question-circle Frage Betreibe ISK seit sechs Wochen und schon zwei Mal HWI bekommen

  • Petra 69
  • Petra 69s Avatar Autor
  • Vereinsmitglied
Mehr
3 Monate 1 Woche her #52740 von Petra 69
Hallo!

Da mein Blasenmuskel nicht mehr funktionsfähig ist (keine neurogene Blase - Ursache komplett unbekannt - einfach kein Blasenmuskel mehr vorhanden) muss ich mich selber katheterisieren, da ich auf keinen Fall einen Dauerkatheter gelegt bekommen möchte.
Ich habe bislang ausschließlich meine eigene Toilette zu Hause benutzt und alles desinfiziert, was ich nur desinfizieren konnte.
Nun eben der Befund, dass ich wieder Antibiotikum nehmen muss.
Ich spüre leider gar nichts und mache mir große Sorgen, dass auch meine Nieren in Mitleidenschaft gezogen werden können.
Denn dieser Befund war ein reiner Zufallsbefund, da ich eigentlich nur bei meiner Urologin war, da mein gesamter Intimbereich gerötet war und gejuckt hat, was leider auch noch auf eine Kontaktallergie gegen Octenisept zurückzuführen war.
Hat jemand von euch Tipps, was ich tun kann, damit ich die Harnwegsinfekte reduzieren kann?
Noch bin ich krank geschrieben, aber wenn ich wieder anfange zu arbeiten und dann auch noch fremde Toiletten nutzen muss, habe ich fürchterliche Angst vor noch mehr Infektionen. 
In einem der Chats hier habe ich etwas über Mannose gelesen. Sollte ich das ausprobieren?
Und Cranberrys in Tablettenform, aber da haben hier ja schon einige geschrieben, dass das weniger hilfreich war.
Ach, es ist alles noch so neu und ich bin in Vielem noch unsicher und habe Angst vor der Zukunft. Ich bin immer viel gereist und das wurde mir nun alles genommen. Ich habe Angst vor schlechten hygienischen Standards in einigen Ländern oder auch vor kaum vorhandener ärztlicher Versorgung. 
So, es gibt noch tausend Dinge mehr, die mich in diesem nun neuen Leben beschäftigen, aber erstmal bin ich nur froh, wenn ich ein paar gute Ideen bekommen könnte, die Häufigkeit von HWI zu reduzieren.
  

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Vallie
  • Vallies Avatar
Mehr
3 Monate 1 Woche her #52741 von Vallie
Hallo Petra,

am Anfang ist wirklich vieles neu, wenn die Blase nur noch mit ISK geleert werden kann.
Ich habe mich auch erstmal drum gedrückt, auf fremden Toiletten zu kathetisieren.
Aber jetzt erstmal zu Deiner Frage zu Mannose.
Als bei mir mal als Zufallsfund ein Infekt mit ecoli- Bakterien festgestellt wurde, hat mir damals sogar die Urologin Femannose N verschrieben.
Das kann man nach Anleitung als Intensivkur nehmen, danach war der Infekt nicht mehr nachweisbar.
Aber die Frage, die sich mir jetzt erstmal stellt:
Wenn Du keinerlei Symptome hattest, warum verschreibt Dir die Urologin dann Antibiotika?
Ein einfacher Nachweis von Bakterien ohne Symptome ist an sich nicht behandlungsbedürftig.

Grüße von Valerie

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Maulwurf
  • Maulwurfs Avatar
Mehr
3 Monate 1 Woche her #52748 von Maulwurf
Guten Morgen, es wurde schon richtig gesagt, Bakterien-Nachweis ohne Symptome ist nicht zwangsweise eine Indikation für Antibiotika. egal wie hygienisch man arbeitet, die Blase ist durch das einführen nicht mehr komplett steril. Das würde ich als erstes mit der Ärztin besprechen, warum sie das trotzdem als notwendig ansieht. 

Ansonsten gibt es sehr viele pflanzliche Mittel, die man nach und nach durch probieren kann. Eine Wirkung ist bei den meisten gegeben, aber wie stark sie dann wirklich ist ist immer eine andere Frage. Die angesprochene Manose sowie Angocin (Brunnenkresse/ Meeretich) gelten als vielversprechende Optionen sie auch im Krankenhaus häufig empfohlen werden. 

Danach gibt es viele weitere Optionen (überprüfen der Hygiene sowie verwendeten Materialien, Impfungen und Antibiotikaprophylaxe), aber bei vielen ist das gar nicht notwendig. Der Körper gewöhnt sich mit der Zeit auch an vieles. 
Gruß, Maulwurf

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Petra 69
  • Petra 69s Avatar Autor
  • Vereinsmitglied
Mehr
3 Monate 1 Woche her #52766 von Petra 69
Hallo Valerie!

