Frage Erstkonsultation zur Untersuchung der Darmflora
- martinK
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7 Monate 5 Tage her #51277 von martinK
Erstkonsultation zur Untersuchung der Darmflora wurde erstellt von martinK
Hallo zusammen
Ich war gestern im Zentrum für Darmgesundheit "Nutricum" in Luzern zur Erstkonsultation betreffend der Untersuchung meiner Darmflora und der Besprechung möglicher darm-bezogener Therapien meiner Autoimmunkrankheit und bin völlig begeistert von der Art und Kompetenz der Ärztin, die mich empfing. Sie nahm sich sehr viel Zeit, um meine komplizierte Krankheitsgeschichte zu verstehen, war geduldig, stellte gute Fragen und machte am Ende einen in meinen Augen vernünftigen Therapievorschlag.
Sie war von allen Ärzten, die getroffen habe, die Erste, welche sich ernsthafte Gedanken zu einer der möglichen Ursachen meiner Autoimmunkrankheit und dem MGUS, welches bei mir vorliegt, machte. Während meiner Doktorarbeit ging ich teilweise fahrlässig mit giftigen Stoffen um (vor allem Galliumarsenid). Im Nachhinein bin ich sehr sicher, dass von diesem Material über die Haut für die Gesundheit potenziell gefährdende Mengen in meinen Körper gelangt sind. Ich war mir damals meines Fehlverhaltens nicht bewusst, erst als ich später in der Industrie wieder mit giftigen Stoffen arbeitete, wurde mir bewusst, dass ich mich hätte besser schützen müssen. Alle Ärzte, welche ich viele Jahre auf dieses Thema ansprach, meinten, dass im es nach so langer Zeit schwierig sein würde, dieser Frage der Vergiftung nachzugehen. Die Darmspezialistin hingegen wies mich aber darauf hin, dass der Körper giftige Stoffe im Fettgewebe auslagert, wo diese dann bleiben würden, so dass man noch heute eine Vergiftung abklären könnte. Es gibt offensichtlich eine Möglichkeit die Stoffe aus dem Körperfett wieder zu lösen und zu analysieren, ohne dass es Schädigungen des Organismus kommt. Wir haben diese Untersuchung zwar zurückgestellt, weil dafür zuerst sichergestellt werden muss, dass der Darm richtig funktioniert, aber irgendwann möchte ich die Fragestellung, ob in meinem Körper eine grössere Menge an giftigen Stoffen einlagert ist, klären. Auf alle Fälle war ich beeindruckt, wie souverän und schnell die Ärztin einen Lösungsansatz für diese Fragestellung zur Hand hatte.
Auch sonst machte vieles, was Sie erzählte und vorschlug, für mich viel Sinn. Zum Beispiel, dass eine Beschädigung der Dickdarmschleimhaut aufgrund einer falschen Darmflora dazu führt, dass die Zellstruktur der Darmwand weniger gut abdichtet. Dadurch kann es zu chronischen Entzündungen auch der Nerven und zu Autoimmunkrankheiten kommen, weil das körpereigene Immunsystem dauernd im Einsatz.
Was mir zudem besonders gefallen hat, dass ich die Passion der Ärztin für ihre Arbeit spürte und sie ein Interesse an meinem Fall hatte, welches über die berufliche Pflicht hinausging.
Wir werden nun als erstes über eine Stuhlprobe die Bakterienpopulation des Dickdarms untersuchen und über Atemtests untersuchen, ob es im Dünndarm nicht zu viele Bakterien gibt. Wegen der kürzlich durchgeführten Antibiotikatherapie (Harnwegentzündung
) muss ich allerdings drei Monate warten, bis sich der Darm beruhigt hat... Wenn der Darm in Ordnung ist, werden wir weitersehen.
Ich werde einen Grossteil der Untersuchungen und Behandlungen vermutlich selber zahlen müssen, weil die mikrobielle Untersuchung der Darmflora für die Krankenkassen noch nicht zahlungspflichtig ist, aber bereits die erste Konsultation hat mir gezeigt, dass die Untersuchung mir das Geld wert sein wird. Auf alle Fälle werde ich aber bei meiner Krankenkasse vorstellig werden. Sollte sich herausstellen, dass meine Neuropathie und Autoimmunkrankheit zum Beispiel wegen einer beschädigten Darmschleimhaut vom Darm ausgehen, so könnte ich mit Hilfe einer entsprechenden Therapie möglicherweise zumindest teilweise auf die Immunoglobulintherapie verzichten. Dies würde der Krankenkasse viel Geld einsparen.
