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Intravesikale Elektrostimulation (IVES)

17 Feb 2015 08:57 #21 von Johannes1956
Hallo!

Gestern sind wir draufgekommen, dass ich das falsche Programm verwendete. Draufgekommen bin ich, weil die angeordnete Behandlungszeit 60 Minuten ist und das Gerät bei 20 Minuten immer abgeschaltet hat.

Ich habe nochmals im Spital angerufen und die meinten, es müssten alle Parameter von der Firma für mich voreingestellt worden sein. Also rief ich dort an, und man sagt mir, die ives Einstellung liegt am Kanal "Muscel", also entgegen der Bedienungsanleitung, in der beschrieben ist Kanal "I" bei neurogenen Blasenentleerungsstörungen.

Gut, wir sind dann die Einstellungen am Kanal "muscle" gemeinsam am Telefon durchgegangen, die sind im Programm wie folgt einzustellen:

Set A
25 Hz
200 mikrosekunden
2.0
8
8
60 min
5 s
-0 s
0 mA

Jetzt behandle ich also mit diesem Programm, es gibt jeweils 8 Sekunden schnell aufeinander folgende Impulse gefolgt von jeweils 8 Sekunden Pause.

Das Problem ist, dass jetzt bereits am 4. Tag die Harnröhre etwas brennt, die mag das offensichtlich gar nicht, jeden Tag eine Stunde lang einen Katheter drinnen zu haben. Ich habe auch das Gefühl, dass das Gleitmittel etwas brennt. Ich versuche, das bis zum nächsten Tag wieder einigermaßen ins Lot zu bekommen, indem ich viel Tee trinke, dazwischen auch mal eine Tasse Preiselbeerenblätter Tee zur Vorbeugung von Entzündungen. Bin neugierig, wie sich das weiter entwickelt, zumindest reagiert meine zickige Blase jetzt nicht irgendwie beleidigt und entleert sich, wie bisher gewohnt mit den üblichen Restharnmengen.

Die Therapien ermüden mich sehr und es ist gut, dass ich eine ärztliche Bestätigung bekommen habe, dass die Therapiedauer eine Anwesenheit zuhause von 3 Stunden erfordert und mein Chef es akzeptiert, dass ich immer erst zu Mittag ins Büro komme.

Trotz aller anfänglichen Schwierigkeiten ist die Heimtherapie doch wesentlich angenehmer, als es ambulant zu machen.

Johannes

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18 Feb 2015 19:58 #22 von Johannes1956
Hallo,

Ich muss die Behandlung jetzt unterbrechen. Schmerzen in der Harnröhre sind stärker geworden und ich kann meine Blase praktisch nicht mehr spontan entleeren, ich spüre die volle Blase, bekomme aber nur wenig heraus. Versuche, dabei nicht zu pressen. Wenn ich dann auskatheter, sind 400 bis 500 ml drinnen, bei starkem Harndrang.

Es ist wie bei einer Blasenentzündung, aber der Harn ist komplett unauffällig mit Harnteststreifen gemessen, auch Geruch und Farbe ist unauffällig.

War heute bei meiner TCM Ärztin und sie hat gemeint, dass das entweder eine Nebenwirkung vom Cathejell mit dem Lidocain ist, es mag aber auch sein, dass ich den Katheter nicht vertrage. Ich habe jetzt, gemäß dem Rat von Sydney Endosgel in der Apotheke bestellt, die können das nur im 100er Pack und erst am Freitag liefern. Muss es mir auch von der Krankenkasse genehmigen lassen, kostet so 150 Euronen.

Bis dahin gibt es eben Pause. Hoffe, dass ich das andere Gleitgel vetrage und meine Blase zumindest wieder wie vorher funktioniert. Bin etwas in meiner Stimmung zurückgeworfen, wenn es nicht besser wird bis Montag soll ich mich an das behandelnde Spital wenden. Die haben ja meine Nachfrage wegen des Lidocains vom Tisch gewischt, mal sehen, muss mich jetzt in Geduld üben.

Bin froh, dass ich jetzt ISK kann, sonst wäre es echt ein Problem, fast wie bei einem Harnverhalt.

Johannes

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19 Feb 2015 11:52 #23 von Jens Schriever
Hallo Johannes

Das hört sich aber nicht gut an. Ich wünsche dir eine gute und schnelle Besserung.


Gruß Jens

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19 Feb 2015 13:45 #24 von Pamwhy
Hallo Johannes,

wenn man schon einen schwierigen Weg zu gehen hat, müssen nicht auch noch solche fiesen Steine im Weg liegen...., ich wünsche dir viel Geduld und Kraft, wir sind hier für dich da und hoffen, dass es ab Morgen wieder aufwärts geht....

Drück dich virtuell
und ganz, ganz....

