Suchergebnis (Gesucht wurde: bauchdeckenkatheter)
- martinK

25 Jan. 2026 23:27
martinK antwortete auf Neurogene Blase mit Dranginkontinenz
Hallo Stephan
Ich befinde mich - zumindest was die Symptome angeht - in einer ähnlichen Situation.
Nach meiner letzten Konsultation im Herbst 2025 entschied ich mich, kein Botox in die Blase spritzen zu lassen, obwohl dies medizinisch indiziert wäre. Stattdessen werde ich Nieren und Blase regelmässig kontrollieren lassen (einmal pro Jahr genügt derzeit) und dann handeln, wenn es nötig sein sollte. Dazwischen werde ich weiterhin täglich Entspannungsübungen durchführen, und - sollte es neue Erkenntnisse oder Ansätze zu meiner ISK-Problematik geben - es wieder mit ISK versuchen. Für den Fall, dass wegen meiner Nieren oder meiner Blase Handlungsbedarf besteht, werde ich Botox in die Blase spritzen lassen und mich mit oder ohne Dauerantibiotikum katheterisieren. Sollte dies zu Problemen führen, wird es einen SPK geben, auch damit werde ich leben können.
Ich werde in diesem Jahr 60 Jahre alt. Wenn die Degradation meiner Niere und meiner Blase weiterhin nicht oder nur unmerklich langsam fortschreiten sollte, so besteht eine gute Chance, dass ich das Spritzen von Botox nicht mehr erleben werde, oder es in einem Alter stattfindet, in welchem ich alles weniger kritisch sehe.
Am Ende hängt Dein Entscheid ob, bzw. wann Du etwas unternehmen musst, von Deinem jetzigen Zustand und Deiner Prognose und Lebenserwartung ab. Nicht unterschätzen würde ich Deine Aussage, dass Deine Depression mit der Dranginkontinenz zusammenhängt. Was empfehlen denn die Ärzte? Ich verstehe, dass Du Bedenken betreffend ISK hast. Hast Du es schon mal versucht? Vielleicht ist es viel weniger schmerzhaft, wenn Du Dich selber katheterisierst? Allenfalls könnte bei Dir auch eine kleine Dosis Botox (in die Blase) helfen. Dann könntest Du möglicherweise auf ISK verzichten.
Im übrigen bin ich mit Michael einverstanden, für mich wäre weder die Botoxinjektion in den Sphinkter noch die Blasenhalsinzision eine Option. Das Risiko, dass danach alles noch schlimmer ist, wäre mir zu gross. Das kannst aber ja mit Deinen Ärzten in Ruhe klären.
Herzliche Grüsse
Martin
Ich befinde mich - zumindest was die Symptome angeht - in einer ähnlichen Situation.
- Meine Blase ist ebenfalls trabekuliert. Dies seit mindestens 10 Jahren, und in dieser Zeit hat sich nicht viel getan.
- Bei mir liegt eine Dranginkontinenz vor, zusätzlich habe ich keine Kontrolle über den Sphinkter und es wurde eine Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie diagnostiziert. In der Urodynamik wurde mehrmals während der Füllphase ein erhöhter Blasendruck gemessen, aber es gibt keine Anzeichen dafür, dass ein Reflux in die Nieren stattfindet.
- Ich entleere mit Restharn, hatte deswegen aber noch nie einen Harnweginfekt
- ISK führt bei mir schnell zu Harnweginfekten und einen Bauchdeckenkatheter möchte ich nach Möglichkeit vermeiden
- Mit Inkontinenzhilfsmitteln (Windeln) komme ich derzeit ganz gut durchs Leben
Nach meiner letzten Konsultation im Herbst 2025 entschied ich mich, kein Botox in die Blase spritzen zu lassen, obwohl dies medizinisch indiziert wäre. Stattdessen werde ich Nieren und Blase regelmässig kontrollieren lassen (einmal pro Jahr genügt derzeit) und dann handeln, wenn es nötig sein sollte. Dazwischen werde ich weiterhin täglich Entspannungsübungen durchführen, und - sollte es neue Erkenntnisse oder Ansätze zu meiner ISK-Problematik geben - es wieder mit ISK versuchen. Für den Fall, dass wegen meiner Nieren oder meiner Blase Handlungsbedarf besteht, werde ich Botox in die Blase spritzen lassen und mich mit oder ohne Dauerantibiotikum katheterisieren. Sollte dies zu Problemen führen, wird es einen SPK geben, auch damit werde ich leben können.
Ich werde in diesem Jahr 60 Jahre alt. Wenn die Degradation meiner Niere und meiner Blase weiterhin nicht oder nur unmerklich langsam fortschreiten sollte, so besteht eine gute Chance, dass ich das Spritzen von Botox nicht mehr erleben werde, oder es in einem Alter stattfindet, in welchem ich alles weniger kritisch sehe.
Am Ende hängt Dein Entscheid ob, bzw. wann Du etwas unternehmen musst, von Deinem jetzigen Zustand und Deiner Prognose und Lebenserwartung ab. Nicht unterschätzen würde ich Deine Aussage, dass Deine Depression mit der Dranginkontinenz zusammenhängt. Was empfehlen denn die Ärzte? Ich verstehe, dass Du Bedenken betreffend ISK hast. Hast Du es schon mal versucht? Vielleicht ist es viel weniger schmerzhaft, wenn Du Dich selber katheterisierst? Allenfalls könnte bei Dir auch eine kleine Dosis Botox (in die Blase) helfen. Dann könntest Du möglicherweise auf ISK verzichten.
Im übrigen bin ich mit Michael einverstanden, für mich wäre weder die Botoxinjektion in den Sphinkter noch die Blasenhalsinzision eine Option. Das Risiko, dass danach alles noch schlimmer ist, wäre mir zu gross. Das kannst aber ja mit Deinen Ärzten in Ruhe klären.
Herzliche Grüsse
Martin
- martinK

