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Bauchdeckenkatheder

27 Mai 2008 15:06 #1 von ecki
zunächst mal viele Grüße eines Hageners an die Hagener hier im Forum und an den Hagener Arzt. Nun mein Problem:

Ich habe seit ca. 2 Jahren einen BDK( Grunderkrankung MS).
Bin eigentlich sehr zufrieden mit dieser Lösung.Habe an den Katheder ein
Ablassventil angeschlossen um selbständig und ohne Beutel den Harn abzulassen.
Leider häufen sich in der letzten Zeit die Blasenentzundungen die dann immer mit Antibiotika behandelt werden muss. Das kann ja auf Dauer nicht ok sein.
Ich verstehe meinen Urologen so, das mein Urin duch das offene System immer verunreinigt ist.Bewegt sich das in einem bestimmten Rahmen soll man damit leben können, da die Blase ja eigentlich immer vollständig entleert wird.

Gibt es eine Lösung wegen der ständigen Blasenentzündungen.

LG
Ecki

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27 Mai 2008 20:07 #2 von Lilly112
Hallo Ecki
Ob ich nun einen Rat geben kann, weiß ich nicht.Ich habe die Erfahrung gemacht,schon durch meinen Beruf,daß ein BDK ein Fremdkörper ist und somit Blasenentzündungen vorprogramiert isind.Bis vor einem halben Jahr hatte ich einen Dauerkatheter und diverse Blasen entzündungen.Jetzt katheteresiere ich mich selber und ich habe keine Blasenentzündungen mehr.Körpereigene Keime sind nicht so agressiv,als Fremde.
Spreche mal mit Deinem Urologen.ob bei Dir ein Blasenstimmulator angebracht ist
LG Lisa

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28 Mai 2008 10:38 #3 von ecki
hallo lisa

vielen Dank für deine Antwort. Meinst du mit Stimulator einen Blasenschrittmacher?

LG
ecki

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28 Mai 2008 11:14 #4 von Lilly112
Moin Moin Ecki
Ja,ich meine den Blasenschrittmacher.Diesen Ausdruck habe ich von meinem Arzt übernommen,in dem Glauben,daß es so richtig ist.
:wink: LG Lisa

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28 Mai 2008 12:06 #5 von matti
Hallo Ecki,

ich bin stets für klare Worte. Deshalb möchte ich dir einmal meinen Standpunkt zum Thema Blasenschrittmacher mitteilen.

Der Blasenschrittmacher ist aus meiner Sicht keine "Wunderwaffe". Der erfolgreiche Einbau und vor allem Betrieb ist nur bei einem Bruchteil der Betroffenen erfolgsversprechend. Man darf nicht vergessen, dass die Implantation kein leichter und ein längerer Eingriff ist. Dabei bestehen einige Riskiken, sowohl bei der Operation wie auch im nachhinein. So kann es zu folgenschweren Infektionen, Abstoßungsreaktionen, Entzündungen und einigen anderen Dingen kommen.

Noch etwas kommt bei deinem Krankheitsbild hinzu. Deine Erkrankung ist dynamisch. Bedeutet, dass du jetzt eine Störung deiner Blasenfunktion aufgrund einer Schädigung an einer dafür verantwortlichen Stelle aufweist. Es kann sein, dass der Blasenschrittmacher jetzt dieses Defizit ausgleichen würde. Der Miktionsablauf ist aber sehr komplex. Eine Schädigung an einer anderen Stelle könnte schon bewirken das sich dein Miktionsverhalten dann wieder verändert. Deshalb wird ein solcher Schrittmacher nur sehr selten bei MS Betroffenen implantiert.

Dennoch kannst du einen Arzt darauf ansprechen. So oder so werden im Vorfeld eine bzw. mehrer Teststimulationen durchgeführt. Dann wüsstest du, ob dies eine Option sein kann.

