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Blasenentleerungsstörung nach langjähriger Verengung

02 Aug 2015 13:37 #11 von 6-fach-mama
Liebe ano,
ich habe das von Johannes ehrlich gesagt anders verstanden als das was du jetzt schreibt.
Ich denke nicht, dass sich meine Scham und Ängste auf meine Kinder über tragen. Meine Tochter beim ihre Periode sehr früh (ich fand mich mit 11,5 Jahren früher schon zu jung) und keine ihrer Freundinnen hat bisher ihre Periode. Da finde ich es nicht ungewöhnlich, dass sie sich schämt.
Was Untersuchungen und Arztbesuche der Kinder angeht..da nehmen wir alles notwendige in Anspruch und ich begleite die Kinder dabei. Dennoch finde ich es auch da nicht verwunderlich, wenn Kinder mal Angst haben oder etwas als unangenehm empfinden.
Das sind doch alles genauso normale Gefühle wie alles andere auch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr durchs leben geht ohne euch mal zu schämen oder Angst zu haben?

LG kathrin

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02 Aug 2015 14:36 - 02 Aug 2015 14:38 #12 von matti
Hallo Kathrin,

schon Adam und Eva sollen im Paradies Scham empfunden haben.

„Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz".(Gen 3,7 EU)

Das Gegenteil von Scham wäre wohl ungehemmtes Verhalten. Beides im extrem betrachtet. Es gibt aber auch noch einen mehr als sinnvollen Mittelweg.

„Selbstbewusstsein“ etwas, was im Englischen „self-confidence“ oder „self-assurance“ heißt.
„confidence“ heißt „Vertrauen, Zuversicht“; „assurance“ heißt „Gewissheit, Sicherheit, Vertrauen“.

Ein selbstbewusster Mensch verspürt diese vier Dinge in so starkem Maße, dass er seiner Zukunft relativ optimistisch, angstfrei, sorglos und unbekümmert entgegengeht. Das ist der Selbstwert.

Allgemein wird Selbstbewusstsein als „das Überzeugt sein von seinen Fähigkeiten, von seinem Wert als Person, das sich besonders in selbstsicherem Auftreten ausdrückt” definiert.

Zumindest ein gesundes Selbstbewusstsein und ein hohes Maß an Selbstwert sollte man vermitteln und letztlich besitzen. Diese Punkte werden aber ganz stark in der Erziehung und durch das Vorleben geprägt und beeinflußt, sonst ist Scham (häufig durch das Gefühl des Minderwert geprägt) ein lebensbegleitender (und lebenslanger) Umstand. Mit all seinen Problemen.

Matti

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02 Aug 2015 22:13 #13 von Sophie
Hallo Jens,

auch ich bin eine Frau, aber das ist für Dein Problem auch nicht in jeder Hinsicht wichtig. Ein paar kleine Tipps für Dich habe ich auf jeden Fall.

