Frage Blasenentleerungsstörung Urodynamik Werte
- MichaelDah
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2 Monate 5 Tage her - 2 Monate 5 Tage her #53019 von MichaelDah
MichaelDah antwortete auf Blasenentleerungsstörung Urodynamik Werte
Hi Martin,
so OK?
Es gibt sicher noch einiges was man an der Site verbessern kann - ich denke im nächsten Jahr werden wir versuchen noch den einen oder anderen der gefundenen Fehler zu beseitigen. An dem Editor lässt sich leider erstmal wenig ändern - es gibt ein paar Sachen die besser geworden sind - aber halt auch einiges was nicht mehr so ganz einfach funtioniert…
Zu den 400ml: Das war ja keine Druckstudie sondern eine Uretradruckprofil-Messung. Da reichen die 400ml. Tatsächlich sollte die Füllmenge - wenn man das standardisiert misst bei 100ml liegen. In dem Fall war es aber für die Messung vermutlich egal weil der Detrusordruck gleich geblieben ist.
Tatsächlich sind die Zystometrie (Blasendruckmessung) und Uretradruckprofil-Messung die zwei ziemlich unterschiedliche Untersuchungen, die auch mit verschiedenen Messkathetern durchgeführt werden. Die Profilmessung ist die kompliziertere von beiden weil man im Katheter einen weiteren Messkanal mehr braucht. Die klinische relevanz der Messung wird durchaus kontrovers diskutiert. Das ist hier aber egal, weil die Belastungsinkontinenz ja zweifelsfrei nachgewiesen wurde.
Nur taugt diese Messung nicht dazu die dynamischen Druckverhältnisse der Blase zu bestimmen - was man aber benötigt um z.B. eine schlaffe oder eine überaktive Blase zu diagnostizieren. Sie dient dazu die Druckverhältnisse innerhalb der Urtretra über deren länge zu bestimmen. Das ist etwas anderes weil es hier primär darum geht heraus zu finden wie „Dicht“ der „Verschluss“ eigentlich ist.
@Daniela:
Tut mir wirklich leid, das du da so einen Stress hast und das alles nicht richtig funktioniert. Die Seni Optima die Vallie vorgeschlagen hat gibt es in drei stärken - Trio ist die saugfähigste. Vielleicht währe es mal einen Versuch wert. Ich hatte die auch mal probiert. Sicher waren sie schon, allerdings fand ich sie für mich zu dick und ich bin damit nicht so gut klar gekommen - aber das muss bei dir ja nicht so sein.
Wichtig ist es wirklich regelmäßig zu wechseln. Es macht oft mehr Sinn ein vielleicht nicht ganz so saugfähiges Hiflsmittel zu benutzen dafür aber häufiger zu wechseln. Länger als 4 Stunden sollte man ein Hilfsmittel das feucht geworden ist nicht tragen. Bei einer Blasenentzündung kann es auch macht es auch Sinn den Wechselintervall ggf. zu erhöhen.
Ich weiß nicht wie oft du jetzt am Tag ISK machst - allerdings währe es schon wichtig das regelmäßig zu machen, denn die Blasenentzündungen können natürlich auch mit den Restharn zusammenhängen. Was hatte der Arzt denn da für einen Intervall vorgeschlagen? Möglicherweise hilft es ja auch den Intervall zu erhöhen, damit nicht immer so große Mengen in der Blase sind - aber das müsstet du am besten noch mal mit dem Arzt besprechen.
@Vallie
Also mit dem Schwimmen ist das bei mir auch so eine Sache… Bei mir ist ja die Hals- und die Lendnenwirbelsäule betroffen. Brustschwimmen ist bei mir auch blöd - liegt aber vermutlich auch an meiner schlechten Technik weil ich den Kopf nicht unter Wasser habe. Alles andere geht. Ich fand die Wassergymnastik die ich auf der Reha und bei der IRENA Nachbehandlung hatte sehr hilfreich weil man da keine Schwerkraft auf der Wirbelsäule hat und viele Sachen in Aduktion und Abduktion in einem Bewegungsablauf Trainieren kann - was mit Gewichten oder am Gerät kaum möglich ist.
Seit dem mach ich weiter mein Rehasport und wenn ich da mal aussetzte merke ich das auch deutlich. Bei der Ledenwirbelsäule ist es sehr wichtig die Bauch und Po Muskulatur zu stärken. Die Muskeln halten und stabilisieren das alles mit und wenn da nicht genug Muskel ist, kommt halt auch schnell der Schmerz wieder weil sich das halt schneller verschieben kann. Tut er zwar auch manchmal auch so allerdings verschwindet er seit ich das trainiere wenigstens bei mir auch wieder schneller…
Hattest du mal mit einem Neurochirogen gesprochen ob man mit einer OP das verbessern kann? Manchmal kann man da wenigstens mit Bezug auf die Schmerzen eine Verbesserung erziehlen.
Viele Grüße
Michael
so OK?
Zu den 400ml: Das war ja keine Druckstudie sondern eine Uretradruckprofil-Messung. Da reichen die 400ml. Tatsächlich sollte die Füllmenge - wenn man das standardisiert misst bei 100ml liegen. In dem Fall war es aber für die Messung vermutlich egal weil der Detrusordruck gleich geblieben ist.
Tatsächlich sind die Zystometrie (Blasendruckmessung) und Uretradruckprofil-Messung die zwei ziemlich unterschiedliche Untersuchungen, die auch mit verschiedenen Messkathetern durchgeführt werden. Die Profilmessung ist die kompliziertere von beiden weil man im Katheter einen weiteren Messkanal mehr braucht. Die klinische relevanz der Messung wird durchaus kontrovers diskutiert. Das ist hier aber egal, weil die Belastungsinkontinenz ja zweifelsfrei nachgewiesen wurde.
Nur taugt diese Messung nicht dazu die dynamischen Druckverhältnisse der Blase zu bestimmen - was man aber benötigt um z.B. eine schlaffe oder eine überaktive Blase zu diagnostizieren. Sie dient dazu die Druckverhältnisse innerhalb der Urtretra über deren länge zu bestimmen. Das ist etwas anderes weil es hier primär darum geht heraus zu finden wie „Dicht“ der „Verschluss“ eigentlich ist.
@Daniela:
Tut mir wirklich leid, das du da so einen Stress hast und das alles nicht richtig funktioniert. Die Seni Optima die Vallie vorgeschlagen hat gibt es in drei stärken - Trio ist die saugfähigste. Vielleicht währe es mal einen Versuch wert. Ich hatte die auch mal probiert. Sicher waren sie schon, allerdings fand ich sie für mich zu dick und ich bin damit nicht so gut klar gekommen - aber das muss bei dir ja nicht so sein.