Vielen Dank für deine Antwort! Dass so schnell auf meinen Eintrag reagiert wird, hätte ich nicht gedacht.
Tja, warum ich ein Antibiotikum bekommen habe, obwohl ich nichts HWI-typisches gespürt habe, kann ich nicht sagen.
Wie geschrieben: eigentlich war ich bei der Urologin, um einen Abstrich zu bekommen, um zu sehen, ob ich allergisch auf Octenisept reagiere. Ich sollte aber auch eine Urinprobe mitbringen.
Da meine Blase gelähmt ist, so habe ich versucht, mir alles zu erklären, spürt man vielleicht gar nichts, wenn man einen Infekt hat. Also komplett meiner Urologin vertraut.
Der Gedanke, dass ich nun einen Infekt nach dem anderen bekommen könnte, zieht mich ziemlich runter, denn das Katheterisieren ist für mich nun gar keine Hürde mehr (was in den ersten 14 Tagen wirklich noch eine Katastrophe war...) 
Ich habe jetzt Angst, überhaupt irgendwohin in den Urlaub zu fliegen, dort einen Infekt zu bekommen und keine ausreichende medizinische Versorgung zu erhalten.
Und dann auch noch die Problematik mit der Überreaktion auf Octenisept und mir konnten noch keine alternativ zugelassenen Dessies für die Schleimhäute im Intimbereich genannt werden.
Aber zusammenfassend: ich fühle mich nun nicht mehr so alleine oder alleingelassen mit meiner Behinderung (GdB Antrag vor vier Wochen gestellt). Mit Gleichgesinnten zu chatten, baut mich gerade etwas auf. Vieeelen Dank!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Matti
  • Mattis Avatar
  • Vereinsvorstand
Mehr
3 Monate 1 Woche her #52768 von Matti
Hallo Petra,

ein Nachweis von Bakterien im Urin ohne Symptome (asymptomatische Bakteriurie) ist in den meisten Fällen keine Indikation für eine Antibiotikatherapie.
Bei sonst gesunden Erwachsenen, ist die Behandlung einer asymptomatischen Bakteriurie in der Regel nicht sinnvoll. Die Gabe von Antibiotika ist in diesen Fällen mehrheitlich sogar schädlich, da sie zu Resistenzentwicklung und Nebenwirkungen führen kann.
Trotzdem verschreiben viele Ärzte Antibiotika wie Smarties.


Wenn jemand beim Selbstkatheterismus auf Octenisept allergisch reagiert, gibt es tatsächlich verschiedene Alternativen zur Schleimhautdesinfektion. Hier sind einige gängige Desinfektionsmittel, die als Ersatz verwendet werden können:

Polyvidon-Iod (z. B. Betadine®, Braunol®)
Zugelassen für die Schleimhautdesinfektion.
Nicht anwenden bei Jodallergie oder bestimmten Schilddrüsenerkrankungen!

Chlorhexidin (z. B. als wässrige Lösung: Hibiscrub®, BactoDes® CHX)Wässrige Chlorhexidindigluconat-Lösungen sind zur Schleimhautdesinfektion zugelassen.
Alkoholische Lösungen sind für Schleimhäute meist NICHT geeignet!
Wichtig: Auf die Konzentration achten (meist 0,05–0,2 %).

Polyhexanid-haltige Präparate (z. B. Prontosan® Wundspüllösung)
Für Schleimhäute geprüft und speziell dafür entwickelt.

Nicht geeignet:
  • Desinfektionsmittel für Haut oder Oberflächen (z. B. reine Alkohol-Lösungen)
  • Wasserstoffperoxidlösungen (außer explizit vom Arzt angeordnet)
  • Reines Wasser/NaCl (nur Reinigung, keine Desinfektion)

Hinweis: Bitte immer die Packungsbeilage und Zulassung prüfen und im Zweifel mit Arzt oder Pflegefachkraft abstimmen.

Noch ein Hinweis. Mitunter wird die Kostenübernahme durch die Krankenkasse abgelehnt. Dies liegt oft daran, dass beispielsweise 50 ml Flaschen frei verkäuflich sind und somit nicht der Verordnungsfähgeit und somit auch nicht der Kostenerstattung unterliegen. Gebinde mit 200 ml aber sehrwohl. Da kann es Sinn machen eine große Flasche zu verordnen und diese dann bei Bedarf auf kleinere Flaschen zu verteilen.