05 Jan. 2026 09:02
martinK antwortete auf Blasenentleerungsstörung, alle 4 Wochen HWI mit Fieber und Antibioka, trotz ISK
Guten Morgen Silke
Nun hat sich die Wahl Deines Benutzernamens geklärt, darauf hätte ich ja auch kommen können
.
Für die Stuhlproblematik könnte die sakrale Neuromodulation helfen. Allerdings sind die Probleme bei mir sehr schwankend, so dass ich mit dem Entscheid, es zu versuchen, zögere. Letztes Jahr z.B. hatte ich keine oder so gut wie keine Probleme (kann mich gar nicht mehr so richtig erinnern...). Seit ich vor drei Jahren jeden Monat Immunglobulin verabreicht bekomme, erholt sich mein Nervensystem nach einem Schub wieder. Seit dann ist meine Kontrolle über den Stuhl insgesamt viel besser geworden. In der zweiten Dezemberwoche muss ich einen üblen Infekt eingefangen haben, der eine Überreaktion meines Immunsystems auslöste. Es geht aber wieder aufwärts und am Mittwoch/Donnerstag kriege ich wieder meine Infusion, das wird erwartungsgemäss die Heilung nochmals beschleunigen.
Insgesamt bin ich in meinem Leben sehr glücklich. Natürlich sind die Entleerungsprobleme ein Mist, und es gibt Momente, da leide ich unter den Problemen. Das betrifft nicht nur die Inkontinenz, sondern auch Gefühls- und Gleichgewichtsstörungen, sowie zuweilen Müdigkeit. Aber ich lasse mich davon nicht einschränken. Da es sonst sehr viele schöne und positive Aspekte in meinem Leben gibt, habe ich insgesamt keinen Grund, mich zu beklagen. Ich habe nun auch eine Strategie, wie ich in Zukunft mit den Entleerungsproblemen umgehen möchte. ISK werde ich dann wieder versuchen, wenn es neue Erkenntnisse und Ansätze gibt. Gleichzeitig habe ich meine Ernährung umgestellt, in der Hoffnung, dass ich damit meine Darmflora stabilisieren kann, was wiederum einen positiven Effekt auf meine Autoimmunkrankheit haben wird und lasse meine Blase und Niere regelmässig kontrollieren. Sollten sich die Nierenwerte verschlechtern oder die Blase signifikant degradieren, so werde ich Botox spritzen lassen und allenfalls mit einem Bauchdeckenkatheter leben. Dies möchte ich vermeiden, oder zumindest so weit wie möglich hinauszögern. Mit der schweren Harninkontinenz lebe ich nun seit mehr als 10 Jahren, damit habe ich mich zumindest so weit arrangiert, dass ich normal leben kann. Und so lange meine Autoimmunkrankheit dank der Immunglobulintherapie stabilisiert ist, sollte auch die Stuhlinkontinenz allenfalls nur punktuell ein Thema sein. Daneben treibe ich regelmässig Sport, mache jeden Tag beim Zähneputzen Gleichgewichtsübungen und spiele Musik. Das ist nicht nur für die Neuropathie gut, sondern auch für die Seele
.
Die Untersuchung der Darmflora könnte für Dich übrigens auch interessant sein, zumal sie vermutlich die Quelle für die Bakterien ist, welche die Nierenbeckenentzündungen verursachen. Vielleicht kannst Du über die Umstellung der Ernährung evtl. in Kombination mit Zusatzpräparaten etwas erreichen. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass komplizierte Entleerungsprobleme ganzheitlich angegangen werden müssen, da reicht z.B. die Urologie allein nicht aus.
Ja, Entleerungsstörungen sind etwas sehr persönliches. Im Gegensatz zu anderen Leiden sprechen die Leute nicht in der Öffentlichkeit darüber. Um so besser, dass wir uns in diesem Forum austauschen können! Insbesondere als Kind fühlte ich mich mit dem Problem schon sehr allein. Niemand verstand, weshalb sich ein sonst scheinbar gesundes Kind regelmässig in die Hosen pinkelt oder Stuhl verliert. Aber auch dann hatte ich dank eines intakten Umfelds viel Glück. Dass meine Eltern vor 50 Jahren nicht wussten, wie mit der Sache umzugehen, trage ich Ihnen nicht nach.
Herzliche Grüsse
Martin
Nun hat sich die Wahl Deines Benutzernamens geklärt, darauf hätte ich ja auch kommen können
Für die Stuhlproblematik könnte die sakrale Neuromodulation helfen. Allerdings sind die Probleme bei mir sehr schwankend, so dass ich mit dem Entscheid, es zu versuchen, zögere. Letztes Jahr z.B. hatte ich keine oder so gut wie keine Probleme (kann mich gar nicht mehr so richtig erinnern...). Seit ich vor drei Jahren jeden Monat Immunglobulin verabreicht bekomme, erholt sich mein Nervensystem nach einem Schub wieder. Seit dann ist meine Kontrolle über den Stuhl insgesamt viel besser geworden. In der zweiten Dezemberwoche muss ich einen üblen Infekt eingefangen haben, der eine Überreaktion meines Immunsystems auslöste. Es geht aber wieder aufwärts und am Mittwoch/Donnerstag kriege ich wieder meine Infusion, das wird erwartungsgemäss die Heilung nochmals beschleunigen.
Insgesamt bin ich in meinem Leben sehr glücklich. Natürlich sind die Entleerungsprobleme ein Mist, und es gibt Momente, da leide ich unter den Problemen. Das betrifft nicht nur die Inkontinenz, sondern auch Gefühls- und Gleichgewichtsstörungen, sowie zuweilen Müdigkeit. Aber ich lasse mich davon nicht einschränken. Da es sonst sehr viele schöne und positive Aspekte in meinem Leben gibt, habe ich insgesamt keinen Grund, mich zu beklagen. Ich habe nun auch eine Strategie, wie ich in Zukunft mit den Entleerungsproblemen umgehen möchte. ISK werde ich dann wieder versuchen, wenn es neue Erkenntnisse und Ansätze gibt. Gleichzeitig habe ich meine Ernährung umgestellt, in der Hoffnung, dass ich damit meine Darmflora stabilisieren kann, was wiederum einen positiven Effekt auf meine Autoimmunkrankheit haben wird und lasse meine Blase und Niere regelmässig kontrollieren. Sollten sich die Nierenwerte verschlechtern oder die Blase signifikant degradieren, so werde ich Botox spritzen lassen und allenfalls mit einem Bauchdeckenkatheter leben. Dies möchte ich vermeiden, oder zumindest so weit wie möglich hinauszögern. Mit der schweren Harninkontinenz lebe ich nun seit mehr als 10 Jahren, damit habe ich mich zumindest so weit arrangiert, dass ich normal leben kann. Und so lange meine Autoimmunkrankheit dank der Immunglobulintherapie stabilisiert ist, sollte auch die Stuhlinkontinenz allenfalls nur punktuell ein Thema sein. Daneben treibe ich regelmässig Sport, mache jeden Tag beim Zähneputzen Gleichgewichtsübungen und spiele Musik. Das ist nicht nur für die Neuropathie gut, sondern auch für die Seele
Die Untersuchung der Darmflora könnte für Dich übrigens auch interessant sein, zumal sie vermutlich die Quelle für die Bakterien ist, welche die Nierenbeckenentzündungen verursachen. Vielleicht kannst Du über die Umstellung der Ernährung evtl. in Kombination mit Zusatzpräparaten etwas erreichen. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass komplizierte Entleerungsprobleme ganzheitlich angegangen werden müssen, da reicht z.B. die Urologie allein nicht aus.
Ja, Entleerungsstörungen sind etwas sehr persönliches. Im Gegensatz zu anderen Leiden sprechen die Leute nicht in der Öffentlichkeit darüber. Um so besser, dass wir uns in diesem Forum austauschen können! Insbesondere als Kind fühlte ich mich mit dem Problem schon sehr allein. Niemand verstand, weshalb sich ein sonst scheinbar gesundes Kind regelmässig in die Hosen pinkelt oder Stuhl verliert. Aber auch dann hatte ich dank eines intakten Umfelds viel Glück. Dass meine Eltern vor 50 Jahren nicht wussten, wie mit der Sache umzugehen, trage ich Ihnen nicht nach.
Herzliche Grüsse
Martin
- martinK