Herzliche Grüsse
Martin
Ich war gestern im Zentrum für Darmgesundheit "Nutricum" in Luzern zur Erstkonsultation betreffend der Untersuchung meiner Darmflora und der Besprechung möglicher darm-bezogener Therapien meiner Autoimmunkrankheit und bin völlig begeistert von der Art und Kompetenz der Ärztin, die mich empfing. Sie nahm sich sehr viel Zeit, um meine komplizierte Krankheitsgeschichte zu verstehen, war geduldig, stellte gute Fragen und machte am Ende einen in meinen Augen vernünftigen Therapievorschlag.
Sie war von allen Ärzten, die getroffen habe, die Erste, welche sich ernsthafte Gedanken zu einer der möglichen Ursachen meiner Autoimmunkrankheit und dem MGUS, welches bei mir vorliegt, machte. Während meiner Doktorarbeit ging ich teilweise fahrlässig mit giftigen Stoffen um (vor allem Galliumarsenid). Im Nachhinein bin ich sehr sicher, dass von diesem Material über die Haut für die Gesundheit potenziell gefährdende Mengen in meinen Körper gelangt sind. Ich war mir damals meines Fehlverhaltens nicht bewusst, erst als ich später in der Industrie wieder mit giftigen Stoffen arbeitete, wurde mir bewusst, dass ich mich hätte besser schützen müssen. Alle Ärzte, welche ich viele Jahre auf dieses Thema ansprach, meinten, dass im es nach so langer Zeit schwierig sein würde, dieser Frage der Vergiftung nachzugehen. Die Darmspezialistin hingegen wies mich aber darauf hin, dass der Körper giftige Stoffe im Fettgewebe auslagert, wo diese dann bleiben würden, so dass man noch heute eine Vergiftung abklären könnte. Es gibt offensichtlich eine Möglichkeit die Stoffe aus dem Körperfett wieder zu lösen und zu analysieren, ohne dass es Schädigungen des Organismus kommt. Wir haben diese Untersuchung zwar zurückgestellt, weil dafür zuerst sichergestellt werden muss, dass der Darm richtig funktioniert, aber irgendwann möchte ich die Fragestellung, ob in meinem Körper eine grössere Menge an giftigen Stoffen einlagert ist, klären. Auf alle Fälle war ich beeindruckt, wie souverän und schnell die Ärztin einen Lösungsansatz für diese Fragestellung zur Hand hatte.
Auch sonst machte vieles, was Sie erzählte und vorschlug, für mich viel Sinn. Zum Beispiel, dass eine Beschädigung der Dickdarmschleimhaut aufgrund einer falschen Darmflora dazu führt, dass die Zellstruktur der Darmwand weniger gut abdichtet. Dadurch kann es zu chronischen Entzündungen auch der Nerven und zu Autoimmunkrankheiten kommen, weil das körpereigene Immunsystem dauernd im Einsatz.
Was mir zudem besonders gefallen hat, dass ich die Passion der Ärztin für ihre Arbeit spürte und sie ein Interesse an meinem Fall hatte, welches über die berufliche Pflicht hinausging.
Wir werden nun als erstes über eine Stuhlprobe die Bakterienpopulation des Dickdarms untersuchen und über Atemtests untersuchen, ob es im Dünndarm nicht zu viele Bakterien gibt. Wegen der kürzlich durchgeführten Antibiotikatherapie (Harnwegentzündung
Ich werde einen Grossteil der Untersuchungen und Behandlungen vermutlich selber zahlen müssen, weil die mikrobielle Untersuchung der Darmflora für die Krankenkassen noch nicht zahlungspflichtig ist, aber bereits die erste Konsultation hat mir gezeigt, dass die Untersuchung mir das Geld wert sein wird. Auf alle Fälle werde ich aber bei meiner Krankenkasse vorstellig werden. Sollte sich herausstellen, dass meine Neuropathie und Autoimmunkrankheit zum Beispiel wegen einer beschädigten Darmschleimhaut vom Darm ausgehen, so könnte ich mit Hilfe einer entsprechenden Therapie möglicherweise zumindest teilweise auf die Immunoglobulintherapie verzichten. Dies würde der Krankenkasse viel Geld einsparen.
Herzliche Grüsse
Martin
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- martinK
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3 Monate 1 Tag her #52247 von martinK
martinK antwortete auf Erstkonsultation zur Untersuchung der Darmflora
Hallo zusammen
Ich möchte an meinen ersten Beitrag anschliessen und Euch über den Verlauf der letzten Untersuchungen informieren. Ich finde das Thema sehr spannend!
