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Menschenwürde in Frage gestellt

27 Jan 2007 21:40 #1 von klaro
aus dem rehacare newsletter...

-Ausschnitt


"Mit diesem tiefen Zynismus wird der Wert behinderten Lebens generell in Frage gestellt. Mit der Verankerung der Menschenwürde in der Verfassung, unabhängig von der Art und dem Ausmaß der Behinderung, soll in Österreich sichergestellt werden, dass derartige Menschenrechtsverletzungen nicht vorkommen", schreibt der behindertenpolitische Sprecher der Österreichischen Volkspartei.

"Wer die Augen nicht verschließt, muss jedoch feststellen, dass heute schon moralisch grenzwertige Praktiken in Alters- und Pflegeheimen zum Alltag gehören: Allzu mobile und redselige Patienten werden durch Medikamente ruhig gestellt, Windeln werden eingesetzt um mühsame Klogänge zu vermeiden, durch Dauerkatheder wird das mehrmalige Kathedern am Tag vermieden, eine Magensonde wird dort gesetzt, wo zeitaufwändige Essensgaben notwendig wären. Der Patient soll möglichst pflegeleicht und zeitunaufwändig sein", konstatiert der Abgeordnete.

80 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen werden in Österreich zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Die Leistung pflegender Angehöriger - zumeist Frauen - ist beachtlich und bleibt trotzdem zumeist unbedankt. Auf eigene berufliche Karrieren wird verzichtet, der körperliche und psychische Einsatz reicht oft bis an die Grenzen des eigenen Burn-Outs.

Der Wunsch seinen Angehörigen möglichst pflegeleicht zu erhalten - selbst, wenn ...

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