04 Jan. 2026 14:15
martinK antwortete auf Blasenentleerungsstörung, alle 4 Wochen HWI mit Fieber und Antibioka, trotz ISK
Liebe Silkwood
Betreffend ISK würde ich bei der Ärztin insistieren, dass es eine Lösung braucht. Jeden Monat einen Nierenbeckenentzündung zu kriegen, ist extrem kräfteraubend und auf die Dauer ungesund. Meine Hausärztin, die auch noch Nephrologin ist, meinte, dass in meinem Fall der Verzicht auf ISK das geringere Problem darstelle, als wenn ich mehrmals pro Jahr wegen Harnweginfekten starkes Antibiotikum nehmen müsse. Ich würde dennoch gerne mich katheterisieren, aber kriege es ohne Antibiotoka nicht hin. Dabei habe ich schon vieles ausprobiert.
Zur Zweitmeinung erwarte ich, dass zumindest alle Urologen ISK als Lösung der Wahl vorschlagen werden (und falls dies nicht geht, einen Bauchdeckenkatheter). So war das zumindest bei mir, und mein Restharn scheint weniger ausgeprägt zu sein als bei Dir. Ich stelle mir das so vor, dass die meisten Patienten Deiner Urologin keine oder wenig Probleme mit dem ISK haben, und gleich wird es auch bei anderen Urologen sein. Insofern sehen die Ärzte - übrigens richtigerweise - erstens vor allem die Vorzüge des ISK und haben ausser dem Bauchdeckenkatheter keine wirklich gute Strategie, wenn es ausnahmsweise wie z.B. bei mir, gar nicht klappt.
Allenfalls wäre der Bauchdeckenkatheter aber wirklich einen Versuch Wert. Du müsstest ihn auch nicht ewig tragen. Da Du noch spontan entleeren kannst, besteht Hoffnung, dass die Entleerung mit der Zeit besser wird und der Restharn abnimmt, so dass Du ohne Katheter auskommst und wieder (fast) normal entleeren kannst. Aber ja, auch beim Dauerkatheter gibt es Risiken und Einschränkungen.
Zu den Übungen: Das sind keine klassischen Beckenbodenübungen, bei welchen es um die Stärkung der Muskulatur geht. Im Vordergrund steht das Ziel, den Grundtonus des Beckenbodens zu reduzieren. Die Übung, welche an sich simpel ist, habe ich in der Physiotherapie gelernt. Wichtig ist vor allem, dass man sich für die Übung Ruhe und Zeit nimmt und sie wenn möglich jeden Tag macht. Ich benötige dafür je nach Zustand ca 10-20 Minuten.
Ich mache die Übung immer vor dem Schlafengehen und oft, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme und mich generell etwas entspanne. Im Dezember hatte ich einen oder gar zwei neurologische Rückfälle. Mein ganzer Unterleib schmerzte danach, ich hatte wieder mehr Probleme, dass ich am Morgen nicht Wasser lassen konnte und - was sehr ätzend ist - mehrmals Stuhlverlust. Nun habe ich das Gefühl, dass es wieder besser geht, unter anderem Dank den Übungen. Bei mir kann die Anspannung so gross sein, dass mein Anusschliessmuskel aus Ermüdung nicht mehr dagegen halten kann, wenn grosser Stuhldrang vorliegt. Das ist ungemein ätzend und frustrierend, insofern sind die Entspannungsübungen sehr wichtig für mich.
Ich wünsche Dir morgen viel Erfolg. Herzliche Grüsse
Martin
Betreffend ISK würde ich bei der Ärztin insistieren, dass es eine Lösung braucht. Jeden Monat einen Nierenbeckenentzündung zu kriegen, ist extrem kräfteraubend und auf die Dauer ungesund. Meine Hausärztin, die auch noch Nephrologin ist, meinte, dass in meinem Fall der Verzicht auf ISK das geringere Problem darstelle, als wenn ich mehrmals pro Jahr wegen Harnweginfekten starkes Antibiotikum nehmen müsse. Ich würde dennoch gerne mich katheterisieren, aber kriege es ohne Antibiotoka nicht hin. Dabei habe ich schon vieles ausprobiert.
Zur Zweitmeinung erwarte ich, dass zumindest alle Urologen ISK als Lösung der Wahl vorschlagen werden (und falls dies nicht geht, einen Bauchdeckenkatheter). So war das zumindest bei mir, und mein Restharn scheint weniger ausgeprägt zu sein als bei Dir. Ich stelle mir das so vor, dass die meisten Patienten Deiner Urologin keine oder wenig Probleme mit dem ISK haben, und gleich wird es auch bei anderen Urologen sein. Insofern sehen die Ärzte - übrigens richtigerweise - erstens vor allem die Vorzüge des ISK und haben ausser dem Bauchdeckenkatheter keine wirklich gute Strategie, wenn es ausnahmsweise wie z.B. bei mir, gar nicht klappt.
Allenfalls wäre der Bauchdeckenkatheter aber wirklich einen Versuch Wert. Du müsstest ihn auch nicht ewig tragen. Da Du noch spontan entleeren kannst, besteht Hoffnung, dass die Entleerung mit der Zeit besser wird und der Restharn abnimmt, so dass Du ohne Katheter auskommst und wieder (fast) normal entleeren kannst. Aber ja, auch beim Dauerkatheter gibt es Risiken und Einschränkungen.
Zu den Übungen: Das sind keine klassischen Beckenbodenübungen, bei welchen es um die Stärkung der Muskulatur geht. Im Vordergrund steht das Ziel, den Grundtonus des Beckenbodens zu reduzieren. Die Übung, welche an sich simpel ist, habe ich in der Physiotherapie gelernt. Wichtig ist vor allem, dass man sich für die Übung Ruhe und Zeit nimmt und sie wenn möglich jeden Tag macht. Ich benötige dafür je nach Zustand ca 10-20 Minuten.
- Du legst Dich auf den Rücken und winkelst die Knie an, so dass Du eine bequeme Position einnimmst. An besten geht es auf einer Yogamatte, aber im Bett oder auf dem Teppich geht es auch. Trage bequeme Kleider ohne Gurt.
- Achte auf die Auflagepunkte des Körpers. Bei mir sind dies Kopf, die beiden Schulterblätter, Darmbein (hinterer Knochen des Beckenbodens am Rücken), Füsse sowie Finger und Ballen der Hände, welche ich entspannt seitlich neben mich lege. Allenfalls kannst Du ein Kopfkissen verwenden, wenn das für Dich bequemer ist.
- Entspanne den ganzen Köper, so dass Du nur doch die Auflagepunkte wahrnimmst (meine Physiotherapeutin meinte, ich solle den Körper dem Boden übergeben, das fand ich ein schönes Bild). Atme dabei langsam und tief und achte auf einen entspannten Kiefer. Das braucht unter Umständen etwas Zeit, ist aber wichtig, damit Du die Bewegungen im Beckenboden möglichst gut spürst. Ich denke dabei an etwas schönes nicht alltägliches.
- Wenn Du den tiefenentspannten Zustand erreicht hast, spanne den Beckenbodenmuskel langsam an und entspanne ihn dann wieder langsam. Atme dabei beim Anspannen aus und beim Entspannen ein. Wiederum sollte die Atmung aus dem Zwerchfell heraus erfolgen. Wichtig ist, dass die Bewegungen ohne Anstrengung erfolgen. Wenn Du spürst, dass sie Dich anstrengen, mache ein Pause und suche wieder den tiefenentspannten Zustand, oder brich die Übung ab. Ich übe in der Regel ca 10 Atemzüge und mache danach 10-50 Atemzüge lang Pause. Das wiederhole ich je nach nach Lust und Laune 5-10 Mal.
- Ich beobachte die Länge der An- und Entspannungsbewegungen. Wenn mein Beckenboden entspannt ist, kann ich ohne Anstrengung so lange Bewegungen wie meine Atmung durchführen. Bin ich verspannt oder spüre ich nach einem neurologischen "Schub" sensorische Defizite, so kriege ich nur kurze Bewegungen hin und manchmal reagiert mein Beckenboden auch spastisch auf die Übung und ich muss sie abbrechen.
Ich mache die Übung immer vor dem Schlafengehen und oft, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme und mich generell etwas entspanne. Im Dezember hatte ich einen oder gar zwei neurologische Rückfälle. Mein ganzer Unterleib schmerzte danach, ich hatte wieder mehr Probleme, dass ich am Morgen nicht Wasser lassen konnte und - was sehr ätzend ist - mehrmals Stuhlverlust. Nun habe ich das Gefühl, dass es wieder besser geht, unter anderem Dank den Übungen. Bei mir kann die Anspannung so gross sein, dass mein Anusschliessmuskel aus Ermüdung nicht mehr dagegen halten kann, wenn grosser Stuhldrang vorliegt. Das ist ungemein ätzend und frustrierend, insofern sind die Entspannungsübungen sehr wichtig für mich.
Ich wünsche Dir morgen viel Erfolg. Herzliche Grüsse
Martin
- martinK