Wichtig ist es wirklich regelmäßig zu wechseln. Es macht oft mehr Sinn ein vielleicht nicht ganz so saugfähiges Hiflsmittel zu benutzen dafür aber häufiger zu wechseln. Länger als 4 Stunden sollte man ein Hilfsmittel das feucht geworden ist nicht tragen. Bei einer Blasenentzündung kann es auch macht es auch Sinn den Wechselintervall ggf. zu erhöhen.
Ich weiß nicht wie oft du jetzt am Tag ISK machst - allerdings währe es schon wichtig das regelmäßig zu machen, denn die Blasenentzündungen können natürlich auch mit den Restharn zusammenhängen. Was hatte der Arzt denn da für einen Intervall vorgeschlagen? Möglicherweise hilft es ja auch den Intervall zu erhöhen, damit nicht immer so große Mengen in der Blase sind - aber das müsstet du am besten noch mal mit dem Arzt besprechen.
@Vallie
Also mit dem Schwimmen ist das bei mir auch so eine Sache… Bei mir ist ja die Hals- und die Lendnenwirbelsäule betroffen. Brustschwimmen ist bei mir auch blöd - liegt aber vermutlich auch an meiner schlechten Technik weil ich den Kopf nicht unter Wasser habe. Alles andere geht. Ich fand die Wassergymnastik die ich auf der Reha und bei der IRENA Nachbehandlung hatte sehr hilfreich weil man da keine Schwerkraft auf der Wirbelsäule hat und viele Sachen in Aduktion und Abduktion in einem Bewegungsablauf Trainieren kann - was mit Gewichten oder am Gerät kaum möglich ist.
Seit dem mach ich weiter mein Rehasport und wenn ich da mal aussetzte merke ich das auch deutlich. Bei der Ledenwirbelsäule ist es sehr wichtig die Bauch und Po Muskulatur zu stärken. Die Muskeln halten und stabilisieren das alles mit und wenn da nicht genug Muskel ist, kommt halt auch schnell der Schmerz wieder weil sich das halt schneller verschieben kann. Tut er zwar auch manchmal auch so allerdings verschwindet er seit ich das trainiere wenigstens bei mir auch wieder schneller…
Hattest du mal mit einem Neurochirogen gesprochen ob man mit einer OP das verbessern kann? Manchmal kann man da wenigstens mit Bezug auf die Schmerzen eine Verbesserung erziehlen.
Viele Grüße
Michael
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- Vallie
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2 Monate 5 Tage her #53020 von Vallie
Vallie antwortete auf Blasenentleerungsstörung Urodynamik Werte
@Martin und Michael
Mir ist bewusst, dass Schwimmen oft empfohlen wird bei Rückenschmerzen.
Doch ist da wohl hauptsächlich der Aspekt des vorteilhaften Bewegens im Wasser mit gemeint, so wie Michael es auch in der Reha erlebt hat. Ich liebe es einfach sehr, mich zu bewegen und brauche dass auch definitiv für mein seelisches Wohlbefinden. Jeder Tag beginnt bei mir mit morgendlicher Leibesertüchtigung, ein Mix aus Cardio, Kraft und Mobilisierung. Sonst könnte ich mit meiner geschundenen Wirbelsäule gar nichts mehr veranstalten. Immer mit Schwerpunkt, die Gelenke und vor allem die Wirbelsäule zu entlasten, bzw. die Muskulatur zu stärken, die sie entlastet. Also viel Rumpfkräftigung, Ganzkörpertraining, etc. Da ich absolut vernarrte Rennradlerin bin, ist mir Stabitraining, also Übungen zur Rumpfstabilisation, eh vertraut.
Als es zu der Lähmung kam, wurde eine Bandscheiben-OP durchgeführt, die die inkomplette Querschnittslähmung allerdings nicht mehr vermeiden konnte.
Mir wurde danach nur unglücklicherweise von den operierenden Neurochirurgen mitgeteilt, dass sich wahrscheinlich die Darm- und Blasenfunktionsstörung nicht mehr normalisieren wird, die Rückenschmerzen aber für mich Geschichte seien.
Deshalb war es dann echt frustrierend, als nach einigen Wochen die Sensibiltät in manchen Bereichen wieder kam- und damit auch die Rückenschmerzen.
Matti hatte uns vor einigen Wochen darauf hingewiesen, dass man als Kranke nicht das Leben einer Gesunden lebt.
Ich mache fast alles auf einem völlig anderen Level, als ich es ohne meine körperlichen Einschränkungen machen würde. Morgens um fünf aus dem Haus gehuscht, um meine geliebte 15km-Runde zu laufen? Geht natürlich nicht mehr. Mir dem Rennrad ausreichend Kilometer in den Beinen, um die schönen 150-200km Strecken mit vierstelligen Höhenmetern zu fahren? Ich kurve jetzt halt mit dem Stadtrad rum, und muss froh sein, wenn danach nicht wieder große Bereiche desensibiliert sind.
Ja, und beim Schwimmen hatte ich gehofft, dass da zu mindest moderate Trainingseinheiten möglich sind -Michael, weist Du, was Du Deiner HWS zumutest, wenn Du den Kopf über Wasser lässt? Ich krieg' schon Schmerzen, wenn ich mir das nur vorstelle...- aber bei meinem letzten Versuch waren entgegen der Hoffnung, dass durch das Schwimmen wieder die Tiefenmuskulatur aktiviert wird und es zu Verbesserungen kommt, danach die Lähmungserscheinungen massiv verschlimmert. Ich kam kaum aus dem Becken, Volldesaster.
Am besten gehen aktuell ausgedehnte Spaziergänge, aber da macht sich die Blasenfunktionsstörung halt insofern sehr bemerkbar, als ich über mehrere Stunden draußen eine Lösung finden muss. Die ich dann auch finde, es hat ja niemand behauptet, dass es unkompliziert ist, seufz.
Ich werde natürlich dennoch demnächst mal wieder einen Versuch starten, gemäß meines Mottos:
Hilft ja nix, also dran bleiben.
Kopf über Wasser, ich glaub's nicht...
Grüße von Valerie
Mir ist bewusst, dass Schwimmen oft empfohlen wird bei Rückenschmerzen.