Im August führte ich einen Laktulose Atemtest und eine Mikrobiom Untersuchung des Darms durch. Dies Resultate liegen nun vor und ich besprach sie mit meiner Ärztin, welche mich am Zentrum für Darmgesundheit "Nutricum" in Luzern betreut.
Der Werte des Laktulosetests deuten nicht auf eine bakrerielle Fehlbesiedlung im Dünndarm hin, allerdings können viele Bakrtierien nicht nachgewiesen werden, insofern muss das Resultat mit Vorsicht bewertet werden. Die Mikrobiologie meines Dickdarms ist bis auf eine Ausnahme im Rahmen, insbesondere gibt es keine Anzeichen für eine undichte Darmwand. Allerdings sind die Histaminwerte viel zu hoch und auch die Konzentration von Schwefelbakteiren ist grenzwertig hoch. Gemäss der Ärztin kann der hohe Histaminpegel zu meiner überaktiven Blase und den neurologischen Problemen beitragen.
Entsprechend ist die Therapie auf das Histamin und die Schwefelbakterien ausgerichtet, dies soll mit der Einnahme von Präparaten (Zeolith, Oregano Öl, Akazienfasern und einem Vitamin-B-Präparat) erfolgen. Die Vitaminwerte sind bei mir eigentlich o.k., aber höhere Werte sollen wohl zusätzlich helfen. Zudem werde ich meine Ernährung etwas anpassen und vor allem weniger Käse, Tomaten und Kaffee zu mir nehmen. Vor allem Käse und Kaffee wird nicht ganz einfach, aber ich muss ja nicht ganz darauf verzichten.
Die Konsultation war wieder super interessant und aufschlussreich. Ich kann allen, welche Probleme mit dem Darm haben, so etwas empfehlen.
Herzliche Grüsse
Martin
Ich möchte an meinen ersten Beitrag anschliessen und Euch über den Verlauf der letzten Untersuchungen informieren. Ich finde das Thema sehr spannend!
Im August führte ich einen Laktulose Atemtest und eine Mikrobiom Untersuchung des Darms durch. Dies Resultate liegen nun vor und ich besprach sie mit meiner Ärztin, welche mich am Zentrum für Darmgesundheit "Nutricum" in Luzern betreut.
Der Werte des Laktulosetests deuten nicht auf eine bakrerielle Fehlbesiedlung im Dünndarm hin, allerdings können viele Bakrtierien nicht nachgewiesen werden, insofern muss das Resultat mit Vorsicht bewertet werden. Die Mikrobiologie meines Dickdarms ist bis auf eine Ausnahme im Rahmen, insbesondere gibt es keine Anzeichen für eine undichte Darmwand. Allerdings sind die Histaminwerte viel zu hoch und auch die Konzentration von Schwefelbakteiren ist grenzwertig hoch. Gemäss der Ärztin kann der hohe Histaminpegel zu meiner überaktiven Blase und den neurologischen Problemen beitragen.
Entsprechend ist die Therapie auf das Histamin und die Schwefelbakterien ausgerichtet, dies soll mit der Einnahme von Präparaten (Zeolith, Oregano Öl, Akazienfasern und einem Vitamin-B-Präparat) erfolgen. Die Vitaminwerte sind bei mir eigentlich o.k., aber höhere Werte sollen wohl zusätzlich helfen. Zudem werde ich meine Ernährung etwas anpassen und vor allem weniger Käse, Tomaten und Kaffee zu mir nehmen. Vor allem Käse und Kaffee wird nicht ganz einfach, aber ich muss ja nicht ganz darauf verzichten.
Die Konsultation war wieder super interessant und aufschlussreich. Ich kann allen, welche Probleme mit dem Darm haben, so etwas empfehlen.
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Martin
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- martinK
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2 Wochen 4 Tage her #52724 von martinK
martinK antwortete auf Erstkonsultation zur Untersuchung der Darmflora
Hallo zusammen
Während ich mit der Blase in der Sackgasse stecke, ging es mit der Stuhlkontrolle in den letzten Monaten stetig aufwärts. Zum einen habe ich wieder mehr Kontrolle über den Anussphinkter, dafür habe ich keine Erklärung, ausser vielleicht die Immunglobulintherapie, und dass ich auch während der schlechten Phase, jedem Abend versuchte, den Beckenboden zu aktivieren.