Gruß
Matti

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Petra 69
  • Petra 69s Avatar Autor
  • Vereinsmitglied
Mehr
3 Monate 1 Woche her #52769 von Petra 69
Hallo Maulwurf!
Vielen Dank für deine super schnelle Antwort! Valerie schreibt inhaltlich, ebenso wie du, dass sie den Einsatz des Antibiotikums nicht ganz nachvollziehen kann. Das werde ich aber definitiv bei meinem nächsten Termin ansprechen. Allerdings ist meine Urologin dermaßen überlaufen, dass ich, obwohl ich Privatpatientin bin (ich weiß, dass ist vom deutschen Krankensystem her eine schreiende Ungerechtigkeit gegenüber den GKVs, aber es ist nun mal Tatsache, dass die Ärzte bei uns mit einem hohen Faktor die Behandlungen abrechnen) sicherlich mehrere Wochen auf einen Termin warten muss.
Ich werde mich mit D-Mannose Präparaten eindecken (Femannose hat Valerie ja empfohlen).
Interessant fand ich die Infos aus deinem Chat bezüglich Impfungen / Antibiotikaprophylaxe. Werde ich auch beim Arzt ansprechen.
Vor Antibiotikum habe ich schon einen gewissen Respekt. 
Ich arbeite seit 35 Jahren als Lehrerin und war in dieser Zeit, außer dass ich Corona hatte, nie richtig krank.
Nur als Kind brauchte ich einige Male ein Antibiotikum. Und man kann ja hervorragend Resistenzen entwickeln. 
Das macht mir schon Angst für die Zukunft. 
Also nochmals vielen lieben Dank, dass auch du so tolle Tipps hattest und ich den Kopf wieder langsam hoch bekomme.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Petra 69
  • Petra 69s Avatar Autor
  • Vereinsmitglied
Mehr
3 Monate 1 Woche her #52770 von Petra 69
Hallo Matti!

Ach, wie schön, dass hier im Forum so schnell und äußerst informativ geantwortet wird!
Ich hatte wirklich die letzten fünf Wochen immer das Gefühl, ich bin die Einzige auf der Welt, die eine gelähmte Blase hat (also mal davon abgesehen, dass ich natürlich weiß, dass bei Schäden an der Wirbelsäule, Diabetes, MS...neurogene Probleme entstehen können), nur gibt es bei mir absolut keine Ursache. 

Lieber Matti, super, dass du mir Alternativen zu Octenisept genannt hast! 
Hast du Erfahrung mit dem jodhaltigen Desinfektionsmittel? Mein Kopf sagt mir, Jod ist ziemlich farbintensiv, was dann sicherlich zur Folge hat, dass man neu gefärbte Unterhosen hat, oder?
Ich werde gleich einmal alles googeln, was du aufgezählt hast. Denn meine Beraterin der Firma Coloplast verweist mich immer auf Octenisept.

Zu deinem Punkt mit der (möglichen) Zuzahlung: ich bin seit 35 Jahren in der PKV und bekomme 50 % Beihilfe vom DLZP (Dienstleistungszentrum Personal, Kiel).

Bisher wurden alle meine Arztrechnungen und Rezepte anerkannt, allerdings bin ich in der Tat gespannt, ob das so bleibt und wie es mit der Erstattung meiner Luja Einmalkatheter werden wird.
Die nutze ich ja seit Anfang Oktober und habe noch keine Rechnung bekommen.
Ich denke, in meiner Zukunft in diesem neuen Leben werden bestimmt noch ganz viele Fragen aufkommen und dann freue ich mich schon sehr auf deine super hilfreichen und besonders umfangreichen Antworten.

Liebe Grüße aus Norddeutschland

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Vallie
  • Vallies Avatar
Mehr
3 Monate 1 Woche her #52771 von Vallie
Hallo Petra,