Doch ist da wohl hauptsächlich der Aspekt des vorteilhaften Bewegens im Wasser mit gemeint, so wie Michael es auch in der Reha erlebt hat. Ich liebe es einfach sehr, mich zu bewegen und brauche dass auch definitiv für mein seelisches Wohlbefinden. Jeder Tag beginnt bei mir mit morgendlicher Leibesertüchtigung, ein Mix aus Cardio, Kraft und Mobilisierung. Sonst könnte ich mit meiner geschundenen Wirbelsäule gar nichts mehr veranstalten. Immer mit Schwerpunkt, die Gelenke und vor allem die Wirbelsäule zu entlasten, bzw. die Muskulatur zu stärken, die sie entlastet. Also viel Rumpfkräftigung, Ganzkörpertraining, etc. Da ich absolut vernarrte Rennradlerin bin, ist mir Stabitraining, also Übungen zur Rumpfstabilisation, eh vertraut.
Als es zu der Lähmung kam, wurde eine Bandscheiben-OP durchgeführt, die die inkomplette Querschnittslähmung allerdings nicht mehr vermeiden konnte.
Mir wurde danach nur unglücklicherweise von den operierenden Neurochirurgen mitgeteilt, dass sich wahrscheinlich die Darm- und Blasenfunktionsstörung nicht mehr normalisieren wird, die Rückenschmerzen aber für mich Geschichte seien.
Deshalb war es dann echt frustrierend, als nach einigen Wochen die Sensibiltät in manchen Bereichen wieder kam- und damit auch die Rückenschmerzen.
Matti hatte uns vor einigen Wochen darauf hingewiesen, dass man als Kranke nicht das Leben einer Gesunden lebt.
Ich mache fast alles auf einem völlig anderen Level, als ich es ohne meine körperlichen Einschränkungen machen würde. Morgens um fünf aus dem Haus gehuscht, um meine geliebte 15km-Runde zu laufen? Geht natürlich nicht mehr. Mir dem Rennrad ausreichend Kilometer in den Beinen, um die schönen 150-200km Strecken mit vierstelligen Höhenmetern zu fahren? Ich kurve jetzt halt mit dem Stadtrad rum, und muss froh sein, wenn danach nicht wieder große Bereiche desensibiliert sind.
Ja, und beim Schwimmen hatte ich gehofft, dass da zu mindest moderate Trainingseinheiten möglich sind -Michael, weist Du, was Du Deiner HWS zumutest, wenn Du den Kopf über Wasser lässt? Ich krieg' schon Schmerzen, wenn ich mir das nur vorstelle...- aber bei meinem letzten Versuch waren entgegen der Hoffnung, dass durch das Schwimmen wieder die Tiefenmuskulatur aktiviert wird und es zu Verbesserungen kommt, danach die Lähmungserscheinungen massiv verschlimmert. Ich kam kaum aus dem Becken, Volldesaster.
Am besten gehen aktuell ausgedehnte Spaziergänge, aber da macht sich die Blasenfunktionsstörung halt insofern sehr bemerkbar, als ich über mehrere Stunden draußen eine Lösung finden muss. Die ich dann auch finde, es hat ja niemand behauptet, dass es unkompliziert ist, seufz.
Ich werde natürlich dennoch demnächst mal wieder einen Versuch starten, gemäß meines Mottos:
Hilft ja nix, also dran bleiben.
Kopf über Wasser, ich glaub's nicht...
Grüße von Valerie
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2 Monate 5 Tage her #53022 von Dasch
Dasch antwortete auf Blasenentleerungsstörung Urodynamik Werte
Hallo zusammen,
Obwohl ich die Email Benachrichtigung eingestellt habe, bekomme ich seit der neuen Homepage keine Mails auf Antworten. Ist das nur bei mir so? Muss ich noch etwas umstellen?
Jetzt aber zum eigentlichen Thema.
@ Michael vielen Dank für deine ausführliche Antwort und dafür, dass du dir so viel Zeit genommen hast, dir meine Befunde anzuschauen. Das weiß ich sehr zu schätzen.
Ich möchte ein paar Punkte noch etwas einordnen, weil sich im Verlauf vielleicht ein anderes Bild ergibt, als es auf den ersten Blick scheint.
Die erste urodynamische Untersuchung fand bereits vor der Operation statt. Damals wurde zwar im Rahmen der Zystometrie nur bis ca. 400 ml gefüllt, anschließend konnte ich aber spontan ca. 580 ml entleeren, obwohl ich vor der Untersuchung auf der Toilette war und auch damals keinen Harndrang gespürt habe. Die fehlende Wahrnehmung der Blasenfüllung und die fehlende Detrusoraktivität bestand also schon vor der OP. Ob zu diesem Zeitpunkt bereits Restharn vorhanden war, kann ich rückblickend leider nicht sicher sagen, es wurde nicht direkt darauf geachtet.
Meine Symptome, teilweise fehlender Harndrang (manchmal, habe ich es gespürt), plötzlicher unkontrollierbarer Urinabgang, teils vollständige Entleerungen ohne Vorwarnung, bestanden ebenfalls schon vor dem Eingriff.
Das Netz wurde mehrfach überprüft, direkt postoperativ und bei allen Nachkontrollen. Es wurde dabei sowohl gynäkologisch untersucht als auch sonografisch beurteilt. Es erfolgen jeweils Tastuntersuchung und Ultraschall; Lage, Spannung und Beweglichkeit der Harnröhre sowie der Organe werden regelmäßig beurteilt. Laut den behandelnden Ärzten sitzt das Netz korrekt, ist nicht zu straff und stellt kein mechanisches Hindernis für die Blasenentleerung dar. Ich werde aktuell immer von zwei Ärzten behandelt, der Oberarzt der Klinik und zusätzlich ist ein weiterer Arzt dabei. Ich hatte jetzt mal geschaut, was er an Qualifikationen hat, ich wusste nur, dass er sehr viel Erfahrung hat.
Er ist
· Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Gynäkologie)
· AGUB-Senior-Expert-Status (Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und Beckenbodenrekonstruktion), in den von ihm geleiteten AGUB-Kursen werden u. a.:
• Urodynamik (Zystometrie, Uroflow, Urethrotonometrie)
• klinische Untersuchungen
• sonografische Diagnostik
• neurologische Basisdiagnostik
· besprochen und praktisch geübt.
· Kongresspräsidentschaft der Deutschen Kontinenz Gesellschaft
Die Urodynamik hat der Arzt bewusst abgebrochen, da der Detrusor kaum reagiert, auch letztes Jahr bei einer Blasenüllung vom 580 ml, ihm war en die uroflow Werte wichtig, und der Katheter zur Druckmessung könnte den Harnfluss zusätzlich behindern, wodurch die Messung verfälscht wäre.