03 Jan. 2026 23:51
martinK antwortete auf Blasenentleerungsstörung, alle 4 Wochen HWI mit Fieber und Antibioka, trotz ISK
Hallo zusammen
Michael, eine Nierenbeckenentzündung entwickelt sich meist aus einer bakteriellen Blasenentzündung, dafür braucht es keinen Reflux oder Harnstau (siehe z.B. www.usz.ch/krankheit/nierenbeckenentzuendung/ ). Bei meinem vorletzten Harnweginfekt - der übrigens wie alle anderen auch durch ISK verursacht worden war - ging ich in den Notfall, nachdem das Antibiotikum nicht sofort gewirkt und ich hohes Fieber hatte. Man setzte eine Infusion mit einem Antibiotikum und behielt mich dort mit der Begründung, dass die Gefahr einer Migration der Bakterien in Richtung der Nieren bestehe. Meinem Verständnis nach hilft ISK nur dann, Nierenbeckenentzündungen zu vermeiden, wenn es auch zu keinen Blasenentzündungen kommt. Aus diesem Grund habe ich Silkwood auch empfohlen, bei ersten Anzeichen einer Blasenentzündung (z.B. trüber Urin) den Arzt aufzusuchen. Du hast aber natürlich recht, dass das ISK vor allem den Reflux des Harns in die Niere verhindern soll, wodurch neben einer prinzipiellen Schädigung der Niere auch eine Nierenbeckenentzündung entstehen kann
Silkwood, 300 ml Restharn ist schon etwas viel, wenn Du dies regelmässig hast. Gemäss Deinem ersten Beitrag hattest Du ja zwei Nierenbeckenentzündungen, bevor Du mit ISK begannst, insofern würde es vermutlich nichts bringen, alternativlos mit dem ISK aufzuhören (dann müsstest Du vermutlich einen Bauchdeckenkatheter legen lassen). Wie ich oben geschrieben habe, würde ich das Thema ISK mit Deiner Ärztin am Montag besprechen. Mehr Katheter verordnet zu kriegen sollte kein Problem sein, ebenfalls die Organisation von alternativen Modellen zum Testen bzw. einem Beratungsgespräch mit einer Fachperson. Bei vielen Betroffenen klappt das ISK problemlos, oder sie kriegen das Problem der Harnwegentzündungen irgendwie in den Griff.
Die Tips von Michael zum Reflux und der Obstruktion und Trinkmenge sind auch wertvoll. Auch die Frage, ob bei der letzten Blasenspiegelung Divertikel bzw. eine Trabekulierung beobachtet wurde, könnte sinnvoll sein. Ich vermute, dass nichts solches beobachtet wurde, sonst wäre dies im Untersuchungsbericht erwähnt.
Mir geholfen haben übrigens auch Entspannungsübungen des Beckenbodens. Wegen meiner neurologischen Probleme habe ich gar keine Kontrolle über den Blasenschliessmuskel. Dank der Übungen kann ich aber den Beckenboden besser entspannen, und der Schliessmuskel verkrampft er sich weniger, so dass ich besser entleeren kann. Ich weiss aber nicht, ob dies in Deinem Fall etwas bringen würde.
Herzliche Grüsse
Martin
Michael, eine Nierenbeckenentzündung entwickelt sich meist aus einer bakteriellen Blasenentzündung, dafür braucht es keinen Reflux oder Harnstau (siehe z.B. www.usz.ch/krankheit/nierenbeckenentzuendung/ ). Bei meinem vorletzten Harnweginfekt - der übrigens wie alle anderen auch durch ISK verursacht worden war - ging ich in den Notfall, nachdem das Antibiotikum nicht sofort gewirkt und ich hohes Fieber hatte. Man setzte eine Infusion mit einem Antibiotikum und behielt mich dort mit der Begründung, dass die Gefahr einer Migration der Bakterien in Richtung der Nieren bestehe. Meinem Verständnis nach hilft ISK nur dann, Nierenbeckenentzündungen zu vermeiden, wenn es auch zu keinen Blasenentzündungen kommt. Aus diesem Grund habe ich Silkwood auch empfohlen, bei ersten Anzeichen einer Blasenentzündung (z.B. trüber Urin) den Arzt aufzusuchen. Du hast aber natürlich recht, dass das ISK vor allem den Reflux des Harns in die Niere verhindern soll, wodurch neben einer prinzipiellen Schädigung der Niere auch eine Nierenbeckenentzündung entstehen kann
Silkwood, 300 ml Restharn ist schon etwas viel, wenn Du dies regelmässig hast. Gemäss Deinem ersten Beitrag hattest Du ja zwei Nierenbeckenentzündungen, bevor Du mit ISK begannst, insofern würde es vermutlich nichts bringen, alternativlos mit dem ISK aufzuhören (dann müsstest Du vermutlich einen Bauchdeckenkatheter legen lassen). Wie ich oben geschrieben habe, würde ich das Thema ISK mit Deiner Ärztin am Montag besprechen. Mehr Katheter verordnet zu kriegen sollte kein Problem sein, ebenfalls die Organisation von alternativen Modellen zum Testen bzw. einem Beratungsgespräch mit einer Fachperson. Bei vielen Betroffenen klappt das ISK problemlos, oder sie kriegen das Problem der Harnwegentzündungen irgendwie in den Griff.
Die Tips von Michael zum Reflux und der Obstruktion und Trinkmenge sind auch wertvoll. Auch die Frage, ob bei der letzten Blasenspiegelung Divertikel bzw. eine Trabekulierung beobachtet wurde, könnte sinnvoll sein. Ich vermute, dass nichts solches beobachtet wurde, sonst wäre dies im Untersuchungsbericht erwähnt.
Mir geholfen haben übrigens auch Entspannungsübungen des Beckenbodens. Wegen meiner neurologischen Probleme habe ich gar keine Kontrolle über den Blasenschliessmuskel. Dank der Übungen kann ich aber den Beckenboden besser entspannen, und der Schliessmuskel verkrampft er sich weniger, so dass ich besser entleeren kann. Ich weiss aber nicht, ob dies in Deinem Fall etwas bringen würde.
Herzliche Grüsse
Martin
- B-A-R

25 Dez. 2025 16:15
B-A-R antwortete auf Bauchdeckenkatheter Schmerzen
Hallo zusammen,
ich bin „ganz neu“ hier - habe seit Ende 09/2025 einen SPK und habe teilweise starke Schmerzen.
Hatte auch bereits einen starken Harnwegsinfekt inkl. Antibiotika-Einnahme.
Wenn ich allerdings eure Beiträge hier lese, dann kann das durchaus „normal“ sein und sich noch legen!?
MERRY XMAS, herzlichen Dank & liebe Grüße
ich bin „ganz neu“ hier - habe seit Ende 09/2025 einen SPK und habe teilweise starke Schmerzen.
Hatte auch bereits einen starken Harnwegsinfekt inkl. Antibiotika-Einnahme.
Wenn ich allerdings eure Beiträge hier lese, dann kann das durchaus „normal“ sein und sich noch legen!?
MERRY XMAS, herzlichen Dank & liebe Grüße
- Vici