ich hatte es wirklich etwas kurz gefasst, aber Maulwurf und Matti haben es erklärt. Antibiotika verschrieben zu bekommen, ist also tatsächlich leider keine Ausnahme, aber normalerweise nicht nötig. Direkt Femannose N verschrieben bekommen zu haben, war bei mir sicher auch Glück. 
Den Riesenrespekt vor HWIs hatte ich am Anfang auch. Jedes ISK glich bei mir eher einer OP am offenen Herzen, ich war super penibel in Bezug auf die Hygiene. Der intensive Gebrauch von Octenisept hat meiner Schleimhaut geschadet, ich bin dann umgestiegen auf Prontoderm C. Meines Wissens der deutsche Handelsname von Prontosan, das C könnte sogar für die Variante zum Cathetisieren stehen, wenn ich es richtig einordne.
Das habe ich letztlich nach ärztlicher Empfehlung auch weggelassen. Was ich mich erst drei Wochen nach dem Vorschlag getraut habe, es entsprach so gar nicht den Aussagen, wie wichtig das alles sei. Bei mir klappt es super ohne Desinfizieren, aber das ist nichts, was man ohne Absprache mit dem Arzt machen sollte.
Wie bei Dir ist mein Detrusormuskel auch schlaff, bei mir allerdings neurogen.
Das Wissen, keine HWI zu spüren, war mir am Anfang genauso unheimlich wie Dir.
Mein Hausarzt hat es dann schön runtergebrochen:
Man riecht es, der Urin riecht dann sehr unangenehm. Und man sieht es, Urin ist trüb, evtl. mit Blutspuren. Und auch dann braucht es noch keine Antibiotika. Erst wenn man Krankheitsgefühle und/ oder erhöhte Temperatur hat.
Noch zu Deiner Angst, was die Nieren betrifft.
Meines Wissens ist da bei einer schaffen Blase keine Gefahr. Ausnahme: Steht eine Urodynamik an, bei der die Blase von außen gefüllt wird, wird diese nur vorgenommen, wenn der Urintest negativ ist, um keine Bakterien in die Nieren zu spülen.
Was war noch? Dein Angst vor Hygiene bei öffentlichen WCs. Es kommt letztlich nichts dort mit Deinem Harnröhrenausgang in Berührung. Deine Finger kommen ihm noch am nächsten. D.h. gut Händewaschen und dann nichts mehr vor Ort berühren. Entweder die Türklinke mit den Papiertüchern vom Abtrocknen anfassen, oder ein Papiertaschentuch rausholen. Wenn Du einen Spiegel benutzt, finde ich das weitaus kritischere Thema das Licht. Manchmal ist es so kurz geschaltet, dass ich es selbst ohne Desinfizieren nicht schaffe und im Dunkeln stehe. Ich habe eine Stirnlampe mit schwenkbarem Leuchtkopf in meinem ISK-Kit, klein, leicht, sehr praktikabel.
Und man muss halt schauen, wie man sich organisiert, meist gibt es keine Ablageflächen.
Bevor ich jetzt noch weitere Romane schreibe, frag einfach nach, was Dich noch interessiert.

Grüße von Valerie

Kleiner Nachsatz zu den Größen vom Desinfektionsmittel, die Matti angesprochen hat: es muss eine Normierungsgröße sein, also N1, N2...um erstattungsfähig zu sein. Das sind die kleinen 50ml-Flaschen nicht. Wie angesprochen, kann das dann aber von großen in eine kleine Flasche für unterwegs umgefüllt werden.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Matti
  • Mattis Avatar
  • Vereinsvorstand
Mehr
3 Monate 1 Woche her - 3 Monate 1 Woche her #52772 von Matti
Hallo,

noch ein Alltags- und Erfahrungstipp:

Das Belegen der Klobrille mit Papier auf öffentlichen Toiletten ist weit verbreitet – viele glauben, sich so vor Keimen zu schützen. Tatsächlich ist der Effekt aber oft genau das Gegenteil!

Wieso das keine gute Idee ist:
  • Papier ist kein sicherer Schutz: Toilettenpapier ist porös und bietet Keimen keine wirksame Barriere. Bakterien und Viren können leicht durch das Papier dringen oder sich daran festsetzen.
  • Mehr Keime durch das Papier: Gerade in öffentlichen Toiletten fasst jeder das Papier mit (ungewaschenen) Händen an. Dadurch haften darauf oft mehr Keime als auf der vergleichsweise glatten Klobrille, die oft regelmäßig gereinigt wird.
  • Feuchtes Milieu: Papier nimmt Feuchtigkeit schnell auf. Durch Urinspritzer oder Wassertropfen entsteht so eine optimale Umgebung für Keime, die sich dort besser vermehren können.
  • Verschlimmerung durch Schichtbildung: Mehrere Lagen Papier können dazu führen, dass Keime und Feuchtigkeit "eingesperrt" werden – eine Art Mini-Biotop für Bakterien.
  • Übertriebene Angst: Die meisten Krankheiten werden nicht über die Haut beim Kontakt mit einer Klobrille übertragen. Das Risiko, sich durch bloßes Sitzen auf einer öffentlichen Klobrille zu infizieren, ist extrem gering. Viel wichtiger ist gründliches Händewaschen nach dem Toilettengang!

