file Frage Was hat es mit der Osmolität auf sich?

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17 Jahre 3 Monate her #10242 von webbi
Was hat es mit der Osmolität auf sich? wurde erstellt von webbi
Verehrter Doktor Schacht,

ich habe noch einProblem mit dem ich nicht fertig werde, und die bisherigen Auskünfte darüber sind sehr unbefriedigend.

Bei einem endokrinolgischen Durstversuch stellte sich eine ausserordentlich geringe Osmolität meines Urins heraus. Die Angabe lag bei 150 bis 160, aber 1000 soll der Normalwert sein.

Was ergibt sich für den Patienten daraus? Werden dadurch Giftkörper nicht aus der Niere ausgeschwemmt? Oder was noch für Konsequenzen?

Danke für die Mühe, die Sie sich immer machen!

MfG
webbi

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17 Jahre 3 Monate her #10270 von dcschacht
dcschacht antwortete auf Was hat es mit der Osmolität auf sich?
Hallo webbi,

jetzt wirds schwierig - das geht in die Basis der Nephrologie, womit ich als Urologe nicht der ideale Experte bin. Aber Basiswissen ist schon vorhanden. Also: Osmolalität ist die molare Konzentration aller in einer Lösung osmotisch wirksamen Teilchen pro Gewichtseinheit Lösungsmittel (z.B. Wasser). Salz oder Zucker sind z.B. osmotisch wirsame Teilchen ("wassersaugend"). Wasser wird z.B. zum Salz gezogen.

Die Niere reguliert Wasser und Mineralhaushalt des Körpers. Giftstoffe oder überschüssige Salze werden ausgeschieden - dabei darf der Körper nicht zuviel Wasser verlieren. Trinke ich zu wenig ist der Urin normalerweise konzentriert = hohe Osmolalität (Viel "Salze" wenig Wasser). Bei sehr hoher Flüssigkeitszuführ ist Urin verdünnt mit geringerer Osmolalität.

So kann eine verminderte Osmolalität Ausdruck einer Nierenfunktionsstörung sein, bei der die Niere nicht konzentriert und unzureichend Wasser im Körper zurückhält. Eine andere Ursache ist z.B. der Diabetes insippidus bei dem im Zusammenhang mit ADH zu viel Wasser ausgeschieden wird.

Eine verminderte Osmolalität wäre sicher eine Begründung zur Abklärung über einen Nephrologen.

Hoffe hilft etwas weiter - Gruß dcschacht

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17 Jahre 2 Monate her #10287 von webbi
Verehrter Dr. Schacht,

besten Dank für Ihre prompte Antwort. Sie hilft mir weiter, diese komplizierte Sache zu verstehen. Die geringe Konzentration im Urin ist sicher die Folge der Diab. insip. Ich werde mich nun zu einem Nierenspezialisten überweisen lassen.

Nochmals: Dankeschön!

webbi

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