Zusätzlich bin ich bei einem Urologen in einer anderen Klinik in Betreuung, die Patienten mit neurogenen Blasen (vor allem Querschnitt) betreut. Dorthin habe ich alle urodynamischen Befunde geschickt. Nach Durchsicht der Werte wurde eine ursprünglich geplante Zystoskopie als nicht mehr erforderlich angesehen, der Arzt hat mir geschrieben, Isk weite, 1 x jährlich Sonographie der Niere, RH-Messung immer wieder durch mich mit Einmalkatheter nach Miktionsversuch.
Danke dir nochmal sehr für deinen Beitrag und dein Mitdenken. Der Austausch hier hilft mir sehr, dass alles besser zu verstehen und einzuordnen. Mir ist vieles bewusster und klarer geworden.
Trotzdem werde ich es im Januar nochmal ansprechen.
Isk mache ich meistens 4-6 mal täglich, allerdings vergesse ich es unterwegs immer wieder mal (trotz Handy stellen und anderen Merkhilfen), arbeite aber daran.
Ich glaube inzwischen habe ich alle Hilfsmittel bekannter Marken getestet. Sowohl Vorlagen, Pants, Slips und mit Hüftgürtel, sowohl in S als auch in M. Die Kapazität ist vermutlich nicht das Problem, ich vermute, dass die Auslaufbündchen verrutschen. Ich habe es mit Netzhosen, normaler Unterwäsche, und elastische Radlerhosen (shapewear Hosen) getestet.
Ich achte immer darauf, dass ich die Windel vorher mittig falte und die Auslaufbündchen richtig sitzen. Immer wieder merke ich zwischendurch, dass sie verrutscht sind, vor allem beim/nach dem Fahrradfahren oder wenn ich immer wieder vom Sitzen zum stehen Wechsel (in der Kirche). Irgendwie passen da meint Proportion im Schritt wohl nicht richtig.
Liebe Grüße
Daniela
Obwohl ich die Email Benachrichtigung eingestellt habe, bekomme ich seit der neuen Homepage keine Mails auf Antworten. Ist das nur bei mir so? Muss ich noch etwas umstellen?
Jetzt aber zum eigentlichen Thema.
@ Michael vielen Dank für deine ausführliche Antwort und dafür, dass du dir so viel Zeit genommen hast, dir meine Befunde anzuschauen. Das weiß ich sehr zu schätzen.
Ich möchte ein paar Punkte noch etwas einordnen, weil sich im Verlauf vielleicht ein anderes Bild ergibt, als es auf den ersten Blick scheint.
Die erste urodynamische Untersuchung fand bereits vor der Operation statt. Damals wurde zwar im Rahmen der Zystometrie nur bis ca. 400 ml gefüllt, anschließend konnte ich aber spontan ca. 580 ml entleeren, obwohl ich vor der Untersuchung auf der Toilette war und auch damals keinen Harndrang gespürt habe. Die fehlende Wahrnehmung der Blasenfüllung und die fehlende Detrusoraktivität bestand also schon vor der OP. Ob zu diesem Zeitpunkt bereits Restharn vorhanden war, kann ich rückblickend leider nicht sicher sagen, es wurde nicht direkt darauf geachtet.
Meine Symptome, teilweise fehlender Harndrang (manchmal, habe ich es gespürt), plötzlicher unkontrollierbarer Urinabgang, teils vollständige Entleerungen ohne Vorwarnung, bestanden ebenfalls schon vor dem Eingriff.
Das Netz wurde mehrfach überprüft, direkt postoperativ und bei allen Nachkontrollen. Es wurde dabei sowohl gynäkologisch untersucht als auch sonografisch beurteilt. Es erfolgen jeweils Tastuntersuchung und Ultraschall; Lage, Spannung und Beweglichkeit der Harnröhre sowie der Organe werden regelmäßig beurteilt. Laut den behandelnden Ärzten sitzt das Netz korrekt, ist nicht zu straff und stellt kein mechanisches Hindernis für die Blasenentleerung dar. Ich werde aktuell immer von zwei Ärzten behandelt, der Oberarzt der Klinik und zusätzlich ist ein weiterer Arzt dabei. Ich hatte jetzt mal geschaut, was er an Qualifikationen hat, ich wusste nur, dass er sehr viel Erfahrung hat.
Er ist
· Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Gynäkologie)
· AGUB-Senior-Expert-Status (Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und Beckenbodenrekonstruktion), in den von ihm geleiteten AGUB-Kursen werden u. a.:
• Urodynamik (Zystometrie, Uroflow, Urethrotonometrie)
• klinische Untersuchungen
• sonografische Diagnostik
• neurologische Basisdiagnostik
· besprochen und praktisch geübt.
· Kongresspräsidentschaft der Deutschen Kontinenz Gesellschaft
Die Urodynamik hat der Arzt bewusst abgebrochen, da der Detrusor kaum reagiert, auch letztes Jahr bei einer Blasenüllung vom 580 ml, ihm war en die uroflow Werte wichtig, und der Katheter zur Druckmessung könnte den Harnfluss zusätzlich behindern, wodurch die Messung verfälscht wäre.
Zusätzlich bin ich bei einem Urologen in einer anderen Klinik in Betreuung, die Patienten mit neurogenen Blasen (vor allem Querschnitt) betreut. Dorthin habe ich alle urodynamischen Befunde geschickt. Nach Durchsicht der Werte wurde eine ursprünglich geplante Zystoskopie als nicht mehr erforderlich angesehen, der Arzt hat mir geschrieben, Isk weite, 1 x jährlich Sonographie der Niere, RH-Messung immer wieder durch mich mit Einmalkatheter nach Miktionsversuch.
Danke dir nochmal sehr für deinen Beitrag und dein Mitdenken. Der Austausch hier hilft mir sehr, dass alles besser zu verstehen und einzuordnen. Mir ist vieles bewusster und klarer geworden.
Trotzdem werde ich es im Januar nochmal ansprechen.
Isk mache ich meistens 4-6 mal täglich, allerdings vergesse ich es unterwegs immer wieder mal (trotz Handy stellen und anderen Merkhilfen), arbeite aber daran.
Ich glaube inzwischen habe ich alle Hilfsmittel bekannter Marken getestet. Sowohl Vorlagen, Pants, Slips und mit Hüftgürtel, sowohl in S als auch in M. Die Kapazität ist vermutlich nicht das Problem, ich vermute, dass die Auslaufbündchen verrutschen. Ich habe es mit Netzhosen, normaler Unterwäsche, und elastische Radlerhosen (shapewear Hosen) getestet.