Die Anlage eines Bauchdeckenkatheters ist bestimmt erst einmal eine gute Sache für Dich. Schließlich soll die Blase entlastet und restharnfrei werden, ohne Dir weitere Probleme zu machen. Und dafür sehe ich hierbei auch das geringste Risiko. Du brauchst auch keine Angst zu haben, dass Dich der Katheter in Aktivitäten so sehr einschränkt. Die ersten Tage wird es am Bauch beim Bewegen wahrscheinlich etwas weh tun. Das ist ganz normal, denn die Bauchdekce besteht aus Muskeln und Faszie (also die bindegewebige Verbindung des Muskels). Das geht aber schnell vorbei und es ist ja auch nur ein ganz kleines "Löchlein" im Vergleich z.B. zu einer Blinddarmnarbe o.ä. Ich selber habe seit 5 Jahren einen solchen Katheter. Auch wenn ich Rollstuhlfahrer bin, bin ich trotzdem nicht gerade untätig. Ich bin viel auf Achse, buddele viel im Garten. Ja, jetzt lachst Du wahrscheinlich, denn das klingt noch nicht sehr sportlich. Ist es im Vergleich zum "Buddeln" eines Fußgängers aber, denn bei mir heißt das, ich sitze mitten im Beet, dreh und lege mich lang und mache alles, um mit meinem gesunden Arm möglichst viele Stellen zu erreichen. Da wirkt auf den Katheter auch ganz schön viel ein.( Damit ich nun aber natürlich keinen Schmutz an den Katheter bekomme, ziehe ich einfach eine Regen-Überhose darüber.) Sollst Du den Katheter geschliossen haben und nur zum Entleeren öffnen? Da gibt es spezielle Ventile, die das prima und v.a. sauber ermöglichen (nicht immer Stöpsel raus und wieder rein...) Oder sollst Du ihn dauerhaft offen lassen und den Urin in einen Beutel ablaufen lassen? Da gibt es für unterschiedliche ANlässe auch unterschiedliche Beutel und Befestigungen. Du kannst mal unter www.manfred-sauer.com/medizinprodukte/pr...urin-beinbeutel.html schauen. "Manfred Sauer" ist eine tolle, aber unter Fußgängern gar nicht so bekannte Firma. Er ist selbst Rollstuhlfahrer und hat diese Produkte entwickelt. Es gibt trotzdem natürlich genau so Produkte Für Fußgänger. Vorteil ist aber auf jeden Fall, dass hier der Firmeninhaber selbst seine Produkte benutzt. Da gibt es nichts, was in der Realität unpraktisch ist. Auch alle seine Außendienstmitarbeiter benutzen diese Produkte, sind also selbst Betroffene. Das kann einem ein bißchen helfen, sich für Beratungen zu öffnen - und vor allem ist es ein Unterschied, ob jemand nur angelerntes Wissen über Blasenprobleme hat oder ob selbst schon so einiges erlebt und ausprobiert hat. Aber natürlich gibt es auch viele andere gute Firmen.
Hier noch ein Hinweis, damit Du mich nicht falsch verstehst: Falls Du beim Stöbern hier im Forum lesen solltest, dass nun ausgerechnet ich, die ich den Katheter für Dich hier gutheiße, Probleme mit meinem eigenen habe, lass Dich bitte nicht davon anschrecken!!! Ich habe eine vollkommen andere Blasenstörung als Du und das Problem liegt wohl an den mehreren Grunderkrankungen, die ich habe. Ich kenne viele Menschen mit solch einem Katheter. Und mein Problem ist da wirklich die Ausnahme!!! Und von diesem abgesehen, ist der Katheter ein Segen für mich. Als ich damals zur ersten Kontrolle zu meinem Urologen kam, habe ich ihm gesagt, dass das die schönsten 4 Wochen der ganzen letzten Jahre für mich waren! Viel mehr Lebensqualität!
So, jetzt aber noch was anderes. Zu Deinem Kollabieren nämlich. Ist es Dir auch schon passiert, dass Du nachts schlaftrunken aufgestanden und dann vor der Toilette stehend beim Wasserlassen kollabiert bist? Es gibt da nämlich etwas Seltenes, was viele Ärzte auch nicht kennen, das sich "Miktionssynkope" nennt. (Miktion = Wasserlassen, Synkope = Ohnmacht). Typischerweise tritt es zwar nach Alkoholgenuss auf, ist aber auch bei erschwertem Wasserlassen beschrieben. Schau mal z.B. unter Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Miktionssynkope
Und wenn dann noch bei Untersuchungen ein wenig Unwohlsein oder Angst dazu kommt, was ja gerade nach einer langen Odyssee völlig verständlich ist, kann es sicherlich noch leichter passieren.
So, jetzt höre ich auch wieder auf, Dich zuzutexten. B) B)
Ich wünsche Dir alles Gute! Berichte doch mal, wie es Dir geht mit dem Katheter. Fragen auch immer gerne.

LG Sophie
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03 Aug 2015 19:31 #14 von geleb
Liebe Sophie,

vielen Dank für deinen Beitrag, damit hast du mir schon mal sehr weiter geholfen. Ich habe nur wenige Informationen im Netz gefunden zu den Einschränkungen im Alltag, und natürlich ist jeder Fall anders. Wenn du so aktiv bist und dich von deinem Katheter nicht einschränken lässt, macht mir das Mut :)

Ich habe mir ausgemalt, ein riesengroßes Loch im Bauch zu haben und einen noch größeren Urinbeutel rumtragen zu müssen. Aber das ist wohl nicht so :woohoo:

Ob er offen oder geschlossen sein wird, kann ich noch gar nicht sagen, das werde ich die Ärztin am Mittwoch fragen.

