Frage Betreibe ISK seit sechs Wochen und schon zwei Mal HWI bekommen
- Maulwurf
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3 Monate 1 Woche her #52814 von Maulwurf
Maulwurf antwortete auf Betreibe ISK seit sechs Wochen und schon zwei Mal HWI bekommen
Ich möchte noch mal kurz auf diesen Teil eingehen. Ich höre immer wieder, dass Menschen Angst haben, gegen Antibiotikaresistent zu werden. Das ist begrifflich nicht ganz richtig. Nicht der Mensch wird resistent gegen Antibiotika, sondern das jeweilige Bakterium.
Warum ist die Unterscheidung wichtig?
Im Endeeffekt kann ein Antibiotikum einmal super helfen und beim nächsten Mal nutzlos sein. Einfach weil der eine Keim bereits resistent dagegen ist und der andere nicht.
Andersrum gilt das dann aber genauso. D.h. nur weil einmal ein Antibiotikum nicht angeschlagen ist, ist man deswegen nicht resistent dagegen, sondern es nutzt einfach für das spezielle Bakterium nichts. beim nächsten Mal kann das wieder ganz anders aussehen.
Die Angst vor Antibiotika Einnahme ist deswegen teilweise ein wenig übertrieben. Die schlimmen Resistenzen entwickeln sich vor allem durch die Massentierhaltung und im Krankenhaus.
Solange man darauf drängt, dass vor einer Einnahme (oder zumindest parallel dazu) der Erreger entsprechend ausgetestet wird und sich dann an die Einnahmeempfehlungen, insbesondere von der Dauer hält, resistenten im privaten Bereich zwar nicht ausgeschlossen, aber das Risiko ist absolut annehmbar im Vergleich zum Risiko einer Nicht Einnahme. Das gilt allerdings natürlich nur dann, wenn diese Notwendigkeit auch vorliegt. Bei Männern liegt sie deutlich häufiger (bei mir fast immer) vor. ohne Symptome ist dies, wie wie bereits beschrieben, dann eher diskutabel.
Gruß Maulwurf
Warum ist die Unterscheidung wichtig?
Im Endeeffekt kann ein Antibiotikum einmal super helfen und beim nächsten Mal nutzlos sein. Einfach weil der eine Keim bereits resistent dagegen ist und der andere nicht.
Andersrum gilt das dann aber genauso. D.h. nur weil einmal ein Antibiotikum nicht angeschlagen ist, ist man deswegen nicht resistent dagegen, sondern es nutzt einfach für das spezielle Bakterium nichts. beim nächsten Mal kann das wieder ganz anders aussehen.
Die Angst vor Antibiotika Einnahme ist deswegen teilweise ein wenig übertrieben. Die schlimmen Resistenzen entwickeln sich vor allem durch die Massentierhaltung und im Krankenhaus.
Solange man darauf drängt, dass vor einer Einnahme (oder zumindest parallel dazu) der Erreger entsprechend ausgetestet wird und sich dann an die Einnahmeempfehlungen, insbesondere von der Dauer hält, resistenten im privaten Bereich zwar nicht ausgeschlossen, aber das Risiko ist absolut annehmbar im Vergleich zum Risiko einer Nicht Einnahme. Das gilt allerdings natürlich nur dann, wenn diese Notwendigkeit auch vorliegt. Bei Männern liegt sie deutlich häufiger (bei mir fast immer) vor. ohne Symptome ist dies, wie wie bereits beschrieben, dann eher diskutabel.
Gruß Maulwurf
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- Petra 69
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3 Monate 1 Woche her #52815 von Petra 69
Petra 69 antwortete auf Betreibe ISK seit sechs Wochen und schon zwei Mal HWI bekommen
Hallo Matti!
Tatsächlich bin ich seit Beginn meiner Einschränkung im Besitz des Schlüssels. Mein Neurologe hat umgehend ein Attest für mich ausgestellt, mit dem ich dann in unserem Rathaus völlig problemlos, und gegen die Zahlung von 28 €, innerhalb von 10 Minuten den Schlüssel ausgehändigt bekommen habe.
Mein erster Versuch, mir so eine Toilette hier nur einmal genauer anzusehen, endete in einem Duell der aggressiven Blicke.
Was wurde ich giftig angesehen, als ich die Tür aufschloss. Aber als Lehrerin habe ich in vielen Jahren gelernt, übertrieben wütend zurück zu starren. Mein Repertoire an Worten habe ich mir komplett gespart und das Blickduell nach etwa einer Minute gewonnen, weil die andere Person dann das anfängliche Schlachtfeld verlassen hat.
Nur, weil ich keine Hilfsmittel zur Fortbewegung benötige, schnallen manche " not disabled people" die Umfänglichkeit des Begriffs " Behinderung / Handicap" nicht. Da zählt nur die Offensichtlichkeit.
So, aber jetzt: Du schriebst von Teneriffa. Genau diese Kanareninsel (exakt: Puerto de la Cruz) hatten wir bereits vor einem Jahr für die Weihnachtsferien gebucht. Als Flexoption mit kostenfreier Stornierung bis 14 Tage vorher.
Noch haben wir nicht storniert, weil ich immer noch hoffe, dass ich mich weiter gegen meine Ängste konditionieren kann.
Aber es sind jetzt nur noch drei Wochen bis zur Kündigungsfrist und eigentlich war ich mir bis eben zu 90 % sicher, dass ich nicht fliegen werde.
So war es ja auch schon mit unserem lange im Voraus gebuchten Japanurlaub in den Herbstferien. Da brauchte ich gar nicht lange zu überlegen - mein Kopf war zu und ich habe sofort nach dem Harnverhalt diese schöne Reise abgesagt. (Heul...
)
ABER: jetzt kamst du mit den Positivmeldungen, dass ich jetzt überlege, diese Reise eventuell doch anzutreten...hmmmmm, muss ich noch drauf rum denken...)