Ich achte immer darauf, dass ich die Windel vorher mittig falte und die Auslaufbündchen richtig sitzen. Immer wieder merke ich zwischendurch, dass sie verrutscht sind, vor allem beim/nach dem Fahrradfahren oder wenn ich immer wieder vom Sitzen zum stehen Wechsel (in der Kirche). Irgendwie passen da meint Proportion im Schritt wohl nicht richtig.
Liebe Grüße
Daniela
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2 Monate 5 Tage her #53023 von Vallie
Vallie antwortete auf Blasenentleerungsstörung Urodynamik Werte
Liebe Daniela,
vorweg: Du bist grade mit ganz anderem beschäftigt, insofern habe ich volles Verständnis, wenn Du auf meine Frage nicht eingehen möchtest.
Ich hoffe, es ist dennoch okay, sie hier zu stellen.
Du schreibst, dass Du alle möglichen Hilfsmittel der namhaften Hersteller getestet hast. Wie bist Du denn an die entsprechenden Muster gekommen? Und bekommst Du die Attends flex über die Krankenkasse bezahlt?
Über die Versorgungspartner meiner Krankenkasse waren selbst mit Aufzahlung die für mich interessanten HM bisher nicht in den Musterpaketen. Seni verschickt immerhin eine einzelne Probe, da hatte ich mich für die Optima Plus entschieden. Die vergleichbaren Produkte von Attends kenne ich leider nur von Bildern aus dem Internet.
Wie gesagt, ich verstehe vollkommen, wenn Du da aktuell keine Ressourcen für hast, für mich ist die nicht funktionierende Hilfsmittelversorgung leider noch ein großes Thema.
Grüße von Valerie
vorweg: Du bist grade mit ganz anderem beschäftigt, insofern habe ich volles Verständnis, wenn Du auf meine Frage nicht eingehen möchtest.
Ich hoffe, es ist dennoch okay, sie hier zu stellen.
Du schreibst, dass Du alle möglichen Hilfsmittel der namhaften Hersteller getestet hast. Wie bist Du denn an die entsprechenden Muster gekommen? Und bekommst Du die Attends flex über die Krankenkasse bezahlt?
Über die Versorgungspartner meiner Krankenkasse waren selbst mit Aufzahlung die für mich interessanten HM bisher nicht in den Musterpaketen. Seni verschickt immerhin eine einzelne Probe, da hatte ich mich für die Optima Plus entschieden. Die vergleichbaren Produkte von Attends kenne ich leider nur von Bildern aus dem Internet.
Wie gesagt, ich verstehe vollkommen, wenn Du da aktuell keine Ressourcen für hast, für mich ist die nicht funktionierende Hilfsmittelversorgung leider noch ein großes Thema.
Grüße von Valerie
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- MichaelDah
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2 Monate 5 Tage her - 2 Monate 5 Tage her #53024 von MichaelDah
MichaelDah antwortete auf Blasenentleerungsstörung Urodynamik Werte
Hallo Daniela,
vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Bitte nicht falsch verstehen - ich wollte hier nicht die kompetenz deiner Ärzte anzweifeln. Es gibt da blos einen Punkt, den wenigstens ich nicht verstehe:
Bei deiner Uroflow Messung vor etwa 1,5 Jahren die du hier mal geteilt hast (Thema: Kein Harndrang bei Urodynamik )
wurde eine normale Entleerung mit normaler Kurve und etwas unterdurchschnittlichen Flowwerten (Qmax 24,5 ml/s und Qavg 13,8 ml/s) bei einem Miktionsvolumen von 578ml ohne Restharn festgestellt.
Bei dem aktuellen Uroflow ist eine platoförmige deprimierte Kurve mit einem Qmax von 11,3 ml/s und einem Qavg von 3 ml/s zu sehen die eigentlich auf eine starke Obstruktion hindeutet. Es wurde schriftlich bemerkt, das etwa 300ml Restharn verblieben.
Frage an den Arzt: Wie ist diese dramatische Verschlechterung innerhalb von 1,5 Jahren zu erklären?
Viele Grüße
Michael
P.S.
Das Problem mit der Mailbenachrichtigung nervt mich auch… Es liegt nicht an dir, sonder hängt mit dem relounch der Webseite zusammen. Wir werden versuchen das Problem zu lösen ob wir das in diesem Jahr noch schaffen ist nicht klar - aber wir sind dran
…
vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Bitte nicht falsch verstehen - ich wollte hier nicht die kompetenz deiner Ärzte anzweifeln. Es gibt da blos einen Punkt, den wenigstens ich nicht verstehe:
Bei deiner Uroflow Messung vor etwa 1,5 Jahren die du hier mal geteilt hast (Thema: Kein Harndrang bei Urodynamik )
wurde eine normale Entleerung mit normaler Kurve und etwas unterdurchschnittlichen Flowwerten (Qmax 24,5 ml/s und Qavg 13,8 ml/s) bei einem Miktionsvolumen von 578ml ohne Restharn festgestellt.
Bei dem aktuellen Uroflow ist eine platoförmige deprimierte Kurve mit einem Qmax von 11,3 ml/s und einem Qavg von 3 ml/s zu sehen die eigentlich auf eine starke Obstruktion hindeutet. Es wurde schriftlich bemerkt, das etwa 300ml Restharn verblieben.
Frage an den Arzt: Wie ist diese dramatische Verschlechterung innerhalb von 1,5 Jahren zu erklären?
Viele Grüße
Michael
P.S.
Das Problem mit der Mailbenachrichtigung nervt mich auch… Es liegt nicht an dir, sonder hängt mit dem relounch der Webseite zusammen. Wir werden versuchen das Problem zu lösen ob wir das in diesem Jahr noch schaffen ist nicht klar - aber wir sind dran
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- martinK
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2 Monate 5 Tage her #53025 von martinK
martinK antwortete auf Blasenentleerungsstörung Urodynamik Werte
Hallo Daniela
Es ist wirklich doof, dass Du mit Leckagen kämpfst und keine Lösung findest. Als Mann mit einer völlig anderen Anatomie kann ich Dir vermutlich keine Tipps geben und Du hast mittlerweile ja auch eine ganze Menge Hilfsmittel verbraucht (bei mir sind es circa fünfzehntausend
Stück ...).
Aber vielleicht helfen Dir die folgenden Gedanken dennoch:
Es gibt eine neue Produktgruppe von Attends (Attends slip air comfort), bei welchem laut Hersteller das Urin über Saugkanäle schneller aufnehmen soll. Ob das wirklich etwas bringt oder nur ein "Marketing Gag" ist, weiss ich nicht. Da ich für die Nacht das Vorgängermodell verwende, werde ich das Produkt sicher demnächst testen.