Zum anderen hat sich meine Darmtätigkeit auch merklich beruhigt und der Stuhl hat nun seit längerem eine gute Konsistenz. Ich habe meine Ernährung nur leicht angepasst, etwas weniger Kaffee und Käse und diszipliniert die Ergänzungsnährstoffe. Derzeit habe ich das Gefühl, dass es zu keinem Stuhlschmieren oder gar grösserem Stuhlverlust kommen könnte. Ebenfalls fühle ich mich derzeit recht fit, obwohl gerade einen Harnweginfekt hinter mit habe.
Ich wollte dies mit Euch teilen, weil ich den Eindruck habe, dass die Darmflora auf die Entleerungsstörungen auch im Fall einer neurogenen Störung einen signifikanten Einfluss hat.
Herzliche Grüsse
Martin
Während ich mit der Blase in der Sackgasse stecke, ging es mit der Stuhlkontrolle in den letzten Monaten stetig aufwärts. Zum einen habe ich wieder mehr Kontrolle über den Anussphinkter, dafür habe ich keine Erklärung, ausser vielleicht die Immunglobulintherapie, und dass ich auch während der schlechten Phase, jedem Abend versuchte, den Beckenboden zu aktivieren.
Zum anderen hat sich meine Darmtätigkeit auch merklich beruhigt und der Stuhl hat nun seit längerem eine gute Konsistenz. Ich habe meine Ernährung nur leicht angepasst, etwas weniger Kaffee und Käse und diszipliniert die Ergänzungsnährstoffe. Derzeit habe ich das Gefühl, dass es zu keinem Stuhlschmieren oder gar grösserem Stuhlverlust kommen könnte. Ebenfalls fühle ich mich derzeit recht fit, obwohl gerade einen Harnweginfekt hinter mit habe.
Ich wollte dies mit Euch teilen, weil ich den Eindruck habe, dass die Darmflora auf die Entleerungsstörungen auch im Fall einer neurogenen Störung einen signifikanten Einfluss hat.
Herzliche Grüsse
Martin
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- Vallie
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2 Wochen 4 Tage her #52726 von Vallie
Vallie antwortete auf Erstkonsultation zur Untersuchung der Darmflora
Hallo Martin,
danke fürs Teilen.
Auch wenn Du Dir des hohen Risikos bezüglich des Infekts bewusst warst, wie unschön, dass es direkt dazu kam.
Aber hier geht es um Deine positiven Erfahrungen zur Darmflora.
Darf ich fragen, welche Nahrungsergänzungsmittel Du dafür nimmst?
Comté, Gruyère und andere Leckereien sind bei mir leider auch nur noch eine wehmütige Geschmackserinnerung, seufz.
Grüße von Valerie
danke fürs Teilen.
Auch wenn Du Dir des hohen Risikos bezüglich des Infekts bewusst warst, wie unschön, dass es direkt dazu kam.
Aber hier geht es um Deine positiven Erfahrungen zur Darmflora.
Darf ich fragen, welche Nahrungsergänzungsmittel Du dafür nimmst?
Comté, Gruyère und andere Leckereien sind bei mir leider auch nur noch eine wehmütige Geschmackserinnerung, seufz.
Grüße von Valerie
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2 Wochen 3 Tage her #52743 von martinK
martinK antwortete auf Erstkonsultation zur Untersuchung der Darmflora
Hallo Valerie
Für die Darmflora spezifisch nehme ich Omni-Biotic metabolic, Akazienfasern und Zeolith (jeweils 1 mal täglich). Beim Zeolith muss ich darauf achten, dass ich es in 1-2 Stunden Abstand zu anderem Präparaten einnehme. Zudem habe ich einen Monat lang Kaseln mit Oreganoöl eingenommen.
Daneben habe ich meine Vitamin D Dosis erhöht und nehme nun auch Vitamin C und einen Vitamin B Komplex mit Folsäure sowie Zink als Präparat ein. Vermutlich hilft dies nicht der Darmflora aber die Ärztin meinte, dass ich bei meiner Autoimmunkrankheit mehr Vitamine, Folsäure und Zink benötige. Die Blutwerte sind an sich nicht auffällig.
Ich verzichte nicht vollständig auf Kaffee und Käse, habe aber beides reduziert. Früher trank ich mehrere Tassen Kaffee pro Tag und ass fast jeden Tag Käse (bei beidem achtete ich nicht auf die Einnahme). Kaffee habe ich nun auf 2-3 Tassen pro Tag reduziert und Käse esse ich (ähnlich wie Fleisch) viel gezielter.