Die Miktionssynkope kannte ich nicht und kann das für mich eigentlich auch ausschließen. Ich hatte das mit dem Kollabieren bisher einmal bei einer Impfung und dann eben bei der Videourodynamik, bzw. beim Kathetern davor. Letzte Woche drehten sich dann tagelang meine Gedanken nur um die Zystoskopie und als der Arzt dann loslegte, wars vorbei :blush: :whistle: Ich denke, ich muss mich da entspannen, wie Johannes schon gesagt hatte. Und endlich mal meine Blase entlasten zu können, wird ein vernünftiger erster Schritt dahin sein.

Vielen Dank nochmal für die Unterstützung hier und alles Gute! Ich melde mich auf jeden Fall nach erfolgter OP!
Jens

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08 Aug 2015 19:23 #15 von geleb
Hallo zusammen,

nun fühle ich mich fit genug, dass ich mich nach erfolgter Untersuchung wieder melde :)

Am Donnerstag hatte ich unter Narkose gleich eine Reihe von Untersuchungen. Es wurde eine Zystoskopie gemacht (bei der ich ohne Narkose ja kollabiert bin), eine Urodynamik, eine Blasendruckmessung sowie das von Johannes erwähnte Röntgen mit Kontrastmitteln. Der Arzt meinte, dass man die Narkose ausnutzen möchte, was ja auch Sinn macht, auch wenn die Ergebnisse durch die Vollnarkose evt. beeinträchtigt sind.

Außerdem wurde mir ein Bauchdeckenkatheter gelegt. Schön finde ich, dass nur ein Mini-Schlauch in meinem Bauch steckt, den hatte ich mir größer vorgestellt. Ich habe Nachtbeutel und welche für den Tag mitbekommen, samt "Wadenwickel", so dass man von Außen nichts sehen wird, wenn ich nicht gerade in kurzen Hosen rumrenne :lol: Der Katheter läuft also direkt in Beutel. Wie das mit Abklemmen und Ventil funktioniert, weiß ich gar nicht.

Ansonsten ist das Gefühl noch recht unangenehm. Meine Harnröhre im Penis brennt und juckt, so dass ich sie gerne durchspülen würde - also ganz normal auf Toilette gehen. Das klappt aber nicht: Wenn ich normal auf Toilette gehe und laufen lasse, brennt es nur etwas und der Schlauch meines Katheters füllt sich mit Blut. Super Gefühl :sick: Ich denke aber, solche Blutungen sind ein paar Tage nach dem Eingriff normal, oder?
Ich habe etwas Sorge, dass sich in meiner Harnröhre nun Bakterien oder so vermehren, wenn ich sie nicht durchspüle. Glaubt ihr, da besteht eine Gefahr? Soll ich doch mal versuchen, den Beutel abzuklemmen? Ansonsten läuft zumindest theoretisch der ganze Harn ja in den Beutel, so dass es logisch ist, dass ich nicht pinkeln kann, oder?
Entschuldigt die möglicherweise blöden Fragen - aber die Situation ist total ungewohnt für mich und ich stelle mich vielleicht auch etwas an :blush:

Das wichtigste ist aber wohl eine Diagnose, die ich jetzt erhalten habe: Laut Arzt ist mein Blasenhals anatomisch verlängert und recht dünn. Er hat es mir nur mit den Fingern veranschaulicht (die Befunde kommen erst noch mit der Post), aber es scheint so zu sein, dass mein Blasenhals deutlich länger ist als normal und recht dünn zuläuft. Daher kommen lt. Arzt meine Entleerungsbeschwerden.

Meine Blase zeigt zudem schon Veränderungen, es gibt rechts eine Ausbuchtung und sie ist überdehnt. Deswegen solle ich jetzt mindestens drei Monate den Katheter tragen um meine Blase zu entlasten.