Bei der Fixierung des Hilfsmittels kann man zu wenig aber auch zu viel fixieren. Ich habe gute Erfahrungen mit den Fixierhosen von Abena aus Baumwolle (Abena Fix Pants Cotton mit Beinansatz) und mit den Nike Sport Pro Sporthosen gemacht. Seit einigen Monaten fixiere ich das Hilfsmittel meist nur noch mit einem Pflegebody (ich trage vor allem einen Body aus Baumwolle von 4care.eu). Die Motivation für den Wechsel war vor allem, das die Fixierhose das Hilfsmittel am Bund nicht abdeckte und ich oft daran herumhantierte. Wenn ich mich mehr bewegte, z.B. mich bückte, konnte es vorkommen, dass danach ein Stück des Hilfsmittels gut sichtbar aus der Hose ragte. Mich nervte dies mit der Zeit immer mehr, und meiner Frau fiel es auch auf. Es brauchte für mich als Mann dann etwas Überwindung, mich auf das Experiment mit einem Body einzulassen, aber zumindest im Herbst/Winter ist das für mich die beste Lösung. Zu Beginn trug ich unter dem Body noch eine Fixierunterhose, irgendwann merkte ich, dass es diese gar nicht braucht. Der Body stellt nur über den Schritt sicher, dass das Hilfsmittel nicht verrutscht und drückt es nicht stark zusammen, so dass sich der Harn gut im Absorberbereich verteilen kann.
Herzliche Grüsse
Martin
Es ist wirklich doof, dass Du mit Leckagen kämpfst und keine Lösung findest. Als Mann mit einer völlig anderen Anatomie kann ich Dir vermutlich keine Tipps geben und Du hast mittlerweile ja auch eine ganze Menge Hilfsmittel verbraucht (bei mir sind es circa fünfzehntausend
Aber vielleicht helfen Dir die folgenden Gedanken dennoch:
Es gibt eine neue Produktgruppe von Attends (Attends slip air comfort), bei welchem laut Hersteller das Urin über Saugkanäle schneller aufnehmen soll. Ob das wirklich etwas bringt oder nur ein "Marketing Gag" ist, weiss ich nicht. Da ich für die Nacht das Vorgängermodell verwende, werde ich das Produkt sicher demnächst testen.
Bei der Fixierung des Hilfsmittels kann man zu wenig aber auch zu viel fixieren. Ich habe gute Erfahrungen mit den Fixierhosen von Abena aus Baumwolle (Abena Fix Pants Cotton mit Beinansatz) und mit den Nike Sport Pro Sporthosen gemacht. Seit einigen Monaten fixiere ich das Hilfsmittel meist nur noch mit einem Pflegebody (ich trage vor allem einen Body aus Baumwolle von 4care.eu). Die Motivation für den Wechsel war vor allem, das die Fixierhose das Hilfsmittel am Bund nicht abdeckte und ich oft daran herumhantierte. Wenn ich mich mehr bewegte, z.B. mich bückte, konnte es vorkommen, dass danach ein Stück des Hilfsmittels gut sichtbar aus der Hose ragte. Mich nervte dies mit der Zeit immer mehr, und meiner Frau fiel es auch auf. Es brauchte für mich als Mann dann etwas Überwindung, mich auf das Experiment mit einem Body einzulassen, aber zumindest im Herbst/Winter ist das für mich die beste Lösung. Zu Beginn trug ich unter dem Body noch eine Fixierunterhose, irgendwann merkte ich, dass es diese gar nicht braucht. Der Body stellt nur über den Schritt sicher, dass das Hilfsmittel nicht verrutscht und drückt es nicht stark zusammen, so dass sich der Harn gut im Absorberbereich verteilen kann.
Herzliche Grüsse
Martin
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Hallo zusammen,
danke euch allen für eure Gedanken und den hilfreichen Austausch.
@Valerie ich habe übers Internet bei den Herstellern und teilweise Händler Proben angefordert und teilweise bestelle ich mir auch ganze Packung zum Testen. (Bei Seni und Abena sind nich so viele drin, und die anderen brauche ich dann zuhause auf, wenn sie mir für unterwegs zu unsicher sind).
Ich denke da habe ich den Vorteil, dass ich Privatpatient bin und die Produkte frei wählen kann. Davon bekomme ich immer 90 % erstattet, egal ob ich günstige oder teure nehme. Eine Zuzahlung habe ich leider immer, auch bei den Kathetern. Ich hatte es kurzzeitig auch über einen GesundheitsPartner meiner Kasse versucht, aber teilweise wurde nicht mal auf meine E-Mail reagiert und es ist deutlich komplizierter, wie wenn ich es direkt in Internet bestelle. Die Optima von Seni und Flex von Attends unterscheiden sich etwas in der Form, die Seni sind etwas breiter im Schritt/Po Bereich, und gehen deutlich weiter nach oben, bei mir bis über den Bauchnabel. Leider gibt es bei den Seni Optima Trio keine Größe S. Alternativ gibt es auch die Abena Wing, diese ist auch mit Hüftbund und ähnlich geschnitten wie die Seni, das Saugpolster saugt gut und nässt nicht zurück, allerdings gibt es auch bei der Abena Wing Stufe 4 keine Gr. S und die M reicht mir weit über den Bauchnabel.
@ Michael
Auf meine Frage, ob es mit der Op zusammenhängt, hat der Arzt gesagt, dass es nicht allein durch die op kam, aber es zu einer Verschlechterung der Symptome kam. Die Überdehnung und die OP-Situation haben das wahrscheinlich weiter geschädigt.
Typisch für ein zu straffes Netz wären:
Trotzdem werde ich im Januar nochmal genauer nachfragen. Wenn es tatsächlich“nur“ an einem zu straffen Netz liegen würde, dann bräuchte ich vielleicht kein ISK und auch die Inkontinenz könne anders behandelt werden.
@ Martin das stimmt, ich habe inzwischen auch schon sehr viele Hilfsmittel verbraucht. Am Anfang dachte ich bei jeder Monatslieferung, dass es riesige Mengen sind und was ich damit mache, wenn ich sie nicht mehr brauche (ich war ja immer der Meinung, dass es nur kurzfristig ist und schnell wieder weg geht).