Liebe Sonntagsgrüße
Petra
Tatsächlich bin ich seit Beginn meiner Einschränkung im Besitz des Schlüssels. Mein Neurologe hat umgehend ein Attest für mich ausgestellt, mit dem ich dann in unserem Rathaus völlig problemlos, und gegen die Zahlung von 28 €, innerhalb von 10 Minuten den Schlüssel ausgehändigt bekommen habe.
Mein erster Versuch, mir so eine Toilette hier nur einmal genauer anzusehen, endete in einem Duell der aggressiven Blicke.
Was wurde ich giftig angesehen, als ich die Tür aufschloss. Aber als Lehrerin habe ich in vielen Jahren gelernt, übertrieben wütend zurück zu starren. Mein Repertoire an Worten habe ich mir komplett gespart und das Blickduell nach etwa einer Minute gewonnen, weil die andere Person dann das anfängliche Schlachtfeld verlassen hat.
Nur, weil ich keine Hilfsmittel zur Fortbewegung benötige, schnallen manche " not disabled people" die Umfänglichkeit des Begriffs " Behinderung / Handicap" nicht. Da zählt nur die Offensichtlichkeit.
So, aber jetzt: Du schriebst von Teneriffa. Genau diese Kanareninsel (exakt: Puerto de la Cruz) hatten wir bereits vor einem Jahr für die Weihnachtsferien gebucht. Als Flexoption mit kostenfreier Stornierung bis 14 Tage vorher.
Noch haben wir nicht storniert, weil ich immer noch hoffe, dass ich mich weiter gegen meine Ängste konditionieren kann.
Aber es sind jetzt nur noch drei Wochen bis zur Kündigungsfrist und eigentlich war ich mir bis eben zu 90 % sicher, dass ich nicht fliegen werde.
So war es ja auch schon mit unserem lange im Voraus gebuchten Japanurlaub in den Herbstferien. Da brauchte ich gar nicht lange zu überlegen - mein Kopf war zu und ich habe sofort nach dem Harnverhalt diese schöne Reise abgesagt. (Heul...
ABER: jetzt kamst du mit den Positivmeldungen, dass ich jetzt überlege, diese Reise eventuell doch anzutreten...hmmmmm, muss ich noch drauf rum denken...)
Liebe Sonntagsgrüße
Petra
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- Petra 69
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3 Monate 1 Woche her #52816 von Petra 69
Petra 69 antwortete auf Betreibe ISK seit sechs Wochen und schon zwei Mal HWI bekommen
Guten Morgen Maulwurf!
Auch du triffst mit deinem Bericht, ebenso wie Matti, exakt den Punkt, der mich ja ganz aktuell umtreibt, was meinen geplanten Urlaub auf Teneriffa anbelangt. Und hier schließt sich auch wieder der Kreis, warum ich mich hier in diesem Forum bezüglich HWI angemeldet habe (und inzwischen gefühlt 1 Millionen andere, weiter reichende, hilfreiche Tipps bekommen habe
).
Das ist mit eine der größten Sorgen, die ich habe, im Ausland einen Infekt zu bekommen und nicht die gewohnte, (noch) gute Versorgung wie in Deutschland, zu bekommen.
Dass der Erreger zunächst exakt analysiert werden muss, um dann das darauf wirksamste Antibiotikum zu verschreiben, ist absolut klar. Mit einem Breitbandantibiotikum ist dir da nicht ausreichend geholfen.
Ich habe natürlich viel über Ärzte auf Teneriffa gegoogelt, weil ich ja noch zu 10 % im Hinterkopf habe, den Urlaub doch anzutreten.
Aber krank im Urlaub, auch wenn ich dort eine passende Behandlung bekomme, passt noch nicht in meine derzeit etwas instabile Gesamtsituation.
Vor meiner Erkrankung habe ich nie über Krankheitsprobleme und Hygienestandards im Urlaub im Ausland nachgedacht.
Wir waren jedes Jahr mindestens vier Mal, also in jeden Ferien, auf der ganzen Welt unterwegs. Patagonien, British Columbia, viele afrikanische Länder, Neuseeland, Australiens Outback, Alaska, Spitzbergen, Grönland...eigentlich überall, wo wir Natur pur erleben konnten und es zum Teil gar keine Ärzte gibt, nur Krankenschwestern (so Grönland, die Kapverdeninseln Sao Vicente und Santo Antao...).
Und jetzt die Erkenntnis: derartige Ziele kann sich mein Kopf beim besten Willen nicht mehr vorstellen.
Daher hat Matti mich mit seinen Erfahrungen auf Teneriffa richtig gepusht.
Aber ich kenne mich ja schon ein paar Tage, und ich bin ein derart verkopfter Mensch, so dass ich wirklich noch am Schwimmen bin...Teneriffa ja, nein, ja, nein...
Lieber Maulwurf, vielen Dank für deinen Chat. Ich hoffe, dass mein Kopf so informative Details von dir nicht nur aufnimmt, sondern auch so verarbeitet, dass ich etwas entspannter in die Zukunft gehe.
Und hier kommt wieder meine Psychotherapeutin mit ins Boot...
Dir noch einen erholsamen Sonntag!
Liebe Grüße
Petra
Auch du triffst mit deinem Bericht, ebenso wie Matti, exakt den Punkt, der mich ja ganz aktuell umtreibt, was meinen geplanten Urlaub auf Teneriffa anbelangt. Und hier schließt sich auch wieder der Kreis, warum ich mich hier in diesem Forum bezüglich HWI angemeldet habe (und inzwischen gefühlt 1 Millionen andere, weiter reichende, hilfreiche Tipps bekommen habe
Das ist mit eine der größten Sorgen, die ich habe, im Ausland einen Infekt zu bekommen und nicht die gewohnte, (noch) gute Versorgung wie in Deutschland, zu bekommen.