Der Harnweginfekt ist übrigens nach 7 Tagen Antibiotika komplett abgeklungen. Meine Hoffnung ist, dass ich - wie Du in einem anderen Beitrag geschrieben hattest - über Verbesserung meiner Darmflora und des Vitaminhaushalts mein Immunsystem stärken kann und es dann mit ISK vielleicht doch mal klappen wird. Ich bin aber sehr glücklich, dass ich derzeit ein so gutes Gefühl beim Stuhl habe.
Herzliche Grüsse
Martin
Für die Darmflora spezifisch nehme ich Omni-Biotic metabolic, Akazienfasern und Zeolith (jeweils 1 mal täglich). Beim Zeolith muss ich darauf achten, dass ich es in 1-2 Stunden Abstand zu anderem Präparaten einnehme. Zudem habe ich einen Monat lang Kaseln mit Oreganoöl eingenommen.
Daneben habe ich meine Vitamin D Dosis erhöht und nehme nun auch Vitamin C und einen Vitamin B Komplex mit Folsäure sowie Zink als Präparat ein. Vermutlich hilft dies nicht der Darmflora aber die Ärztin meinte, dass ich bei meiner Autoimmunkrankheit mehr Vitamine, Folsäure und Zink benötige. Die Blutwerte sind an sich nicht auffällig.
Ich verzichte nicht vollständig auf Kaffee und Käse, habe aber beides reduziert. Früher trank ich mehrere Tassen Kaffee pro Tag und ass fast jeden Tag Käse (bei beidem achtete ich nicht auf die Einnahme). Kaffee habe ich nun auf 2-3 Tassen pro Tag reduziert und Käse esse ich (ähnlich wie Fleisch) viel gezielter.
Der Harnweginfekt ist übrigens nach 7 Tagen Antibiotika komplett abgeklungen. Meine Hoffnung ist, dass ich - wie Du in einem anderen Beitrag geschrieben hattest - über Verbesserung meiner Darmflora und des Vitaminhaushalts mein Immunsystem stärken kann und es dann mit ISK vielleicht doch mal klappen wird. Ich bin aber sehr glücklich, dass ich derzeit ein so gutes Gefühl beim Stuhl habe.
Herzliche Grüsse
Martin
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2 Wochen 3 Tage her #52751 von Vallie
Vallie antwortete auf Erstkonsultation zur Untersuchung der Darmflora
Hallo Martin,
positive Veränderung gibt immer Hoffnung, oder?
Der Darm und seine Auswirkungen auf den ganzen Organismus, inkl. Immunsystem, dient zwar immer mal wieder als Überschrift für Illustrierte, eine wirklich fundierte Studienlage liegt meines Wissens nach nicht vor.
Dies ist sicherlich auch gesellschaftsmoralisch bedingt.
Die Aussagen in der chinesischen Medizin, die ihm eine relevante Rolle eingesteht, sind mir mit meinem westlichen Denken ehrlicherweise zu unzugänglich.
Letztlich zählt weitgehend trial and error, wenn Du mit der Einnahme von Präparaten weiter kommst, ist das super.
Ich erlaube mir mal drei Aspekte der vielen, die ich berücksichtige, zu erwähnen.
Polyphenole, Antioxidantien
Gemüse wird immer und überall als gesund gepriesen, meist unter den Aspekten Vitamine und Ballaststoffe. Ich habe den Eindruck, dass die sekundären Pflanzenstoffe einen immensen Einfluss auf das Immunsystem haben und nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.
Wenn ich täglich meine mind. 700-800g frisches Gemüse esse und dann auf Reisen nicht mehr dazu komme, merke ich das nach einigen Tagen durchaus. Mit tiefgekühltem Gemüse und Gemüse aus der Dose merke ich nicht die positiven Auswirkungen.
Datenlage auch hier dünn, wie so häufig in der Ökotrophologie weitgehend evidenzbasiert, soweit ich weiss.
Bitterstoffe
In der japanischen Küche fester Bestandteil, sind sie bei uns weitgehend rausgezüchtet.
Ich schmeisse mir regelmäßig Chicorée, Endivien und anderes bittere Salate in die Pfanne, super lecker und (gefühlt?) auch hilfreich. Es gibt immer wieder längere Phasen, in denen ich meinen Tag mit Mundraub in den nachbarlichen Vorgärten beginne. Abgesehen von der Wirkung der geknabberten Blätter (Löwenzahn, Spitzwegerich, Borretsch, Wiesenpimpernelle, was gerade so da ist) auf das Verdauungssystem, schreit mein Körper geradezu „Mehr davon!“.
