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Jetzt auch noch Histaminintoleranz

06 Mär 2015 23:40 #1 von Pamwhy
Hallo miteinander,

nachdem am Dienstag schon unserer Tochter, die seit mehreren Jahren mit Magen-Darm Problemen unbekannter Ursache zu kämpfen hat, eine Histaminintoleranz von unserer Heilpraktikerin diagnostiziert wurde, habe ich heute die gleiche Diagnose erhalten.

Unsere Symptomatik ist unterschiedlich, aber mir ist es wie Schuppen von den Augen gefallen und vieles aus der Vergangenheit (z. B. Weglassen von Weizen oder Gluten, das keine permanente Besserung brachte, Ferien in denen gar keine Probleme auftraten usw.) hat jetzt einen Sinn ergeben, den ich vorher überhaupt nicht erkennen konnte.

Es sieht so aus, dass die chronische Nasennebenhöhlenentzündung und meine Immunschwäche, neben einigen anderen, anscheinend ein Symptom der Histaminunverträglichkeit bei mir ist.

Ich habe seit fast 30 Jahren ein Reizdarm-Syndrom, begleitet von einer Laktoseintoleranz, irgendwie ist keiner (auch ich nicht) auf die Idee gekommen, dass das noch nicht alles ist ;)

Ich habe die letzen drei Tage viel über Histaminintoleranz im Internet recherchiert und bin jetzt bestens informiert und vorbereitet - Berlin jedenfalls wird in dieser Hinsicht ernährungstechnisch spannender als gedacht..., mal schauen wieviel ich davon umsetzen kann.

Bis demnächst und ganz, ganz....

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07 Mär 2015 07:20 #2 von Birgit
Guten Morgen liebe Pam :P ,

ich hatte beim Lesen Deines Beitrages gerade ein Dejà Vue......und bin mal wieder bestätigt worden. Im Jahr 2007 also gerade 2 Jahre nach der MS Diagnose habe ich zur begleitenden Therapie eine Heilpraktikerin aufgesucht und diese hat mir empohlen einen Pro Immun Lebensmitteltest zu machen. Seit meiner Kindheit hatte ich immer mit dem "Magen" zu kämpfen, es folgten viele eklige (man empfand es als Kind so!) Rollkuren und ständige Bauchschmerzen und immer viele Blähungen. Dazu kam meine Abneigung gegen hauptsächlich tierische Nahrungsmittel, die natürlich zum Teil auch ethische Gründe hatten. Besonders Milch war mir ein Graus! Lange Rede kurzer Sinn bei dem Test, den ich dafür gern selbst bezahlt habe, kam heraus dass mein Darm von 365 getesteten Lebensmitteln über 40 % nicht verwerten bzw. nicht vertragen konnte und ich zum Bsp eine Lactoseintoleranz hatte! Jetzt bekam alles ein Bild für mich, denn auch ganz viele Fleischsorten wie Rind, Schwein und sogar Geflügel waren dabei. Ich habe dann ganz strikt diese Lebensmittel weggelassen und mir ging es von Stund an wesentlich besser! Heute lebe ich viel bewusster in meiner Ernährung und habe richtig Spass daran mich mittlerweile vegan zu ernähren. Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du die Histamintoleranz in den Griff bekommst! Nur Mut!

Herzliche Grüße :P
Birgit

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07 Mär 2015 08:37 #3 von Johannes1956
Liebe Pam,

Ausprobieren. Histaminintoleranz ist eine Modediagnose, die ja nicht so ohne Weiteres gestellt werden kann. Es gibt auch den HIT Labortest, aber das beste ist wohl ausprobieren. Meiner Frau wurde ebenfalls die Diagnosevermutung gestellt, mit und ohne Histamin war aber nicht viel Unterschied.

Selbst die Listen der Histamin reichen und armen Lebensmittel variieren je nach Quelle. Du musst Dich mal zumindest 2 Wochen möglichst histaminfrei ernähren, also keinen Wein, keinen älteren Käse (am besten gar keinen Käse, weil selbst junger Gouda ist umstritten, zumindest wenn er im Supermarkt in Plastikfolie gelagert wurde) , kein Fisch, kein Geräuchertes oder Geselchtes, kein Eiklar (Eidotter geht), kein Faschiertes, keine Innerein, keine Krustentiere, keine Sonnenblumenkerne, Weizen, Buchweizen (Dinkel, Hirse und Hafer geht, aber selbst Dinkel ist umstritten), Erdmandel, Nüsse sind sowieso verboten, keine Bohnen, Auberginen, keine Avocado, keine Kichererbsen, Oliven oder Linsen, keine Paradeiser und Spinat, keine Erdbeeren, Himbeeren, Orangen, Zitronen, keine Pilze, kein Essig, Pfeffer, Senf,........