Dass der Erreger zunächst exakt analysiert werden muss, um dann das darauf wirksamste Antibiotikum zu verschreiben, ist absolut klar. Mit einem Breitbandantibiotikum ist dir da nicht ausreichend geholfen.
Ich habe natürlich viel über Ärzte auf Teneriffa gegoogelt, weil ich ja noch zu 10 % im Hinterkopf habe, den Urlaub doch anzutreten.
Aber krank im Urlaub, auch wenn ich dort eine passende Behandlung bekomme, passt noch nicht in meine derzeit etwas instabile Gesamtsituation.
Vor meiner Erkrankung habe ich nie über Krankheitsprobleme und Hygienestandards im Urlaub im Ausland nachgedacht.
Wir waren jedes Jahr mindestens vier Mal, also in jeden Ferien, auf der ganzen Welt unterwegs. Patagonien, British Columbia, viele afrikanische Länder, Neuseeland, Australiens Outback, Alaska, Spitzbergen, Grönland...eigentlich überall, wo wir Natur pur erleben konnten und es zum Teil gar keine Ärzte gibt, nur Krankenschwestern (so Grönland, die Kapverdeninseln Sao Vicente und Santo Antao...).
Und jetzt die Erkenntnis: derartige Ziele kann sich mein Kopf beim besten Willen nicht mehr vorstellen.
Daher hat Matti mich mit seinen Erfahrungen auf Teneriffa richtig gepusht.
Aber ich kenne mich ja schon ein paar Tage, und ich bin ein derart verkopfter Mensch, so dass ich wirklich noch am Schwimmen bin...Teneriffa ja, nein, ja, nein...
Lieber Maulwurf, vielen Dank für deinen Chat. Ich hoffe, dass mein Kopf so informative Details von dir nicht nur aufnimmt, sondern auch so verarbeitet, dass ich etwas entspannter in die Zukunft gehe.
Und hier kommt wieder meine Psychotherapeutin mit ins Boot...
Dir noch einen erholsamen Sonntag!
Liebe Grüße
Petra
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3 Monate 1 Woche her #52818 von Matti
Matti antwortete auf Betreibe ISK seit sechs Wochen und schon zwei Mal HWI bekommen
Hey Petra,
ich kann deine Sorgen total nachvollziehen – es ist immer aufregend, etwas Neues wie den Selbstkatheterismus zu lernen, und dann noch mit Entleerungsstörungen auf Reisen zu gehen! Aber was deine geplante Reise nach Teneriffa betrifft, kann ich dich wirklich beruhigen.
Teneriffa ist absolut kein Entwicklungsland, sondern eine der Kanarischen Inseln und gehört zu Spanien, also auch zur Europäischen Union. Die medizinischen und hygienischen Standards auf Teneriffa sind sehr hoch, wirklich vergleichbar mit Deutschland. Man soll dort kein Wasser aus der Leitung trinken, aber das ist in hundert anderen Ländern auch so.
Es gibt große, moderne Krankenhäuser (z.B. das Universitätsklinikum in Santa Cruz oder das Hospital Universitario Nuestra Señora de Candelaria) sowie zahlreiche gut ausgestattete Apotheken (Farmacia) und Arztpraxen – besonders in touristischen Gegenden kommt man oft auch mit Englisch oder sogar Deutsch weiter. Gerade im Norden ist die größte deutsche Community, und es gibt viele deutsche Ärzte.
Was aber wichtig ist: Die deutsche gesetzliche Krankenkasse übernimmt im Ausland, auch in der EU wie auf Teneriffa, normalerweise nur die Behandlungskosten in öffentlichen Krankenhäusern oder Kassenpraxen. Das funktioniert mit deiner Europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK ‒ Rückseite deiner Gesundheitskarte). Du wirst dort wie eine spanische Patientin behandelt, und die Kosten werden direkt über die Kasse abgerechnet.
Wenn du aber eine private Praxis oder Privatklinik aufsuchst, musst du die Kosten in der Regel erstmal selbst zahlen. Ob und wie du das Geld von deiner Krankenkasse zurückbekommst, ist manchmal nicht ganz einfach – oft ist es auch nur teilweise möglich und hängt stark von deiner Versicherung ab.
Deshalb mein dringender Tipp – unabhängig von deiner Erkrankung und für jede Auslandsreise: Schließe unbedingt eine Zusatz-Auslandsreisekrankenversicherung ab! Sie kostet meist nur einen kleinen Betrag (meine z.B. weniger als 13 Euro pro Jahr), aber sie übernimmt die Kosten auch bei Behandlungen in Privatkliniken, in Notfällen oder für einen eventuell nötigen Rücktransport – was die gesetzliche Kasse nämlich nie bezahlt. So bist du wirklich rundum abgesichert!
Falls du Probleme mit dem Selbstkatheterismus bekommst oder noch Fragen zu Material & Hygiene hast: Ärzte und Apotheken helfen dir vor Ort weiter, Materialien bekommst du in Apotheken (farmacia). Notfallnummern und Adressen für medizinische Zentren kann dir auch dein Hotel geben, und bei Unsicherheiten helfen oft schon Reiseleitung oder Hotelrezeption.
Ich habe Freunde die Dialysepflichtig sind und dort Urlaub machen.
Du bist also auch auf Teneriffa sicher und gut medizinisch versorgt! Am besten klärst du vorab noch mal mit deiner Krankenkasse, wie die Kostenübernahme konkret läuft – so bist du wirklich auf der sicheren Seite. Damit du dich vor Ort leichter tust, such dir vorab die Adressen von Apotheken und Krankenhäusern in der Nähe deines Urlaubsorts heraus. Dann kannst du beruhigt und entspannt deine Reise genießen!
