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Schmerzgedächtnis

06 Mär 2007 13:58 #1 von klaro
den ganzen Text im Zusammenhang bitte hier im link lesen:

http://www.daserste.de/wwiewissen/thema ... 9w4~cm.asp

(hier nur 2 Ausschnitte, Beitrag viel länger und ausfühlich, siehe link)

Schmerzgedächtnis



Starke und langandauernder Schmerzen können sich im Nervensystem regelrecht "einbrennen". Sie quälen die Patienten, auch wenn die Ursachen längst beseitigt sind. Münchner Forscher versuchen Ihren Patienten mit ausgeklügelten Lernprogrammen beizubringen, wie sie den Schmerz wieder "vergessen" können.
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Schmerzgedächtnis – Schmerzerinnerungen brennen sich ins Gehirn

"Die Gefahr besteht, dass wenn dieses akute Schmerzgeschehen auf das Gehirn einwirkt, dass sich im Gehirn Erinnerungsspuren abzeichnen. Ganz ähnlich einem Bild, dass Sie wiederholt sehen, brennt es sich immer mehr in ihr Gehirn ein.", erklärt Prof. Walter Zieglgänsberger, Max-Planck-Institut für Psychiatrie.

Im Max Planck Institut untersuchen Forscher, was genau bei Schmerzen in einzelnen Zellen geschieht. Unter dem Mikroskop beobachten sie dafür die Probe aus dem Rückenmark einer Ratte. Sie machen sichtbar, was passiert, wenn der Schmerz über längere Zeit anhält: Mit einem elektrischen Impuls simulieren sie einen Schmerzreiz. Die Nervenzelle im Rückenmark gibt ein einfaches Signal weiter ans Gehirn. Doch wenn ein und derselbe Reiz in regelmäßigen Abständen auftaucht, reagiert die Zelle von Mal zu Mal heftiger. Auch wenn der Reiz nicht stärker wird, feuert sie irgendwann wie wild Signale ans Gehirn.

Prof. Zieglgänsberger dazu: "Wenn wir das 100 bis 200 Mal wiederholen, dann wird die Zelle, wie wir sagen, spontanaktiv. Dann braucht es gar keinen Schmerzreiz mehr, um die Zelle am Feuern zu halten. Und das würde bedeuten, dass unter Umständen in so einer Situation in der Peripherie, also in der Hand oder am Gelenk, überhaupt keine Entzündung mehr da sein muss. Und trotzdem tut es nach wie vor weh, weil diese Nervenzelle dem Gehirn meldet, hier ist noch etwas."

Ein ständiger Schmerz beeinflusst sogar die genetische Aktivität der Nervenzelle. Er bringt die DNA im Zellkern dazu, neue Eiweißketten zu bilden. Die verändern die Zellmembran so, dass die Nervenzelle nun schneller reagiert. Eigentlich ein typischer Prozess, wenn wir lernen. Nur "lernt" das Gehirn auf diese Weise auch den unerwünschten Schmerz.

Diesen Effekt hat auch Jennifer erlebt. Der Trigeminus-Nerv in ihrem Gesicht verursachte die Attacken. Die gelegentlichen Anfälle schaukelten sich hoch - zum anhaltenden Schmerz: "Das ist so ein Schmerz, in den man sich so richtig reinsteigert, weil man die ganze Zeit daran denkt. Und für einen wird das dann viel schlimmer."


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Anmerkung: *dass das so ist mit dem Schmerzgedächtnis war mir schon lange klar, aber damit ist dem Patienten auch nicht wirklich geholfen. Erste wirkliche Hilfe bei mir selber war... so Starke Medikamente über längere Zeit, dass die Schmerzen DAUENRD ausgeschaltet wurden, erst dies verhalt mir persönlich, nach lebenslanger Chemieinnahme, wegen chronischen Schmerzen,.. endlich zur Normalität ohne Schmerztabletten zurück. Selber wünsche ich mir sehr, dass die Forschung in chronischen Schmerzen , schnelll voran geht und vielen vielen Leuten, das Leben um Etliches erleichter werden KANN.

mit freundlichen Grüssen, klaro :? ( auf Schmerz -ertragbare-Tage)

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09 Mär 2007 22:00 #2 von Engel07
hallo klaro

he ich finde deinen Bericht super,
genau dies hat man uns vor knapp 2 Jahren in der Klinik auch erklärt.
Leider ist das noch viel zu wenig bekannt.

Klasse dass du es hier rein geschrieben hast.

sei ganz lieb gegrüßt von mir.
Engel07

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12 Mär 2007 12:53 #3 von welute
Hallo Klaro,

danke für diesen Beitrag. Auch ich nehme hochkarätige Schmerzmittel.

Aber gerade bei Deutschen heisst es oft. "Ich nehme keine Schmerztabletten, ich halte das aus!" Und sie sind auch noch stolz darauf!

In einem Bericht im Fernsehen habe ich mal gesehen, wie selbst die "ganz normalen" Schmerzen nach einer OP schon das Schmerzgedächtnis stimulieren können.
Aufklärung tut not.

--> @klaro: Vielen lieben Dank für die Bilder von der Rehacare. Eine schöne Erinnerung!

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12 Mär 2007 14:20 #4 von klaro
"Ich nehme keine Schmerztabletten, ich halte das aus!" Und sie sind auch noch stolz darauf!“
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da bin ich als Schweizerin ja bald schon Deutscher Anhänger.. grins.

Bin doch auch so stolz drauf, brauch ich seit mehreren Wochen nun keine Opiate mehr, auch kein anderes Schmerzmittel.

Hatte letzthin grad krasse Schmerzen.. ( da wo ich die Salbe dann kaufte) aber wenn man nach

29 Jahren Schmerzmittel essen und ja schon deftig viel und starke,

endlich einen Weg findet, mit der Wassertherapie.. diese aus Weg zu schaffen, dann ist man doch auch ganz schön stolz.

Die Therapie löst leider auch Schmerzen aus, so wie heute auch, ab nur 35 Minuten Training. Aber ich bin guter Hoffnung, die Schmerzen werden immer mehr nachlassen.

Ich gehöre auch zu den stolzen, die schon immer sehr viel Schmerzen ertragen haben, nebst den Medikamenten. Andere liegen schon flach ab einem weh wehchen.

Klaro erträgt Schmerz auch mit Stolz... statt mit Tabletten.

Klaro wird euch Deutschen immer ähnlicher..

Guck mal, schon nun dies.. ich leg mich wieder hin... klaro :Wal: :sleep:

( Fotos sind gern geschehen, erinnere mich auch zu gern daran zurück)


Meines ERachtens und meiner Erfahrung haben meine chronischen Schmerzen überall (Unfallfolgen als Kind bereits) erst dann zu bessern angefangen, als mir vor wenigen Jahren, endlich Opiat gegeben wurde, und dies in hoher Dosis.. da konnte mal für längere Zeit das Schmerzempfinden GANZ ausgeschaltet werden.

UND GENAU DAS::.. hat den ersten BEGInN einer Besserung gebracht.

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den letzten Happen geh ich nun mit Schmerzen durch die Wassertherapie..

Schmerzen werden heute zuwenig Ernst genommen, einfach Tabletten hin.. die versuchen.. die nehmen. fertig..

ich war kurz davor, wie mein Kollege, mich in der Schmerzklinik zu melden, kurz vor dem ERhalt der Opiate.. dann hat es sich erübrigt

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