge zu dokumentieren. Das kann helfen, ein besseres Bild von deiner Blasenfunktion zu bekommen und mögliche Zusammenhänge zu erkennen.
Eine entsprechende Vorlage findest du auf unserer Webseite: www.inkontinenz-selbsthilfe.com/ratgeber...oll-miktionstagebuch

Mein Tipp wäre außerdem, dich an eine spezialisierte Klinik oder einen Facharzt für Neuro-Urologie zu wenden. Dort gibt es oft mehr Erfahrung im Umgang mit komplexen Blasenproblemen und es können gezieltere Untersuchungen durchgeführt werden.

Ich hoffe sehr, dass du bald eine klare Diagnose erhältst und sich deine Situation verbessert. Lass dich nicht entmutigen und bleib dran!

Herzliche Grüße,

Matti

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04 Jul 2023 22:24 - 04 Jul 2023 22:27 #4 von MichaelDah
Hallo Markus,

willkommen hier in der Runde. Warten ist leider nicht ganz unüblich und es gibt eine Reihenfolge die im Regelfall abgearbeitet wird. In deinem Fall war die Hauptdiagnose vermutlich BPH und da ist dann erstmal mindestens 3 Monate Tamsulosin dran… Bei mir hat das auch Gedauert. Mein Urologe hat bei mir auch erst mit Blasenspieglungen und später mit Tamsulosin rumgedoktert - leider ohne nennenswerte Ergebnisse was die Inko anging. Irgendwann hat es mir dann gereicht und ich habe angefangen mich selber schlau zu machen, denn die Heftigkeit meiner Kontinenzprobleme hat für mich nicht mehr zu seiner letzten BPH Diagnose gepasst. Also bin ich zum Neurologen und hab MRT‘s vom Kopf und der Wirbelsäule machen lassen. Die Wirbelsäule war dann leider ein Treffer. Danach kam bei mir erst die UD, die das neurologische Problem leider bestätigt hat.

Das dein Neurologen mit dem Thema nicht anfangen kann wundert mich ehrlich gesagt etwas. Meiner wusste immerhin das es etwas mit dem Rücken oder Kopf zu tun haben kann und hat die Überweisung für die MRT‘s ausgestellt. Die richtigen Erklärungen habe ich aber auch erst in einer Fachklinik mit Neurourologie bekommen wo auch die UD gemacht wurde.

Wie auch immer, wenn du das Ergebnis von der UD hast muss man weiter sehen. Es kann leider einige Gründe für dein Problem geben - manchmal sind es auch mehrere die sich gegenseitig verstärken. Wenn du den Arztbrief von der UD bekommst, sollte da auch eine Handlungsempfehlung drin stehen. Wenn eine neurologische Speicherstörung festgestellt wurde, würde ich jetzt mal auf die Lendenwirbelsäule tippen und wenn das nicht sowieso drin steht würde ich den Neurologen bitten ein MRT machen zu lassen.

Wenn es eine Obstruktion ist, dann ist vermutlich eine Blasenspieglung dran um zu sehen was das Hindernis ist, das den Abfluss verhindert - möglicher weise auch beides. Obstruktion währe die bessere Nachricht, denn das kann man relativ gut operieren.

Wenn du das Ergebnis von der UD hast, kannst du dich ja mal melden. Ich würde mir an deiner Stelle auch die Messung (nicht nur die Werte sondern auch das Diagramm) schicken lassen. Bei mir ging das ganz unbürokratisch und schnell, denn das können die einfach aus dem Computer raus ziehen. Damit hatte ich das Ergebnis einen Tag später per E-Mail. Nur der Arztbrief hat bei mir auch über einen Monat gebraucht. Das war aber nicht so schlimm, denn zum einen Stand da auch nichts anderes drin als das was er mir nach den Untersuchungen erklärt hat. Außerdem hatte ich ja das Ergebnis das ich dann zur Weiterbehandlung mit meinem Urologen besprechen konnte.

Matti‘s Tipp mit der Fachklinik kann nur unterstreichen. Mit allem was mehr als Obstruktion und BPH ist sind „Normale“ Urologen öfter mal überfordert (das geht halt nicht in den typischen 7 Minuten einer Audienz…). Die Klinik hat mehr Zeit und vor allem die richtigen Geräte die für eine erweiterte Diagnostik notwendig sind.

Viele Grüße
Michael

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05 Jul 2023 07:41 #5 von Kermit85
Hallo Markus,

ich musste etwas schmunzeln als ich deinen Beitrag gelesen habe, weil mich das sehr an meine geschichte erinnert hat. Auch bei mir wurde ein Divertikel festgestellt und das urinieren wurde immer schwieriger bis im Mai 2022 gar nichts mehr ging. Darauf folgten einige Krankenhausaufenthalte inkl. MRT, Videourodynamik, Harnröhrenröntgen und Blasenspiegelungen. Bisher alles ohne fundierten Befund.

Das Divertikel wurde daraufhin entfernt und ich bekam einen Bauchdeckenkatheter. Warte gerade auf die 3. UD in einer UK und dann vielleicht auf eine Lösung des Problems.

ISK habe ich eine Zeitlang probiert allerdings leider arge Probleme damit gehabt sodass ich zurzeit nur noch über den SPK ablassen kann.

VG

Kermit

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05 Jul 2023 07:58 #6 von Kermit85
Hallo Markus,

ich musste etwas schmunzeln als ich deinen Beitrag gelesen habe, weil mich das sehr an meine geschichte erinnert hat. Auch bei mir wurde ein Divertikel festgestellt und das urinieren wurde immer schwieriger bis im Mai 2022 gar nichts mehr ging. Darauf folgten einige Krankenhausaufenthalte inkl. MRT, Videourodynamik, Harnröhrenröntgen und Blasenspiegelungen. Bisher alles ohne fundierten Befund.

Das Divertikel wurde daraufhin entfernt und ich bekam einen Bauchdeckenkatheter. Warte gerade auf die 3. UD in einer UK und dann vielleicht auf eine Lösung des Problems.

ISK habe ich eine Zeitlang probiert allerdings leider arge Probleme damit gehabt sodass ich zurzeit nur noch über den SPK ablassen kann.

VG

Kermit

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10 Jul 2023 12:10 #7 von ForrestGump
Hallo,
klingt alles sehr ähnlich wie bei mir.
Ich hatte auch ein großes Divertikel (O-Ton Urologe: wie eine Coladose).
Anfang 2020 wurde der Blasenhals eingekerbt und einiges von der Prostata abgetragen. Der Restharn hat sich nicht wirklich verändert und ich muss seitdem ISK betreiben. Harnwegsinfekte waren mein ständiger Begleiter. Kaum war das Antibiotikum aufgebraucht ging es nach 2-3 Wochen von vorne los.
Januar 2021 war ich in Reha und dort hat mich ein Arzt nach Villingen-Schwenningen empfohlen. Dort wurde dann im Sommer 2021 per Operationsroboter das Divertikel entfernt.
Seitdem ist der Stand, dass ich immer noch einen hohen Restharn (ca.200-300ml) habe weil die Blase offenbar einfach ausgeleiert ist und nach wie vor katheterisiere. Aber die Harnwegsinfekte hab ich sehr gut im Griff. Offensichtlich hat die "Restbrühe" im Divertikel immer zu den Infektionen geführt.

Gruß Udo

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