Mir wurde in Aussicht gestellt, dass eine einseitige Schlitzung mit dem Laser bzgl. meines verengten Blasenhalses helfen würde. Dazu werde ich nächste Woche nochmal mit dem Arzt sprechen. Erstmal werde ich das aber nicht machen lassen aufgrund der Risiken.

Danke nochmal an alle für die Glückwünsche hier und die Unterstützung! Ich freue mich natürlich weiterhin über eure Meinungen und Tipps und Hinweise :cheer:

Liebe Grüße
Jens
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09 Aug 2015 14:07 #16 von Sophie
Hallo Jens,

Du hast es geschafft, prima!

Da Du schreibst, Du sollst die Blase entlasten, bedeutet es, der Urin soll permanent in den Beutel ablaufen? Dann kanst Du auch kaum mehr als ein paar Tropfen auf normalem Wege Wasser lassen. Und der Versuch, mit Gewalt was rauszuquetschen, wäre auch nicht so ratsam. Zumindest, so lange alles noch frisch ist, wird alles nur noch mehr geärgert. Hast Du ja selbst schon gemerkt. Dass Deine Harnröhre brennt und sich blöd anfühlt, ist allein schon von den diversen Instrumenten, die für die unterschiedlichen Untersuchungen eingeführt wurden. Das reizt halt ziemlich, vergeht aber auch wieder.
Wenn Du also den Katheter permanent offen haben sollst, brauchst Du auch kein Ventil. Allenfalls eine Klemme, damit beim Wechseln des Beutels nicht der "Nachschub" rauskleckert. Oder aber einfach was unterlegen.
Wenn Du aber den Katheter (jetzt oder evtl. später) phasenweise geschlossen haben sollst, und die Entlastung nur darin bestehen soll, dass der Vorganng des Blase-Entleerens ohne den bei Dir wegen der Veränderung nötigen Druck passieren soll, dann gibt es unterschiedliche Arten von Ventilen. Sag mal Bescheid, dann schreibe ich noch mehr dazu.
Es ist einfach so, dass ein Stöpsel, der ständig entfernt und wieder reingesteckt wird, immer ein größeres Infektionsrisiko darstellt. Das will und sollte man minimieren.
Jetzt erhol Dich erstmal gut und gewöhn Dich an die neue Situation.

LG Sophie
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17 Sep 2015 17:24 #17 von geleb
Hallo zusammen,

ich wollte nochmal ein kurzes Update geben, nach dem ich nun den Arztbrief in der Hand halte, zu den ambulanten Untersuchungen die vor ein paar Wochen durchgeführt wurden. In zwei Wochen habe ich den Termin beim Oberarzt und da wird dann eine Laser-OP an meinem Blasenhals besprochen. Zumindest ist das die Empfehlung des Arztes, der die Untersuchung durchgeführt hat.

Ich will euch auch auf dem Laufenden halten, weil ich so nett aufgenommen wurde und viele hilfreiche Tipps, bekommen habe, insb. was meine aktuelle Situation mit dem Bauchdeckenkatheter angeht. Aber vielleicht gibt es ja auch zu meinem Update und dem Grundleiden ein paar Meinungen. Ich will möglichst gut vorbereitet in den Termin in zwei Wochen gehen.

Entlassungsdiagnose:
Obstruktive Blasenentleerungsstörung bei massiv erhöhter Querbare.
Obstruktiv veränderte Harnblase mit Trabekelbildung.

Durchgeführt wurden:
Urodynamische Untersuchung mit Blasendruckmessung, Reflux-Zystogramm, diagnostische Zystoskopie, Einlage eines SPK. Das alles in Narkose da es im Vorfeld zu angstbedingten Synkopen kam (ja, peinlich :blush: ).

Als Procedere wird beschrieben: 4. Bei einer deutlich erhöhten Querbare in der Zystoskopie bitten wir um eine Wiedervorstellung für die Durchführung einer einseitigen ejakulationsprotektiven Laserinzision der Querbare.


