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Inkontinent, und jetzt?

11 Okt 2016 16:22 #51 von Waldemar69
Hallo Kiwigg,

da gibt es keinen ultimativen Tipp! - Obwohl ich das selbst kenne. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten einen Katheder selbst einzuführen. Bei mir wurde das beginnend mit unterschiedlichen Kathederstärken über Wochen gemacht. Hatte eine Harnröhrenstriktur. (Einführung beim Urologen, nicht selbst machen. Das kam erst später) Das dürfte bei dir aber kaum der Fall sein. Verstehe einfach nicht, weshalb du dir keinen Rat direkt beim Urologen (in) diesbezüglich einholen willst. - Weshalb fügst du dir bloß selbst solche „Schmerzen“ zu? - Solche Torturen für eine Selbstbetroffene, einfach nicht nachvollziehbar. Schlimm, dass du deinen vermutlichen Harnverhalt unbedingt selbst in den Griff bekommen willst? - Tut mir leid. Ja, durchsuche mal das Forum. Sicher findest du da etwas. Für mich wäre das bei diesen Beschwerden keine Alternative.

Waldemar

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11 Okt 2016 17:53 #52 von Maulwurf
Hallo kiwigg,

Sich das selbst beizubringen ist aus meiner Sicht der falsche Ansatz. Du kannst die viel kaputt machen. Von Infektionen ganz zu schweigen. Hinzukommt, dass man in Zusammenarbeit mit dem Arzt eben genau die Dinge wie passende Größe festlegt.

Auch wenn du es wahrscheinlich nicht so gerne hörst: mit diesem Experiment machst du dir weitere Probleme.
ein Ausweg wäre nur der Gang zum Arzt.

Dass du zum Beispiel nicht am Schließmuskel vorbeikommst kann in ganz verschiedenen Dingen liegen, zum Beispiel dass du verkrampft bist, dass der Katheter nicht passend ist, oder eben auch eine Striktur (was ich ebenfalls nicht glaube).

Gruß Maulwurf

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11 Okt 2016 20:05 #53 von Kiwigg
Heyho,

ich war heute dann bei einem deutschen Urologen...
Es wurde geschallt und eine Uroflow Messung gemacht. Es hat sich dabei ein Restharn von 165ml ergeben. Harn konnte ich aber viel lassen, was die Messung auch bestätigt hat.
Der Doc meinte aufgrund von Uroflow und Sono dass ich eine Blasenlähmung & ein großes Blasenvolumen habe und das Mictonorm absetzen soll. Die Nieren sind Gott sei Dank ohne Stauung.
Jaa, jetzt habe ich es schwarz auf weiß und kann mir nicht mehr einreden dass ich mir den Restharn nur einbilde.
Morgen gehts zum Mikrobiologischen Labor um eine Entzündung auszuschließen, Freitag dann wieder zum Urologen.

Bis denn,
Kiwigg

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11 Okt 2016 20:30 #54 von Elkide
Hallo liebe Kiwigg,

schön, dass du den längst fälligen Weg zum Urologen gefunden hast. Gratuliere! Wünsche dir, dass dir dort ganz schnell geholfen wird und dein Aufenthalt in Griechenland so wird, wie du es dir wünschst!

Alles Liebe
Elke

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12 Okt 2016 07:33 #55 von Johannes1956
Liebe Kiwigg!

καλημέρα!

Ich selbst kathetere ja auch nach einer Blasenlähmung infolge einer Borreliose, wobei bei einer Lähmung, atone Blase, gar nichts mehr geht. Ich konnte nach erfolgreicher Behandlung mit Antibiotika und Elektrostimulation meine Blase wieder spüren und teilweise entleeren, was ja durchaus positiv und wichtig ist, und den Restharn kathetere ich zwei bis viermal am Tag aus.

Also, gelähmt bei Dir trifft ja nicht wirklich zu, eventuell sit es so wie bei mir, wo der Blasenhals nicht richtig öffnet.

Der Anfang war für mich auch nicht einfach, immer wieder war der Beckenboden so verspannt, dass ich nicht in die Blase hineinkam.

Wichtig ist, dass es Dir von fachkompetenter Seite einmal gezeigt wird, wie Du es machst. Entspannen ist wichtig, aber leichter gesagt, als getan. Ich hatte Empfehlungen für Atemübungen bekommen, wenn es nicht ging. Hinlegen und in drei Zyklen tief ein- und ausatmen. Dabei die Hände erst am Bauch, dann auf der Brust und schließlich über den Kopf gestreckt halten. Zeit lassen. Oder eine Runde gehen und dann nochmals probieren. Es ist eine Kopfsache, die Angst davor zu überwinden und es dauert eine Zeit.

Mit CH 12 (4mm) macht man anfangs nicht falsch, das ist die kleinste Größe. Auf größeren Durchmesser muss man erst wechseln, wenn die Harnröhre so gedehnt oder von vorhinein so groß ist, dass Urin am Katheter vorbei läuft.

Die richtige Position für das Kathetern müssen Dir die Frauen hier erklären, da gibt es auch verschiedne Techniken und Erfahrungen.