Ich habe die Attends Slip Air comfort schon hier. Ich finde sie deutlich schlechter als die Regular und die Flex. Die Passform der Air comfort ist gleich geblieben. Sie hat in der Mitte eine Art Spalte, bei mir ist das Saugpolster dadurch schon ein paar mal "auseinandergebrochen", sodass dann ich der Mitte kein Saugpolster ist. Das Saugpolster fühlt sich deutlich schneller nass an und wird irgenwie flockig/krümelig. Ob Urin tatsächlich schneller aufgenommen wird, kann ich nicht beurteilen. Ich finde das Saugpolster sich bei dem Modell deutlich verschlechtert und läuft bei mir sogar nachts aus. Nachts trage ich entweder die regular oder die Flex. In der Nacht ist bei mir bisher kaum ein Hilfsmittel ausgelaufen, da verteilt sich die Flüssigkeit deutlich besser und die Auslaufbündchen verrutschen nicht ich bewege mich nicht so viel:)). Wenn mal ausgelaufen, dann war das Hilfsmittel tatsächlich über die Kapazitätsgrenze gekommen, meistens wenn ich abends zu spät eine Kanne Tee getrunken habe.
Ich habe schon überlegt, ob es mit meinen Proportionen zusammenhängt. Ich habe eine Oberschenkellücke (sogenannten thigh gap). Vielleicht verrutschen dadurch bei Bewegung immer die Auslaufbündchen?
Die Hosen die ich drüber ziehe, sind vom Material wie die Nike Hosen, gehen aber bis zum Bauchnabel, so dass die Ränder der Hilfsmittel nicht aus der Hose rutschen können. Damit bin ich im Moment sehr zufrieden.
Herzliche Grüße
Daniela
danke euch allen für eure Gedanken und den hilfreichen Austausch.
@Valerie ich habe übers Internet bei den Herstellern und teilweise Händler Proben angefordert und teilweise bestelle ich mir auch ganze Packung zum Testen. (Bei Seni und Abena sind nich so viele drin, und die anderen brauche ich dann zuhause auf, wenn sie mir für unterwegs zu unsicher sind).
Ich denke da habe ich den Vorteil, dass ich Privatpatient bin und die Produkte frei wählen kann. Davon bekomme ich immer 90 % erstattet, egal ob ich günstige oder teure nehme. Eine Zuzahlung habe ich leider immer, auch bei den Kathetern. Ich hatte es kurzzeitig auch über einen GesundheitsPartner meiner Kasse versucht, aber teilweise wurde nicht mal auf meine E-Mail reagiert und es ist deutlich komplizierter, wie wenn ich es direkt in Internet bestelle. Die Optima von Seni und Flex von Attends unterscheiden sich etwas in der Form, die Seni sind etwas breiter im Schritt/Po Bereich, und gehen deutlich weiter nach oben, bei mir bis über den Bauchnabel. Leider gibt es bei den Seni Optima Trio keine Größe S. Alternativ gibt es auch die Abena Wing, diese ist auch mit Hüftbund und ähnlich geschnitten wie die Seni, das Saugpolster saugt gut und nässt nicht zurück, allerdings gibt es auch bei der Abena Wing Stufe 4 keine Gr. S und die M reicht mir weit über den Bauchnabel.
@ Michael
Auf meine Frage, ob es mit der Op zusammenhängt, hat der Arzt gesagt, dass es nicht allein durch die op kam, aber es zu einer Verschlechterung der Symptome kam.
- Nach der OP kam es dann allerdings zu mehreren Faktoren, die vermutlich zusammen zur heutigen Situation geführt haben:
- ausgeprägte postoperative Schwellung und Hämatome
- der fehlende Harndrang
- in den ersten Tagen nach Katheterentfernung kam es unbemerkt zu einer Überdehnung der Blase (teilweise 800–900 ml), bevor reagiert werden konnte
- danach wurde mit DK und später SPK gearbeitet, um weitere Überdehnung zu vermeiden
Typisch für ein zu straffes Netz wären:
- starre, kaum bewegliche Urethra
- Abknickung der Urethra
- Engstelle statt offener Blasenhals
- hoher Widerstand beim Einführen von Kathetern
- schmerzhafte Miktion
- rotatorisch bewegliche Urethra
- keine Abknickung
- trichterförmig offener Blasenhals
- ISK problemlos möglich
- keine Schmerzen bei der Miktion
Trotzdem werde ich im Januar nochmal genauer nachfragen. Wenn es tatsächlich“nur“ an einem zu straffen Netz liegen würde, dann bräuchte ich vielleicht kein ISK und auch die Inkontinenz könne anders behandelt werden.
@ Martin das stimmt, ich habe inzwischen auch schon sehr viele Hilfsmittel verbraucht. Am Anfang dachte ich bei jeder Monatslieferung, dass es riesige Mengen sind und was ich damit mache, wenn ich sie nicht mehr brauche (ich war ja immer der Meinung, dass es nur kurzfristig ist und schnell wieder weg geht).
Ich habe die Attends Slip Air comfort schon hier. Ich finde sie deutlich schlechter als die Regular und die Flex. Die Passform der Air comfort ist gleich geblieben. Sie hat in der Mitte eine Art Spalte, bei mir ist das Saugpolster dadurch schon ein paar mal "auseinandergebrochen", sodass dann ich der Mitte kein Saugpolster ist. Das Saugpolster fühlt sich deutlich schneller nass an und wird irgenwie flockig/krümelig. Ob Urin tatsächlich schneller aufgenommen wird, kann ich nicht beurteilen. Ich finde das Saugpolster sich bei dem Modell deutlich verschlechtert und läuft bei mir sogar nachts aus. Nachts trage ich entweder die regular oder die Flex. In der Nacht ist bei mir bisher kaum ein Hilfsmittel ausgelaufen, da verteilt sich die Flüssigkeit deutlich besser und die Auslaufbündchen verrutschen nicht ich bewege mich nicht so viel:)). Wenn mal ausgelaufen, dann war das Hilfsmittel tatsächlich über die Kapazitätsgrenze gekommen, meistens wenn ich abends zu spät eine Kanne Tee getrunken habe.
Ich habe schon überlegt, ob es mit meinen Proportionen zusammenhängt. Ich habe eine Oberschenkellücke (sogenannten thigh gap). Vielleicht verrutschen dadurch bei Bewegung immer die Auslaufbündchen?
Die Hosen die ich drüber ziehe, sind vom Material wie die Nike Hosen, gehen aber bis zum Bauchnabel, so dass die Ränder der Hilfsmittel nicht aus der Hose rutschen können. Damit bin ich im Moment sehr zufrieden.
Herzliche Grüße
Daniela
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2 Monate 4 Tage her #53029 von martinK
martinK antwortete auf Blasenentleerungsstörung Urodynamik Werte
Hallo Valerie
Eigentlich solltest Du bei allen Herstellern direkt Muster bestellen können. Ebenfalls könntest bei Anbietern von Inkontinenzhilfsmittel (z.B. Insenio.de) Muster anfragen. Wie Du die Versorgung mit Deiner Krankenkasse bzw. dem Versorger löst, ist eine andere Geschichte. Wir hatten dazu ja nicht vor allzu langer Zeit hier eine angeregte Diskussion.