Alles Gute für deine Reise – du bist nicht allein mit deinen Sorgen, aber auf Teneriffa bist du bestens aufgehoben!
Ich flieg dort zum 15 Mal hin und ich bin wirklich nicht gesund!
Gruß
Matti
Mein liebstes Hobby auf Teneriffa:
ich kann deine Sorgen total nachvollziehen – es ist immer aufregend, etwas Neues wie den Selbstkatheterismus zu lernen, und dann noch mit Entleerungsstörungen auf Reisen zu gehen! Aber was deine geplante Reise nach Teneriffa betrifft, kann ich dich wirklich beruhigen.
Teneriffa ist absolut kein Entwicklungsland, sondern eine der Kanarischen Inseln und gehört zu Spanien, also auch zur Europäischen Union. Die medizinischen und hygienischen Standards auf Teneriffa sind sehr hoch, wirklich vergleichbar mit Deutschland. Man soll dort kein Wasser aus der Leitung trinken, aber das ist in hundert anderen Ländern auch so.
Es gibt große, moderne Krankenhäuser (z.B. das Universitätsklinikum in Santa Cruz oder das Hospital Universitario Nuestra Señora de Candelaria) sowie zahlreiche gut ausgestattete Apotheken (Farmacia) und Arztpraxen – besonders in touristischen Gegenden kommt man oft auch mit Englisch oder sogar Deutsch weiter. Gerade im Norden ist die größte deutsche Community, und es gibt viele deutsche Ärzte.
Was aber wichtig ist: Die deutsche gesetzliche Krankenkasse übernimmt im Ausland, auch in der EU wie auf Teneriffa, normalerweise nur die Behandlungskosten in öffentlichen Krankenhäusern oder Kassenpraxen. Das funktioniert mit deiner Europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK ‒ Rückseite deiner Gesundheitskarte). Du wirst dort wie eine spanische Patientin behandelt, und die Kosten werden direkt über die Kasse abgerechnet.
Wenn du aber eine private Praxis oder Privatklinik aufsuchst, musst du die Kosten in der Regel erstmal selbst zahlen. Ob und wie du das Geld von deiner Krankenkasse zurückbekommst, ist manchmal nicht ganz einfach – oft ist es auch nur teilweise möglich und hängt stark von deiner Versicherung ab.
Deshalb mein dringender Tipp – unabhängig von deiner Erkrankung und für jede Auslandsreise: Schließe unbedingt eine Zusatz-Auslandsreisekrankenversicherung ab! Sie kostet meist nur einen kleinen Betrag (meine z.B. weniger als 13 Euro pro Jahr), aber sie übernimmt die Kosten auch bei Behandlungen in Privatkliniken, in Notfällen oder für einen eventuell nötigen Rücktransport – was die gesetzliche Kasse nämlich nie bezahlt. So bist du wirklich rundum abgesichert!
Falls du Probleme mit dem Selbstkatheterismus bekommst oder noch Fragen zu Material & Hygiene hast: Ärzte und Apotheken helfen dir vor Ort weiter, Materialien bekommst du in Apotheken (farmacia). Notfallnummern und Adressen für medizinische Zentren kann dir auch dein Hotel geben, und bei Unsicherheiten helfen oft schon Reiseleitung oder Hotelrezeption.
Ich habe Freunde die Dialysepflichtig sind und dort Urlaub machen.
Du bist also auch auf Teneriffa sicher und gut medizinisch versorgt! Am besten klärst du vorab noch mal mit deiner Krankenkasse, wie die Kostenübernahme konkret läuft – so bist du wirklich auf der sicheren Seite. Damit du dich vor Ort leichter tust, such dir vorab die Adressen von Apotheken und Krankenhäusern in der Nähe deines Urlaubsorts heraus. Dann kannst du beruhigt und entspannt deine Reise genießen!
Alles Gute für deine Reise – du bist nicht allein mit deinen Sorgen, aber auf Teneriffa bist du bestens aufgehoben!
Ich flieg dort zum 15 Mal hin und ich bin wirklich nicht gesund!
Gruß
Matti
Mein liebstes Hobby auf Teneriffa:
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- Petra 69
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3 Monate 1 Woche her #52819 von Petra 69
Petra 69 antwortete auf Betreibe ISK seit sechs Wochen und schon zwei Mal HWI bekommen
Hallo Matti!!!
Mega tolles Foto: der große Matti und dahinter der kleine Teide
)!!!
Super, wie viel Mut du mir machst! Ja, dass Teneriffa ärztemäßig gut aufgestellt ist, hatte ich auch schon gegoogelt.
Aber, wie du ja selber geschrieben hast, googeln ist eben nicht der direkte Austausch, wie hier im Chat.
Ich funktioniere oft wie ein störrischer Esel, auf den man immer wieder einreden muss, bis er sich bewegt.
Also, je mehr Tritte oder Ansagen und aufbauende Worte ich einsammele, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass ich wieder neu denke.
Ich bin seit 35 Jahren in der PKV und habe dort auch eine Auslandsreisekrankenversicherung abgeschlossen - und, du wirst es nicht glauben, erst letztes Jahr im Sommer, weil ich vorher tatsächlich immer dachte, eine derartige Versicherung sei bei der PKV immer inklusive - ganz schön blauäugig bei den ganzen Extremreisen, die wir gemacht haben.
Wie du auch schriebst, unfassbar günstig. Ich glaube, meine Kosten belaufen sich jährlich auf schlappe 15 €.
Meine Krankenkasse ist, glaube ich, wirklich gut, aber bisher hatte ich in den ganzen Arbeitsjahren außer zwei Mal Corona und Mini-Sportverletzungen, nichts. Nur stinknormale Vorsorgeuntersuchungen.
Und hier in Schleswig - Holstein deckt ja die Beihilfe in Kiel für alle Beamten auch noch 50 % der Kosten ab.