Statt Papier zu benutzen, ist es sinnvoller, darauf zu achten, möglichst wenig mit Händen an die Klobrille zu kommen und sich davor und danach gründlich die Hände zu waschen. Das schützt am effektivsten!


Bildquelle: Inkontinenz Selbsthilfe e.V.

Hinweis für Selbstkatheterisierung: Für Menschen, die Selbstkatheterisierung durchführen, gibt es praktische Sets, bei denen der Urin direkt in einen Urinbeutel abgeleitet wird. Dadurch ist kein Kontakt mit der öffentlichen Toilette oder der Klobrille notwendig – so bleibt die Anwendung besonders hygienisch und diskret!

Gruß
Matti

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Petra 69
  • Petra 69s Avatar Autor
  • Vereinsmitglied
Mehr
3 Monate 1 Woche her #52774 von Petra 69
Hallöchen Valerie!

Wow, ich bin beeindruckt von den tollen Infos. Exakt alles war bei mir auch am Anfang (na ja, ist ja erst seit sechs Wochen) so, wie bei dir. Hygiene hoch 10, mein Mann durfte mein Bad oben im Haus nicht betreten und musste dann unten das Gäste WC nutzen. Das habe ich aber tatsächlich vor einer Woche aufgeweicht. :-)

Was du zur Erkennbarkeit einer Blasenentzündung geschrieben hast, hatte ich im Netz auch schon gegoogelt und zur genauen optischen Kontrolle und auch zum Geruchstest habe ich in den Messbecher abgelassen, den ich am Anfang für mein Protokoll brauchte. Null Geruch, wunderbar klar, kein Blut... 

Zum Thema: vielleicht auch ohne Desinfektion? Da hat die Arzthelferin meiner Urologin auch schon geäußert, dass das eine Option wäre. Und genau wie du anfänglich, kann ich mich nicht so recht  mit dem Gedanken anfreunden. Es ist ja alles noch so neu und ich bin da eine echte Angsthäsin. 
Aber du machst mir gerade richtig Mut!!!

Mit Spiegel und wie bei dir, Stirnlampe, komme ich super zurecht. Ich habe mit einer Arbeitskollegin ganz viel gebastelt mit Klettbändern, wo man wirklich alles dran befestigen kann. Da gibt es bei amazon spezielle Klettbänder für Katheterfixierung und die sind optimal. Ich werde ja ab Anfang Dezember wieder anfangen, zu arbeiten und dann muss ich fit werden für fremde Toiletten. Wobei in diesem Fall tatsächlich ein spezielles, barrierefreies WC nur für mich in der Schule installiert wurde.
Jippi - dann kann ich dort ein kleines Tischchen aufbauen und habe mein eigenes Waschbecken, ohne noch einen Türgriff berühren zu müssen.

Ja, Händewaschen...mache ich wahrscheinlich auch nicht richtig, denn ich wasche sooooooooo lange und intensiv, dass meine Haut der Oberfläche eines Elefanten ähnelt. Faltig, rissig und maximal trocken!
Also mehrmals täglich Tonnen von Urea Handcreme auftragen.
Aber da bekomme ich bestimmt von dir auch einen wunderbaren Tipp, wie ich mein Waschverhalten optimieren kann.
Ich muss noch dazu schreiben, dass ich anfänglich Schaumseife von Palmolive genommen habe und da gab es diese Problematik nicht.
Dann bin auf Sagrotan Schaumseife aufmerksam geworden, weil dort ja schön deklariert ist: stark gegen Bakterien. 
Also direkt mitgenommen, ist ja toll - bye bye Bakterien. Aber möglicherweise war das der Auslöser für meine ruinierte Haut. Jetzt bin ich wieder bei Palmolive...aber immer noch in leicht ausgetrocknetem Zustand.

Ich werde noch kurz Matti antworten und dann werde ich mich mit einer kuscheligen Wärmflasche ins Bett legen. Immerhin schlafe ich nun nachts fast fünf Stunden am Stück. Das war nach der Diagnose nicht mal ansatzweise der Fall. Da habe ich nur wach gelegen und mein Kopf lief auf Hochtouren. 

Du kannst ganz sicher sein, dass ich noch einen Berg von Fragen habe und bin schon ganz gespannt auf deine Antworten!!!

Liebe Grüße aus dem hohen Norden!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Moderatoren: MichaelDah
Ladezeit der Seite: 0.547 Sekunden

Sie sind nicht allein! Besucher: Heute 1.926 | Gestern 4.109 | Monat 96.011 | Insgesamt 11.807.729