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Ursachen für neurogene Blasenentleerungsstörung?

09 Feb 2021 18:14 #1 von Chrysti
Hallo,

mich interessiert sehr welche Ursachen bei euch zu einer neurogenen Blasenentleerungsstörung geführt haben.

Ich selbst hatte nach der Geburt meiner Tochter im November einen kompletten Harnverhalt. Inzwischen ist es durch Medikamente etwas besser geworden, ich habe allerdings noch immer eine Restharnmenge von 150-200ml. Mein Blasenvolumen ist auffällig groß und da ich auch schon vor der Schwangerschaft große Probleme mit ständig wiederkehrenden HWIs hatte, wird vermutet, dass ich bereits vor der Schwangerschaft Probleme mit Restharn hatte. Das lässt sich jetzt nicht mehr mit Sicherheit sagen. Nun besteht der Verdacht auf eine neurogene Blasenentleerungsstörung. Sollte die Geburt nicht der Auslöser gewesen sein, sondern der Restharn tatsächlich schon vorher bestanden haben, kann ich mir überhaupt nicht erklären, wie es dazu kommen konnte.
Ich hatte keinerlei OPs oder Unfälle, durch die ich mir eine neurogene Blasenentleerungsstörung erklären könnte.

Daher würde es mich nun interessieren, was bei euch so die Auslöser waren.

Viele Grüße

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09 Feb 2021 19:22 #2 von kleines-engelchen
Liebe Chrysti,

auch ich begrüße dich recht Herzlich hier :)
Ich selbst habe auch eine neu. Blasenentleerungsstörung. Allerdings aufgrund einer Unterleibs OP. Hierbei wurden die Nervenbahnen im Beckenbereich in Mittleidenschaft gezogen. (damals sagte man mir, dass dies bei Geburten vorkommen kann?) So war es dann wohl bei Dir?
Aber es ist doch schön zu lesen, dass du keinen kompletten Harnverhalt mehr hast. Welche Medikamente hast du bekommen? Bzw. nimmst du? Und was meinst du mit auffälligen großen Blasenvolumen?
Das ganze ist ja noch nicht lange her, 3 Monate, richtig? Hier würde ich auf jeden Fall noch abwarten...Da du noch in der Erholungsphase bist.

Die Zeit kann noch einiges bewirken :)

Ganz liebe Grüße Simone

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09 Feb 2021 19:31 #3 von Jens Schriever
Hallo Chrysti

Bei mir ist es durch die MS( Multiples Sklerose) . Wie der Nahmen schon sagt: neurogene Blasenentleerungsstörung hat als Ursache eine Neurologische Erkrankung. Viele Neurologische Erkrankungen z.b. MS, Spina Bifida, QL haben auch die Inkontinenz als eines ihrer Symptome. Hier benötigt man eine genaue Uroneurologische Untersuchung.

Gruß Jens

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09 Feb 2021 20:04 #4 von Chrysti
Vielen lieben Dank für eure Antworten.

Aktuell nehme ich täglich Ubretid. Ich habe die Angst, dass sobald ich das Medikament absetze es wieder schwerer wird mit dem Wasserlassen bzw. es wieder gar nicht klappt. Andererseits möchte ich auch nicht dauerhaft Ubretid nehmen. Ich werde das bei meinem nächsten Kontrolltermin in 8 Wochen ansprechen.
Mein Blasenvolumen liegt bei 1300ml.

In der Klinik in der ich entbunden habe wurde eine Urodynamik gemacht und ein MRT. Beides brachte wohl keine Auffälligkeiten. So wurde es mir gesagt. Mein Urologe, bei dem ich nun bin, meinte aber, dass es nicht sein kann, dass bei der Restharnmenge eine Urodynamik keine Erkenntnisse gebracht hat. Er möchte jetzt den Bericht der Klinik und ggf. eine weitere Urodynamik veranlassen. Das besprechen wir dann beim nächsten Termin.