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19 Feb 2015 17:40 #25 von Johannes1956
Liebe Pam, lieber Jens,

Danke für die Anteilnahme. Es hört sich nicht nur nicht gut an, es fühlt sich auch definitiv nicht gut an. Habe heute pausiert und sitze gerade im Vorzimmer meines Arztes, um dann zu beraten, wie wir weitermachen.

Konnte aber heute wieder etwas besser urinieren, es scheint wirklich an dem Cathejell oder doch der Verweildauer des Katheters oder allem zusammen liegen. Möchte es jedenfalls mit dem anderen Gleitmittel Endosgel probieren, dann werden wir ja sehen, wie ich darauf reagiere.

Wenn es gar nicht geht, werde ich mich an das behandelnde Krankenhaus wenden und den Therapieversuch als beendet erklären.

Hab mir schon gedacht, Ziel der Therapie ist, dass es dem Patienten schlechter geht, damit er danach zufrieden ist mit dem Zustand, wie er vor der Therapie war, wenn sich dieser nach dem Absetzten der Therapie wieder einstellt.

Aber man muss damit leben, dass es bei jeder Therapie auch Therapieversager gibt, so wird man dann genannt, echt, als ob der Patient der Versager wäre! Herr Patient, Sie sind ein Therapieversager! Niemand sagt, Herr Doktor, Ihre Therapie hat versagt! Aber auch damit kann ich leben. Einen weiteren Versuch ist es immer noch wert, lass mich jetzt nicht gleich entmutigen!

Habe heute auch schon von meiner Physiotherapeutin ein paar Übungen gezeigt bekommen, wie ich meinen Beckenboden öffnen kann. Das hilft, und wenn sie mich dabei lieb anschaut, fühl ich mich gleich gar nicht mehr als Versager. ;)

Neben meiner zickigen Blase ist mein Beckenboden nämlich der zickige männliche Gegenpol.

Dabei habe ich mir die Frage gestellt, warum viele Organe weiblich, manche sächlich und nur wenige männlich sind und womit das wohl zusammenhängen mag? Der Magen, der Darm, aber die Leber, die Bauchspeicheldrüse, die Lunge, jedoch das Herz, das Hirn, das Auge.

Habe bislang keine Antwort, nicht einmal eine Theorie dazu gefunden.

So überbrückt man Wartezeiten im Arztvorzimmer.......

LG

Johannes

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19 Feb 2015 18:47 #26 von hippo80
Hallo Johannes.
Ich bewundere dich das du trotz der Probleme versuchst an den Erfolg der Therapie zu glauben. Ich wünsche dir sejr das dies von Erfolg gekrönt sein wird. Vllt liegt es ja wirklich nur an dem Gleitgel. Ich würde es dir sehr wünschen.
Viel Erfolg weiterhin und berichte bitte weiter.

Liebe Grüße, dani
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19 Feb 2015 22:18 #27 von Ano
Zitat Johannes:

Hab mir schon gedacht, Ziel der Therapie ist, dass es dem Patienten schlechter geht, damit er danach zufrieden ist mit dem Zustand, wie er vor der Therapie war, wenn sich dieser nach dem Absetzten der Therapie wieder einstellt.


Menno Johannes, der Spruch gefällt mir - und der ist so wahr !!!!!!!!!

Ich finde es toll, dass Du noch einen zweiten Versuch wagst. Ich hätte hingeschmissen.
Allerdings würde ich an Deiner Stelle noch etwas zuwarten, denn wenn die Harnröhre derart gereizt ist,
sollte sie sich erst einmal erholen können. Sonst nützt auch das andere Gleitgel nicht viel.

Ich wünsche Dir von Herzen gute Besserung und vor allem wieder ein Erfolgserlebnis!

LG, Ano
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20 Feb 2015 09:06 #28 von Johannes1956
Guten Morgen!

Nachdem sich das Ganze gestern während meiner Therapiepause ziemlich beruhigt hat unde ich nun das Endosgel in Händen habe, habe ich jetzt einen neuen Therapieversuch gestartet und liege bereits unter Strom!

Mein Hausarzt war etwas säuerlich, dass ich mir ohne Rücksprache mit ihm gleich das Endosgel in der Apotheke bestellt hatte, das gibt es in Österreich nämlich nur in der 100er Packung, ist teuer und daher genehmigungspflichtig. Er sagte mir, dass es Cathejell auch ohne Lidocain gibt und er sowieso nicht versteht, warum das behandelnde Krankenhaus mit Lidocain verordnet hat.

Diese Bedenken hätte er mir ja auch schon vorher mitteilen können, aber nachher sind immer alle schlauer. Immerhin hat er es mir, nachdem es das Krankenhaus verordnet hat, dann auch verschrieben. Er meinte auch, dass das mit Lidocain nur bei einer einmaligen Anwendung gegebenfalls notwendig wäre, aber auch hier zweifelhaft, weil eine Wartezeit bis zur Wirkung eingehalten werden müsste.

