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Blasenentleerungsstörung nach langjähriger Verengung

01 Nov 2015 10:45 #31 von joachim1512
Hallo Jens,

ich bin sehr gespannt auf Deine weiteren Berichte nach der OP. Sehr interessant finde ich den Hinweis, dass die OP so durchgeführt werden kann, dass zumindest versucht wird, die retrograde Ejakulation zu vermeiden. Nach 2 Monaten Tamsulosin erfahre ich diese Nebenwirkung bereits und neben der Kopfsache empfinde ich auch eine körperliche Beeinträchtigung bei der an sich schönsten Sache der Welt.. irgendwie schmerzt es ein wenig und das Gefühl ist anders.

Trotzdem denke ich immer mehr über diesen Schritt nach, da die ISK - auch wenn ich es erst 2 Monate mache und es auch wirklich gut klappt - keine wirkliche Alternative für den Rest meines Lebens.

Ich drücke Dir die Daumen. Es würde mich interessieren, wo Du diesen Eingriff durchführen lässt, wenn man das hier so schreiben darf. Gruss Joachim

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12 Nov 2015 18:11 #32 von geleb
Hallo zusammen,

ich wollte mich zurückmelden - wenn auch nur kurz. Ich habe die OP am vergangenen Montag hinter mich gebracht und es lief soweit alles gut. Danke an alle fürs Daumendrücken, hat funktioniert :kiss: :)

Auf die genauen Details insb. der OP kann ich die Tage gerne nochmal eingehen, da hat man mich recht gut unterrichtet. Die letzten Tage hatte ich neben meinem SPK noch einen Harnröhrenkatheter. Dieser ist mir jetzt vor drei Stunden gezogen worden und eben war ich zum ersten Mal seit über drei Monaten normal auf der Toilette!! (der SPK hat ein Ventil dran, das ich nur für den Restharn nach dem Pinkeln öffne) Trotz der op-bedingten Schmerzen war das ein super Gefühl! Vor allem hatte ich anfangs einen so enormen Strahl, wie ich ihn in meinem ganzen Leben noch nicht hatte! Ich bin richtig erschrocken :woohoo: Restharn war da und zwar etwa 50 ml. Aber ich denke, dass es für ein Resümee noch zu früh ist: Es ist alles noch blutig, geschwollen, die Harnblase hat sich durch 3 Monate SPK auf Dauerablauf ja auch verkleinert, etc.
Mal schauen, wie sich das entwickelt, aktuell bin ich recht guter Dinge und habe ein gutes Gefühl! ;) :)

Zur Ejakulationsfähigkeit kann ich aktuell natürlich noch nichts sagen. Der Arzt meinte aber nach dem Eingriff, dass kein Gewebe abgetragen sondern nur ein "Komma-Schnitt" getätigt wurde und ich daher gute Chancen hätte, dass meine Ejakulation nicht beeinträchtigt wird.

Wie gesagt, gebe ich gerne noch mehr Auskunft zum Eingriff, wenn es interessiert. Jetzt heissts erst mal wieder ausruhen: :sleep:

Euch allen einen guten Abend!
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12 Nov 2015 18:26 #33 von Günti
Hallo Jens,

na das hört sich doch alles super an. Vielen Dank für Deine Info.
Dann ruh Dich jetzt mal schön weiter aus und ich drücke die Däumchen, dass es jeden Tag ein
bischen besser geht und wir bald wieder weitere positive Berichte von Dir lesen.

Alles Gute für Dich und liebe Grüße

Petra
Folgende Benutzer bedankten sich: geleb

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12 Nov 2015 23:04 #34 von Ano
Moin Jens!

Danke für Deine Rückmeldung.

Du hörst Dich sehr positiv an und das ist schon mal "die halbe Miete". Ich freue mich für Dich und drücke Dir die Daumen, dass sich alles wunschgemäß entwickelt. Halte uns doch bitte weiter auf dem Laufenden.

Herzliche Genesungswünsche,
Ano
Folgende Benutzer bedankten sich: geleb

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14 Nov 2015 00:38 #35 von Johannes1956
Lieber Jens!

Danke für Deinen Bericht. Es freut mich sehr, dass die OP so gut verlaufen ist und Du zuversichtlich bist. Lass Dir jetzt Zeit mit allem und geniesse das neue Gefühl, so richtig pinkeln zu können!