Zu deiner eigentlichen Frage:

Die beste Vorbeugung gegen Entzündungsherde ist eine ausgewogene Ernährung, denn eine einseitige Kost beeinflusst auch die Zusammensetzung des Urins negativ und schwächt die Abwehrkraft der Blasenschleimhaut. Überprüfe Sie häufig auftretenden Blasenentzündungen mit einem Teststreifen aus der Apotheke deinen Harn. Meist ist er sauer. Mit der richtigen Ernährung kann man erreichen, dass der Harn basischer wird. Liegt eine Entzündung vor, sollte man eine salzarme und leichtverdauliche Kost bevorzugen. Einige Gemüsesorten wirken harntreibend. Empfehlenswert (außer bei Nierenleidenden) sind Sellerieknollen und frischer Spargel. Durch leichte Suppen wird zusätzlich Flüssigkeit zugeführt, was die Nierentätigkeit anregt.

Vermeide Stress und dauernde Anspannung. Verspannte Blasenwände verringern die Schleimproduktion und erhöhen so die Gefahr, dass sich Bakterien in der Blasengegend ansiedeln.

Zur Vorbeugung ist stets auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens zwei Liter täglich, bei Herz- oder Nierenproblemen Arzt fragen) zu achten. Geeignet sind hierfür Wasser, Kräutertees und verdünnte Fruchtsäfte. Kälte kann zur Schwächung der Abwehrkräfte führen und somit eine Blasenentzündung begünstigen.

Erwiesenermaßen wirksam sind auch (Preiselbeer-) Cranberry-Kapseln oder -Saft. Sie enthalten Stoffe, die die Besiedelung der Schleimhaut durch Erreger erschweren. Empfehlenswert ist außerdem ein Vitamin C-Präparat, da Ascorbinsäure den Urin ansäuert und so den Bakterien das optimale Milieu entzieht.

Letzendlich wird bei einem liegenden Dauerkatheter fast immer eine Besiedelung mit Keimem nachweisbar sein. Wenn dies keine Probleme verursacht ist dies nicht beandlungsbedürftig. Wenn doch dann hilft zumeist akut eine Antibiotikabehandlung. Dies ist aber auf Dauer nicht sinnvoll, weil es zur Resistenz kommen kann.

Gruß

Matti

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28 Mai 2008 14:26 #6 von ecki
hallo matti

auch dir noch mal vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Habe alle diese Sachen schon probiert: Cranberry-Saft, Cranberry Kapseln,
Helleborus Oligoplex Tropfen und vieles mehr. Natürlich auch viel trinken.

Will natürlich nicht andauernd Antibiotika nehmen- wie du schon sagst wird das auch irgentwann zum Problem.
Noch andere Ideen??

LG
Ecki

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05 Jun 2008 19:29 #7 von dcschacht
Hallo Ecki,

tut mir leid, dass ich mich erst jetzt melden kann.

Also - Mit einem Bauchdeckenkatheter hat man immer Bakterien im Urin! Es gibt keine Möglichkeit das zu verhindern!!!! Das ist so und dass gehört akzeptiert. Ist auch logisch weil eine " offene" Verbindung von Bauchdecke in die Blase besteht, durch die Bakterien eindringen. Behandlungen erfolgen je nach Syptomen und sollte wenn Antibiotika gegeben werden mit Mikrobiologie und Antibiogramm kontrolliert werden.

Zur Verhinderung übermäßiger Bakterieller Besiedlung wird der Urin angesäuert!!!!! nicht alkalisiert! Fruchtsäfte machen Urin alkalisch - also ist dieser Vorschlag von Matti FALSCH! Die Sache mit dem Tee ist gut.
Zur Ansäuerung gibt es Acimethin oder Methionin.
Furadantin kann zur Desinfektion beitragen. Cranberry oder Preisselbeere ist hilfreich. Ausreichende Trinkmenge zwischenzeitlich Harntee (400 von TAD) und Brennessel ist gut zur Spülung.
Symptome mit Blasenkrämpfen kann man mit Anticholinergika lindern.

Am wichtigsten ist aber die innere Spülung über das Trinkverhalten. Unterstützen kann man das Ganze mit Spülungen desinfizierender Lösungen (verdünnt Braunol oder UroNebacitin) mit Spritze über den Katheter.

Einen Katheterträger ohne Bakterien im Urin gibt es in der ganzen Welt nicht! Man kann da nur lindern und Symptomen vorbeugen.
In den meisten Fällen handelt sich um eine s.g. asymptomatische Bakteriurie, wenn Pat. über sein Trinkverhalten mithilft.

Gruß dsschacht

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