Resistente Stärke
Es gibt etliche populärwissenschaftliche Berichte, meines Wissens nach gibt es auch hier keine fundierten Studien dazu.
Ich koche mir alle paar Tage einen Topf Dinkel, als ganzes Korn, den gibt es dann über die nächsten Tage als Beilage zur Gemüsepfanne. Ich liebe es, es ist auch super praktisch immer eine Box Dinkel im Kühlschrank zu haben.
Die Auswirkung auf die Stuhlkonsistenz ist auf jeden Fall frappierend, ohne diese Basis würde mein Darmmanagement gar nicht funktionieren. Wenn man es nicht gewohnt ist, ist es sinnvoll, mit kleinen Portionen zu beginnen.
So, genug. Mir liegt nichts ferner, als ernährungstechnisches Missionieren.
Ich esse wahnsinnig gerne und ausschließlich Dinge, die mir richtig gut schmecken.
Allerdings lasse ich einiges weg, was mir prinzipiell auch gut schmeckt.
Und die Dinge, die mir wichtig erscheinen, sind kontinuierlich auf dem Speiseplan.
Ich wünsche Dir allemal, dass Dein Weg, das Immunsystem zu stärken, Dir weiterhin Freude bringt.
Grüße von Valerie
positive Veränderung gibt immer Hoffnung, oder?
Der Darm und seine Auswirkungen auf den ganzen Organismus, inkl. Immunsystem, dient zwar immer mal wieder als Überschrift für Illustrierte, eine wirklich fundierte Studienlage liegt meines Wissens nach nicht vor.
Dies ist sicherlich auch gesellschaftsmoralisch bedingt.
Die Aussagen in der chinesischen Medizin, die ihm eine relevante Rolle eingesteht, sind mir mit meinem westlichen Denken ehrlicherweise zu unzugänglich.
Letztlich zählt weitgehend trial and error, wenn Du mit der Einnahme von Präparaten weiter kommst, ist das super.
Ich erlaube mir mal drei Aspekte der vielen, die ich berücksichtige, zu erwähnen.
Polyphenole, Antioxidantien
Gemüse wird immer und überall als gesund gepriesen, meist unter den Aspekten Vitamine und Ballaststoffe. Ich habe den Eindruck, dass die sekundären Pflanzenstoffe einen immensen Einfluss auf das Immunsystem haben und nicht genug Aufmerksamkeit erhalten.
Wenn ich täglich meine mind. 700-800g frisches Gemüse esse und dann auf Reisen nicht mehr dazu komme, merke ich das nach einigen Tagen durchaus. Mit tiefgekühltem Gemüse und Gemüse aus der Dose merke ich nicht die positiven Auswirkungen.
Datenlage auch hier dünn, wie so häufig in der Ökotrophologie weitgehend evidenzbasiert, soweit ich weiss.
Bitterstoffe
In der japanischen Küche fester Bestandteil, sind sie bei uns weitgehend rausgezüchtet.
Ich schmeisse mir regelmäßig Chicorée, Endivien und anderes bittere Salate in die Pfanne, super lecker und (gefühlt?) auch hilfreich. Es gibt immer wieder längere Phasen, in denen ich meinen Tag mit Mundraub in den nachbarlichen Vorgärten beginne. Abgesehen von der Wirkung der geknabberten Blätter (Löwenzahn, Spitzwegerich, Borretsch, Wiesenpimpernelle, was gerade so da ist) auf das Verdauungssystem, schreit mein Körper geradezu „Mehr davon!“.
Resistente Stärke
Es gibt etliche populärwissenschaftliche Berichte, meines Wissens nach gibt es auch hier keine fundierten Studien dazu.
Ich koche mir alle paar Tage einen Topf Dinkel, als ganzes Korn, den gibt es dann über die nächsten Tage als Beilage zur Gemüsepfanne. Ich liebe es, es ist auch super praktisch immer eine Box Dinkel im Kühlschrank zu haben.
Die Auswirkung auf die Stuhlkonsistenz ist auf jeden Fall frappierend, ohne diese Basis würde mein Darmmanagement gar nicht funktionieren. Wenn man es nicht gewohnt ist, ist es sinnvoll, mit kleinen Portionen zu beginnen.
So, genug. Mir liegt nichts ferner, als ernährungstechnisches Missionieren.