Dann muss ich doch nochmal auf Herrn Google zurückkommen: dort steht, dass man bei der entsprechenden Airline seine Katheter anmelden muss. Gut, hin würden wir mit Condor fliegen, zurück mit Eurowings. Bei Eurowings würde ich gar nichts mehr anmelden, denn auf dem Rückflug wäre die Anzahl der Katheter stark reduziert, vielleicht dann noch 10 Stück, und das sollte eigentlich ganz normal mit dem 1 Liter Flüssigkeitsbeutel passen.
Aber hin sollte ich das wohl besser machen, denn ich möchte schon sehen, dass meine Hilfsmittel an der Frau sind und nicht mit dem Aufgabegepäck verschluckt werden. Oder was meinst du?
Und natürlich habe ich den Hilfsmittelpass von Coloplast und werde, falls ich mich dann überwinde, zu fliegen, auch noch ein Attest meiner Ärztin mitführen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass beim Bodycheck schon die ersten Fragen aufkommen.
Und ich habe auch gelesen, dass die Airlines benötigtes medizinisches Equipment, auch unabhängig von der Höchstgrenze zur Handgepäckmitnahme, zusätzlich erlauben. Wobei meine Minikatheter und das Dessie maximal ein Kilo nicht überschreiten werden und auch platztechnisch gut zu verstauen sind.
Es ist fantastisch, zu lesen, dass du schon 15 Mal auf Teneriffa warst, und das trotz deiner Einschränkung.
Und dass du vieeeel Spaß hattest und dich auch schön aus dem deutschen Alltag verabschieden konntest.
Großartig, dass du dich den ganzen Herausforderungen so toll stellst!
Dann kennst du ja bestimmt inzwischen jedes barrierefreie Klo!
In welchem Ort bist du immer? Oder wechselst du auch mal den Urlaubsort?
Sonnige Grüße aus dem hohen Norden!
LG
Petra
Mega tolles Foto: der große Matti und dahinter der kleine Teide
Super, wie viel Mut du mir machst! Ja, dass Teneriffa ärztemäßig gut aufgestellt ist, hatte ich auch schon gegoogelt.
Aber, wie du ja selber geschrieben hast, googeln ist eben nicht der direkte Austausch, wie hier im Chat.
Ich funktioniere oft wie ein störrischer Esel, auf den man immer wieder einreden muss, bis er sich bewegt.
Also, je mehr Tritte oder Ansagen und aufbauende Worte ich einsammele, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass ich wieder neu denke.
Ich bin seit 35 Jahren in der PKV und habe dort auch eine Auslandsreisekrankenversicherung abgeschlossen - und, du wirst es nicht glauben, erst letztes Jahr im Sommer, weil ich vorher tatsächlich immer dachte, eine derartige Versicherung sei bei der PKV immer inklusive - ganz schön blauäugig bei den ganzen Extremreisen, die wir gemacht haben.
Wie du auch schriebst, unfassbar günstig. Ich glaube, meine Kosten belaufen sich jährlich auf schlappe 15 €.
Meine Krankenkasse ist, glaube ich, wirklich gut, aber bisher hatte ich in den ganzen Arbeitsjahren außer zwei Mal Corona und Mini-Sportverletzungen, nichts. Nur stinknormale Vorsorgeuntersuchungen.
Und hier in Schleswig - Holstein deckt ja die Beihilfe in Kiel für alle Beamten auch noch 50 % der Kosten ab.
Dann muss ich doch nochmal auf Herrn Google zurückkommen: dort steht, dass man bei der entsprechenden Airline seine Katheter anmelden muss. Gut, hin würden wir mit Condor fliegen, zurück mit Eurowings. Bei Eurowings würde ich gar nichts mehr anmelden, denn auf dem Rückflug wäre die Anzahl der Katheter stark reduziert, vielleicht dann noch 10 Stück, und das sollte eigentlich ganz normal mit dem 1 Liter Flüssigkeitsbeutel passen.
Aber hin sollte ich das wohl besser machen, denn ich möchte schon sehen, dass meine Hilfsmittel an der Frau sind und nicht mit dem Aufgabegepäck verschluckt werden. Oder was meinst du?
Und natürlich habe ich den Hilfsmittelpass von Coloplast und werde, falls ich mich dann überwinde, zu fliegen, auch noch ein Attest meiner Ärztin mitführen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass beim Bodycheck schon die ersten Fragen aufkommen.
Und ich habe auch gelesen, dass die Airlines benötigtes medizinisches Equipment, auch unabhängig von der Höchstgrenze zur Handgepäckmitnahme, zusätzlich erlauben. Wobei meine Minikatheter und das Dessie maximal ein Kilo nicht überschreiten werden und auch platztechnisch gut zu verstauen sind.
Es ist fantastisch, zu lesen, dass du schon 15 Mal auf Teneriffa warst, und das trotz deiner Einschränkung.
Und dass du vieeeel Spaß hattest und dich auch schön aus dem deutschen Alltag verabschieden konntest.
Großartig, dass du dich den ganzen Herausforderungen so toll stellst!
Dann kennst du ja bestimmt inzwischen jedes barrierefreie Klo!
In welchem Ort bist du immer? Oder wechselst du auch mal den Urlaubsort?
Sonnige Grüße aus dem hohen Norden!
LG
Petra
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3 Monate 1 Woche her - 3 Monate 1 Woche her #52821 von Matti
Matti antwortete auf Betreibe ISK seit sechs Wochen und schon zwei Mal HWI bekommen
Hallo,
hydrophile Katheter sollten keinesfalls im aufgegebenen Gepäck transportiert werden. In den Frachträumen herrschen oft sehr niedrige Temperaturen, die für diese Katheter schädlich sind. Daher gehören sie ins Handgepäck und müssen gegebenenfalls als medizinisches Sondergepäck deklariert werden. Abgesehen davon bist du gut informiert.