Alles Gute weiterhin,

Johannes
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16 Nov 2015 12:30 #36 von geleb
Hallo zusammen,

und danke für die zwischenzeitlichen Genesungswünsche :) Mir geht es soweit recht gut. Bevor ich meine aktuelle Situation beschreibe, noch ein paar Informationen zur Blasenhalsschlitzung - vielleicht hilft es dem ein oder anderen jetzt oder in Zukunft.

Im OP-Bericht steht bei Befund "zirkulär schließender Sphinkter, darüber hoch obstruktive Prostata, steiler Anstieg zum spastisch-wirkenden Blasenhals". Hier steht noch ein BCA-Wert in Millimetern, der mir aber nichts sagt und für den ich im WWW keine Vergleichswerte gefunden habe.
Durchgeführt wurde dann eine "Turner Warwick Incision des Blasenhalses und des Prostatabodens", als linksseitiger (also einseitiger!) Kommaschnitt.

Interessant fand ich die Aussage des Arztes nach der OP, dass kein Gewebe abgetragen wurde sondern "nur" mit einem Haken geschlitzt wurde. Dadurch stünden die Chancen seiner Meinung nach sehr gut, dass die OP keine Auswirkungen auf meine Ejakulationsfähigkeit hat. Joachim, vielleicht sprichst du deinen Urologen mal gezielt darauf an und fragst nach, wo der Schnitt bei dir durchgeführt wird.

Ich bin dann mit meinem "gewohnten" Bauchdeckenkathter und einem durch die Harnröhre aufgewacht. Letzterer wurde nach drei Tagen beim Urologen gezogen.

Aktueller Zustand: Für mich hervorragend ist das Gefühl, dass ich ohne Druck im Bauchraum Wasser lassen kann. Ihr müsst wissen, dass ich seit etwa 10 Jahren beim Toilettengang immer einen enormen Druck verspürt habe. Je voller die Blase, desto höher der Druck und desto schwerer das Wasserlassen - es kamen anfangs nur einzelne Tropfen, dann entstand ein leichter Strahl und irgendwann hörte es ganz auf, obwohl ich noch Restharn von bis zu 400ml hatte.
Jetzt läuft es so, dass die ersten 200ml Urin sehr kräftig aus der Blase schießen, so einen kräftigen Strahl hatte ich noch nie in meinem Leben. Da ist aktuell immer noch Blut dabei und morgens auch feste Blutgerinnsel (ein Wunder, dass die durch die Harnröhre passen :blush: ) Insgesamt fühlt sich das aber ganz toll an und ich habe das Gefühl, dass die OP wirklich etwas gebracht hat. Es bleiben aktuell immer noch ca. 50ml Restharn in der Blase, den ich dann über den SPK ablasse. Ich glaube aber, dass dieser Wert für meine Verhältnisse sehr gut ist - damit kann man arbeiten. Nach all den Jahren kann sich meine Blase weitestgehend natürlich und ohne übermäßigen Druck entleeren. Ich denke, dass sich diese Prozesse jetzt erst mal alle einspielen mussen.

Habt ihr vielleicht noch Tipps, was ich tun kann in meiner Siutation?
Zum Beispiel habe ich in einem anderen Thread hier Beiträge von Eckhard gelesen, der voin einer bestimmten Position beim Wasserlassen berichtet ( www.inkontinenz-selbsthilfe.com/forum/28...zt-auch-da.html#9333 ) Evt. kann ich darüber den Restharn ja auch noch weiter verringern.

Zur Ejakulationsfähigkeit kann ich aktuell noch nichts sagen. Ich traue mich da noch nicht so recht, aus Angst dem operiertem Bereich irgendwie zu schaden., durch den Druck oder so :blush:

Am Donnerstag habe ich meinen nächsten Termin beim Urologen. Da bin ich sehr gespannt auf dessen Aussage und Einschätzung meiner Situation.

Danke wir immer fürs Zuhören :) Und wenn Fragen sind, nur zu.

Viele Grüße, Jens
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17 Feb 2016 12:45 #37 von joachim1512
Hallo Jens,

vielen Dank fuer Deinen letzten Bericht - ich war einige Zeit nicht hier aktiv da ich beruflich sehr eingespannt war. Morgen habe ich meinen nächsten Termin beim Urologen und werde ihm berichten, wie der Eingriff bei Dir erfolgte und ob das für mich auch eine Option ist.