Ich esse wahnsinnig gerne und ausschließlich Dinge, die mir richtig gut schmecken.
Allerdings lasse ich einiges weg, was mir prinzipiell auch gut schmeckt.
Und die Dinge, die mir wichtig erscheinen, sind kontinuierlich auf dem Speiseplan.
Ich wünsche Dir allemal, dass Dein Weg, das Immunsystem zu stärken, Dir weiterhin Freude bringt.
Grüße von Valerie
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1 Woche 6 Tage her #52820 von martinK
martinK antwortete auf Erstkonsultation zur Untersuchung der Darmflora
Hallo Valerie
Ich habe jetzt nicht gesucht, aber gemäss meiner Ärztin ist zum Beispiel der Zusammenhang zwischen eine undichten Darmwand ("leaky gut") und Neuropathien oder Schwächung des Immunsystems erwiesen. Aber wie Du schreibst. ist vieles nicht erforscht. Ich denke einfach, dass ich an einem anderen Hebel als direkt an der Blase oder dem Darm ansetzen muss, um eine Verbesserung meiner Entleerungsstörungen zu erzielen.
Ich ernähre mich eigentlich nach Gefühl und Lust und mag eigentlich alles gerne. Ich werde jetzt auch nicht alles auf den Kopf stellen, aber wenn ich merke, dass mit eine Ernährung guttut, werde ich mich daran orientieren. Dennoch gehört Lust für mich auch zum Leben, da nehme ich auch in Kauf, dass ich mich nicht immer rational verhalte.
Vorgestern war bei mir seit längeren wieder der Darm so richtig durcheinander, keine Ahnung weshalb. Ich war verstopft und konnte fast nicht Stuhl lassen. Das wirkte sich auch auf die Blase aus, da ich auch da Mühe mit dem Entleeren hatte. Mittlerweile ist aber wieder alles gut. Ich muss wohl auch akzeptieren, dass mein vegetatives Nervensystem ab und zu spinnt.
Herzliche Grüsse
Martin
Ich habe jetzt nicht gesucht, aber gemäss meiner Ärztin ist zum Beispiel der Zusammenhang zwischen eine undichten Darmwand ("leaky gut") und Neuropathien oder Schwächung des Immunsystems erwiesen. Aber wie Du schreibst. ist vieles nicht erforscht. Ich denke einfach, dass ich an einem anderen Hebel als direkt an der Blase oder dem Darm ansetzen muss, um eine Verbesserung meiner Entleerungsstörungen zu erzielen.
Ich ernähre mich eigentlich nach Gefühl und Lust und mag eigentlich alles gerne. Ich werde jetzt auch nicht alles auf den Kopf stellen, aber wenn ich merke, dass mit eine Ernährung guttut, werde ich mich daran orientieren. Dennoch gehört Lust für mich auch zum Leben, da nehme ich auch in Kauf, dass ich mich nicht immer rational verhalte.
Vorgestern war bei mir seit längeren wieder der Darm so richtig durcheinander, keine Ahnung weshalb. Ich war verstopft und konnte fast nicht Stuhl lassen. Das wirkte sich auch auf die Blase aus, da ich auch da Mühe mit dem Entleeren hatte. Mittlerweile ist aber wieder alles gut. Ich muss wohl auch akzeptieren, dass mein vegetatives Nervensystem ab und zu spinnt.
Herzliche Grüsse
Martin
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1 Woche 6 Tage her #52828 von Vallie
Vallie antwortete auf Erstkonsultation zur Untersuchung der Darmflora
Lieber Martin,
an sich achte ich immer sehr darauf, nichts durcheinander zu werfen.
Aber hier ist mir das passiert, das ist mir grade etwas unangenehm. Auch wenn bei uns beiden neurogen bedingte Darmprobleme vorliegen, gleichen sie sich kaum. Und die entzündungshemmende Geschichte, Stärkung des Immunsystems war ich ursprünglich eh wegen etwas ganz anderem angegangen.
Mit der atonalen Mastdarmlähmung ist bei mir Verstopfung, zu der ich schon immer neige, die größte Gefahr. Pressen geht nicht mehr, alles von unten, also Zäpfchen, Klistier, Einlauf,TAI, u.a. zeigt keinerlei Wirkung. Es kommt einfach nichts mehr an in dem Bereich, in dem ich durch digitales Ausräumen tätig werden kann. Mit der Einnahme von Macrogol, was noch am besten funktioniert, kommt es auch bei niedriger Dosierung ganz schnell zu Stuhlverlust, den ich dann nicht direkt mitbekomme. Das funktionierende Dazwischen ist ein verdammt schmaler Grat.