Alles Gute

Johannes

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12 Okt 2016 11:41 #56 von Kiwigg
Γεια σου Johannes!

Sprichst du griechisch?

Ich hoffe doch dass die Blase nicht gelähmt ist. Mein Eindruck ist, dass eine überaktive Blase besser therapiert werden kann. Ich werde den Doc Freitag mal fragen, ob er sich da wirklich sicher ist.

Ich habe gestern deinen Beitrag von 2014 etwas durchgelesen, was mich zum Nachdenken angeregt hat. Eben weil bei dir die Blasenprobleme mit einer Borreliose einher ging, bzw durch diese ausgelöst worden ist. Bevor ich deinen Beitrag gestern las, bin ich nicht auf die Idee gekommen, dass das eine mit dem anderen in Verbindung stehen könnte. Ich hoffe das dem nicht so ist, aber wer weiß das schon.
Und zwar habe ich seit einigen Jahren immer mal wieder Gelenk und Muskelschmerzen, Schubweise. In diesen Schüben sind noch ein Haufen anderer Symptome, die möchte ich jetzt aber echt nicht aufzählen. Ich käme mir vor wie....eine Simulantin, Hypochonder, oder was es sonst noch so gibt ;)

Ein Test auf Borreliose wurde letztes Jahr gemacht, negativ. Rheumatische Erkrankung ebenfalls wegen fehlender ANA Werte negativ.
Jetzt mache ich mir natürlich Gedanken. Da wird bestimmt nichts sein und auch keine Verbindung, aber wenn eine noch so geringe Möglichkeit besteht dass es zusammenhängen könnte & man selbst keine Gewissheit hat, nagt es doch an einem. Den Gedanken schiebe ich bis Freitag mal schön weg & frage den Doc dann danach. So ganz für das eigene Gewissen, damit ich mir sicher bin dass da keine Verbindung besteht.


Bis denn,
Kiwigg

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12 Okt 2016 12:26 - 12 Okt 2016 12:35 #57 von matti
Liebe Kiwigg,

du scheinst ja nun (endlich) ein wenig die Kurve zu bekommen. Dies freut mich für dich sehr. Beim lesen deiner vorherigen Beiträge hatte ich oft das Gefühl, dass du die Folgen deiner Problematik gar nicht auf dem Schirm hast oder sie schlichtweg einfach ignorierst.

Naivität ist ein negativ belastetes Wort, aber manchmal kamen mir deine Handlungsweisen und Aussagen vor, wie ein Erlebnisbericht von Pipi Langstrumpf, die auf ihrem "Kleinen Onkel" durchs Takatukaland gallopiert.

Ich kann gut nachvollziehen, dass so ein Auslandsjahr etwas ganz besonderes ist. Da du aber nur einen Körper und ein Leben besitzt, werden sich jetzige Versäumnisse im schlimmsten Fall erheblich auf dein zukünftiges Leben auswirken.

Gut, du bist nun beim Facharzt gewesen und dieser sollte die nächsten Schritte mit dir besprechen. Du solltest aber auch mit deinem Arzt sprechen. Nicht einfach Miktonetten eineehmen und nicht wenigstens Sinn, Wirkweise und Therapiedauer hinterfragt zu haben. Dies gilt für alle Empfehlungen und Therapieversuche! des Arztes.

Ich rate dir jedenfalls dringend davon ab, den Selbstkatheterismus auf eigene Faust und ohne genaue Diagnostik der Ursachen und einer eindeutigen Therapieempfehlung dafür, durchzuführen. Daneben gehört zum Selbstkatheterismus auch eine gründliche Facheinweisung.

Hier berichten gerade Frauen, dass das Einführen am Anfang gar nicht so einfach ist. Fehlerhaft durchgeführt kann dies aber schwerwiegende Folgen haben. Hat dich jemand über Durchmesser, Länge, Beschichtung, Intervall, Hygienevorschriften usw. aufgeklärt?

Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass jemand in die Apotheke geht (zudem noch mit Sprachbarrieren) und einfach ein paar Katheter auf den Tresen gelegt bekommt. Einmal abgesehen von den erheblichen Kosten, ist der Markt und somit die Produktvielfallt so unübersichtlich, dass dies ein denkbar schlechter Weg wäre. Ohne vorheriges Arztgespräch allemal.

Du solltest auf jeden Fall auch einen Neurologen aufsuchen. Du schreibst zwar nichts über deine weiteren Symptome, diese würden ausgesprochen aber evtl. einen deutlicheren Hinweis auf mögliche Ursachen geben.

Ich habe ein schönes Zitat für dich:


Ferne entfernt nicht von der Verantwortung!
Manfred Hinrich
(1926 - 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

Liebe Grüße

Matti

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12 Okt 2016 13:00 #58 von Kiwigg
Hallo Matti,

die Folgen hatte ich schon im Blick, aber ich habe sie einfach ignoriert. Würde ich am liebsten auch jetzt machen. Aber ich war jetzt einmal beim Urologen und muss dass auch weiterverfolgen.