14 Dez. 2025 15:02
Vici antwortete auf Vor Bestrahlung
Hallo,
habe mit Bestrahlung sehr negative erfahrungen machen müssen. nach der op wurde ich mit hormonen und betrahlung behandelt. zunächst erschien alles bestens. jedoch nach einigen jahren mußte meine harnröhre mehrmals geschlitzt werden, weil zu zuwucherte. dann wurde entschieden, die harnröhre müsste durch einen bachdeckenkatheter ersetzt werden. somit trug ich mehrere monate ine katheter durch die harnröhre bis zur op für bachdeckenkatheter.
Ergebnis ich habe nunmehr zwei ausgänge für die blase. zwar läufte der harn im normalen weg recht tropfenhaft, aber trotzdem immer.
das mir der bauchdeckenkatheter reichliche probleme bereitet sei hier nur nebenbei bemerkt.
hinterher ist ja jeder schlauer, so auch ich. eine bestrahlung würde ich nie mehr haben wollen, weil eben spätfolgen auftreten können.
habe mit Bestrahlung sehr negative erfahrungen machen müssen. nach der op wurde ich mit hormonen und betrahlung behandelt. zunächst erschien alles bestens. jedoch nach einigen jahren mußte meine harnröhre mehrmals geschlitzt werden, weil zu zuwucherte. dann wurde entschieden, die harnröhre müsste durch einen bachdeckenkatheter ersetzt werden. somit trug ich mehrere monate ine katheter durch die harnröhre bis zur op für bachdeckenkatheter.
Ergebnis ich habe nunmehr zwei ausgänge für die blase. zwar läufte der harn im normalen weg recht tropfenhaft, aber trotzdem immer.
das mir der bauchdeckenkatheter reichliche probleme bereitet sei hier nur nebenbei bemerkt.
hinterher ist ja jeder schlauer, so auch ich. eine bestrahlung würde ich nie mehr haben wollen, weil eben spätfolgen auftreten können.
- MichaelDah

11 Dez. 2025 15:16
MichaelDah antwortete auf Katheter
Hallo Kleincap,
es macht wenig Sinn die gleiche Frage in zwei unterschiedlichen Rubriken einzustellen - ich habe daher deine zweite Anfrage mit gleichem Inhalt gelöscht.
Ich verstehe natürlich das du gerne eine Antwort haben möchtest, allerdings liegt das Problem schon in der Fragestellung. Wir sind eine Selbshilfegruppe und können und dürfen hier keine medizinische Beratungsleistung erbringen - und selbst wenn hier Ärzte mit dabei währen, ist deine Frage kaum Online zu beantworten.
Ich kann dir hier nur Grundsätzlich ein paar Tipps/Denkanstöße dazu geben, was du mit dem Urologen noch mal besprechen könntest:
- Grundsätzlich ist eine TUR-P nicht unbedingt dafür bekannt Inkontinenz als Nebenwirkung zu verursachen. Was allerdings bei den meisten Verfahren tatsächlich passiert, ist das die Ejakualtionsfähigkeit eingeschränkt wird, da oft der im Blasenhals sitzende Schließmuskel in Mitleidenschaft gezogen wird. Dieser Schließmuskel ist weniger für die Kontinenz als zur Verhinderung der Retrograden Ejakulation wichtig. Inkontinenz kommt als Nebenwirkung des Eingriffes - im Gegensatz zur Prostataentfernung nur sehr selten vor.
- Jeder Katheter bildet ein Infektionsrisiko. Das Risiko ist bei ISK am geringsten, gefolgt von dem Bauchdecken Katheter und ist bei einem normalen Katheter am höchsten. Von daher sollten Langzeitkatheter wenn irgend möglich vermieden werden. Die erste Wahl bei hohen Restharnmengen ist der intermittierende Selbstkatheterismus (ISK). Nur wenn der nicht möglich ist, kann man ggf. über einen Bauchdeckenkatheter nachdenken.
- In deinem Fall könnte es Sinn machen eine Zweitmeinung zu der TUR-P einzuholen, da man auch die Narbenbildung in der Harnröhre durch die beiden Schlitzungen mit in Betracht ziehen sollte. Möglicherweise kann eine Harnröhrenspieglung hier mehr Aufschluss darüber geben in wie weit du von einer TUR-P tatsächlich profitieren würdest. Grundsätzlich würde ich an deiner Stellen immer bedenken das eine operative Korrektur auf Dauer oft die bessere Option ist, da sie das Infektionrisiko senkt.
- Grundsätzlich können die beschriebenen Schmerzen auf eine Refluxproblematik hindeuten. Das die Nieren noch nicht geschädigt sind, bedeutet nicht das es keinen Reflux gibt und sie nicht geschädigt werden können. Aus meiner Laiensicht stellen solche Schmerzen kombiniert mit einem teilweisen Harnverhalt einen akuten Urologischen Handlungsbedarf dar. Du solltest daher umgehend noch mal zu einem Urologen Kontakt aufnehmen - das geht im Akkut-Fall auch ohne Termin - oder über deinen Hausarzt mit einer entsprechenden Dinglichkeitsnummer.
- Meine Empfehlung währe darüber hinaus um ISK Einweisung zu bitten, damit du in so einem Fall die Blase auch selbst mittels ISK entleeren kannst.
Viele Grüße
Michael
es macht wenig Sinn die gleiche Frage in zwei unterschiedlichen Rubriken einzustellen - ich habe daher deine zweite Anfrage mit gleichem Inhalt gelöscht.
Ich verstehe natürlich das du gerne eine Antwort haben möchtest, allerdings liegt das Problem schon in der Fragestellung. Wir sind eine Selbshilfegruppe und können und dürfen hier keine medizinische Beratungsleistung erbringen - und selbst wenn hier Ärzte mit dabei währen, ist deine Frage kaum Online zu beantworten.
Ich kann dir hier nur Grundsätzlich ein paar Tipps/Denkanstöße dazu geben, was du mit dem Urologen noch mal besprechen könntest:
- Grundsätzlich ist eine TUR-P nicht unbedingt dafür bekannt Inkontinenz als Nebenwirkung zu verursachen. Was allerdings bei den meisten Verfahren tatsächlich passiert, ist das die Ejakualtionsfähigkeit eingeschränkt wird, da oft der im Blasenhals sitzende Schließmuskel in Mitleidenschaft gezogen wird. Dieser Schließmuskel ist weniger für die Kontinenz als zur Verhinderung der Retrograden Ejakulation wichtig. Inkontinenz kommt als Nebenwirkung des Eingriffes - im Gegensatz zur Prostataentfernung nur sehr selten vor.
- Jeder Katheter bildet ein Infektionsrisiko. Das Risiko ist bei ISK am geringsten, gefolgt von dem Bauchdecken Katheter und ist bei einem normalen Katheter am höchsten. Von daher sollten Langzeitkatheter wenn irgend möglich vermieden werden. Die erste Wahl bei hohen Restharnmengen ist der intermittierende Selbstkatheterismus (ISK). Nur wenn der nicht möglich ist, kann man ggf. über einen Bauchdeckenkatheter nachdenken.
- In deinem Fall könnte es Sinn machen eine Zweitmeinung zu der TUR-P einzuholen, da man auch die Narbenbildung in der Harnröhre durch die beiden Schlitzungen mit in Betracht ziehen sollte. Möglicherweise kann eine Harnröhrenspieglung hier mehr Aufschluss darüber geben in wie weit du von einer TUR-P tatsächlich profitieren würdest. Grundsätzlich würde ich an deiner Stellen immer bedenken das eine operative Korrektur auf Dauer oft die bessere Option ist, da sie das Infektionrisiko senkt.
- Grundsätzlich können die beschriebenen Schmerzen auf eine Refluxproblematik hindeuten. Das die Nieren noch nicht geschädigt sind, bedeutet nicht das es keinen Reflux gibt und sie nicht geschädigt werden können. Aus meiner Laiensicht stellen solche Schmerzen kombiniert mit einem teilweisen Harnverhalt einen akuten Urologischen Handlungsbedarf dar. Du solltest daher umgehend noch mal zu einem Urologen Kontakt aufnehmen - das geht im Akkut-Fall auch ohne Termin - oder über deinen Hausarzt mit einer entsprechenden Dinglichkeitsnummer.
- Meine Empfehlung währe darüber hinaus um ISK Einweisung zu bitten, damit du in so einem Fall die Blase auch selbst mittels ISK entleeren kannst.
Viele Grüße
Michael
- Kleincap