Ich habe auch deshalb nicht mehr wirklich die Wahl, was meine Ernährung betrifft.
Es ist und bleibt ein Kreuz.
Ganz liebe Grüße von Valerie
an sich achte ich immer sehr darauf, nichts durcheinander zu werfen.
Aber hier ist mir das passiert, das ist mir grade etwas unangenehm. Auch wenn bei uns beiden neurogen bedingte Darmprobleme vorliegen, gleichen sie sich kaum. Und die entzündungshemmende Geschichte, Stärkung des Immunsystems war ich ursprünglich eh wegen etwas ganz anderem angegangen.
Mit der atonalen Mastdarmlähmung ist bei mir Verstopfung, zu der ich schon immer neige, die größte Gefahr. Pressen geht nicht mehr, alles von unten, also Zäpfchen, Klistier, Einlauf,TAI, u.a. zeigt keinerlei Wirkung. Es kommt einfach nichts mehr an in dem Bereich, in dem ich durch digitales Ausräumen tätig werden kann. Mit der Einnahme von Macrogol, was noch am besten funktioniert, kommt es auch bei niedriger Dosierung ganz schnell zu Stuhlverlust, den ich dann nicht direkt mitbekomme. Das funktionierende Dazwischen ist ein verdammt schmaler Grat.
Ich habe auch deshalb nicht mehr wirklich die Wahl, was meine Ernährung betrifft.
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martinK antwortete auf Erstkonsultation zur Untersuchung der Darmflora
Hallo Valerie
Ich verstehe nicht ganz, was Dir sehr unangenehm sein sollte, ich fand Deinen Beitrag sehr informativ und aufschlussreich!
Es ist wohl etwas die Eigenheit von Entleerungsstörungen, dass es ganz viele unterschiedliche Fälle gibt. Bei mir ist die Blase eine Katastrophe, dafür komme ich mit dem Darm einigermassen gut zurecht. Irrigation z.B. ist nicht nötig und auch bei der Ernährung habe ich Spielraum. In den letzten Jahren hatte ich immer Phasen mit Stuhlverlust und vermehrtem Stuhlschmieren, doch dazwischen gab es auch gute Phasen. Mein Ziel ist, dass ich zumindest keine grossen Stuhlunfälle mehr habe. Da erhoffe ich mir von der Pflege der Darmflora einiges. Bei der Blase weiss ich nicht, ob die Ernährung wirklich etwas bringt. Meine Inkontinenz werde ich dadurch sicher nicht los, aber wenn ich dank besserer Darmflora die Probleme mit dem ISK lösen könnte, wäre das schon super für mich.
Bei Dir ist die Stuhlentleerungsstörung offensichtlich viel schwerwiegender, ich verstehe, dass Du da viel vorsichtiger bei der Ernährung sein musst als ich. Schön aber, dass Du trotzdem das Essen geniessen kannst, ich persönlich finde das wichtig.
Herzliche Grüsse
Martin
Ich verstehe nicht ganz, was Dir sehr unangenehm sein sollte, ich fand Deinen Beitrag sehr informativ und aufschlussreich!
Es ist wohl etwas die Eigenheit von Entleerungsstörungen, dass es ganz viele unterschiedliche Fälle gibt. Bei mir ist die Blase eine Katastrophe, dafür komme ich mit dem Darm einigermassen gut zurecht. Irrigation z.B. ist nicht nötig und auch bei der Ernährung habe ich Spielraum. In den letzten Jahren hatte ich immer Phasen mit Stuhlverlust und vermehrtem Stuhlschmieren, doch dazwischen gab es auch gute Phasen. Mein Ziel ist, dass ich zumindest keine grossen Stuhlunfälle mehr habe. Da erhoffe ich mir von der Pflege der Darmflora einiges. Bei der Blase weiss ich nicht, ob die Ernährung wirklich etwas bringt. Meine Inkontinenz werde ich dadurch sicher nicht los, aber wenn ich dank besserer Darmflora die Probleme mit dem ISK lösen könnte, wäre das schon super für mich.
Bei Dir ist die Stuhlentleerungsstörung offensichtlich viel schwerwiegender, ich verstehe, dass Du da viel vorsichtiger bei der Ernährung sein musst als ich. Schön aber, dass Du trotzdem das Essen geniessen kannst, ich persönlich finde das wichtig.
Herzliche Grüsse
Martin
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