Für meine Anwendung jedenfalls kontraproduktiv und ich ärger mich über mich selbst, dass ich nicht auf Sydney gehört sondern dem behandelnden Krankenhaus vertraut habe. Ich habe auch nochmals nachgelesen, beim Lidocain ist unter häufige Nebenwirkung Hautreizung vermerkt, na das kann ich eben schon gar nicht brauchen.

Bin aber jetzt froh, dass ich das Endosgel habe, das ist auch mit der Spritze viel leichter in die Harnröhre einzubringen als das Cathejell mit dieser Ziehharmonika, bei der man dann aufpassen muss, dass sie beim Rausziehen nicht wieder auseinandergeht und das ganze Gleitgel aus der Harnröhre saugt.

Bin neugierig, was die Krankenkasse dazu sagt, aber das Ablaufdatum ist 2017 und ich kann es für eventuelle zukünftige Behandlungen ja aufbewahren.

Jedenfalls fühlt es sich auch beim Einbringen viel besser an, als das Cathejell mit Lidocain, das hat von Anfang an gleich leicht gebrannt. Wieder schlauer und wieder einmal bestätigt, dass die Erfahrungen hier am Forum besser sind als das ärztliche Wissen da draußen!

Bin jetzt wieder zuversichtlich und habe gelernt, nicht gleich in Panik zu verfallen, weiß jetzt, wie ich meinen Beckenboden öffen kann und lerne weiterhin, mich in Geduld zu üben.

Übrigens Beckenboden: geniale Übung. Ich lege mich auf eine Matte auf den Rücken, leicht gespreizte Beine. Dann rotiere ich die Füße nach ganz außen (Beine bleiben durchgestreckt am Boden liegen) während ich die Handflächen nach innen Rolle. Dann die Füße nach möglichst weit innen und die Handflächen nach außen rollen. Das wiederhole ich. Man spürt richtig, wie der Beckenboden aufgeht und geschmeidig wird.

Liebe Grüße und danke an Euch, es hilft immer sehr, wenn man in einer Phase, in der es nicht so gut geht, Zuspruch, Rat und Trost erhält. Die liebe Ano ist ja eine große Meisterin und für mich Vorbild auf diesem Gebiet. Grand dame des Trosts!

Johannes
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20 Feb 2015 09:47 #29 von matti
Lieber Johannes,

nicht das du denkst, mich würden deine Berichte hier nicht interessieren. Ich verfolge sie sehr intensiv, habe aber für mich noch nicht den Einstieg zur Erwiderung gefunden.

Was ich nicht verstehe ist, dass bei bei solchen Behandlungen immer Katheter zum Einsatz kommen, die man vor 30 Jahren schon fälchlich verwendet hat (damals gab es aber nicht anderes). Warum um alles in der Welt, kann man für Blasendruckmessungen oder deiner jetzigen Behandlung nicht Katheter zur Verfügung stellen, die den modernen Ansprüchen eines Katheters wie man sie beim ISK einsetzt entsprechen. Wahrscheinlich geht es wieder um einige Euros Mehrkosten.

Ein Mitglied hier im Forum hat mir einmal persönlich berichtet, dass er sich durch die Katheter der früheren Jahre seine komplette Harnröhre vernarbt hat. Dann werden derzeit doch auf politischer Ebene Diskussionen geführt, ob man Einmalkatheter nicht durch Sterilisation erneut einsetzen könne. Es ist wirklich traurig.

Wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

Matti

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20 Feb 2015 11:11 #30 von Johannes1956
Lieber Matti,

Danke für Deinen Beitrag. Bin jetzt hier mit meinen Antworten ein wenig zwischen 2 Threads durcheinandergekommen. Bin gerade auf der Krankenkasse und habe inzwischen meine Geschichte drei Ärztinnen erklären müssen, Ergebnis ist, dass das Endosgel niemand genehmigen will, es wurde aber auch nicht abgelehnt, jedoch zur weiteren Begutachtung einbehalten.

Das heißt Warten auf den Bescheid und der wird wahrscheinlich nach drei Monaten abgelehnt. Krank die Kasse!

Mit den Kathetern für die ives war das im Spital gleich meine erste Frage. Die haben mir erklärt, dass das eben spezielle Katheter mit Elektroden sind und die gäbe es nur unbeschichtet. Jedenfalls bei der Firma, von der ich das ives Gerät habe.

Werde aber die Frage als Verbesserungsvorschlag an die Firma weiterleiten. Momentan geht es mit dem Endosgel, ob genehmigt oder nicht, recht gut und ich kann die Therapie fortsetzen.

LG

Johannes

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