Ich reise nun zum 15. Mal in dasselbe Hotel. Das mag für manche langweilig klingen, hat jedoch einen wichtigen Grund.
Das Mar y Sol in Los Cristianos ist ein Hotel, das speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung ausgerichtet ist. Dort gibt es nicht nur zwei oder drei rollstuhlgerechte Zimmer, sondern sämtliche Zimmer sind barrierefrei und für Rollstuhlfahrer geeignet. Dies gilt ebenfalls für alle anderen Bereiche des Hotels. Alle Bereiche sind über Aufzüge und/oder Rampen zugänglich.
Die Badezimmer sind komplett barrierefrei gestaltet. Am 32 Grad warmen Pool (es gibt auch noch einen anderen) stehen sowohl Sitzlifter als auch ein Tuchlifter zur Verfügung, die von einem Lifeguard bedient werden. Eine große Sporthalle in Turniergröße bietet vielfältige Möglichkeiten für Sport und Freizeitspaß. Zudem gibt es eine Physiotherapie- und Massagepraxis, deren Behandlungen sogar über die deutsche Krankenkasse mit Rezept abgerechnet werden können.
Ein Pflegedienst gehört ebenfalls zum Hotel, ebenso wie eine Sanitätsstation, wo man Hilfsmittel beziehen kann, etwa einen Elektrorollstuhl, ein Pflegebett, einen Duschstuhl oder andere notwendige Dinge – alles direkt im oder am Hotel angeschlossen. Das Haus steht unter deutscher Leitung, und man kann sich mit dem überwiegenden Teil der Mitarbeitenden auf Deutsch verständigen.
Aufgrund meiner Behinderung kann ich nicht mehr allein reisen, und in anderen Hotels habe ich diese umfassenden Serviceleistungen nicht. Nach Teneriffa fliege ich trotz meiner schweren Behinderung und meines Pflegebedarfs allein, ohne Begleitung, weil dort einfach alles vorhanden ist, um meine Einschränkungen auszugleichen.
Hinzu kommt: Die gesamte Küste (Adeje) ist äußerst barrierefrei gestaltet. Man kann problemlos 16 Kilometer entlang der Promenade fahren, ohne auf Hindernisse zu stoßen. An jedem Taxistand stehen barrierefreie Taxis bereit, die nicht teurer sind als normale Taxis. Ich habe dort mein persönliches Paradies gefunden.
Bin gerade am Koffer packen...
Gruß
Matti
hydrophile Katheter sollten keinesfalls im aufgegebenen Gepäck transportiert werden. In den Frachträumen herrschen oft sehr niedrige Temperaturen, die für diese Katheter schädlich sind. Daher gehören sie ins Handgepäck und müssen gegebenenfalls als medizinisches Sondergepäck deklariert werden. Abgesehen davon bist du gut informiert.
Ich reise nun zum 15. Mal in dasselbe Hotel. Das mag für manche langweilig klingen, hat jedoch einen wichtigen Grund.
Das Mar y Sol in Los Cristianos ist ein Hotel, das speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung ausgerichtet ist. Dort gibt es nicht nur zwei oder drei rollstuhlgerechte Zimmer, sondern sämtliche Zimmer sind barrierefrei und für Rollstuhlfahrer geeignet. Dies gilt ebenfalls für alle anderen Bereiche des Hotels. Alle Bereiche sind über Aufzüge und/oder Rampen zugänglich.
Die Badezimmer sind komplett barrierefrei gestaltet. Am 32 Grad warmen Pool (es gibt auch noch einen anderen) stehen sowohl Sitzlifter als auch ein Tuchlifter zur Verfügung, die von einem Lifeguard bedient werden. Eine große Sporthalle in Turniergröße bietet vielfältige Möglichkeiten für Sport und Freizeitspaß. Zudem gibt es eine Physiotherapie- und Massagepraxis, deren Behandlungen sogar über die deutsche Krankenkasse mit Rezept abgerechnet werden können.
Ein Pflegedienst gehört ebenfalls zum Hotel, ebenso wie eine Sanitätsstation, wo man Hilfsmittel beziehen kann, etwa einen Elektrorollstuhl, ein Pflegebett, einen Duschstuhl oder andere notwendige Dinge – alles direkt im oder am Hotel angeschlossen. Das Haus steht unter deutscher Leitung, und man kann sich mit dem überwiegenden Teil der Mitarbeitenden auf Deutsch verständigen.
Aufgrund meiner Behinderung kann ich nicht mehr allein reisen, und in anderen Hotels habe ich diese umfassenden Serviceleistungen nicht. Nach Teneriffa fliege ich trotz meiner schweren Behinderung und meines Pflegebedarfs allein, ohne Begleitung, weil dort einfach alles vorhanden ist, um meine Einschränkungen auszugleichen.
Hinzu kommt: Die gesamte Küste (Adeje) ist äußerst barrierefrei gestaltet. Man kann problemlos 16 Kilometer entlang der Promenade fahren, ohne auf Hindernisse zu stoßen. An jedem Taxistand stehen barrierefreie Taxis bereit, die nicht teurer sind als normale Taxis. Ich habe dort mein persönliches Paradies gefunden.
Bin gerade am Koffer packen...
Gruß
Matti
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- Petra 69
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Petra 69 antwortete auf Betreibe ISK seit sechs Wochen und schon zwei Mal HWI bekommen
Hallo Matti!
Ach, das hört sich ja wunderbar an! Tolle Angebote im Sport- und Massage- / Physiobereich - aber ein spezieller Lifter, um den Pool nutzen zu können, das ist ja absolut fantastisch!
Und dass die Krankenkassen dort auch gewisse Leistungen übernehmen ist ja wirklich prima!