Bei dem Gespräch in zwei Wochen mit dem Arzt, der diese OP durchführen soll, wird es mir vor Allem um das Risiko gehen, dass meine Zeugungsfähigkeit eingeschränkt wird. Aktuell besteht kein Kinderwunsch, aber das kann sich ändern. Und - auch wenn das vielleicht nicht jeder nachvollziehen kann - noch mehr Angst habe ich vor "trockenen" Orgasmen, also allein die Tatsache, dass meine Ejakulation ausbleibt. Ich hatte dieses Phänomen schon mal während der Behandlung mit Alphablockern, und ich als Mann hatte da das Gefühl, das "etwas fehlt". Klingt blöd, ist aber so :(

Ich vermute, wenn man diese Inzision erstmal einseitig und vorsichtig macht, dass es dann eher zu wenig ist und man den Eingriff nochmal wiederholen muss. So dürfte das Risiko, dass zu tief oder zu viel gelasert wird, doch eher gering sein, oder?

Ich freue mich über jede Meinung und jeden Tipp dazu.

Viele Grüße,
Jens

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17 Sep 2015 20:46 #18 von joachim1512
Hallo Jens,

ich verfolge Deine Berichte mit sehr viel Interesse, da dieser Eingriff bei mir auch angedacht ist, wenn sich die SItuation mit Einnahme von Tamsulosin nicht bessert. Mein Blasenhals ist vereengt und daher dauert das zur Toilette gehen ewig und er Restharn ist immer noch ca. 400 ml.

Ich kathetere seit 2 Wochen selbst und bin mir sicher, dass das keine Dauerloesung ist. Auch wenn man sich dran gewoehnt.

Ich habe keine Angst vor einem trockenen Orgasmus, aber das ist wohl indiviuell unterschiedlich. Meine Nachwuchsplanung ist mit 2 Jungs definitiv abgeschlossen und es muss ja nicht unbedingt so kommen. Beim Tamsulosin wird dies auch als Nebenwirkung genannt, ist aber bei mir zumindest bisher nicht aufgetreten.

Ich bin gespannt, ob es hier Erfahrungen mit diesem Eingriff gibt und welche Tipps hier gegeben werden.

Dir weiterhin alles Gute
Gruss Joachim

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17 Sep 2015 21:36 #19 von Johannes1956
Lieber Jens!

ich kann Deine Bedenken gut verstehen. Orgasmus ohne Erguss scheint mir auch nur als halber Genuss.

Aber vielleicht ist es auch gar nicht so. Doch sebst wenn kein Kinderwunsch mehr besteht so wie bei Joachim und mir, mögliche Nebenwirkungen eines solchen Eingriffs gehören gegen den zu erwartenden positiven Effekt abgewogen.

Ich habe mich derzeit für die "Dauerlösung" ISK entschieden, da diese bei mir völlig unproblematisch ist. Das mag aber auch bei jedem anders sein.

Dazu ist meine Situation komplett anders, da meine Blase keine Dauerbelastung hatte und daher nicht trabekuliert ist und es eine Frage der Blasenhalsinzision war.

Das ist ja offensichtlich etwas ganz anderes als eine Laserinzision der beschriebenen Querbare, obwohl ich keine Ahnung habe, was eine Querbare ist??

Klingt exotisch und, auch wenn es gut wäre, jemanden hier zu finden, der schon Erfahrung mit soetwas hat, die Chance sehe ich als gering.

Die Entscheidung liegt also bei Dir und wenn Du Dir unsicher bist, zweiten Rat einholen.

Ich hatte zwei Ärzte, die mir zur Inzision rieten und einen, der meinte, wenn ich mit ISK gut zurecht komme, abwarten.

Also 2:1 für die Inzision und ich entschied mich dennoch für Abwarten.

Ich weiss, das ist jetzt keine Hilfe für Dich, aber lass Dich jedenfalls nochmals beraten und Dir die Vor-und Nachteile der Möglichkeiten erklären.

Alles Gute,

Johannes

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17 Sep 2015 21:52 - 17 Sep 2015 21:55 #20 von Ano
Ich hab mich im Internet mal schlau gemacht.

Richtig heißt es Querbarre und das ist eine quere Wulstbildung am Harnblasenausgang als Hindernis der normalen Harnentleerung. Benannt nach Mercier-Barre.

Mehr zum Thema: www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/barre


LG, Ano
Folgende Benutzer bedankten sich: Johannes1956

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