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Der lange Weg zur Barrierefreiheit

15 Okt 2015 08:11 #1 von Johannes1956
Wie barrierefrei ist Österreich? Diese Frage stellen sich derzeit viele Organisationen und Medien. Denn laut Gesetz muss Barrierefreiheit in Österreich bis zum 1. Jänner 2016 umgesetzt sein.

Doch wo stehen wir? Laut Regionalmedien ist die Umsetzung noch sehr mangelhaft, erst 57% der getesteten öffentlichen Einrichtungen (Arbeiterkammern, Bahnhöfe, Bezirkshauptmannschaften, Rathäuser und Wirtschaftskammern) wurden bei einem Test als barrierefrei eingestuft.

Die Städte hinken dabei den ländlichen Gegenden hintennach. Wen verwundert dies, da in Wien etwa eine Übergangsfrist bis 2042 (!) gilt. Generell gilt für Bundesgebäude eine Übergangsfrist bis 2019.

Für den privaten Bereich endet die Zugangsfrist 2016, hier muss der Zugang für Waren und Dienstleistungen barrierefrei sein, auch dieser Bereich hat Schwierigkeiten mit der Umsetzung, was bei mangelndem Vorbildcharakter des öffentlichen Bereichs ebenfalls nicht wundert.

Noch schlechter ist es um die Barrierefreiheit im Bereich der Kommunikation bestellt. Denn auch hier sieht das Gesetz vor, dass etwa auf Internetseiten oder bei Vorträgen die Informationen bei jedem ankommen müssen. Ich selbst habe bei medizinischen Kongressen, die ich regelmässig besuche, kaum noch eine Gebärdensprachenübersetzung gesehen. Das Argument, das ich dann oft höre ist, dass es sowieso keine entsprechenden Kongressteilnehmer gäbe, die das benötigen würden.

Hier wird der Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage nicht verstanden.

Signale im Verkehr, Untertitel im Fernsehen, Empfang von störungsfreien Audiosignalen und viele andere Bereiche betreffen barrierefreie Informationen.

Ganz schlecht bestellt ist es mit Internetseiten bezüglich Lesbarkeit für Menschen, für die es eine Herausforderung ist, sinnerfassend zu lesen.

Das Social Franchise Netzwerk Capito Wien hat 179 Kriterien erarbeitet, die ein Text erfüllen muss, damit er verstanden wird.

Insofern kann ich mich hier bereits fragen, ob ich diese Kriterien erfülle - wahrscheinlich nicht. Vermeidung von langen Sätzen und Fremdwörtern sind nur zwei der vielen Kriterien.

Insofern können wir uns alle hier am Forum auch die Frage stellen: wie weit sind wir barrierefrei im Sinne von gleichberechtigt in Sprache und Leben?

Ich betrachte es für mich selbstkritisch.

Johannes
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