Mit deiner Einschränkung gibt dir das Hotel aufgrund der Ausstattung Sicherheit und auch Freiheit, denn du weißt genau, was dich erwartet. Ganz klar, dann würde ich auch nicht auf die Idee kommen, mich auf ein komplett neues Abenteuer in einem anderen Hotel einzulassen.
Dass Teneriffa insgesamt so barrierefrei gestaltet ist, war mir gar nicht klar, aber es ist auch die einzige der Kanarischen Inseln, neben El Hierro, die ich noch nicht bereist habe.
Alles was du schreibst, klingt noch sehr viel besser durchdacht und vor allem auch umgesetzt für Menschen mit Handicap, als in Deutschland. Ich glaube, hier wird viel gedacht, aber zu wenig gemacht.
Ich wünsche dir eine gaaaaanz tolle Erholung und dass du vor Ort liebe Menschen triffst, du im Restaurant nicht alleine sitzen musst und du, auch wenn von hier aus keine Begleitperson mitfliegt, immer mal wieder am Tag jemanden zum lockeren Plaudern findest.
Aber da du dort ja schon ein "Alter Hase" bist, kennt ein Großteil der "Hotelbesatzung" dich ja auf jeden Fall und vielleicht sind ja auch zeitgleich Gäste dort, die du aus vorangegangenen Urlauben kennst.
Einen ruhigen Flug und gutes und sicheres Ankommen im Mar y Sol!
Lass dich von der angenehmen Wärme verwöhnen und schalte komplett um auf Urlaub!
Mach es gut,
Petra
Ach, das hört sich ja wunderbar an! Tolle Angebote im Sport- und Massage- / Physiobereich - aber ein spezieller Lifter, um den Pool nutzen zu können, das ist ja absolut fantastisch!
Und dass die Krankenkassen dort auch gewisse Leistungen übernehmen ist ja wirklich prima!
Mit deiner Einschränkung gibt dir das Hotel aufgrund der Ausstattung Sicherheit und auch Freiheit, denn du weißt genau, was dich erwartet. Ganz klar, dann würde ich auch nicht auf die Idee kommen, mich auf ein komplett neues Abenteuer in einem anderen Hotel einzulassen.
Dass Teneriffa insgesamt so barrierefrei gestaltet ist, war mir gar nicht klar, aber es ist auch die einzige der Kanarischen Inseln, neben El Hierro, die ich noch nicht bereist habe.
Alles was du schreibst, klingt noch sehr viel besser durchdacht und vor allem auch umgesetzt für Menschen mit Handicap, als in Deutschland. Ich glaube, hier wird viel gedacht, aber zu wenig gemacht.
Ich wünsche dir eine gaaaaanz tolle Erholung und dass du vor Ort liebe Menschen triffst, du im Restaurant nicht alleine sitzen musst und du, auch wenn von hier aus keine Begleitperson mitfliegt, immer mal wieder am Tag jemanden zum lockeren Plaudern findest.
Aber da du dort ja schon ein "Alter Hase" bist, kennt ein Großteil der "Hotelbesatzung" dich ja auf jeden Fall und vielleicht sind ja auch zeitgleich Gäste dort, die du aus vorangegangenen Urlauben kennst.
Einen ruhigen Flug und gutes und sicheres Ankommen im Mar y Sol!
Lass dich von der angenehmen Wärme verwöhnen und schalte komplett um auf Urlaub!
Mach es gut,
Petra
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- Silkwood
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1 Monat 2 Wochen her #53091 von Silkwood
Silkwood antwortete auf Betreibe ISK seit sechs Wochen und schon zwei Mal HWI bekommen
Hallo Petra.
Ich bin neu hier und habe mit Interesse deinen Chat Verlauf gelesen.
Ich kathetesiere seit 7 Monaten und hatte seitdem 5 heftige Nierenbeckenentzündungen mit hohem Fieber.
Das kathetisieren an sich, stellt für mich kein Problem mehr da, wenn da nicht immer die Keime eingeschleppt würden.
Hat sich das bei dir eigentlich verbessert?
Viele Grüße Silkwood
Ich bin neu hier und habe mit Interesse deinen Chat Verlauf gelesen.
Ich kathetesiere seit 7 Monaten und hatte seitdem 5 heftige Nierenbeckenentzündungen mit hohem Fieber.
Das kathetisieren an sich, stellt für mich kein Problem mehr da, wenn da nicht immer die Keime eingeschleppt würden.
Hat sich das bei dir eigentlich verbessert?
Viele Grüße Silkwood
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- Petra 69
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Petra 69 antwortete auf Betreibe ISK seit sechs Wochen und schon zwei Mal HWI bekommen
Guten Abend Silkwood!
Schön, dich hier im Forum zu treffen.
Ja, ich bin inzwischen exakt sieben Wochen ohne HWI. Jippi!!!
Ich nehme nun täglich morgens Lactobacillen (Tipp kam hier aus dem Forum - ich glaube, von Simone oder Simona - 1000 Dank nochmal!!!) und abends D-Mannose (von Zein aus Birkenrinde - Empfehlung von meiner Urologin) ein.
Ich achte immer darauf, dass ich abends relativ spät die Mannose einnehme und vorher schon eine Stunde nichts mehr gegessen habe und auch hinterher nichts Essbares mehr in mich hineinschiebe.
Ähnlich läuft mein Morgenritual mit den Lactobacillen - direkt nach dem Aufstehen mit viel Wasser runterspülen, dann eine Stunde sterben vor Hunger und erst danach frühstücken.
UND: ich habe meinen Zuckerkonsum tatsächlich etwas eingeschränkt - na ja...könnte noch deutlich weniger werden... bin aber zu undiszipliniert...