11 Dez. 2025 07:15
Katheter wurde erstellt von Kleincap
Guten Morgen,
Ich leide seit gut einem Jahr auf Grund einer Vergrößerung der Prostata unter Blasenentleerungs Störungen mit einer Restharnbildung von bis zu 350ml. Muss dazu sagen das meine Harnröhre auf Grund von einer Engstelle am Blasenhals schon 2x geschlitzt wurde und nun meine Prostata ausgeschält werden sollte. Diese OP habe ich auf Grund der Angst vor Inkontinenz und Impotenz abgelehnt .Nun bekomme ich auf eigenen Wunsch im Januar einen Bauchdeckenkatheter gelegt.
Nun ist meine Überlegung bis zu dem Termin mir noch einen "normalen" Katheter legen zu lassen. Ich habe durch die Menge an Restharn an schlechten Tagen Schmerzen in der Blase welche auch extrem in einen der Hoden ziehen. Ich hatte von meinem Urologen schon einen Katheter(16Ch) gelegt bekommen welchen ich aber auf Grund extremer Schmerzen wieder entfernen lassen musste.
Meine Überlegung war nun wenn möglich mir einen Katheter (12Ch) legen zu lassen um auch einem Rückfluss in die Nieren vorzubeugen.
Laut Urologe wären meine Nieren aber bisher nicht angegriffen.
Sollte ich jetzt bis Januar warten um Harnröhre und Blase zu schonen oder besser mir zur Überbrückung den Katheter legen lassen?
Liebe Grüße
Ich leide seit gut einem Jahr auf Grund einer Vergrößerung der Prostata unter Blasenentleerungs Störungen mit einer Restharnbildung von bis zu 350ml. Muss dazu sagen das meine Harnröhre auf Grund von einer Engstelle am Blasenhals schon 2x geschlitzt wurde und nun meine Prostata ausgeschält werden sollte. Diese OP habe ich auf Grund der Angst vor Inkontinenz und Impotenz abgelehnt .Nun bekomme ich auf eigenen Wunsch im Januar einen Bauchdeckenkatheter gelegt.
Nun ist meine Überlegung bis zu dem Termin mir noch einen "normalen" Katheter legen zu lassen. Ich habe durch die Menge an Restharn an schlechten Tagen Schmerzen in der Blase welche auch extrem in einen der Hoden ziehen. Ich hatte von meinem Urologen schon einen Katheter(16Ch) gelegt bekommen welchen ich aber auf Grund extremer Schmerzen wieder entfernen lassen musste.
Meine Überlegung war nun wenn möglich mir einen Katheter (12Ch) legen zu lassen um auch einem Rückfluss in die Nieren vorzubeugen.
Laut Urologe wären meine Nieren aber bisher nicht angegriffen.
Sollte ich jetzt bis Januar warten um Harnröhre und Blase zu schonen oder besser mir zur Überbrückung den Katheter legen lassen?
Liebe Grüße
- Sejahrin

09 Nov. 2025 21:58
Sejahrin antwortete auf Harnröhrenentzündung Brennen Bauchdeckenkatheter
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Vielleicht hilft es noch zu erwähnen, dass der Schmerz im Sitzen/ Stehen schlimmer ist wie im Liegen.
Wir haben das Problem schon häufiger beim Urologen angesprochen, leider geht er nicht wirklich darauf ein. Hier werde ich versuchen hartnäckiger zu sein und auf jeden Fall auf die genannten Punkte ansprechen.
Vielleicht hilft es noch zu erwähnen, dass der Schmerz im Sitzen/ Stehen schlimmer ist wie im Liegen.
Wir haben das Problem schon häufiger beim Urologen angesprochen, leider geht er nicht wirklich darauf ein. Hier werde ich versuchen hartnäckiger zu sein und auf jeden Fall auf die genannten Punkte ansprechen.
- Matti

09 Nov. 2025 21:34
Matti antwortete auf Harnröhrenentzündung Brennen Bauchdeckenkatheter
Hallo,
ich versuche mich einmal an einer Zusammenfassung möglicher Ursachen und sinnvoller Schritte bei Brennen im Penis trotz suprapubischem Katheter – wie es bei deinem Vater vorkommt:
Mögliche Ursachen:
Was kannst du tun?
Was kann sonst helfen?
Wann solltest du sofort ärztliche Hilfe holen?
Wichtig: Nicht jede Antibiotikagabe ist nötig – auch Katheterträger werden nur bei echten Infektionen mit Beschwerden oder Fieber behandelt, nicht bei jedem Keim im Urin.
Mein Tipp: Sprich beim nächsten Urologentermin diese Punkte gezielt an. Falls ihr nicht weiterkommt, ist auch eine spezialisierte urologische Sprechstunde in einer größeren Klinik eine gute Option.
Gruß
Matti
ich versuche mich einmal an einer Zusammenfassung möglicher Ursachen und sinnvoller Schritte bei Brennen im Penis trotz suprapubischem Katheter – wie es bei deinem Vater vorkommt:
Mögliche Ursachen:
- Harnwegsinfekte: Katheterträger haben häufiger bakterielle Infektionen, die Brennen verursachen können. Wiederholte Antibiotika fördern Resistenzen und helfen oft nur kurzfristig.
- Reizung durch den Katheter: Auch wenn der Katheter nicht durch die Harnröhre, sondern durch die Bauchdecke gelegt wird, kann trotzdem Urin über die Harnröhre laufen und dort reizen – zum Beispiel durch kleine Lecks oder Restharn.
- Verstopfung/Blockade: Wenn der Katheter teilweise blockiert ist, kann sich Urin stauen; das steigert den Druck und das Brennen.
- Falsche Kathetergröße oder fester Sitz: Ein zu großer oder schlecht sitzender Katheter kann umliegendes Gewebe drücken und Beschwerden verursachen.
- Kristallbildung: Manche Katheterträger neigen zu Kristallen, die die Schleimhaut reizen.
- Pilzinfektionen oder Restinfektionen: Nach häufigen Antibiotikagaben können sich Pilze ansiedeln und ähnliche Beschwerden machen.
- Neurogene Schmerzen/Missempfindungen: Nach Nervenverletzungen (z. B. durch einen Unfall) kann es zu Fehlwahrnehmungen und Brennen kommen.
Was kannst du tun?
- Urologische Kontrolle: Lass die Katheterlage, Durchgängigkeit und das Wechselintervall prüfen. Ein Abstrich aus der Harnröhre (auf seltene Keime, Pilze, Resistenzen) und eine gezielte Urinkultur (vor einer weiteren Antibiotikagabe!) sind sinnvoll. Mithilfe von Ultraschall sollte man auf Restharn schauen.
- Andere Kathetermaterialien: Eventuell hilft ein Wechsel auf ein anderes Material (z. B. Silikon oder ein beschichteter Katheter).
- Wechselintervall überdenken: Zu häufiger oder zu selten Wechsel kann Probleme verursachen. Standard sind 4–6 Wochen, manchmal braucht es eine Anpassung.
- Blasenspülungen: Nur nach ärztlicher Empfehlung – speziell bei Kristallneigung manchmal hilfreich (z. B. mit citrathaltigen Lösungen).
Was kann sonst helfen?
- Lokale Pflege: Nach Rücksprache mit dem Arzt eventuell milde, reizfreie Cremes (wie Ringelblumensalbe) an die Harnröhrenöffnung geben. Bei Pilzverdacht: kurzfristig Antimykotika.
- Gute Intimhygiene: Auf Sauberkeit beim Katheterwechsel achten (Übertreibung vermeiden) – das sollte auch Standard in der Praxis sein.
- Blasentraining: Falls möglich und vom Arzt empfohlen, können kleine Blasenspülungen mit Urin Ablagerungen reduzieren.
- Schmerzlinderung: Bei starken Schmerzen kann nach ärztlicher Rücksprache kurzfristig ein Schmerzmittel (wie Paracetamol) eingesetzt werden.
Wann solltest du sofort ärztliche Hilfe holen?
- Wenn dein Vater Blut im Urin sieht
- Bei Fieber oder starken Schüttelfrösten
- Wenn der Katheter gar nicht mehr läuft (Rückstau, Inkontinenz)
Wichtig: Nicht jede Antibiotikagabe ist nötig – auch Katheterträger werden nur bei echten Infektionen mit Beschwerden oder Fieber behandelt, nicht bei jedem Keim im Urin.
Mein Tipp: Sprich beim nächsten Urologentermin diese Punkte gezielt an. Falls ihr nicht weiterkommt, ist auch eine spezialisierte urologische Sprechstunde in einer größeren Klinik eine gute Option.
Gruß
Matti
- Sejahrin