Die Liste ist lang. Wenn Du dann Lebensmittel findest, die übrigbleiben und Du es schaffst, mindestens 2 Wochen histaminarm zu leben, schaust einmal, wie es Dir geht, dann kannst Du das Gegenteil ausprobieren, und schauen, wie es Dir dann geht.

Meine Frau hat jetzt nach all den Histamin frei Tortouren auf Basenfasten umgestellt, das tut ihr momentan besser und ist ernährungstechnisch ausgewogener.

Wie gesagt, man kann es nur ausprobieren oder austesten lassen, welche Lebensmittel man nicht verträgt.

Alles Gute,

Johannes

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07 Mär 2015 10:21 #4 von matti
Hallo,

mich würde ja einmal interessieren, wie deine Heilpraktikerin zu dieser Diagnose gekommen ist.

In der Schulmedizin kommt vor der Diagnose zunächst die Verdachtsdiagnose. Dieser Verdachtsdiagnose wiederum folgt eine umfassende Differentialdiagnostik. So vorgegangen, oder aus dem Verdacht gleich eine Diagnose gestellt?

Für die Diagnose ist eine Anamnese (Erhebung der Vorgeschichte) wichtig. Da aber viele Beschwerden wie z. B. Kopfschmerzen, Migräne, Asthma bronchiale, Hypotonie, Herzrhythmusstörungen und Dysmenorrhö auch andere Ursachen als eine Histamin-Intoleranz haben können, überrascht es nicht, dass die Hälfte der Verdachtsdiagnosen sich nicht bestätigen.

Die Diagnose wird üblicherweise durch eine Provokation gestellt. Da aber Histamin potentiell lebensbedrohliche Zustände auslösen kann, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise: Vor und nach einer 14-tägigen Diät wird Blut zur Bestimmung des Histamin- und Diaminoxidasespiegels abgenommen und verglichen. Statt Histamin zuzuführen, wird durch die Diät Histamin weggenommen. Diese Vorgangsweise gefährdet den Patienten nicht, ganz im Gegenteil: Bei Vorliegen einer Histamin-Intoleranz sind die Beschwerden gebessert oder ganz verschwunden. Gleichzeitig halbiert sich der Histaminspiegel und die DAO steigt an (beides signifikant). Liegt keine Histamin-Intoleranz vor, ändern sich die Blutwerte nicht und auch nicht die Beschwerden. Gleichzeitig müssen eine Nahrungsmittelallergie, Kreuzreaktionen mit Pollen, eine Fruktosemalabsorption, eine Laktoseintoleranz und eine Zöliakie ausgeschlossen werden.


Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Histamin-Intoleranz

Matti

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07 Mär 2015 10:34 - 07 Mär 2015 10:36 #5 von Pamwhy
Hallo Johannes,

den Beweis habe ich schon hinter mir ;) Du erinnerst dich an meine Diät? Keine Kohlenhydrate, kein Zucker (z. B. keine Schokolade = DAO Blocker), kein Fett (dadurch keinen alten Käse ;)), kein Alkohol (ganz böse bei Histaminintoleranz, da er zum Teil nicht nur Histamin enthält, sondern körpereigenes Histamin frei setzt, Bier geht auch nicht wegen Gärung) und bestimmte Gemüses, Obst musste ich auch weglassen, die großteils genau in das Schema passen.

Dass die allgemeinen Tests schwierig auszuwerten, sind weiß ich auch, da es auch viel auf den Stress (da wird Histamin ausgeschüttet und Stress ist mein zweiter Vorname ;)) und den Verbrauch des Enzyms Diaminoxidase abhängt.

Es ging mir 5 Monate gut, kein einziges Mal krank, meine Nase frei... In dieser Zeit habe ich ganz viel frisch zubereitet, viel TK Gemüse (was bei HIT empfohlen wird), da ich ja auch nicht so viel Zeit hatte....., ich dachte es lag alleine an den Kohlenhydraten....