Herzliche Grüsse
Martin
Eigentlich solltest Du bei allen Herstellern direkt Muster bestellen können. Ebenfalls könntest bei Anbietern von Inkontinenzhilfsmittel (z.B. Insenio.de) Muster anfragen. Wie Du die Versorgung mit Deiner Krankenkasse bzw. dem Versorger löst, ist eine andere Geschichte. Wir hatten dazu ja nicht vor allzu langer Zeit hier eine angeregte Diskussion.
Herzliche Grüsse
Martin
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2 Monate 4 Tage her #53030 von Vallie
Vallie antwortete auf Blasenentleerungsstörung Urodynamik Werte
Hallo Daniela,
ganz lieben Dank für die detaillierten Informationen, das hilft mir schon mal sehr. Ich bin auch zwischen S und M, da werde ich es jetzt mal angehen und mir dann gegebenenfalls auch einfach einige verschiedene Pakete bestellen.
Mich betrübt es arg zu lesen, dass Du bei dem immensen Aufwand, den Du betreibst, um das richtige HM zu finden, dennoch nichts Passendes finden konntest.
Bei mir konnte ich die Unfälle wenigstens immer drauf schieben, dass ich mich vor diesem Thema lange gedrückt habe u. das genommen habe, was für mich leicht zugänglich war. Also zuhause einfache Nona-Slips von dem Versorger und ansonsten Pants und Einlagen von facelle. Und irgendwie ist da auch die Idee, die V.tampons ausgiebiger zu nutzen, grade, nachdem Martin nochmal auf den immensen Verbrauch hingewiesen hat, wäre es natürlich schön, auf diese Weise auch Müll vermeiden zu können.
Hallo Martin,
ja, unser ausgiebiger Austausch kürzlich hat fraglos viel ausgelöst. Auch die Überlegung in die Schweiz auszuwandern, nachdem Du das dortige Prozedere geschildert hattest. In meinem Herzensskiort, Champéry, war ich früher so oft, dass ich nicht selten gerne ganz geblieben wäre. Wie Helmut auch, finde ich es echt schräg, dass ich mich vor jemandem rechtfertigen soll, situationsbedingt eine Reihe verschiedener HM zu benötigen. Ja, und Michaels Ansatz, nicht vorrangig zu schauen, was einem die Versorger anbieten, sondern was es unabhängig davon überhaupt auf dem Markt gibt und für mich passend ist, das will ich jetzt erstmal verfolgen. Da sind mir Danielas Tipps auch sehr hilfreich.
Und Du hast recht, ich sollte auch mal bei den Herstellern anrufen und nachfragen, was sie an Mustern anbieten, ich hatte bisher nur die online Optionen versucht.
Kerzenlicht-und-Tannenräucherkerzenduft-Grüße
von Valerie
ganz lieben Dank für die detaillierten Informationen, das hilft mir schon mal sehr. Ich bin auch zwischen S und M, da werde ich es jetzt mal angehen und mir dann gegebenenfalls auch einfach einige verschiedene Pakete bestellen.
Mich betrübt es arg zu lesen, dass Du bei dem immensen Aufwand, den Du betreibst, um das richtige HM zu finden, dennoch nichts Passendes finden konntest.
Bei mir konnte ich die Unfälle wenigstens immer drauf schieben, dass ich mich vor diesem Thema lange gedrückt habe u. das genommen habe, was für mich leicht zugänglich war. Also zuhause einfache Nona-Slips von dem Versorger und ansonsten Pants und Einlagen von facelle. Und irgendwie ist da auch die Idee, die V.tampons ausgiebiger zu nutzen, grade, nachdem Martin nochmal auf den immensen Verbrauch hingewiesen hat, wäre es natürlich schön, auf diese Weise auch Müll vermeiden zu können.
Hallo Martin,
ja, unser ausgiebiger Austausch kürzlich hat fraglos viel ausgelöst. Auch die Überlegung in die Schweiz auszuwandern, nachdem Du das dortige Prozedere geschildert hattest. In meinem Herzensskiort, Champéry, war ich früher so oft, dass ich nicht selten gerne ganz geblieben wäre. Wie Helmut auch, finde ich es echt schräg, dass ich mich vor jemandem rechtfertigen soll, situationsbedingt eine Reihe verschiedener HM zu benötigen. Ja, und Michaels Ansatz, nicht vorrangig zu schauen, was einem die Versorger anbieten, sondern was es unabhängig davon überhaupt auf dem Markt gibt und für mich passend ist, das will ich jetzt erstmal verfolgen. Da sind mir Danielas Tipps auch sehr hilfreich.
Und Du hast recht, ich sollte auch mal bei den Herstellern anrufen und nachfragen, was sie an Mustern anbieten, ich hatte bisher nur die online Optionen versucht.
Kerzenlicht-und-Tannenräucherkerzenduft-Grüße
von Valerie
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2 Monate 4 Tage her #53033 von Dasch
Dasch antwortete auf Blasenentleerungsstörung Urodynamik Werte
Hallo Michael,
ich habe noch über deine Punkte weiter nachgedacht und nehme die Fragen für den Januar Termin mit.
Jetzt überlege ich gerade noch, warum die Blasenspiegelung abgesagt wurde, und ob es nicht sinnvoll trotz der Urodynamik-Werte eine Blasenspiegelung zu machen?
Die ersten Urinverluste traten mit einer Blasenentzündung auf, und seit dem habe ich immer wieder mit HWI zu kämpfen.
Denkst du, eine Zystoskopie wäre hilfreich, könnte man damit noch alles genauer klären. Oder wäre Sie jetzt tatsächlich überflüssig?
Liebe Grüße
Daniela
ich habe noch über deine Punkte weiter nachgedacht und nehme die Fragen für den Januar Termin mit.
Jetzt überlege ich gerade noch, warum die Blasenspiegelung abgesagt wurde, und ob es nicht sinnvoll trotz der Urodynamik-Werte eine Blasenspiegelung zu machen?
Die ersten Urinverluste traten mit einer Blasenentzündung auf, und seit dem habe ich immer wieder mit HWI zu kämpfen.
Denkst du, eine Zystoskopie wäre hilfreich, könnte man damit noch alles genauer klären. Oder wäre Sie jetzt tatsächlich überflüssig?
Liebe Grüße
Daniela
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