09 Nov. 2025 14:08
Harnröhrenentzündung Brennen Bauchdeckenkatheter wurde erstellt von Sejahrin
Hallo zusammen,
ich habe mich hier angemeldet um Hilfe für meinen Vater zu bekommen. Er ist 85 Jahre alt und hat aufgrund eines Unfalls einen Bauchdeckenkatheter bekommen. Er hatte mehrere Wirbelbrüche und deswegen kein Gefühl mehr in den Beinen und auch keine Möglichkeit selbständig seine Blase zu entleeren. Mit dem Bauchdeckenkatheter kommen wir gut zurecht. Er hat aber immer wieder Probleme mit Schmerzen im Penis. Der Uruloge verschreibt ihm immer wieder Antibiotika ( schon 6 Mal), die kurzfristig helfen, aber was meiner Meinung nach ja keine Dauerlösung sein kann. Wir haben schon Manosepulver auspobiert und er trinkt auch genug. Er hat keine Schmerzen im Bauch oder Niere, sondern nur Druck und Brennen im Penis. Was können wir noch ausprobieren?
Danke fürs Lesen
ich habe mich hier angemeldet um Hilfe für meinen Vater zu bekommen. Er ist 85 Jahre alt und hat aufgrund eines Unfalls einen Bauchdeckenkatheter bekommen. Er hatte mehrere Wirbelbrüche und deswegen kein Gefühl mehr in den Beinen und auch keine Möglichkeit selbständig seine Blase zu entleeren. Mit dem Bauchdeckenkatheter kommen wir gut zurecht. Er hat aber immer wieder Probleme mit Schmerzen im Penis. Der Uruloge verschreibt ihm immer wieder Antibiotika ( schon 6 Mal), die kurzfristig helfen, aber was meiner Meinung nach ja keine Dauerlösung sein kann. Wir haben schon Manosepulver auspobiert und er trinkt auch genug. Er hat keine Schmerzen im Bauch oder Niere, sondern nur Druck und Brennen im Penis. Was können wir noch ausprobieren?
Danke fürs Lesen
- martinK

05 Nov. 2025 12:16
martinK antwortete auf Botox & ISK - Erfahrungen gesucht
Hallo JoeSepp
Danke für Deinen Erfahrungsbericht; es ist beruhigend zu Wissen, dass ich mit den ISK-Problemen nicht alleine bin. Gibt es denn messbare Risiken, wenn Du den Restharn nicht angehst; z.B. hast Du auch dann Harnwegentzündungen, oder wurde Reflux in die Niere beobachtet? Bei mir liegt auch Restharn vor (etwa im gleich Bereich wie bei Dir), dies schon seit mindestens 10 Jahren. In dieser Zeit haben sich weder meine Nierenwerte verschlechtert noch hat die Trabekulierung der Blase stark zugenommen. Meine Neurourologin sieht meinen Restharn auch nicht als Hauptproblem, sondern den Blasendruck.
Ich habe nun mit Toviaz (8 mg) und Betmiga (50 mg) kompletten Harnverhalt gehabt, musste mehrmals ISK durchführen und habe wieder einen Harnweginfekt, der mit Antibiotika behandelt werden muss
. Am Montag hatte ich eine Konsultation bei meiner Ärztin. Sie drängt immer noch nach Botox und dann ISK oder Bauchdeckenkatheter, aber ich habe das abgelehnt. Für mich wird das erst eine Option, wenn nachgewiesen ist, dass meine überaktive Blase die Nieren signifikant schädigt. Nun werde ich bis auf weiteres nichts urologisches mehr tun, sondern versuchen, mein vegetatives Nervensystem allgemein zu beruhigen.
Herzliche Grüsse
Martin
Danke für Deinen Erfahrungsbericht; es ist beruhigend zu Wissen, dass ich mit den ISK-Problemen nicht alleine bin. Gibt es denn messbare Risiken, wenn Du den Restharn nicht angehst; z.B. hast Du auch dann Harnwegentzündungen, oder wurde Reflux in die Niere beobachtet? Bei mir liegt auch Restharn vor (etwa im gleich Bereich wie bei Dir), dies schon seit mindestens 10 Jahren. In dieser Zeit haben sich weder meine Nierenwerte verschlechtert noch hat die Trabekulierung der Blase stark zugenommen. Meine Neurourologin sieht meinen Restharn auch nicht als Hauptproblem, sondern den Blasendruck.
Ich habe nun mit Toviaz (8 mg) und Betmiga (50 mg) kompletten Harnverhalt gehabt, musste mehrmals ISK durchführen und habe wieder einen Harnweginfekt, der mit Antibiotika behandelt werden muss
Herzliche Grüsse
Martin
- micha24