Ich war übrigens in den Weihnachtsferien eine Woche auf Teneriffa (danke Matti - du hast mir Mut gemacht, diesen Urlaub anzutreten) und habe dort das gleiche Prozedere wie in Deutschland durchgeführt.
Und immer noch ohne HWI!
Ich glaube tatsächlich, dass bestimmte Keine echt wenig Bock haben, sich in der Blase einzunisten, wenn man ihnen eine ungemütliche Umgebung schafft.
Außerdem katheterisiere ich mindestens fünf Mal, eher sechs Mal pro Tag - vielleicht trägt das auch mit dazu bei, dass ich jetzt so lange HWI-frei bin.
Eine Nierenbeckenentzündung hatte ich zum Glück noch nie - das klingt schon echt sehr dramatisch und zieht dich bestimmt so richtig runter.
Ich hoffe, du bekommst das auch mit Hilfe von guten Ärzten sowie Tipps aus diesem Forum, unter Kontrolle.
Ein schönes Wochenende noch und bis demnächst hier in irgendeinem Chat!
LG Petra
Schön, dich hier im Forum zu treffen.
Ja, ich bin inzwischen exakt sieben Wochen ohne HWI. Jippi!!!
Ich nehme nun täglich morgens Lactobacillen (Tipp kam hier aus dem Forum - ich glaube, von Simone oder Simona - 1000 Dank nochmal!!!) und abends D-Mannose (von Zein aus Birkenrinde - Empfehlung von meiner Urologin) ein.
Ich achte immer darauf, dass ich abends relativ spät die Mannose einnehme und vorher schon eine Stunde nichts mehr gegessen habe und auch hinterher nichts Essbares mehr in mich hineinschiebe.
Ähnlich läuft mein Morgenritual mit den Lactobacillen - direkt nach dem Aufstehen mit viel Wasser runterspülen, dann eine Stunde sterben vor Hunger und erst danach frühstücken.
UND: ich habe meinen Zuckerkonsum tatsächlich etwas eingeschränkt - na ja...könnte noch deutlich weniger werden... bin aber zu undiszipliniert...
Ich war übrigens in den Weihnachtsferien eine Woche auf Teneriffa (danke Matti - du hast mir Mut gemacht, diesen Urlaub anzutreten) und habe dort das gleiche Prozedere wie in Deutschland durchgeführt.
Und immer noch ohne HWI!
Ich glaube tatsächlich, dass bestimmte Keine echt wenig Bock haben, sich in der Blase einzunisten, wenn man ihnen eine ungemütliche Umgebung schafft.
Außerdem katheterisiere ich mindestens fünf Mal, eher sechs Mal pro Tag - vielleicht trägt das auch mit dazu bei, dass ich jetzt so lange HWI-frei bin.
Eine Nierenbeckenentzündung hatte ich zum Glück noch nie - das klingt schon echt sehr dramatisch und zieht dich bestimmt so richtig runter.
Ich hoffe, du bekommst das auch mit Hilfe von guten Ärzten sowie Tipps aus diesem Forum, unter Kontrolle.
Ein schönes Wochenende noch und bis demnächst hier in irgendeinem Chat!
LG Petra
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- Silkwood
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1 Monat 2 Wochen her #53097 von Silkwood
Silkwood antwortete auf Betreibe ISK seit sechs Wochen und schon zwei Mal HWI bekommen
Guten Morgen Petra.
Das macht mir wirklich Mut. Schön, dass du es so im Griff hast.
Mannose und Lactobazillen nehme ich schon. Aber bis jetzt immer gleichzeitig und beides morgens.
Ich werde mal dein Einnahmeschema ausprobieren.
So wie ich es verstanden habe, kannst du dich selbst nicht mehr entleeren, sondern nur noch mit ISK.
Ist das richtig?
Bei mir geht es um Restharn von 300ml, egal wie oft ich kathetisiere, da ich selbst immer noch 150 bis 200ml pro
Toilettengang lassen kann.
Ich befürchte halt, dass irgendwann gar nichts mehr geht, wenn ich nur noch kathetisiere.
Schön, das Teneriffa geklappt hat
Wir fliegen in 2 Monaten in die Karibik. Lange für gespart, nachgeholte Hochzeitsreise zur Silberhochzeit,
gebucht und bezahlt bevor die Nierenbeckenentzündungen anfingen
Ich bin natürlich jetzt total verunsichert.
Hoffe aber auf eine Lösung bevor es los geht.
Hast du schonmal von Vaginal Östrogencreme gegen wiederkehrende HWIs gehört?
Werde die Frage mal neu eröffnen.
Liebe Grüße und alles gute für dich.
Silkwood
Das macht mir wirklich Mut. Schön, dass du es so im Griff hast.
Mannose und Lactobazillen nehme ich schon. Aber bis jetzt immer gleichzeitig und beides morgens.
Ich werde mal dein Einnahmeschema ausprobieren.
So wie ich es verstanden habe, kannst du dich selbst nicht mehr entleeren, sondern nur noch mit ISK.
Ist das richtig?
Bei mir geht es um Restharn von 300ml, egal wie oft ich kathetisiere, da ich selbst immer noch 150 bis 200ml pro
Toilettengang lassen kann.
Ich befürchte halt, dass irgendwann gar nichts mehr geht, wenn ich nur noch kathetisiere.
Schön, das Teneriffa geklappt hat
Wir fliegen in 2 Monaten in die Karibik. Lange für gespart, nachgeholte Hochzeitsreise zur Silberhochzeit,
gebucht und bezahlt bevor die Nierenbeckenentzündungen anfingen
Ich bin natürlich jetzt total verunsichert.
Hoffe aber auf eine Lösung bevor es los geht.
Hast du schonmal von Vaginal Östrogencreme gegen wiederkehrende HWIs gehört?
Werde die Frage mal neu eröffnen.
Liebe Grüße und alles gute für dich.
Silkwood
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