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09 Feb 2021 21:02 #5 von kleines-engelchen
Liebe Chrysti,

ja, genau dies würde ich raten bzw. erneut machen. Eine solche Untersuchung bringt Aufschluss.
Gleichzeitig können auch:
-Ultraschalluntersuchung
-Sonografie
-Blasendruckmessung (Urodynamik)
vorgenommen werden.


Ich drück Dir ganz feste die Däumchen

Liebe Grüße Simone

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09 Feb 2021 21:15 #6 von martinK
Hallo Chrysti

Bei mir liegt eine Polyneuropathie vor, deren Ursache aber nicht geklärt ist. Wenn Du nach dem Harnverhalt und grossem Blasenvolumen (ich nehme an >400 ml) bei 150-200 ml Restharn liegst, ist schon mal gar nicht so schlecht. Auch, dass die erste Urodynamikuntersuchung unauffällig war, ist an sich ein gutes Zeichen!

Ich muss seit kurzem wieder regelmässig (d.h. alle paar Tage) ISK durchführen. Ich führe das ISK wenn möglich unmittelbar nach einer grösseren Blasenentleerung durch, so dass ich meinen Restharn etwas verfolgen kann. Er schwankt sehr stark zwischen 10 ml und 300 ml, wobei ich im Schnitt bei 100 ml liege. Leider hatte ich nun zwei Rückschläge beim ISK; mein Harnweg ist irritiert und ich habe nun Schmerzen beim Wasserlassen, so dass ich wieder eine Pause eingelegt habe. Wenn Du aber mit dem ISK gut zurecht kommst, sollte Deine Blase mit der Zeit wieder auf eine gute Grösse schrumpfen und Dein Restharn abnehmen.

So weit ich das Laie abschätzen kann, ist die Urodynamik eine wichtige Untersuchungsmethode, aber man darf sie nicht isoliert von anderen Untersuchungen auswerten. Ich hatte bis anhin drei Untersuchungen; jedesmal kam heraus, dass ich eine überaktive Blase habe und mein Blasenschliessmuskel sich spastisch verhält. Das erst Mal betrug der Restharn jedoch nur 20 ml (bei 280 ml Entleerung), beim zweiten Mal schaffte ich es gar nicht die Blase zu entleeren (bei 800 ml Blaseninhalt wurde die Untersuchung gestoppt) und beim dritten Mal entleerte ich 200 ml und hatte 200 ml Restharn...

Herzliche Grüsse
Martin

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08 Mär 2021 10:14 #7 von Svenja0804
Hallo,

ich habe auch eine neurogene Blasenentleerungsstörung.
Seit meiner Gebärmutterentfernung letztes Jahr habe ich einen kompetten Harnverhalt.
Da ich ein Blasenvolumen von 1200ml habe sagte man mir das ich schon länger Probleme haben muss.
War auch so. Ich kannte es aber nie anders und dachte es sei normal.
Bei der Urodynamik kam heraus das meine Blase schlaff ist und gar nichts tut.
Ich hatte 6 Monate einen Dauerkatheter. Jetzt benutze ich den ISK.
Nächste Woche ist meine 1. OP wo ich den Blasenschrittmacher bekomme. Die Testphase sozusagen.
Meine Problematik ist auf ein Rückenmarkstrauma im Kindesalter zurückzuführen.

Viele liebe Grüße Svenja

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18 Mär 2021 09:59 #8 von Ciajaeg
Hallo,

ich habe noch keine endgültige Diagnose, aber meine Hausärztin (FA Innere) ist der Meinung, dass die Verengung der Neuroforamia in Höhe L4/L5 und / oder die Bandscheiben-Vorwölbungen ab L2 abwärts mein Problem verursachen, was wohl auf eine neurogene Blasenstörung hinaus läuft.

Ich hatte mit 25 einen Sportunfall, bei dem ich auf die Wirbelsäule im LWS Bereich gefallen bin, seither hatte ich Rückenschmerzen und mein Körper hat angefangen mehr Knochen zu bilden, um die Wirbelsäule zu schützen und das hat vor drei Monaten dann die ersten Pannen ausgelöst, aber ich hatte schon jahrelang vorher eine Reizblase, wie es der Volksmund nennt.

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