Okay, ich werde nicht Selbstkathetern ohne derartige Verordnung.

Die anderen Symptome, jaa da ist über die Jahre ein bisschen was dazugekommen.
Ich bin immer ganz kaputt, vorallem körperlich, aber auch psychisch und habe ein sehr hohes Schlafbedürfnis. Heißt: Ich kam von der Schule, etwa gegen 16 Uhr, legte mich ins Bett und schlief bis zum nächsten Morgen. Ich bin dann zu nichts anderem in der Lage.
Meine Konzentration ist schlecht, da habe ich enorme Schwierigkeiten. Sie war es aber nicht immer. Im Schub ist es schlimmer, aber auch ohne Schub ist die mittlerweile durchgehend vorhanden.
Ich habe Gelenkschmerzen, wobei ich eher glaube dass es die Sehnenansätze sind, nicht das Gelenk an sich. Mittlerweile ist jedes Gelenk davon betroffen. Es schmerzt aber nicht immer jedes Gelenk.
Meine Muskeln tun weh, bisher aber nur in den Beinen, vorallem im Oberschenkel. Zusätzlich habe ich dann weniger Kraft, also eine Schwäche in den Muskeln.
Dazu kommt eine leichte Raynaud Problematik, Extremitäten schlafen schnell ein und häufige Muskelkrämpfe auch ohne Schub.
Aus dem Therapiebericht, durchgehend auch außerhalb des Schubs: Durchblutungsstörungen, Kontrakturen im ges. Bewegungsapperat (trotz intensiver sportlicher Betätigung), Muskeldysbalancen, Statikproblematik und Störungen im Gleichgewicht und Sensomotorik.
Und ein dauerhaftes Zittern in den Händen, das sich ebenfalls verschlimmert hat (allerdings auch durch Medikamente verstärkt wird).

Angefangen hat es nicht mit allem, es ist nach und nach etwas dazugekommen. Im Verlauf über die Jahre ist Verschlimmerung zu beobachten, vor allem auch was Gleichgewicht und Sensomotorik angeht. Wenn ich mir das so durchlese, glaube ich das ja selbst kaum, aber leider wahr. Meine Physiotherapeutin ist ratlos. Ich sage mir dass alles psychisch ist, aber irgendwie treten die Schübe einfach auf, egal wie es mir geht, wie viel Stress ich habe etc. Das positive: seit einigen Monaten Schubfrei. Hoffentlich bleibt das so.
Fibromyalgie ist es übrigens nicht.

Vielleicht hast du ja eine Idee lieber Matti.

Achja, schönes und passendes Zitat. Danke hierfür.


Kiwigg

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12 Okt 2016 13:14 - 12 Okt 2016 13:16 #59 von matti
Liebe Kiwigg,

ich habe eine Idee, trau mich aber fast gar nicht, sie dir über das Internet zu schreiben.

Deine Symptome deuten im Gesamtbild auf eine Beteiligung des ZNS (Zentrales Nerven System) hin. Du schreibst selbst von schubförmigen Phasen und Verschlechterungen.

Alle Symptome die du aufzählst, finden sich beim Krankheitsbild der Multiplen Sklerose. Daneben gibt es weitere Erkrankungen, welche das ZNS betreffen.

Du hast diese Symptome, deshalb bringt schonende Formulierung dich nicht weiter. Du solltest sehr zeitnah eine gründliche neurologische Diagnostik angehen. Ein MRT und eine Liqouruntersuchung können Ursachen auffinden oder ausschließen.

Bei solchen Krankheitsbildern ist es hilfreich, möglichst früh dagegen zu steuern oder noch besser einen Auschluß eines solchen Verdachtes zu erhalten.

Eine Ursache wird es geben, nun gilt es diese aufzufinden.

Gruß

Matti

P.S. Entgegen meines sonstigen Handelns: Du kannst mich gerne auch persönlich und privat kontaktieren, wenn du mehr Informationen haben möchtest. In einer Mail würde ich dir auch meine Telefonnummer geben. Kontaktmöglichkeiten stehen im Impressum.

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12 Okt 2016 13:53 - 12 Okt 2016 14:00 #60 von Kiwigg
Hallo Matti,

vielen Dank für deine schnelle Antwort. Dann haben wir ja schon mal beide die gleiche Idee. Bisher habe ich den Gedanken daran weggeschoben, aber seitdem ich das mit der Borreliose gelesen habe und eins und eins zusammengezählt habe, kreisen meine Gedanken nur noch darum & ich habe Angst dass es genau dass sein kann. Das es das ZNS betrifft war eigentlich klar.

Ich hoffe trotzdem auf eine unbewusste Simulation des ganzen oder psychische Ursachen. Ich werde mich Freitag dem Doktor wohl anvertrauen müssen. Ich hoffe nur das er mich ernst nimmt, denn ein Orthopäde tat dies nicht.

Dein Angebot der Kontaktaufnahme würde ich gerne entgegen nehmen!

Edit: Ist das die Inkotreff Mailadresse?


Liebe Grüße
Kiwigg

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