In meinen Heil-Fastenzeiten Wochen war es übrigens auch immer so, da hat sich dann auch im Gegensatz zu allen anderen meine Haut erholt. Alle anderen hatten Pickel im Gesicht, nur ich nicht. Meine vorherige Heilpraktikerin konnte sich das so gar nicht erklären, nun weiß ich wieso... :P

Jetzt sind es wie gesagt Schuppen oder doch eher Sonnensegel die das Weite suchen ;)

Unserer Tochter geht es seit Dienstag übrigens endlich mal wieder super, sie ist ein ganz anderes Kind...., aber sie hatte ja auch vorher schon mit einer Therapie zur Regeneration der Darmschleimhaut begonnen....

Aber du bist wie immer wieder mal super informiert :) Geht es langsam aufwärts oder musst du noch arg leiden??? :unsure:

Bis dann und ganz, ganz.....

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07 Mär 2015 12:42 #6 von Johannes1956
Liebe Pam,

Wenn Du nun weißt, was Du nicht verträgst, ist ja damit umzugehen. Stress weglassen, ist wahrscheinlich das Schwierigste für Dich.

Mir geht es nach wie vor, naja, sagen wir bescheiden. Gestern nochmals 39,5 trotz Parkemed, heute in der Früh 37,5, Gliederschmerzen und Husten, ist halt echt Grippe, die jetzt grassiert in Wien. Wenn sich keine Besonderheiten wie Lungenenzündung dazugesellen, sollte das aber in ein paar Tagen besser sein, die Hoffnung stirbt zuletzt. Darum bleibe ich auch im Bett und versuche, mich so gut wie möglich auszukurieren. Viel Schlafen, Trinken, Schwitzen.

Bin noch vorsichtig zuversichtlich und hoffe, dass meine Frau gesund bleibt. Sie ist gegen Grippe geimpft, aber der Impfstoff zeigt heuer schlechte Wirkung.

Ich hab neben mir das Buch "Zwei Herren am Strand" liegen, bin aber zu müde, zu lesen, nur hier schau ich ab und zu vorbei und recherchiere gerade Unterkünfte in Bamberg, weil wir einen Freund unseres jüngeren Sohnes, der dort Theater spielt, besuchen wollen. Da stolpert man dann über die finstere Vergangenheit von Bamberg und ist froh, nicht 400 Jahre früher zu leben.

Schönes Wochenende euch allen,

Johannes

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07 Mär 2015 12:50 - 07 Mär 2015 12:51 #7 von Ano
Lieber Johannes!

Ich hatte schon vorher zwischen den Zeilen gelesen, dass es Dir nicht gut geht und Du krank bist.
Habe aber explizid keinen diesbezüglichen Post von Dir gefunden und daher nicht reagiert.

... und nun lese ich das hier.

Ich wünsche Dir ganz, ganz doll gute Besserung - hast ja noch 3 Tage Zeit zum Gesundwerden.
Es wäre wirklich jammerschade, wenn Du oder Deine Frau krankheitsbedingt ausfallen würdet.
Ich möchte Dich/Euch zu gerne kennenlernen.

Dicker Gesundheitsdrücker an Dich !!!

Ano
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08 Mär 2015 11:47 #8 von matti
Huhu,

ich bin ja in Pams Antwort nicht bedacht worden, deshalb versuche ich es Mal mit Humor.



Matti
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26 Mär 2015 20:11 #9 von Achim67
Diese Histaminintolleranz wirkt wohl auch bei jedem anders, ich (und mein Hausarzt) sind auf die Verdachtsdiagnose gekommen, weil sämtliche "diclo..." Medikamente bei mir extrem durchschlagende Wirkung haben, es reicht wenn ich eine Diclophenac Schmerzsalbe auftrage oder eine Neo-Angin Halstablette lutsche um mich 10 mal am Tag aufs Klo zu zwingen. Wein und Käse geht komischerweise, aber Linseneintopf mit Essig und Zucker ist ein Killer, Colamix das reinste Abführmittel. Diese Extremfeinde lasse ich weg, ansonsten esse ich viel zu gern um mir den Appetit verderben zu lassen und schlucke täglich eine kleine Heuschnupfentablette (Antihistaminikum) und komme damit sehr gut zurecht.... das herauszufinden hat bei mir auch Jahre gedauert, Lactose, Fructose, Sorbit.. alles getestet (Privatpatienten sind dankbare Opfer für jegliche Untersuchung), Magen und Darm gespiegelt und mit Verlegenheitsdiagnose "Reizdarm" vom Professor nach Hause geschickt.... 90% der Ärzte die ich kenne haben keine Ahnung.

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