Ich habe die letzten 2 Monate Antibiotika genommen, um HWI's zu vermeiden - seit letzter Woche abgesetzt und seit Montag wieder ein Infekt. Das Selbstkathedern bleibt fuer mich keine Option und ich möchte auf jeden Fall diesen Eingriff machen.

Melde Dich doch einmal und schreib, wie es Dir heute geht.. Interessiert mich und bestimmt auch die Anderen hier im Forum.

Viele Gruesse
Joachim

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18 Feb 2016 14:00 #38 von geleb
Hallo Joachim,

ich schaue hier regelmäßig rein und wenn ich helfen kann, gerne! Ich habe auch nicht vergessen, wie freundlich mir hier geholfen wurde, als ich noch vor den Eingriffen stand und ziemlich verzweifelt war angesichts meiner Aussichten und zudem einfach Hilfe brauchte in der Handhabung mit meinem Katheter. :dry:

Meine aktuelle Situation ist sehr gut. Ich kann nach wie vor ohne den Überdruck im Bauchraum Wasserlassen und wenn ich auf der Toilette sitze und mich entspanne, entleert sich die Blase ohne Verzögerung - das war jahrelang nicht möglich. Ein Gefühl für Restharn habe ich nicht, auch wenn wahrscheinlich was da ist. Das verunsichert mich etwas. Aber bei der letzten Kontrolle im Dezember stelle die Urologin einen Restharn von 80ml fest. Dieser Wert ist angesichts meiner 400ml vor der OP absolut zufriedenstellend und kann sich sogar noch verbessern, wenn sich meine Blase weiter regeneriert. Meine nächste Kontrolluntersuchung werde ich wahrscheinlich im April machen.

Der Eingriff war ejakulationserhaltend, ich habe hier keinerlei Einschränkungen oder Beeinträchtigungen - es ist kein Unterschied zu vorher merkbar. Darüber bin ich natürlich sehr froh und es spricht dafür, dass der Eingriff sehr gewissenhaft durchgeführt wurde. Ich hatte in den Vorgesprächen mehrmals darauf hingewiesen und das kann ich dir auch raten. Ich glaube, der Operateur wird natürlich immer vorsichtig sein, aber es ist vielleicht ein Unterschied, ob der Patient vorher nochmal explizit darauf hingewiesen hat, dass ihm die Erhaltung sehr wichtig ist, oder nicht.

Tut mir leid, dass du so oft mit Infekten zu kämpfen hast! Auch die Dauereinnahme von Antibiotika ist sicher nicht angenehm. Ich bin gespannt, was dir dein Urologe bzgl. des Eingriffes vorschlägt.

Alles Gute!
Jens
Folgende Benutzer bedankten sich: joachim1512

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18 Feb 2016 15:43 #39 von joachim1512
Hallo Jens,

vielen Dank fuer die rasche Antwort und ja - das Forum hier hilft extrem und man weiss, dass man mit dem Problem nicht allein ist.

Deine Antwort hilft mir sehr und der Termin beim Urlogen hat mich heute auch in meiner Entscheidung bestaetigt. Der meint das ich den Eingriff machen lassen soll und hat mir auch eine Über/Einweisung ins Krankenhaus geschrieben. Dort haben die ja schon alle Untersuchungen gemacht und auch den Eingriff angedeutet. Bis dahin nehme ich jetzt wieder Antibiotika und ein MIttel, damit mir danach nicht immer schlecht wird.

Da ich keine Kinder mehr plane ist auch die ejakulationserhaltende Komponente eher Nebensache - hauptsache ich kann wieder ohne Hilfe pinkeln.

Ich bin in Mönchengladbach in Behandlung, würdest Du mir verraten, wo Du den Eingriff hast machen lassen ? Ich fühle mich da rundum gut aufgehoben, aber mich würde trotzdem interessiern, wo der Eingriff bei Dir gemacht wurde.

Ich melde mich hier, wenn ich mehr weiss ! Danke nochmal fuer die rasche Antwort.
Gruss Joachim

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18 Feb 2016 16:23 #40 von geleb
Hallo Joachim,

ich habe den Eingriff im Klinikum rechts der Isar in München durchführen lassen. Man meinte dort zu mir, dass der Eingriff grundsätzlich reine Routine ist, wohl aber nicht bei einem Patienten in meinem Alter (ich bin 35).

Ich drücke dir die Daumen und freue mich auf weitere Zwischenberichte von dir.

Gruß, Jens

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