24 Okt. 2025 22:03
micha24 antwortete auf Katheter nach Rezum
Hallo zusammen , ich hatte am 26.9 2025 eine Rezum OP in Kurznarkose . nach dem Aufwachen hatte ich eine Harnröhrenkatheter und einen Bauchdeckenkatheter . Der Harnröhrenk. wurde nach 3 Tagen gezogen und am heutigen Tag habe ich 4 Wochen den SBDK immer noch !
die ersten 2 Wochen nach OP hatte ich anfangs starke Schmerzen beim Pinkeln und im Verlauf immer weniger Schmerzen . Die erste Woche kam viel Blut und dicke Brocken beim Wasserlassen. Nach 1 Woche habe ich dann ein Ventil bekommen zur Kontrolle des Restharnes . Anfangs hatte ich 250-300 ml , jetzt nach 4 Wochen nur noch 30 - 50ml . Der Harnstrahl war nach 2 Wochen wirklich klasse ….. hatte ich 5 Jahre nicht mehr . Was mich stört ist der durch den Katheter verursachte Reiz der Harnröhre . Stechen und Brennen gehören auch dazu . denke das wird in 3 Tagen besser wenn er dann endlich gezogen wird . Bis jetzt war der Weg sehr steinig und für mich war immer das Ergebnis wichtig ! Es gibt dann auch die Tage wo man meint das es wieder schlechter wird . Durch viel trinken wird es aber wieder besser . das Trinken scheint enorm wichtig zu sein! Bin gespannt wie es weiter geht …. bis jetzt bin ich erstmal mit dem Ergebnis zufrieden.
die ersten 2 Wochen nach OP hatte ich anfangs starke Schmerzen beim Pinkeln und im Verlauf immer weniger Schmerzen . Die erste Woche kam viel Blut und dicke Brocken beim Wasserlassen. Nach 1 Woche habe ich dann ein Ventil bekommen zur Kontrolle des Restharnes . Anfangs hatte ich 250-300 ml , jetzt nach 4 Wochen nur noch 30 - 50ml . Der Harnstrahl war nach 2 Wochen wirklich klasse ….. hatte ich 5 Jahre nicht mehr . Was mich stört ist der durch den Katheter verursachte Reiz der Harnröhre . Stechen und Brennen gehören auch dazu . denke das wird in 3 Tagen besser wenn er dann endlich gezogen wird . Bis jetzt war der Weg sehr steinig und für mich war immer das Ergebnis wichtig ! Es gibt dann auch die Tage wo man meint das es wieder schlechter wird . Durch viel trinken wird es aber wieder besser . das Trinken scheint enorm wichtig zu sein! Bin gespannt wie es weiter geht …. bis jetzt bin ich erstmal mit dem Ergebnis zufrieden.
- EDS_Marc

30 Sep. 2025 22:53
EDS_Marc antwortete auf Botox & ISK - Erfahrungen gesucht
Hallo Martin,
Ich kann dir keinen Rat geben, weil ich nicht weiss nicht, was dein Problem mit ISK ist. Ich kann nur meine Erfahrungen teilen.
Ich hatte nie große Probleme mit ISK, nur hin und wieder mal Probleme durch eine irritierte Prostata, oder eine angespannte Muskulatur. Mit verschiedenen Arten von Katheter hat es aber immer recht gut geklappt. Was ich persönlich gemerkt habe nach Botox, ich hatte zwar nur 100 Einheiten, war, dass der Katheter etwas einfacher durch die Blasenschließmuskel eingeführt werden kann, musste mich aber etwas mehr Geduld lassen, um ganz zu entspannen. Die Harnröhre war die ersten Tage nach Botox ein wenig schmerzhaft und irritiert, was ISK nicht angenehmer macht. Unterschiedliche Katheter machen da aber einen Unterschied. Das richtige finden für die jeweilige Situation ist aber nicht leicht.
Ein normaler Dauerkatheter kämme für mich eher in Frage für ein paar Monate als ein Bauchdeckenkatheter. Ist aber vielleicht auch nur durch Angst für das Unbekannte geschürt
Ich kann dir keinen Rat geben, weil ich nicht weiss nicht, was dein Problem mit ISK ist. Ich kann nur meine Erfahrungen teilen.
Ich hatte nie große Probleme mit ISK, nur hin und wieder mal Probleme durch eine irritierte Prostata, oder eine angespannte Muskulatur. Mit verschiedenen Arten von Katheter hat es aber immer recht gut geklappt. Was ich persönlich gemerkt habe nach Botox, ich hatte zwar nur 100 Einheiten, war, dass der Katheter etwas einfacher durch die Blasenschließmuskel eingeführt werden kann, musste mich aber etwas mehr Geduld lassen, um ganz zu entspannen. Die Harnröhre war die ersten Tage nach Botox ein wenig schmerzhaft und irritiert, was ISK nicht angenehmer macht. Unterschiedliche Katheter machen da aber einen Unterschied. Das richtige finden für die jeweilige Situation ist aber nicht leicht.
Ein normaler Dauerkatheter kämme für mich eher in Frage für ein paar Monate als ein Bauchdeckenkatheter. Ist aber vielleicht auch nur durch Angst für das Unbekannte geschürt
- martinK

29 Sep. 2025 20:36
Botox & ISK - Erfahrungen gesucht wurde erstellt von martinK
Hallo zusammen
Ich habe nun den Bericht zur Langzeiturodynamik erhalten. Die Blasendruckwerte waren zum Teil erschreckend hoch (bis 95 cmH20) vor allem hatte ich zwischendurch phasische Druckerhöhungen, welche nicht in Harnfluss endeten und welche ich auch nicht spürte. Alle drei Ärzte, welche sich die Messungen angeschaut haben, schätzen die Blasendruckwerte als gefährlich ein und empfehlen eine hohe Botoxdosis (200 Einheiten).
Bei 200 Einheiten werde ich ziemlich sicher zumindest so viel Restharn haben, dass ich an ISK oder einem Bauchdeckenkatheter nicht vorbei komme. SPK möchte ich verhindern, und mit ISK hatte ich bis anhin grosse Probleme wegen Harnweginfekten. Meine Ärztin meinte aber, dass meine Probleme sehr eng mit der neurogenen Blase verknüpft seien; d.h. sie erwartet nach der Botoxinjektion zumindest ein deutliche Vernesserung (der Chefarzt der Klinik, bei welcher ich die Untersuchung machen liess, meinte dasselbe).
Hat jemand von Euch diese Erfahrung gemacht, dass vor der Botoxbehandlung ISK nicht ging und danach schon? Ich kann mich nicht durchringen, die Behandlung machen zu lassen. Meine Nierenwerte sind noch sehr gut, also sehe ich keine Dringlichkeit. Andererseits kann sich dies natürlich ändern, und ich spüre das lang- oder gar mittelfristig nichts am Botox vorbeiführt, wenn ich mir keine gröberen Probleme einhandeln möchte.
Die Situation belastet mich ziemlich, entsprechend freue ich mich über jede Antwort.
Herzliche Grüsse
Martin
Ich habe nun den Bericht zur Langzeiturodynamik erhalten. Die Blasendruckwerte waren zum Teil erschreckend hoch (bis 95 cmH20) vor allem hatte ich zwischendurch phasische Druckerhöhungen, welche nicht in Harnfluss endeten und welche ich auch nicht spürte. Alle drei Ärzte, welche sich die Messungen angeschaut haben, schätzen die Blasendruckwerte als gefährlich ein und empfehlen eine hohe Botoxdosis (200 Einheiten).
Bei 200 Einheiten werde ich ziemlich sicher zumindest so viel Restharn haben, dass ich an ISK oder einem Bauchdeckenkatheter nicht vorbei komme. SPK möchte ich verhindern, und mit ISK hatte ich bis anhin grosse Probleme wegen Harnweginfekten. Meine Ärztin meinte aber, dass meine Probleme sehr eng mit der neurogenen Blase verknüpft seien; d.h. sie erwartet nach der Botoxinjektion zumindest ein deutliche Vernesserung (der Chefarzt der Klinik, bei welcher ich die Untersuchung machen liess, meinte dasselbe).
Hat jemand von Euch diese Erfahrung gemacht, dass vor der Botoxbehandlung ISK nicht ging und danach schon? Ich kann mich nicht durchringen, die Behandlung machen zu lassen. Meine Nierenwerte sind noch sehr gut, also sehe ich keine Dringlichkeit. Andererseits kann sich dies natürlich ändern, und ich spüre das lang- oder gar mittelfristig nichts am Botox vorbeiführt, wenn ich mir keine gröberen Probleme einhandeln möchte.
Die Situation belastet mich ziemlich, entsprechend freue ich mich über jede Antwort.
Herzliche Grüsse
Martin
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